Seitenaufrufe letzten Monat

Dienstag, 17. Oktober 2017

[Filmkritik] Girl on the Train

Girl on the Train


Darsteller: Emily Blunt, Rebecca Ferguson, Haley Bennett, Justin Theroux, Luke Evans
Regisseur(e): Tate Taylor
Komponist: Danny Elfman
Künstler: Marc E. Platt, Erin Cressida Wilson, Kerry Barden, Michael McCusker, Michelle Matland, Charlotte Bruus Christensen, Celia D. Costas, Kevin Thompson, Paul Schnee, Jared LeBoff, Andrew Buckland, Ann Roth
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Constantin Film
Erscheinungstermin: 6. April 2017
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 109 Minuten


Inhaltsangabe:

Nach ihrer Scheidung ist Rachel am Boden zerstört. Jeden Tag fährt sie mit dem Zug zur Arbeit, und jedes Mal hält der Pendlerzug am selben Streckenabschnitt. In einem Haus an dieser Bahnstrecke beobachtet Rachel ein Pärchen. Die beiden scheinen ein perfektes Leben zu führen, das sich Rachel detailreich in ihren Tagträumen ausmalt. Bis sie eines Tages eine schockierende Beobachtung macht und sich bald darauf immer tiefer in ein gefährliches Netz aus Lügen und Fantasien verstrickt …

Meine Meinung:

Titel: Wer ist hier eigentlich verrückt?

Der Roman von Paula Hawkins hatte mir sehr gut gefallen und swar dann echt auf die filmische Umsetzung gespannt, weil ich mir einfach nicht recht vorstellen konnte wie man die alkoholkranke Rachel und ihre Geschichte darstellen wird.

Emily Blunt passte daher zumindest optisch schon mal gut in meine Vorstellung, die ich von Rachel hatte. Bisher kannte ich sie nur aus „Der Teufel trägt Prada“, wo sie mich nicht wirklich mit ihrem Schauspieltalent überzeugen konnte. Doch hier hat sie mich förmlich geflasht, denn man sieht ihr den Schmerz und die Trauer regelrecht an und kann dadurch noch intensiver mitfühlen als man es eh schon bei dem Thema machen würde.

Die Darstellung der Zugfahrten hatte ich auch deutlich langweiliger erwartet als sie es dann tatsächlich waren, denn durch die Hinwendung zu dem was außerhalb des Zuges passiert (dass was Rachel selbst sieht), bekommt man von der „Zugfahrerei“ ja nicht wirklich viel mit.

Sehr gut gefallen hat mir, dass man zu Beginn (wie auch im Buch) keine rechte Ahnung hat, was eigentlich vorgeht und nach und nach erst das Geheimnis gelüftet wird.

In meinen Augen gibt der Film die Handlung des Thrillers sehr genau und detailliert wider.

Fazit: Gute Literaturverfilmung, die der Printausgabe in nichts nachsteht. Empfehlenswert!

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Donnerstag, 14. September 2017

[Filmkritik] Radio Heimat - Damals war auch scheiße!

"Radio Heimat - Damals war auch scheiße!"


Darsteller: David Hugo Schmitz, Jan Bülow, Hauke Petersen, Maximilian Mundt, Stephan Kampwirth
Künstler: Oliver Nommsen, Matthias Kutschmann, René Jordan, Michael Schlömer
Format: Dolby, DTS, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS)
Region: Alle Regionen
Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Concorde Video
Erscheinungstermin: 26. Mai 2017
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 82 Minuten


Inhaltsangabe:

RADIO HEIMAT begleitet die vier Freunde Frank (David Hugo Schmitz), Pommes (Jan Bülow), Spüli (Hauke Petersen) und Mücke (Maximilian Mundt) mitten im Pott, mitten in der Pubertät und mitten in den 80er Jahren auf ihrer Suche nach der ersten großen Liebe und dem ersten Sex. Und besonders Hauptfigur Frank hat einen schmerzlichen Wunsch, nämlich bei Carola Rösler (Milena Tscharntke) zu landen. Unerschrocken ziehen unsere vier Helden in den Kleinkrieg der Geschlechter und lecken ihre Wunden zwischen Freibad, Schrebergärten und Ommas (Anja Kruse) Frikadellen. Sie absolvieren die schier unüberwindbaren Initiationsriten, welche das Ruhrgebiet jeglicher Mannwerdung entgegenhält: Pilstrinken, Pölen und Pommes-rot-weiß.

Meine Meinung:

Titel: Ruhrpottliebe...

Direkt nach Erscheinen des Romans „Radio Heimat“ von Frank Goosen im Jahr 2010 (vor meiner Bloggerzeit) hatte ich den Roman gelesen und regelrecht verschlungen aufgrund der witzig, spritzigen Schreibweise des Autors. Als ich nun mitbekam, dass dieser tolle Roman verfilmt worden ist, musste ich den Film natürlich schauen.

In der Regel bin ich bei Romanverfilmungen meist vorsichtig, weil sie oft nicht meinen Geschmack treffen oder ich mir beim Lesen alles gänzlich anders vorgestellt habe, doch hier wurde ich einfach nur positiv überrascht und ich denke nicht, dass es damit was zu tun hat, dass das Lesen des Romans schon ein paar Jahre her ist, sondern weil die Verfilmung echt gut gemacht ist.

Für meinen Geschmack stellt der Film nicht nur gut die 80er Jahre dar, sondern auch den Ruhrpott zur damaligen Zeit. Klar sind einige Darstellungen überspitzt und Klischees kommen auch zur Anwendung, aber das passte hier einfach rein. Die Teenagerprobleme von damals sind auch heute noch top aktuell und die gezeigten Charaktere authentisch und liebenswert.

Die Wahl der Schauspieler hat mir ebenfalls sehr zugesagt, da ich die vier Kumpels sehr passend besetzt fand und die Darsteller mir bis dato völlig unbekannt waren. Die „Erwachsenen“ werden von altbekannten Schauspielern besetzt, die man schon in anderen Filmen und Comedyserien lieben gelernt hat.

Was in meinen Augen aber den Film besonders ausgemacht hat, ist dessen Witz. Beim Schauen habe ich mich die komplette Spielzeit einfach nur köstlich amüsiert und teilweise Tränen gelacht.

Der Film war so unterhaltsam, dass die Zeit wie im Flug verging. Ich war ehrlich gesagt überrascht, als er dann doch so schnell zu Ende war. Gern hätte ich unsere Jungsclique noch ein wenig länger begleitet.

Fazit: Eine gelungene Literaturverfilmung, bei der man sich köstlich amüsieren kann. Klare Empfehlung sich den anzuschauen. Auch das Buch kann ich nur wärmstens weiter empfehlen.

Bewertung: 5/ 5 Sternen


Mittwoch, 13. September 2017

Rezension Jennifer Niven

"Stell dir vor, dass ich dich liebe" von Jennifer Niven


Broschiert: 464 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 4 (22. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373735510X
ISBN-13: 978-3737355100
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 3,9 x 21,5 cm


Inhaltsangabe:

Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein "Hey Baby" ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein. Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?

Autoreninfo:

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf und lebt heute mit ihrem Verlobten in Los Angeles. Ihr internationaler und New-York-Times-Bestseller "All die verdammt perfekten Tage" stürmte in Deutschland sofort die SPIEGEL-Bestsellerliste und wird derzeit verfilmt.

Meine Meinung:

Titel: Wo die Liebe hinfällt...

Da mir bereits das Debüt der Autorin („All die verdammt perfekten Tage“) unglaublich gut gefallen hatte und mir hier der Klappentext sehr zugesagt hat, war es fast eine Selbstverständlichkeit, dass ich in diesen Roman rein schnuppern musste.

In der Geschichte geht es um zwei Teenager, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite haben wir Jack, den Star der Schule. Er wird von allen Mädchen begehrt, weil er so unglaublich gut aussieht und auch bei den Jungs an der Highschool ist er als Kumpeltyp bekannt und wird gemocht. Doch er hat ein Geheimnis, welches ihm das Leben schwer macht. Auf der anderen Seite haben wir Libby, den ehemals fettesten Teenager Amerikas. Sie ist an der Schule unerwünscht, hat wenig Freunde und durch ihr stabiles Äußeres wird sie von ihren Mitschülern gehänselt. Doch Libby will etwas ändern. Werden die beiden ihren Weg gehen?

Die Handlung spielt zum Großteil in der Gegenwart und wird uns aus der Ich- Perspektive mal über Jack und mal über Libby näher gebracht. Diese Erzählweise gefiel mir besonders gut, weil man nur so in das Innere der beiden Protagonisten schauen kann.

Die Kapitel sind kurz und knackig gehalten, was ich mochte, da man so schnell auch die Sichtweise des jeweils anderen erfährt. Der Wechsel zwischen den beiden Hauptcharakteren hat den Lesefluss in keiner Weise gestört, sondern eher bereichert.

Auch wenn ich die Probleme von Libby nie hatte, so konnte ich mich in ihren Charakter sehr gut einfühlen, teilweise hat mich ihr Schicksal zu Tränen gerührt, da es gezeigt hat, dass nichts ohne Grund geschieht.

Mit dem Thema Gesichtsblindheit bin ich bereits über eine Dokumentation in Berührung gekommen, so dass mit das nicht völlig fremd war. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass das Leben damit eine einzige Prüfung ist.

Jack hat trotz seines Status an der Schule einen guten Charakter entwickelt und sieht trotz seiner Einschränkung mehr als andere, weil er nur dadurch ansatzweise die Chance hat jemanden zu erkennen. Anfänglich fand ich die detaillierten Beschreibungen durch ihn etwas irritierend, aber daran hatte ich mich schnell gewöhnt. So war es einem als Leser überhaupt erst möglich zu spüren wie er durch seine Augen sieht.

Die eingeflochtene Liebesgeschichte hat mir gefallen, auch wenn ich leider eher ein Pessimist bin und mir nicht so ganz vorstellen konnte, dass es realistisch ist, dass so ein ungleiches Paar wie unsere Hauptakteure überhaupt zusammen kommen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Fazit: Für mich mehr als nur ein Jugendbuch. Gefühlvolle, kurzweilige Unterhaltung, die überzeugt. Taschentuchalarm inklusive.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Mittwoch, 23. August 2017

nicigirl85s Welt in neuem Gewand

Hallo ihr Lieben,
 
ihr habt sicher schon bemerkt, dass sich nach einer langen Zeit der Pause (die nicht freiwillig war) hier wieder etwas tut. Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich denn wieder in der Lage bin zu Bloggen (und dem damit verbundenen Lesen) und ob es noch das ist was ich will. Oder ob ich einen neuen Blog eröffne oder gänzlich mit dem Bloggen aufhöre.
 
Mobile Ansicht
Letztendlich kam bei mir vor vier Wochen der lang ersehnte Knackpunkt, dass ich endlich wieder in der Lage war zu lesen, was mir all die Monate davor aufgrund meiner privaten Probleme einfach nicht möglich war. Freunde machten sich bereits Sorgen, war ich doch immer diejenige, bei der man sich einen Buchtipp abholen konnte und die in puncto Unterhaltungsliteratur Bescheid wusste.

Dies möchte ich jetzt so langsam aber sicher wieder erreichen. Starten werde ich erst einmal mit ein bis zwei Beiträgen die Woche und dann schauen wir mal wie sich das Ganze entwickelt.
 
Explorer Ansicht
Für mich ist es ein kleiner Neuanfang und daher sollte jetzt auch die Optik des Blogs etwas frischer und neuer werden, wie ihr jetzt unschwer erkennen könnt. Ich hoffe euch gefällt das neue Design!? Für mein Empfinden kann man die Texte jetzt noch besser lesen, da einfach kontrastreicher.
 
Über Kommentare zum neuen Design würde ich mich freuen. Hinterlasst diese doch einfach im Kommentarfeld. Und ich hoffe ihr habt Freude und Interesse an meinen zukünftigen Texten!
 
Liebe Grüße
 
eure nicigirl85 alias Janine
 
P.S.: Unter About me gibt es ein aktuelles Foto von mir, denn ich habe mich auch ein wenig verändert. ;-)
 

Montag, 21. August 2017

Rezension Katherine Webb

"Das Versprechen der Wüste" von Katherine Webb


Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Diana Verlag (14. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291840
ISBN-13: 978-3453291843
Originaltitel: The English Girl


Inhaltsangabe:

Oman 1958: Voller Erwartungen bricht die britische Archäologin Joan Seabrook mit ihrem Verlobten Rory in die arabische Welt auf. Endlich wird sie ihr großes Idol, die betagte Entdeckerin Maude Vickery, treffen. Doch die Ankunft ist ernüchternd: Das Land befindet sich im Krieg, Maude reagiert abweisend und auch Rory zieht sich zunehmend von Joan zurück. Erst der britische Kommandant Charles Elliot nimmt sich ihrer an und legt ihr die prächtige Welt des Orients zu Füßen. Bis sie ein folgenschweres Versprechen gibt. Ein Versprechen, das Joan mitten hineinzieht in die gefährlichen Geheimnisse der Wüste … 

Autoreninfo:

Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Heute lebt sie in Bath, England. Nach dem großen internationalen Erfolgsdebüt "Das geheime Vermächtnis" folgten zahlreiche Romane, die die Autorin auch in Deutschland zu einer festen Größe auf der SPIEGEL-Bestsellerliste machten.

Meine Meinung:

Titel: Nur die Wüste kennt ihr Geheimnis...

Ich habe bereits einige Bücher von Katherine Webb gelesen und so freute ich mich doch sehr endlich ein weiteres Werk von ihr genießen zu können.

Dieses Mal entführt sie uns nicht nach England, sondern in den geheimnisumwobenen Oman. Die Handlung spielt auf zwei Zweitebenen, was ich bei solchen Büchern besonders mag. Ab 1909 begleiten wir die Forscherin Maude Vickery, die als erste weiße Frau den Oman erkundete. Auf der zweiten Zeitebene ab 1958 erleben wir alles ringsum Joan Seabrook, die ein großer Fan von Maude Vickery ist, hat sie doch schließlich alles von dieser beeindruckenden Frau gelesen, nein sogar regelrecht verschlungen. Wird die Begegnung mit der Forscherin für Joan ein einschneidendes Erlebnis sein?

Der Autorin gelingt es hervorragend dem Leser Oman als Land schmackhaft zu machen. Es ist ein Land, mit dessen Geschichte ich mich noch so gar nicht beschäftigt hatte, daher war die Lektüre nur umso reizvoller. Und bereisen würde ich es nach dem Lesen jetzt auch nur zu gern.

Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass ich ebenfalls eine Frau bin und aktuell im Leben einige, größere Probleme zu bewältigen habe oder ob es einfach nur an dem guten Schreibstil der Autorin liegt, dass ich mich sofort in beide weiblichen Charaktere hineinversetzen konnte. Gerade bei Maude konnte ich ihre Verzweiflung und ihre Wut nur zu gut verstehen.

Maudes Kauzigkeit hat schon irgendwas Anziehendes, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass ein Auskommen mit ihr nicht immer möglich ist. Gerade ihre Lebensverhältnisse mit den vielen Tieren im Haus, hätten mich persönlich abgeschreckt.

Joan kommt hingegen sofort als selbstbewusste Frau rüber, mit der man sich gern identifiziert. Sie sieht nicht weg bei Dingen, die sie stören, sondern geht auf Konfrontation, auch wenn es schwerfällt und sich vielleicht negativ auf ihr Leben auswirkt.

Die Ereignisse um ihren Bruder , der als Soldat einiges durchstehen muss, wussten mich ebenfalls zu fesseln. Hier kam gut rüber, warum er sein Geheimnis solange für sich behalten hat, eben weil es sein Leben zum Negativen beeinflusst hätte, gerade in der Armee.

Besonders spannend empfand ich zudem die Schilderungen der Wüste. Ich bin noch nie in einer solchen gewesen, konnte mir aber sehr gut vorstellen wie schlimm es sich anfühlen muss diese zu bezwingen, wenn man kaum noch Wasser oder zu Essen bei sich hat.

Die eingebauten kriegerischen Elemente (Kämpfe gegen Rebellen) hatten für mich etwas top Aktuelles, nur dass heute andere Länder betroffen sind, aber die Probleme ähnlich oder gar gleich sind.

Die Geheimnisse, welche am Ende der Geschichte gelüftet werden, haben es mehr als in sich. Ich habe da wirklich Bauklötze staunen müssen. Mit einigem habe ich schon gerechnet bzw. diese erahnt, aber nicht welche enormen Ausmaße sie dann doch annahmen.

Fazit: Lektüre, die mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Gern spreche ich eine Leseempfehlung dafür aus. Wer Familiengeheimnisse mag, eingebettet in geschichtlicher Handlung, der wird hier absolut zufriedengestellt. Gelungen!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Mittwoch, 2. November 2016

[Filmkritik] Alice im Wunderland

"Alice im Wunderland"


Darsteller: Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Crispin Glover, Anne Hathaway
Regisseur(e): Tim Burton
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Türkisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Walt Disney
Erscheinungstermin: 22. Juli 2010
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 104 Minuten


Inhaltsangabe:

Alice ist 17 und besucht eine Feier in einer imposanten Villa. Dort stellt sie fest, dass sie sich vor hunderten von Gästen der feinen Gesellschaft verloben soll. Sie folgt dem weißen Hasen in sein Loch und landet im Wunderland: Dort hat sie bereits zehn Jahre zuvor unglaubliche Abenteuer erlebt, kann sich aber nicht mehr daran erinnern. Sie trifft erneut auf all die drolligen Gestalten, die sie freudig willkommen heißen und Alice erklären, was ihr wahres Schicksal ist: Sie soll mithelfen, der erbarmungslosen Roten Königin das Handwerk zu legen.

Meine Meinung:

Titel: Überzeugende Romanverfilmung...

Ja ihr mögt es kaum glauben, aber ich habe es erst jetzt geschafft diesen Film zu sehen. Bisher war mir das Buch und der Disney- Zeichentrickfilm bekannt, beide mochte ich, daher war ich auf diese Umsetzung sehr gespannt.

Der Mix aus Realfilm und Animation ist ja schon etwas Besonderes. Gerade die Tiere wie das weiße Kaninchen und die Haselmaus wussten durch ihre Niedlichkeit zu überzeugen. Die Darstellung der Grinsekatze empfand ich als besonders, hat man doch das Gefühl, dass es nichts Flauschigeres geben würde als sie. Aber auch die Kartensoldaten der roten Königin fand ich gekonnt in Szene gesetzt.

Mit Mia Wasikowska als Alice tat ich mich anfänglich etwas schwer, weil sie zu Beginn des Films nicht die Ausstrahlung hatte, die ich mir von einer Alice erwarte, aber im Laufe der Handlung wächst sie über sich hinaus. Mir gefiel, dass Alice nicht als die perfekte Schönheit dargestellt wurde und sie auch einen leichten Hauch Düsternis versprühte wie Tim Burton es gern hat.

Mein absolutes Highlight war ganz klar Johnny Depp als Hutmacher. Ihm gelingt es jedem verrückten Charakter den gewissen Charme einzuhauchen, wusste er mich bereits als kleines Kind in der Rolle des Edward mit den Scherenhänden zu überzeugen. Das ist bei mir über die Jahre offenbar hängen geblieben. Gerade die Augen des Hutmachers waren der Kracher, da muss man einfach hingucken, hypnotisierend.

Für mich kam der Film der Buchvorlage sehr nahe, da finde ich nicht wirklich etwas zum Kritisieren, auch wenn ich persönlich die eine oder andere Szene recht brutal fand.

Die FSK 12 Vorgabe ist hier in jedem Fall gerechtfertigt. Jüngere Kinder sollten den Film aufgrund der Kampfszenen nicht schauen, da diese zu gruselig sind.

Fazit: Eine grandiose Buchverfilmung. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil. Empfehlenswert!


Bewertung: 5/ 5 Sternen 

Montag, 31. Oktober 2016

Rezension J. K. Rowling

"Harry Potter und das verwunschene Kind" von J. K. Rowling


Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Carlsen (24. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551559007
ISBN-13: 978-3551559005
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Harry Potter and the Cursed Child Parts One and Two: Special Rehearsal Edition Script


Inhaltsangabe:

Es war nie leicht, Harry Potter zu sein - und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Autoreninfo:

J.K. Rowling hat mit ihren Harry-Potter-Romanen weltweit alle Rekorde gebrochen. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, über 450 Millionen Mal verkauft und in 79 Sprachen übersetzt. J.K. Rowling lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Schottland.

Meine Meinung:

Titel: Frau Rowling kann auch Theater...

Als Harry Potter Fan hatte ich so meine Zweifel, ob die achte Geschichte in Form eines Theaterstückes wirklich gut sein kann und so ließ ich lange die Finger von diesem Buch. Doch es kam wie es kommen musste: die ersten positiven Stimmen wurden laut und meine Neugierde stieg, so dass ich dann doch zu diesem besonderen Potter- Band griff.

Kaum hatte ich das Theaterstück angelesen, war ich Feuer und Flamme. Ich konnte mir das Geschilderte bildlich vorstellen und war sofort wieder drin in der Welt um Hogwarts.

Die beiden Hauptakteure Albus (Harrys Sohn) und Scorpius (Dracos Sohn) im Besonderen sind direkt sympathisch und man fühlt sich mit ihnen verbunden. Rowling gelingt es auch hier wieder typische Teenagerprobleme aufzugreifen, die man nachvollziehen und mit denen man sich identifizieren kann.

Etwas seltsam fand ich die Namenswahl von Harrys Sohn, weil ich es merkwürdig finde Namen von verstorbenen Protagonisten wieder zu benutzen, aber je mehr ich las, desto schlüssiger wurde mir Rowlings Entscheidung genau diesen Namen zu wählen.

Wer diesen Potter liest, der bekommt ein besonderes Harry- Abenteuer, in dem er zwar eher eine Gast- denn eine Hauptrolle spielt, aber man ist genauso fasziniert und voller Leselust wie bei den anderen Potter- Bänden.

Fazit: Völlig unerwartet hat mich dieses Buch geflasht und ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Frau Rowling kann also nicht nur Krimis und Kinderbücher schreiben, sondern auch Theaterstücke. Einfach spitze!


Bewertung: 5/ 5 Sternen