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Dienstag, 30. September 2014

Rezension Ann Brashares

"Wer weiß, was morgen mit uns ist" von Ann Brashares


  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: cbj (22. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570159477
  • ISBN-13: 978-3570159477
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

  • Inhaltsangabe:

    Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist. Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag, an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …

    Autoreninfo:

    Ann Brashares wuchs in der Nähe von Washington D.C. auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York, unterbrach jedoch das Studium, um in einem großen amerikanischen Verlag zu arbeiten. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares ganz dem Schreiben. Ihre Serie "Eine Jeans für vier" über vier Freundinnen ist weltweit ein großer Erfolg. Brashares lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in New York.

    Meine Meinung:

    Titel: Grundidee gut, aber nicht konsequent umgesetzt...

    In diesem Jugendbuch begleiten wir die 17 jährige Ich- Erzählerin Prenna dabei, wie sie aus der Zukunft kommend Fuß fasst in unserer Gegenwart. Dies ist alles andere als leicht, denn sie muss sich an harte Regeln halten, vor allem darf sie sich auf gar keinen Fall verlieben, aber genau das passiert ihr bei Ethan. Was soll sie nur tun? Wird sie das Leben ihrer großen Liebe in Gefahr bringen?

    Das Buch startet wirklich sehr spannend und die ersten 80 Seiten lasen sich angenehm und innovativ. Leider hält dieser positive Eindruck nicht lange an, denn die Autorin verlor in meinen Augen sehr schnell den roten Faden. Statt beim spannenden Thema "Zeitreisen" und "Zukunftsvisionen" zu bleiben, verliert sie sich zum Beispiel in Erzählungen über Shoppingerlebnisse oder Ortsbeschreibungen, die weder die Handlung voranbringen, noch dem Verstehen der Geschichte dienen. Wichtige Informationen aus der Vergangenheit werden nur angerissen und somit gute Chancen zur Spannungserzeugung vertan.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten und ließ sich flüssig lesen.

    Die Charaktere blieben in meinen Augen komplett blass und beinahe leblos. Selbst von den Hauptakteuren Prenna und Ethan bekam ich kein genaues Bild und Nebencharaktere werden zwar namentlich erwähnt, aber das war es dann auch schon.

    Rätselt man 3/4 des Buches wie es denn nun zu den Ereignissen kam, wird man im letzten Viertel nur so mit Informationen und Auflösungen überhäuft, die für meinen Geschmack an den Haaren herbei gezogen und einfach unlogisch und nicht nachvollziehbar waren.

    Am meisten hat mich jedoch geärgert, dass das Thema Sex für die angesprochene Altersgruppe (ab 12 Jahren) nicht altersgerecht verarbeitet wurde.

    Nach einem guten Start bleibt am Ende des Buches leider nur bittere Enttäuschung über und fast frage ich mich, ob es verschwendete Lesezeit war?

    Fazit: Wer auf extrem seichte Geschichten steht und den es nicht so sehr auf das Thema "Zeitreisen" ankommt, der mag hier seinen Spaß haben, allen anderen rate ich von der Lektüre ab. Ich kann leider keine Leseempfehlung aussprechen...


    Bewertung: 2/ 5 Sternen

    Montag, 29. September 2014

    Bloggeraktion „Hope Forever“

    Mit meinem heutigen Post möchte ich an einer super coolen Bloggeraktion teilnehmen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet, wenn ihr selbst einen Blog habt, denn der dtv- Verlag verlost bis zum 06. Oktober 20 Exemplare von „Hope Forever“ von der Erfolgsautorin Colleen Hoover. Näherers dazu: hier.

    Ihr kennt das Buch noch nicht? Dann merkt euch dieses Cover:


    Und das Reinlesen lohnt sich, also fix mal in die XXL- Leseprobe geschnuppert.

    Tja und warum sollte nun ich eine der ersten wenigen Leser sein, die das Buch lesen dürfen? Zum einen weil ich stolze Besitzerin der bisher erschienen Romane bin, wie ihr hier sehen könnt:



    Und mich diese völlig überzeugt und geflasht haben. Aber das ist ja nun wirklich kein Grund, oder (ging euch ja schließlich auch so)? Viel genialer finde ich nämlich die Autorin selbst und ihre Erfolgsgeschichte, weshalb ich gern mehr von ihr lesen wollen würde.

    Viele wissen gar nicht, dass Colleen Hoover ihr Erstlingswerk „Weil ich Layken liebe“ nicht geschrieben hat, um damit groß als Autorin rauszukommen, sondern dieses Werk war ein Geschenk an ihre liebe Mama zu Weihnachten. Im privaten Umfeld fand das Buch so viel positiven Anklang, dass die Autorin ihr Werk dann als eBook anbot und innerhalb von 2 Monaten bald 200 Bücher täglich verkaufte und blitzartig auf der New York Times Bestsellerliste stand und das noch vor „50 Shades of Grey“. Das muss man sich mal vorstellen, dass ein absoluter No- Name in der Branche so einen Start hinlegt. Aber nicht nur das, denn man merkt ihrem Erstling ja gar nicht an, dass es sich um ein Debüt handelt, denn die Geschichte hat wie viele andere Leser auch mich ebenfalls verzaubert. Der Nachfolgeband erschien dann mehr aus der Not heraus, weil viele wissen wollten wie es denn mit unseren beiden lieb gewonnenen Protagonisten weiter geht. Ich gönne der Autorin jedenfalls ihren Erfolg absolut und hoffe, dass sie noch einige Bücher herausbringen wird, die mich so begeistern können. Tja und um das gleich mal in Erfahrung zu bringen, ob ihr das wirklich gelingt, möchte ich eine der ersten Leserinnen sein, die ihr neues Werk näher unter die Lupe nehmen. Und ihr bekommt dann mein Feedback über eine Rezension (sollte ich zu den Glücklichen zählen).

    Sonntag, 28. September 2014

    Neuzugänge, gekauft bei booklooker

    Gestern haben drei Bücher ein neues Zuhause bei mir gefunden, die ich recht günstig bei booklooker erstanden habe. Diese möchte ich euch heute vorstellen.

    Grund der Bestellung bei dem Verkäufer war folgendes Buch:


    Dieses Buch werde ich in einer autorenbegleiteten Leserunde ab dem 24.10.14 lesen. Tanja Kinkel schreibt wirklich zauberhaft und es wäre bereits die zweite Leserunde mit ihr.

    Inhalt:

    "Die Geschichte Chinas und der Mongolei wurde durch sie geprägt: Manduchai, Königin der Mongolen, Wan, die wahre Herrscherin auf dem Drachenthron. Sie sind die mächtigsten Herrscherinnen ihrer Zeit - zu einem hohen Preis: Manduchai muss sich gegen ungeheure Widerstände bis an die Spitze der Mongolenheere kämpfen. Ihr gefährlichster Rivale dabei ist ausgerechnet ihre große Liebe. Doch es gelingt ihr, und sie kann das Volk Dschingis Khans noch einmal zur alten Größe führen. Wan war zunächst die Kinderfrau des chinesischen Kaisers, dann seine Geliebte, ehe sie in den Rang der kaiserlichen Konkubine aufstieg und zur wahren Herrscherin Chinas wurde. Trotzdem musste sie tagtäglich um die Gunst des Kaisers gegen Eunuchen, Minister, Kriegsherren und junge schöne Rivalinnen kämpfen. Doch erst in Manduchai erkennt sie die ebenbürtige Gegnerin, die ihr gerade geformtes Reich gefährdet. So gibt sie den Neubau der total verfallenen großen Mauer in Auftrag. Als sich die Frauen nach Jahren der Intrigen und Kriege, nach Jahren des Mordens gegenüberstehen, wissen sie, dass es in ihren Händen liegt, ob das Töten weitergeht ..."


    Als Jugendbuchfreak gehört dieses Buch einfach in meine private Bibliothek. Mal schauen, wann es dann gelesen wird...

    Inhalt:

    " "Vergieße nie eine einzige Träne!" Dieses Versprechen musste Eureka ihrer Mutter geben und siebzehn Jahre lang hat sie sich daran gehalten. Selbst als ihre Mutter bei einem Autounfall starb. Doch dann trifft sie Ander, einen attraktiven und äußerst mysteriösen Jungen. Er bringt sie so durcheinander, dass sie eine Träne vergießt – und Ander fängt sie mit seiner Fingerspitze auf. Auch er scheint zu wissen, dass Eureka nicht weinen darf. Doch was ist ihr großes Geheimnis? Warum wissen alle anderen davon, nur sie nicht? Und warum verhält sich ihr bester Freund, Brooks, plötzlich so aggressiv ihr gegenüber? Waren sie nicht kurz davor, ein Paar zu werden? Wem kann Eureka noch vertrauen?"


    Der spannende Klappentext und die überaus positiven Rezensionen haben mich dazu bewogen das Buch zu kaufen. Es ist der Auftaktband zu einer scheinbar sehr interessanten Reihe. Cool ist auch dessen Gestaltung, denn das Cover ist ganz rau.

    Inhalt:

    "Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht ..."

    Tja so ist das manchmal, obwohl man eigentlich keine Bücher kaufen will...

    Samstag, 27. September 2014

    Top oder Flop - Mängelexemplare

    Jede Leseratte kennt das Problem: es gibt so viele tolle Bücher, aber der Geldbeutel ist sooo klein. Da können einem Mängelexemplare gerade recht kommen, denn da ist ja eigentlich außer einem Stempel nichts dran, oder?

    Ich zählte bisher sogar zu den Leuten, die lieber mal ein Mängelexemplar gekauft haben als ein gebrauchtes Buch, denn Mängelexemplare sind ja ungelesene Bücher, an denen so gut wie nichts dran ist.

    Leider scheint sich die Philosophie in dem Punkt etwas geändert zu haben, weshalb mir das Wühlen in Mängelexemplarkisten absolut keinen Spaß mehr macht.

    Wurden Bücher bisher mit einem Stempel am Buchschnitt versehen und schlechtestenfalls mit einem Kratzer auf dem Buchrücken, kommen heute ganz andere Methoden zum Einsatz, die mir im Leserherz arg wehtun. Da werden Buchcover eingeschlitzt oder der Buchrücken von Taschenbüchern mit einem Gerät bearbeitet, so dass nicht nur der Buchrücken unmöglich aussieht, sondern auch unzählige Buchseiten dabei kaputt gehen und man diese kaum bis gar nicht mehr lesen kann. Das ist doch nicht der Sinn eines Mängelexemplares. Zudem kauft man ja wohl kaum ein Buch zum halben Preis, was schon so kaputt ist, oder? Ich habe kürzlich in einigen Buchläden und auch Supermärkten tolle Romane entdeckt, die ich gern gekauft hätte, die aber so kaputt waren, dass ich vielleicht noch 50 Cent oder 1 Euro bezahlt hätte, denn es kommt ja in erster Linie auf den Inhalt an, aber ganz sicher hätte ich dafür niemals 4 oder 5 Euro, wie verlangt wurde, dafür bezahlt.

    Wie seht ihr das? Bin ich da zu pingelig oder würdet ihr dann auch auf den Kauf von Mängelexemplaren verzichten, wenn diese so sehr kaputt gemacht werden?

    Bei meiner ganzen Suche ist nur ein einziges Exemplar über geblieben, was dann noch ansehnlich war und eben nur den Stempel und sonst nichts weiter dran hatte.

    Freitag, 26. September 2014

    Leserundenfreitag

    Auch am heutigen Tage starten wieder zwei unheimlich spannende Leserunden, die ich euch nun vorstellen werde.

    Buch 1:


    Endlich geht es mit unseren Freunden weiter auf der Insel. Dieses Buch werde ich in einer LR mit Autorenbegleitung lesen. Ich bin schon gespannt auf Manuela, denn Teil 1 habe ich allein für mich gelesen.

    Inhalt:

    "Wie gern würden Hannah und Kanoa eintauchen: in ihre Liebe, das pulsierende New York, das Glück. Nie wieder an diese verfluchte Insel denken - das ist es, was beide sich wünschen. Doch die Schatten der Vergangenheit verfolgen Hannah und Kanoa auf Schritt und Tritt. Die Insel ist lebendig wie nie zuvor. Und sie fordert ihren Tribut. Am Ende müssen die beiden nicht nur um ihre Liebe kämpfen, sondern auch um ihr Leben. Mete bab ou alatranp - Prepare for what is coming …"

    Buch 2:


    Das Buch lese ich in einer Leserunde ohne Autorenbegleitung. Bisherige Bewertungen fielen eher mittelprächtig aus, aber ich bilde mir immer wieder gern meine eigene Meinung.

    Inhalt:

    "Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist. Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag, an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …"

    Buch 3:


    Da das Buch bei keinem meiner Mitleser ankam, haben wir die Leserunde von letzter Woche (siehe hier) um eine Woche verschoben. Mittlerweile hat der Großteil der Mitleser sein Buch, so auch ich wie ihr sehen könnt. Und es ist ein wirklich hübsches Exemplar. Die Leserunde wird durch Beatrix begleitet und meine Begeisterung ist weiterhin ungebrochen, weshalb mir die Verzögerung nicht wirklich etwas ausmacht, außer dass ich jetzt doch ganz schön viel parallel lese...

    Mittwoch, 24. September 2014

    Wenn Filme zum Lesen animieren...

    In punkto Buchverfilmungen bin ich ja sehr sehr kritisch, vor allem wenn es um Filme geht, bei denen ich zuvor das Buch gelesen habe.

    Hier habe ich nun wieder eine super positive Überraschung erlebt mit einem Film, zu dem ich das Buch noch nicht kenne, was ich aber wohl bald nachholen werde.

    Na welcher Film könnte es sein?

    Tada:


    Also wirklich der Film hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Die Schauspieler kannte ich bis dato noch gar nicht, sie haben ihren Job aber wirklich gut gemacht. Zumindest habe ich jetzt richtig Lust darauf dann auch die Trilogie zu lesen.

    Inhalt:

    "Nach dem großen Krieg, der die Welt weitestgehend zerstört hat, haben sich die Menschen in der Zukunft in Chicago hinter riesigen Mauern eine neue Welt erschaffen, in der sie in Sicherheit und Frieden leben können. Die Gesellschaft ist in fünf verschiedene Fraktionen eingeteilt: Altruan, die Selbstlosen, Candor, die Freimütigen, Ken, die Wissenden, Amite, die Friedfertigen, und Ferox, die Furchtlosen. Jede Fraktion hat ihre Aufgabe für das Allgemeinwohl zu leisten. So obliegen den Altruan die Regierungsgeschäfte und die Ferox sind Polizisten und Soldaten. In letzter Zeit mehreren sich jedoch die Stimmen, die den Altruan Amtsmissbrauch vorwerfen, und vor allem die Ken streben selbst nach der Macht. Mitten in das Zentrum dieses Konflikts gerät die 16-jährige Tris, die sich wie alle Jugendlichen für eine der Fraktionen entscheiden muss. Zum Entsetzen ihrer Eltern, beide Altruan, wählt sie die Ferox. Dabei weiß sie insgeheim, dass sie eine Unbestimmte ist, die die Talente aller Fraktionen in sich tragen, aber als Gefahr für die Gesellschaft angesehen werden. Als sie gemeinsam mit ihrem Ausbilder, dem geheimnisvollen Four, einer Intrige der Ken auf die Spur kommt, die alle Unbestimmten und Altruan töten wollen, entschließt sich Tris zu handeln."

    Überrascht war ich übrigens, dass auch Kate Winslet mitspielt und zwar eine Böse, aber sie kann das echt gut.

    Wenn ihr auf Jugendbücher steht und den Film noch nicht gesehen habt, dann solltet ihr das unbedingt nachholen.

    Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: Für FSK 12 war der Film schon recht heftig, denn es wird am laufenden Band gestorben auch wenn man davon nicht so viel sieht...

    Dienstag, 23. September 2014

    Heute ist "Ryan-Tag"!

    Na wusstet ihr schon, dass heute der "Ryan-Tag" ist? Nein? Na dann wird es aber langsam Zeit oder steht ihr etwa nicht auf Fantasy?

    Am heutigen Tage erscheint der super dicke Fantasywälzer "Das Lied des Blutes" von Anthony Ryan.


    Inhalt:

    "Ryan erzählt die Geschichte des jungen Vaelin al Sorna, der im Alter von sieben Jahren in ein Kriegerkloster gebracht wird, zum "Schwert des Königs" aufsteigt, dann aber als erfahrenster Krieger seiner Zeit an den Plänen des Herrschers zu zweifeln beginnt. Selten wurde eine Geschichte so eindringlich erzählt, so sorgfältig in ein "historisches" Szenario eingebettet, in dem magische Begabungen verboten sind, und selten wird ein Held in seiner Widersprüchlichkeit dem Leser so nahe gebracht."
     
    Und seid ihr neugierig geworden? Die größste Neugierde könnt ihr mit der XXL- Leseprobe befriedigen, ansonsten heißt es schnell in den nächsten Bookstore und kaufen!!

    Sonntag, 21. September 2014

    Erste Eindrücke zum Jugendbuchvergleich

    Nachdem ich nun bei jedem der beiden Bücher die ersten 100 Seiten gelesen habe, muss ich für mich feststellen, dass ich mich schon eher mit der Geschichte der DDR hätte auseinandersetzen können, denn diese ist wirklich extrem interessant und in beiden Büchern auf das Unterschiedlichste umgesetzt.


    "Schuld" kommt als Hochglanz- Klappbroschurausgabe daher und ist mit dem Cover für mich eindeutig als Jugendbuch identifizierbar. Das Cover ist sehr ansprechend dargestellt, der Riss sieht förmlich wie eine Art Mauer aus. Im Vordergrund sehen wir ein Mädchen (vielleicht Jana?), in einiger Entfernungen einen Jungen. Für mich passt das Cover auf jeden Fall zur Geschichte. Im Laden würde mir das Cover vielleicht nicht gerade auf den ersten Blick auffallen, da es eher schlicht gehalten ist. Erst beim zweiten Blick fällt das Zeichen der DDR auf (Hammer, Zirkel, Ehrenkranz) und spätestens wenn ich das entdeckt hätte, hätte ich wohl auch einen Blick auf den Klappentext geworfen.

    Der Inhalt hat mich bisher sehr gut unterhalten können und ich mag Grit Poppes Schreibe, denn sie findet die entsprechenden Worte, um Jugendliche anzusprechen. Die Handlung beleuchtet mal Janas Sichtweise und mal Jakobs näheres Umfeld, so dass die jungen Leser genügend Einblicke bekommen. Mir gefällt, dass nicht alles als schlecht dargestellt wird, sondern Missstände geäußert werden ohne diese zu werten. Die Katastrophe bahnt sich langsam aber sicher an und Spannung baut sich langsam auf. Kurze, knackige Kapitel sorgen dafür, dass man beim Lesen schnell vorankommt. Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie die Geschichte um Jana und Jakob weiter geht.


    "Jenseits der blauen Grenze" ist ein stabiles Hardcover mit mattem Schutzumschlag. Das Cover kommt schon ganz anders daher, denn es polarisiert und provoziert mit dem Stacheldraht im Vordergrund auf Anhieb. Man weiß nicht sofort, dass die Handlung in der DDR spielt, weiß aber sofort dass es um Freiheit nehmen und Grenzen geht. Würde ich das Buch im Laden sehen, dann würde ich wohl sofort zufassen, um zu schauen wovon es handelt.

    Der Aufbau des Buches ist völlig anders als bei "Schuld", so dass man beide Bücher auch gut parallel lesen kann. Hier werden wir sofort ins Geschehen katapultiert, denn wir begleiten Hanna und Andreas bei ihrer gewagten Flucht über die Ostsee. Im Wechsel sind wir mal live bei der Flucht dabei und mal erfahren wir etwas in Form von Rückblenden über das Leben der beiden in der DDR. Hier hat mir vor allem gefallen, dass die Autorin typische Ostbegriffe verwendet, die einen sofort in die damalige Zeit zurückversetzen. Auch hier ist es so, dass mit leisen Untertönen Missstände aufgezeigt werden, jedoch ohne diese in irgendeine Richtung zu werten. Aufgrund der Zeitwechsel lässt sich dieser Jugendroman etwas schwerer lesen, denn als Leser muss man mehr aufpassen und mitdenken, was mir persönlich aber sehr gut gefällt. Der Schreibstil von Frau Linke lässt sich angenehm lesen. Immer wenn es einen Wechsel zwischen den Zeiten gibt, ist ein kleiner Absatz mit gezeichneten Wellen vorhanden. Etwas lieber und leichter verständlich wäre mir die Einteilung in Kapitel gewesen, aber ich hatte bisher den Eindruck alles verstanden zu haben also von daher auch absolut in Ordnung und mal etwas anderes. Auch hier bin ich sehr auf den weiteren Verlauf gespannt.

    Bis jetzt, nach den ersten 100 Seiten, kann ich nur sagen, dass mir beide Bücher außerordentlich gut gefallen und jedes das Thema auf seine ganz spezielle Art behandelt.

    Ich finde es jedenfalls schön, dass es Jugendbücher gibt, die sich mit dieser Zeit auseinandersetzen, so etwas sollten in meinen Augen alle Jugendlichen (und natürlich Erwachsene) mal lesen.

    Samstag, 20. September 2014

    Rezension Patrycja Spychalski

    "Bevor die Nacht geht" von Patrycja Spychalski


  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: cbt (28. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570163032
  • ISBN-13: 978-3570163030
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

  • Inhaltsangabe:

    Als Kim und Jacob sich an einem ganz normalen Samstagmorgen in der Berliner S-Bahn treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick! Eigentlich wollte Kim nur einkaufen, doch als Jacob ihr erzählt, dass er Berlin nicht leiden kann, überredet sie ihn, mit ihr zu kommen – quer durch die Stadt, an all ihre Lieblingsorte. Jacob soll sich in Berlin verlieben … und vielleicht auch in sie. Doch für Jacob ist es der letzte Tag, bevor er am nächsten Morgen für ein Jahr weggeht. Obwohl es hoffnungslos ist, folgt er diesem Mädchen, das sich so unerwartet in sein Herz gemogelt hat, durch Straßen, Parks und Cafés … Einen Tag und eine Nacht haben sie – und jede Sekunde mit Kim pulsiert vor Leben, wie Berlin selbst.

    Autoreninfo:

    Patrycja Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Sie schrieb mehrere Kurzgeschichten für Anthologien, bevor sie ihren ersten Roman "Ich würde dich so gerne küssen" verfasste.

    Meine Meinung:

    Titel: Ein unvergesslicher Tag in Berlin…


    Die Autorin war mir bis dato völlig unbekannt, aber die pfiffige Buchgestaltung und der Klappentext ließen mich arg neugierig werden. Die Geschichte hat mich dann so gefangen genommen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

    Jacob kann Berlin nicht leiden, weshalb er für ein Jahr nach Brasilien gehen will, um die Hauptstadt hinter sich zu lassen. An seinem letzten Tag in Berlin begegnet er Kim in der S-Bahn, sie spricht ihn an und zeigt ihm "ihr" Berlin. Plötzlich ist Berlin gar nicht mehr so blöd oder liegt das eher an der aufgeweckten Kim? Wird Jacob trotzdem die Stadt verlassen?

    Dieses Buch zeigt dem Leser ein Berlin, wie er es noch nicht kennengelernt hat, denn die Protagonistin Kim führt uns zusammen mit Jacob in unbekannte Ecken, die es in sich haben und einem den Zauber der Großstadt näher bringen, auch einem Landei wie mir.

    Als Erzähler agieren im steten Wechsel mal Kim und mal Jacob, die die Ereignisse aus der Ich- Perspektive schildern, so dass wir als Leser auch etwas über die Gefühlswelt der beiden erfahren.

    Kim und Jacob sind Ebenbilder der heutigen Jugend, mit denen man sich identifizieren kann und mit denen man gern befreundet wäre. Beide erleben an einem Tag so viel wie andere in ihrem ganzen Leben nicht.

    Mir hat hier besonders gefallen, dass zwei Charaktere, die wie Feuer und Wasser sind, aufeinander treffen und sich dennoch in kürzester Zeit verstehen. Solche Freundschaften können wohl nur zwischen Jugendlichen entstehen, die noch an das Gute im Menschen glauben.

    Frau Spychalskis Erzählstil ist einfach eine Wucht, denn man hat das Gefühl vor den Erzählern zu stehen und mitten im Geschehen zu sein, weshalb ich nach dem Ende der Lektüre das Gefühl hatte zwei gute Freunde ziehen lassen zu müssen.

    Fazit: Für alle, die Berlin mal von einer anderen Seite kennenlernen wollen. Ich bin begeistert von dem Jugendroman und lege ihn jedem an Herz. Lesenswert!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

    Freitag, 19. September 2014

    Leserunde ohne Buch?

    Tja es ist mal wieder Freitag und eine neue, schöne Leserunde startet, nur leider ist die Post schon durch und das Buch nicht da. Aber es gibt da ja so etwas, das nennt sich Onleihe, die das Buch rein zufällig als eBook verfügbar hatte und dann wurde eben mal schnell mein Tolino Vision mit dem Buch gefüttert. Mal sehen wie es bei meinen Mitlesern mit den Büchern ausschaut. Wenn noch keiner sein Buch hat, dann werde ich wohl auch nicht sofort mit der Lektüre starten.


    Das Buch werde ich in einer Leserunde mit Autorenbegleitung lesen und es ist bereits die dritte Runde, die ich mit Beatrix Mannel bestreiten werde. Ich freue mich ganz besonders, da mir zum einen die Art von Roman sehr liegt, den wir lesen werden und es zum anderen einfach nur richtig viel Spaß macht zusammen mit Beatrix ein Buch zu lesen.

    Inhalt:

    "Samoa 1905: Die junge Henriette wandert in die deutsche Südsee-Kolonie aus. Aber sie ist einsam und nicht glücklich in diesem Paradies. Erst zusammen mit einem samoanischen Prinzen, der ihr eine magische Muschel anvertraut, entdeckt sie die Schönheit und die Geheimnisse der sagenumwobenen Insel. Doch genau diese Begegnung bringt Unheil über ganz Samoa, und Henriette muss nach San Francisco fliehen. Noch einmal glaubt sie von vorn anfangen zu können, doch der Klang der blauen Muschel holt sie immer wieder ein ..."

    Dank Booklooker neu in meinen Regalen

    Es kommt ja eher selten vor, dass ich Bücher kaufe, da mein SuB einfach noch ganz schön hoch ist, aber meine zwei neuen Lieblinge hatte ich jetzt schon so lange im Visier, da musste ich einfach zuschlagen.


    "Blind Walk" wurde vor Längerem bei Vorablesen vorgestellt, aber da hatte ich leider kein Losglück. Und dann haben mir andere Leser das Buch ans Herz gelegt, da blieb nur kaufen, wenn es mal günstig zu haben ist.

    Inhalt:

    "Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten „Blind Walk", einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv. Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben."



    "Frostiges Paradies" dümpelt seit gut einem Jahr auf meinem Wunschzettel. Es ist der Startband einer Trilogie, von der der letzte Band Mitte Oktober diesen Jahres erscheinen wird.

    Inhalt:

    "Meine Schwester ist tot. Seit vier Monaten und fünf Tagen. Ermordet. Heute habe ich eine E-Mail erhalten. Von ihr. Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester bekommt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Dann folgt jedoch eine Einladung in die virtuelle Welt von Soul Beach, einem idyllischen Strandparadies, wo ihre Schwester Megan seit ihrer Ermordung festsitzt. Unter www.soulbeach.org entdeckt Alice eine völlig neue Welt abseits der Realität, die sie mehr und mehr in ihren Bann zieht. Doch wer steckt hinter Soul Beach und warum herrschen hier solch strenge Regeln? Warum wird der Strand nur von Jungen und Schönen bewohnt? Und warum sind sie alle tot? Wer hat Megan umgebracht? Und könnte Alice das nächste Opfer sein?"

    Beide Bücher habe ich, wie es der Post- Titel vermuten lässt, bei Booklooker bestellt, wo ich gern etwas kaufe. Hier verkaufen private Anbieter, aber auch Händler ihre Bücher. Ich habe hier bisher nur gute Erfahrungen machen können. Die meisten schreiben auch ausführlich wie der Zustand ihrer Bücher ist, so dass es nicht zu Enttäuschungen kommen kann. Wenn der Preis stimmt, dann nehme ich auch ein Buch mit Macken bei mir auf.

    Die beiden oben vorgestellten Bücher sind wie neu aus dem Laden, was mich wirklich sehr freut. Erst einmal werden diese beiden Schätze jedoch ein Plätzchen im Regal finden und nicht sofort gelesen.

    Donnerstag, 18. September 2014

    Grit Poppe vs. Dorit Linke (vergleichendes Lesen)

    Ich habe mir mal ein neues Projekt für meinen Blog ausgedacht und zwar möchte ich zwei Jugendbücher mit ähnlichem Inhalt lesen und anschließend vergleichen.

    Der Ringkampf besteht zwischen:

     
    vs.
     
     
     
    Beide Bücher handeln über die damalige Zeit in der DDR. Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen, war beim Mauerfall allerdings erst 5 Jahre alt und habe somit nicht wirklich viel mitbekommen, außer vielleicht was meine Erziehung anbelangt.

    Inhalt zu "Schuld" aus dem Dressler Verlag:

    "Liebe und Verrat im Schatten der Mauer. Jana ist fünfzehn, lebt mit ihren linientreuen Eltern in der DDR und ist zum ersten Mal verliebt. In Jakob. Aber ihre Eltern verbieten ihr den Umgang mit Jakob. Sie nennen ihn einen Staatsfeind. Außerdem hat Jakobs Familie einen Ausreiseantrag gestellt. Sieht Jana ihren Freund vielleicht bald nie wieder? Und dann verschwindet Jakob wirklich. Er landet im Gefängnis, weil es in seinem Land gefährlich ist, Kritik am System zu üben. Jana vermisst Jakob so sehr und macht sich schreckliche Vorwürfe. Hätte sie besser auf ihn aufpassen müssen? Wurde Jakob verraten? Und war das vielleicht sogar ihre Schuld?"

    Inhalt zu "Jenseits der blauen Grenze" aus dem Magellan Verlag:

    "Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbst bestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit – und nur ein dünnes, verbindendes Seil um ihr Handgelenk rettet sie vor der absoluten Einsamkeit …"

    Was haltet ihr von solchen Vergleichen? Findet ihr sie sinnvoll oder überflüssig?

    Sobald ich die beiden Bücher beendet habe, werde ich außer den Rezensionen dann noch einmal eine Art Vergleich schreiben, aber letztendlich müsst ihr dann immer noch selbst entscheiden, welches Buch das Richtige für euch ist...

    Rezension Siegfried Langer

    "Leide!" von Siegfried Langer


  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Lago (9. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957610087
  • ISBN-13: 978-3957610089

  • Inhaltsangabe:

    Observierungen untreuer Ehemänner und Kaufhausüberwachungen sind die Hauptgeschäftsfelder der Privatdetektivin Sabrina Lampe. Auch der Auftrag einer schrulligen, alten Nachbarin sieht zunächst sehr nach Routine aus. Doch im Zuge ihrer R echerchen wird Sabrina Teil eines grausamen Spiels, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen. Ihr teuflischer Kontrahent zwingt Sabrina an ihre Grenzen – und darüber hinaus! "Leide!" ist der erste Roman um die Privatdetektivin Sabrina Lampe und den Kriminalhauptkommissar Niklas Steg.

    Autoreninfo:

    Siegfried Langer, geboren 1966, stand unter anderem als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera.

    Meine Meinung:

    Titel: Wenn Neugierde zur Gefahr wird…


    Siegfried Langer ist mir bereits durch seinen guten Thriller "Sterbenswort" ein Begriff gewesen, weshalb ich mich sehr auf "Leide!" freute und alles andere als enttäuscht worden bin, denn man bekommt hier absolut gute Unterhaltung geboten.

    Sabrina Lampe ist alleinerziehende Mutter eines Teenagers und verdient ihre Brötchen als Privatdetektivin. Ihr Leben ist geprägt von Kaufhausüberwachungen und untreuen Ehemännern hinterher spionieren. Doch dann beauftragt ihre sonderbare Nachbarin sie mit einem Fall, der es in sich hat und plötzlich ist Sabrina nicht mehr die Jägerin, sondern die Gejagte. Wird sie ihre Neugierde bereuen?

    Die Handlung wird uns aus unterschiedlichen Perspektiven näher gebracht, mal begleiten wir Opfer, mal Täter und mal die ermittelnde Polizei bzw. unsere Hauptakteurin Frau Lampe. So bekommen wir von allen Protagonisten ein sehr gutes Bild, können ihr Denken und Handeln nachvollziehen. In erster Linie werden das Leben des Täters und das der Privatdetektivin beleuchtet, aber auch die Nebencharaktere sind gut gezeichnet und nicht nur an der Oberfläche beschrieben. Jeder Leser wird eine Person finden, mit der er sich identifizieren und mitfiebern kann.

    Beim eigentlichen Fall ist Mitdenken angesagt, was den Thriller erst so richtig lesenswert macht, denn Siegfried Langer springt in der Zeit hin und her. Mal befinden wir uns als Leser vor der eigentlichen Tat, mal danach und mal mittendrin. Die recht kurz gehaltenen Kapitel und die damit verbundenen Perspektiv- und Zeitwechsel sorgen für zusätzliche Spannung. Das Ende hat mich überrascht, aber sehr zufrieden zurück gelassen.

    Die gewählte Schriftgröße im Taschenbuch ist zwar recht klein, aber aufgrund der Schriftart trotzdem sehr angenehm zu lesen.

    Mir hat an diesem Buch vor allem gefallen, dass es nicht nur ernst und grausam zugeht, sondern dass es auch immer wieder komische Momente gibt, die einen zum Lachen bringen.

    Ich würde nur zu gern einen weiteren Fall mit Privatdetektivin Sabrina Lampe lesen wollen.

    Fazit: Ein wenig blutiger Thriller, der auf die Vorstellungskraft seiner Leser zielt. Ich kann ihn nur uneingeschränkt empfehlen, Spannung und Lesefreude garantiert.


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

    Rezension Allen Zadoff

    "Boy Nobody" von Allen Zadoff
     
     
  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: bloomoon; Auflage: 1 (3. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3845800054
  • ISBN-13: 978-3845800059
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

  • Inhaltsangabe:
     
    Mit 12 Jahren wurde er rekrutiert, um tödliche Missionen zu „erledigen“. Mit 16 ist BOY NOBODY einer der Besten. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Weil er seine Zielobjekte schnell und effektiv aus dem Weg räumt. Seine aktuelle Mission ändert jedoch alles: Denn die Zielperson ist ganz und gar nicht, was sie scheint. Und sie kommt ihm gefährlich nahe. Zu nahe. Aber BOY NOBODY wird auch diesen Auftrag erfolgreich zu Ende bringen. Weil er einer der Besten ist. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Oder etwa nicht …?
     
    Autoreninfo:
     
    Allen Zadoff hat 2010 mit "Food, girls and other things I can't have" den Sid Fleischmann Humor Award gewonnen. Er lebt in Los Angeles, wo er an Boy Nobodys weiterem Schicksal arbeitet... 

    Meine Meinung:
     
    Titel: Bist du Freund oder Feind?

    Aufgrund des spannenden Klappentextes musste ich bei diesem Jugendbuch einfach zugreifen und ich wurde mehr als nur belohnt, denn dieser Roman hat meine Erwartungen gesprengt.

    Zach Abram ist Soldat und das seitdem er 12 Jahre alt ist. Er bekommt einen Auftrag und erfüllt diesen gnadenlos, immer und fehlerfrei. Doch dieses Mal ist sein Auftrag härter als gedacht, denn sein Zielobjekt lässt ihn nicht kalt. Der mittlerweile 16 jährige Zach, der hier unter dem Decknamen Benjamin arbeitet, beginnt Fehler zu machen und dieses ihm unbekannte Gefühl namens Liebe steht ihm im Weg. Wird er den Auftrag erfüllen können oder versagt er?

    Dieser Jugendroman las sich für mich so spannend wie ein Actionstreifen mit Hollywoodgrößen, fühlte ich mich beim Protagonisten doch häufig an James Bond oder ähnliche erinnert. Obwohl einem Zach als Soldat unsympathisch sein müsste, ist er dies keineswegs und man kann sich sehr gut in ihn hineinversetzen. Seine Handlungen sind stets nachvollziehbar und schlüssig.

    Die Geschichte wird uns aus der Ich- Perspektive näher gebracht, so dass wir auch Einblicke in Zachs Innenleben und Gefühle bekommen, was ich als sehr gelungen empfand. Wir sind als Leser am aktuellen Auftrag beteiligt und erfahren in Rückblenden wie Zachs bisheriges Leben verlaufen ist.

    Auch die Nebencharaktere sind gut besetzt und stellen ein realistisches Ebenbild der heutigen Jugend dar.

    Der Schreibstil des Autors lässt sich flüssig und leicht lesen und trotz der kurzen Sätze bleibt das Niveau erhalten.

    Fazit: Selten habe ich so einen spannenden Jugendroman gelesen. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen und freue mich schon sehr auf Band zwei. Für mich ein Must- Read!

    Tipp: Man sollte sich an die Altersempfehlung des Verlages halten, da das Buch wirklich eher etwas für ältere Jugendliche ist aufgrund der Handlung.


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

    Dienstag, 16. September 2014

    Rezension Nora Berger

    "Der Fluch der Zuckerinsel" von Nora Berger


  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Bookspot Verlag (August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937357998
  • ISBN-13: 978-3937357997

  • Inhaltsangabe:

    Insel Martinique, Anfang des 19. Jahrhunderts: Annabelle und Léon lieben sich. Doch ihre Familien, reiche Zuckerrohr-Plantagenbesitzer, sind verfeindet und gegen eine Verbindung. Sklavenaufstände erschüttern die Insel, die nur ein scheinbares Paradies ist. Léon, der in Paris sein Medizinstudium abschließen will, erleidet Schiffbruch und gilt als verschollen. Annabelle, die nach einem leidenschaftlichen Abschied ein Kind von ihm erwartet, erfährt, dass die elterliche Plantage verschuldet ist. Sie ist gezwungen einen reichen Sklavenhändler zu heiraten. Ein böser Fluch scheint über ihr und Léon zu liegen, trotz des schützenden Amuletts einer Mambo-Priesterin. Nach einem Brand und der Plünderung der Plantage durch aufständische Sklaven, flieht Annabelle vor ihrem brutalen Ehemann zu Verwandten nach Paris. Auf der Überfahrt kommt ihr Sohn Valentin zur Welt. Um zu überleben, arbeitet sie im frivolen Cabaret „Jolie Femme“ wo rasch ihr Gesangstalent entdeckt wird. Doch bald droht neues Unheil, der „Fluch der Zuckerinsel“ scheint sie weiter zu verfolgen. Trotz allem kann sie Léon nicht vergessen. Lebt er vielleicht doch noch?

    Meine Meinung:

    Titel: Wenn der Fluch der Insel dein Leben bestimmt…

    Sowohl die Autorin als auch der Verlag, in dem das Buch erschienen ist, waren mir bis dato völlig unbekannt und so machte ich mich nahezu völlig unvoreingenommen ans Lesen und wurde mehr als nur überrascht.

    Ehrlich gesagt habe ich einen seichten historischen Roman erwartet, aber ich bekam deutlich mehr geboten, denn Nora Berger hat in ihrem Werk einiges zu erzählen.

    Im Buch lernen wir das Pärchen Léon und Annabelle kennen, deren Familien verfeindet sind, wie es einst bei Romeo und Julia der Fall war. Doch damit endet auch schon die Gemeinsamkeit zu Shakespeares Werk, denn die Autorin entführt uns gekonnt in die damalige Zeit, in der nicht alles eitel Sonnenschein war.

    Als Leser bekommen wir einen Einblick in alle Persönlichkeiten. Im Wechsel erleben wir nach der erzwungenen Trennung des Protagonistenpärchens mal Léon und mal Annabelle in ihrem weiteren Leben. Vor allem in Annabelle ihrem Leben geht es drunter und drüber und oft liest man mit angehaltenem Atem.

    Mir hat an dem Buch vor allem gefallen, dass es hier mal nicht seicht zugeht, sondern man das raue Leben der damaligen Zeit live miterleben darf. Mir erging es oft so, dass ich dachte, dass es nicht schlimmer kommen kann, aber darin täuschte ich mich doch oft.

    Zwei kleine Kritikpunkte muss ich bei diesem Buch anbringen. Der Einstieg in das Buch fiel mir erst ein wenig schwer, da ich mich an den detaillierten, blumigen Schreibstil erst gewöhnen musste, denn so etwas liest man doch nicht alle Tage, aber nach den ersten hundert Seiten war ich drin und konnte mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Ansonsten wird mir in dem Buch etwas zu oft gestorben. Stört ein Charakter, so wird er seitens der Autorin aus dem Weg geräumt. Hier hätte ich mir ab und zu gern eine andere Lösung gewünscht.

    Fazit: Ein überzeugender und sehr unterhaltsamer historischer Roman, den ich sehr gerne weiter empfehle. Lesenswert!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

    Montag, 15. September 2014

    Endlich geht es weiter...

    ... mit der Victoria- Bergman- Trilogie, denn genau heute ist Band zwei in den Läden zu haben.

    Bereits im Juli hatte ich euch vom ersten Band berichtet (siehe hier) und meine Rezension zu "Krähenmädchen" könnt ihr hier nachlesen.

    Der von mir ersehnte Folgeband, auf den ich nicht allzu lange warten musste, heißt nun "Narbenkind" und sieht auch von der Optik her wieder recht gruselig aus. Seht selbst:


    Toll fand ich ja auch gleich, dass dem Buch ein Lesezeichen beilag, solche kleinen Goodies liebe ich ja.

    Inhalt:

    "Ein Geschäftsmann wird brutal ermordet. Jeanette Kihlberg ermittelt mithilfe der Psychologin Sofia. Doch wer ist Sofia wirklich?

    Jeanette Kihlbergs Ermittlungen in einer Mordserie an Jungen in Stockholm werden vorübergehend auf Eis gelegt, als ein ranghoher Geschäftsmann auf bestialische Weise getötet wird. Man geht von einem Racheakt aus – doch Rache wofür? Psychologin Sofia Zetterlund soll ein Täterprofil erstellen, aber dann geschehen weitere Morde. Und diese scheinen in Verbindung mit Victoria Bergman zu stehen. Während die Ermittlungen nach Dänemark führen, hat Sofia immer häufiger Bewusstseinsstörungen ..."


    Na habt ihr euch schon an diese Reihe gewagt? Mir brennt es ja echt unter den Nägeln wie es weiter gehen wird, weshalb ich wohl morgen mit dem Lesen starten werde.

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    Nun ja und dann ist es mir doch heute wirklich noch passiert, dass ich nach unserem Zoobesuch einen Buchladen aufgesucht habe, um ein ganz spezielles Buch zu kaufen, wo mir allein das Cover es schon angetan hat. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass ich es sofort lesen werde.


    Inhalt:

    "Paris im Jahr 2060. Der geschiedene, alleinerziehende Geschichtsprofessor Tycho Mercier gerät durch einen Tombolagewinn in den Besitz eines Klons. Doch er bekommt nicht irgendeinen Klon vom Supermarkt geliefert: Es ist A.H.6, der sechste existierende, eigentlich verbotene Klon von Adolf Hitler. Dieser ist allerdings ganz anders als der Lieferant seines genetischen Materials: Er ist sanftmütig, bescheiden, unterwürfig und für Tychos Sohn ein willkommener Spielkamerad bei Computerkriegsspielen. Zu diesem merkwürdigen Hausgast gesellt sich bald noch ein Klon von Marilyn Monroe, den Tycho Mercier von seinem Nachbarn erbt. Sie verkörpert den Schwarm seiner Jugendjahre, aber auch sie riecht nach Ärger, denn es handelt sich um eine Raubkopie aus Südostasien …"

    Hier bin ich echt mal gespannt, der Klappentext klingt zumindest schon mal sehr vielversprechend...

    Sonntag, 14. September 2014

    Rezension Nele Löwenberg

    "Sommer der Wahrheit" von Nele Löwenberg

     
  • Broschiert: 496 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. Juni 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548285619
  • ISBN-13: 978-3548285610

  • Inhaltsangabe:

    Nebraska, Anfang der Neunzigerjahre: Sheridan Grant lebt mit ihrer Adoptivfamilie auf einer Farm inmitten von Maisfeldern. Sie leidet unter der Eintönigkeit des Farmlebens und dem strengen Regime ihrer Adoptivmutter, die der hochmusikalischen Sheridan sogar das Klavierspielen verbietet. Zum Glück gibt es den Farmarbeiter Brandon, den Rodeoreiter Nick und den Künstler Christopher, die Sheridan den Hof machen und sie davor bewahren, vor Langeweile zu sterben. Bis in einer Halloween-Nacht etwas Furchtbares passiert. Nun erweist sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ...

    Autoreninfo:

    Cornelia „Nele“ Neuhaus, (* 20. Juni 1967 in Münster (Westfalen) als Cornelia Löwenberg) ist eine deutsche Schriftstellerin. Bekannt wurde sie durch ihre Krimis, die meist in der Taunus-Region spielen. Sie schreibt auch unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg.

    Meine Meinung:

    Titel: Wenn andere über dein Leben bestimmen, was dann?

    Nele Neuhaus hat mit diesem Roman etwas völlig anderes vorgelegt als das was wir sonst von ihr kennen, denn Krimielemente sind hier ganz sicher nicht zu finden, das sollte jedem Leser vorab klar sein.

    Im Buch machen wir eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit, denn die Geschichte startet im Jahr 1994 und die junge Sheridan erzählt uns aus der Ich- Perspektive ihre Lebensgeschichte. Ihr Leben ist geprägt durch harte Arbeit, den drakonischen Strafen ihrer Adoptivmutter und der gähnenden Langeweile auf dem Land. Doch dann entdeckt sie ein Geheimnis und sie begibt sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Wird sie fündig werden?

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen bin und so konnte ich auch nicht enttäuscht werden. Die Geschehnisse um Sheridan sind wirklich interessant erzählt und ich als Leser verfolgte sehr gern ihren Lebensweg, fühlte und litt mit ihr. Sie wird als typische Jugendliche dargestellt und man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihre Außenseiterrolle nachvollziehen.

    Allerdings plätschert die komplette Geschichte mehr oder weniger vor sich hin. Es passiert etwas Schlimmes, Sheridan versucht es zu verarbeiten, die Tage ziehen ins Land und dann kommen die nächsten Schrecken.

    Wiedererkennen kann man auf jeden Fall in diesem Werk, welches Frau Neuhaus unter dem Pseudonym Nele Löwenberg veröffentlicht hat, ihren unverwechselbaren Schreibstil, der sich ungemein flüssig lesen lässt und einen auch ohne großartiger Ereignisse mit sich reißt.

    Die Lüftung des Geheimnisses am Ende des Romans war dann auch ungemein spannend und zeigt doch auch wie schrecklich Menschen zueinander sein können.

    Wer einfach mal die Ermittler Bodenstein und Kirchhoff vergisst und sich auf die Geschichte einlässt, der wird mit einem soliden Roman belohnt, der auf weiten Strecken hervorragend zu unterhalten weiß.

    Fazit: Ich habe das Buch gern gelesen, auch wenn ich etwas länger gebraucht habe als sonst bei mir üblich und kann nur eine Leseempfehlung aussprechen. Am besten man bildet sich hier selbst eine Meinung.


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

    Samstag, 13. September 2014

    Rezension Nina Blazon

    "Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe" von Nina Blazon


  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: cbt (1. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570162877
  • ISBN-13: 978-3570162873
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren

  • Inhaltsangabe:

    Als Jo und ihre Familie das alte Haus an der dänischen Küste erben, erzählt die kauzige Nachbarin Bente die Geschichte von dem Gongur, der an Land kommt und Menschen ins Meer zieht. Anders als ihre Mutter, die das Wasser meidet, lässt Jo sich von der Alten nicht ins Bockshorn jagen. In der Nacht jedoch wird sie tatsächlich von einer Stimme an den Strand gelockt. Bente kann das schlafwandelnde Mädchen in letzter Minute retten. Was hat es mit dem Nixen-Wesen auf sich? Und warum versteckt Jos Mutter alte Fotos, auf denen Gesichter herausgekratzt sind? Jo ahnt, dass ein uraltes Geheimnis auf ihrer Familie lastet. Sie ahnt nicht, dass Bente den Schlüssel dafür in der Hand hält ...

    Autoreninfo:

    Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman "Im Bann des Fluchträgers" schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.

    Meine Meinung:

    Titel: Zauberhafte Geschichte über das Meer und seine Magie...

    Bevor ich mit meiner eigentlichen Rezension starte, möchte ich die überaus gelungene Gestaltung des Buches loben, denn der Schutzumschlag sieht wie echte Fischschuppen aus und glitzert und funkelt. Das Buch sieht dadurch wirklich sehr ansprechend aus und ist ein echtes Kleinod im Bücherregal. Jedes Kapitel ist ansonsten mit einem maritimen Motiv ausgestattet wie Fischen, Seeschlangen etc. was ich sehr hübsch finde.

    Im Buch selbst geht es um die 11 jährige Jo. Statt mit ihrer besten Freundin Tanja in den Urlaub zu fahren, muss sie mit ihren Eltern nach Dänemark, die dort den Nachlass der verstorbenen Tante Mette regeln müssen. Einziger Lichtblick für sie ist das Meer, aber Mama Inge verbietet ihr ans Wasser zu gehen. Aber wieso nur, was soll schon am Strand schlimmes passieren? Doch bald ist das Meer wirklich alles andere als ungefährlich...

    Mit diesem Buch versucht sich Nina Blazon an einer anderen, neuen Version "Der kleinen Meerjungfrau" und es gelingt ihr außerordentlich gut. Dieses Kinderbuch ist nicht nur für Kids unheimlich spannend und gruselig zugleich, sondern weiß auch erwachsene Leser zu begeistern.

    Die geschilderten Charaktere sind typische Kids von heute, mit denen sich jedes Kind identifizieren kann, egal ob Mädchen oder Junge.

    Mir hat an dem Buch vor allem gefallen, dass es nur so vor Wendungen strotzte und glaubte man endlich die Lösung zu kennen, umspült einen die nächste Überraschung. Zudem war auch Dänemark als Urlaubsland schön hervorgehoben und hat bei mir die Reiselust geweckt.

    Fazit: Ein Kinderbuch, das mit seiner magischen Märchenwelt kleine und große Leser zu verzaubern weiß. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen.


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

    Freitag, 12. September 2014

    Leserundenfreitag nach dem Urlaub

    Tja es ist mal wieder Freitag und auch heute starten wieder neue Leserunden, an denen ich teilnehmen werde. Die Bücher stelle ich euch dann jetzt mal vor:

    Buch 1:


    Dieses Buch werde ich in einer autorenbegleiteten Leserunde lesen. Vom Autor selbst habe ich bereits zwei Thriller gelesen, die ich sehr gut fand, jedoch habe ich noch keines seiner Bücher mit ihm zusammen gelesen, daher bin ich sehr gespannt.

    Inhalt:

    "Observierungen untreuer Ehemänner und Kaufhausüberwachungen sind die Hauptgeschäftsfelder der Privatdetektivin Sabrina Lampe. Auch der Auftrag einer schrulligen, alten Nachbarin sieht zunächst sehr nach Routine aus. Doch im Zuge ihrer Recherchen wird Sabrina Teil eines grausamen Spiels, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen. Ihr teuflischer Kontrahent zwingt Sabrina an ihre Grenzen – und darüber hinaus! "Leide!" ist der erste Roman um die Privatdetektivin Sabrina Lampe und den Kriminalhauptkommissar Niklas Steg."

    Buch 2:


    Dieses zauberhafte Jugendbuch werde ich ebenfalls in Begleitung der Autorin lesen.

    Inhalt:

    "Als Kim und Jacob sich an einem ganz normalen Samstagmorgen in der Berliner S-Bahn treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick! Eigentlich wollte Kim nur einkaufen, doch als Jacob ihr erzählt, dass er Berlin nicht leiden kann, überredet sie ihn, mit ihr zu kommen – quer durch die Stadt, an all ihre Lieblingsorte. Jacob soll sich in Berlin verlieben … und vielleicht auch in sie. Doch für Jacob ist es der letzte Tag, bevor er am nächsten Morgen für ein Jahr weggeht. Obwohl es hoffnungslos ist, folgt er diesem Mädchen, das sich so unerwartet in sein Herz gemogelt hat, durch Straßen, Parks und Cafés … Einen Tag und eine Nacht haben sie – und jede Sekunde mit Kim pulsiert vor Leben, wie Berlin selbst."

    Na wäre eins für euch dabei? Mich reizt besonders der Thriller, da ich so etwas doch eher selten lese.

    Wie ihr sicher gemerkt habt, hänge ich aufgrund meines Kurztrips nach Dresden ein wenig bei meinen Leserunden der letzten Woche, aber da ich auch in der kommenden Woche frei habe und vor habe da dann ausschließlich zu lesen, sollte ich zeitlich wieder bald auf Reihe sein und ihr könnt euch dann auf neue Rezensionen, Buchvorstellungen, etc. freuen...

    Donnerstag, 11. September 2014

    Wieder da...

    Na hat sich der ein oder andere gewundert, warum es hier so still gewesen ist? Das ist ganz einfach erklärt, denn ich war ein paar Tage in Dresden im Urlaub und das mehr oder weniger ohne Internet.
     
    Wirklich eine sehr geschichtsträchtige Stadt, die einem zum Nachdenken bringt.
     
    Zum Lesen bin ich nicht gekommen, da wir wirklich jeden Tag von morgens bis abends unterwegs waren, aber dafür etwas anderes, was ich sehr gern mag. Ich habe wundervolle Postkarten verschickt, die ich vor dem Absenden natürlich abgelichtet habe.
     
     
    Ich liebe solche Nostalgiekarten.



    Die Karten habe ich in einem sogenannten Ostmarkt gekauft, wo es noch viele andere interessante Dinge zu erstehen gab. Aber online kann man die Kärtchen auch bestellen und sie sind wirklich nicht teuer und auch gut als Lesezeichen geeignet. Bei Interesse schaut doch mal hier.

    Ab morgen geht es dann auch wieder hier um Bücher. Nachdem ich 3 Tage absolute Pause hatte, habe ich natürlich als wir im Stau standen dann doch zu einem Buch gegriffen, denn ohne verlasse ich nun wirklich nicht das Haus. ;-)

    Sonntag, 7. September 2014

    Rezension Aurore Guitry

    "Claras Melodie" von Aurore Guitry


  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (18. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3352008426
  • ISBN-13: 978-3352008429

  • Inhaltsangabe:

    Alle Hoffnung scheint verloren für Éléonore, die nach einem schweren Verkehrsunfall im Koma liegt. Die Ärzte wie auch ihre Familie haben die junge Frau aufgegeben. Nur ihr Ehemann Nicolas kann sich damit nicht abfinden und erfährt am Sterbebett seines Vaters von einer geheimnisvollen Partitur, die magische Kräfte haben soll und Éléonore retten könnte. Daraufhin beschließt er, nach Rom zu reisen und Clara Vergini, die letzte Sängerin der Partitur, ausfindig zu machen. In der „ewigen Stadt“ angekommen, muss er feststellen, dass Clara dem Wahnsinn verfallen ist und ihm nicht mehr helfen kann. Glücklicherweise trifft er ihre Tochter Giovanna, eine ebenso begnadete Sängerin, die bereit ist, ihm beizustehen. Dann allerdings offenbart ihm ein Kardinal den jahrhundertealten Fluch, der auf der Partitur lastet: Je öfter man die vollkommene Melodie singt, desto schwächer wird man – bis man entweder den Verstand verliert oder stirbt. Nicolas steht vor einer folgenschweren Entscheidung: Kann er Giovanna bitten, an Éléonores Bett die Claras heilbringende Melodie zu singen?

    Autoreninfo:

    Aurore Guitry, geboren 1980, ist die Nichte des berühmten französischen Schauspielers Sacha Guitry. Sie arbeitet als Übersetzerin, Ghostwriterin und Theaterregisseurin in Paris. „Claras Melodie“ ist ihr dritter Roman.

    Meine Meinung:

    Titel: Wie weit darf Liebe gehen?

    Nicolas Frau liegt nach einem schlimmen Unfall im Koma und es scheint keine Rettung mehr in Sicht zu sein. Da bekommt Nicolas von seinem sterbenden Vater den Tipp nach Clara und einer geheimnisvollen Partitur zu suchen, denn diese könne angeblich heilen. Wird Nicolas die Sängerin finden und ist Musik wirklich im Stande ein Menschenleben zu retten?

    Die Geschichte wird uns in Form von Tagebucheinträgen näher gebracht. Als Leser wird man direkt in das Geschehen katapultiert und man muss sich auf den ersten Seiten erst einmal zu Recht finden. Die Handlung lebt in erster Linie durch rasche Szenenwechsel. Mal begleiten wir den Protagonisten in der Gegenwart und mal schildert er uns in Rückblenden aus seinem bisherigen Leben.

    Die Autorin hat einen zauberhaften Schreibstil, der mich auf Anhieb verzaubern konnte. Man spürt förmlich ihre Liebe zur Musik, die hier wirklich sehr viel Raum einnimmt.

    Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, denn sie schildert ein Drama und eine zauberhafte Liebe zu gleich, die einen in den Bann zieht. Das Ende hat mich übrigens überrascht und gleichzeitig glücklich zurückgelassen.

    Einziger Minuspunkt: Die erwähnte Handlung in Afrika war für mich nicht richtig greifbar und hat nicht zwingend dafür gesorgt die Haupthandlung zu verstehen.

    Fazit: Kurzweilige Lektüre, die mich fast vollends überzeugt hat. Ich empfehle das Buch gern weiter. Lesenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen