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Samstag, 31. Oktober 2015

Saturday Sentence # 38



Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.
 
Mein heutiger Saturday Sentence lautet:

"Dir aber sei es verziehen."

Der Satz stammt aus folgendem Buch:


Inhalt:

"Germanien im Jahre 213 nach Chr. Die junge Gerhild, Tochter eines Stammesfürsten, ist eine mutige und standesbewusste Frau. Als der römische Statthalter Quintus ihren Stamm aufsucht und sie zur Geliebten fordert, sind ihre beiden Brüder zu ihrem Entsetzen damit einverstanden. Sie will sich jedoch nicht in ein Schicksal fügen, das gleichbedeutend mit Sklaverei ist, und verlangt, dass der Römer um sie kämpfen soll. Da sie ahnt, dass ihre Brüder den Römer gewinnen lassen wollen, tritt sie selbst gegen ihn an. Was niemand für möglich gehalten hätte, geschieht: Die junge Frau siegt und blamiert Quintus damit vor ihrem Stamm und seinen eigenen Leuten. Der Römer will seine Niederlage nicht hinnehmen und sinnt auf Rache. Für Gerhild beginnt damit ein verzweifelter Kampf ums Überleben …"

Freitag, 30. Oktober 2015

[Aktion] Burn it or love it # 13


Diese Aktion stammt von Sonja von Lovin Books.

Ich finde es passend, dass am Freitag vor Halloween das 13. Mal "Burn it or love it" stattfindet. :-)

Heute ist mal wieder ein Buch dran, was mir nicht gefallen hat und gerade hier bin ich echt traurig drum, denn ich hatte recht hohe Erwartungen an das Buch.

Mein "Burn-it"-Buch ist:


Die Rezension zum Buch findet ihr hier.

Nun ja mir hat der Roman einfach nicht gefallen, weil die Protagonisten extrem unnahbar rüber kamen und  es viel zu viel um die Businesswelt ging, was ich extrem langweilig fand. Über die Sexszenen konnte man herrlich schmunzeln...

Vielleicht ist es einfach nicht mein Genre. Eins weiß ich sicher: Die Fortsetzung werde ich nicht lesen.

Kennt ihr das Buch? Hat es euch vielleicht sogar gefallen?

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Rezension Gloria Goldreich

"Die Tochter des Malers" von Gloria Goldreich

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (21. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746631823
  • ISBN-13: 978-3746631820
Inhaltsangabe:

Ein Roman wie ein Gemälde von Marc Chagall: voller Poesie, Träume und Liebe Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters. Bewegend, mitreißend, voller Tragik – und eine wahre Geschichte. 

Autoreninfo:

Gloria Goldreich ist die von der Kritik hochgelobte Autorin zahlreicher Erzählungen, Kinder- und Jugendbücher sowie mehrerer Romane. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie ist die Mutter dreier Kinder und lebt mit ihrem Mann in Tuckahoe, New York. 

Meine Meinung:

Titel: Das Leben der Künstlertochter...

Auf diesen Roman bin ich gestoßen, weil ich Paris sehr mag und mich die Zeit um 1935 brennend interessiert. Da ich von der Autorin noch nichts gelesen hatte, begann ich unvoreingenommen mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um Ida, die Tochter des Malers Marc Chagall. Ida ist der Liebling ihres Vaters und dient häufig als Malmotiv für ihn. Doch dann verliebt sie sich in einen Studenten und begeht einen folgenschweren Fehler. Welchen Weg wird sie nun gehen?

Der Roman basiert auf der Biografie der Künstlertochter und Gloria Goldreich hat sich laut eigener Aussage nur einige Erzählfreiheiten genommen.

Durch die Handlung führt uns ein beobachtender Erzähler und die Autorin bedient sich einer sehr detaillierten und bildhaften Sprache, so dass sich der Roman für mich wie ein kleines Kunstwerk anfühlte. Sprachlich konnte mich der Roman wirklich überzeugen.

Das Leben der Künstlertochter ist durchaus spannend dargestellt und man erfährt unheimlich viel über sie und ihren berühmten Vater. Ich fand, dass die Charaktere ausreichend dargestellt worden sind, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Es kam sehr gut rüber wie exzentrisch ein Künstler sein kann und dass das Leben mit so jemanden nicht gerade leicht ist. In Ida konnte ich mich ganz gut einfühlen, auch wenn ich manche ihrer Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte. Vielleicht lag es einfach an der Zeit, dass Ida nicht so selbstsicher agieren konnte, wie ich es erwartet hätte. Als Figur wirkte sie auf mich sehr selbstbewusst und durchsetzungsstark, nur gegenüber ihrem Vater konnte sie das dann wohl doch nicht sein.

Die Schwäche des Romans liegt in meinen Augen ganz klar darin, dass dem Leser das Denken abgesprochen wird. Man wird als Rezipient in eine bestimmte Richtung gedrängt, was man zu glauben hat und das mag ich persönlich nicht. Mir ist es lieber, wenn ich mir das ein oder andere einfach selbst zusammen fantasieren darf. Für meinen Geschmack wurde zu viel wiederholt.

Fazit: Ein durchaus unterhaltsamer biografischer Roman mit der ein oder anderen Schwäche. Bedingt lesenswert!


Bewertung: 3/ 5 Sternen

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Rezension Nina Blazon

"Der Winter der schwarzen Rosen" von Nina Blazon

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: cbt (5. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570163644
  • ISBN-13: 978-3570163641
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Inhaltsangabe:

In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ...

Autoreninfo:

Nina Blazon studierte Germanistik und Slavistik. Seit 2003 schreibt sie Kinder- und Jugendbücher in den Genres Fantasy, Historischer Roman und Krimi.

Meine Meinung: 


Titel: Fast wie im Märchen...

Von Nina Blazon habe ich schon einige Bücher gelesen, die mich verzaubert haben, weshalb ich natürlich umgehend wissen wollte wie nun diese Geschichte ist und ich wurde wieder einmal von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

In der Geschichte geht es um die beiden Schwestern Liljann und Tajann, die zudem Zwillingsschwestern sind, aber unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Lil eher zurückhaltend, zuvorkommend und stets bedacht agiert, ist Tajann mehr auf ihren eigenen Vorteil aus. Aufgrund der herrschenden Gesetze werden die Mädchen voneinander getrennt. Während Liljann in der Wildnis ihr Glück versucht zu finden, zieht es Tajann, wie einst ihre Mutter, in den Palast zur Lady. Wie werden die Mädchen ihr Schicksal meistern? Und vor allem: werden sie sich jemals wiedersehen?

Das Besondere an dem Buch ist wohl, dass sowohl Liljann als auch Tajann als Ich- Erzählerin fungieren. Da muss man ganz genau lesen, um den Wechsel nicht zu verpassen und zu wissen, wer denn gerade zu einem spricht. Die Wahl der Perspektive finde ich so gelungen, weil wir Leser so tiefe Einblicke in die Gefühlswelt und Denke von zwei Personen erhalten.

Ich konnte mich persönlich zwar mehr mit Lil identifizieren, aber beide Charaktere haben etwas für sich. Richtig klasse fand ich, dass beide Mädchen im Verlauf der Geschichte über sich hinauswachsen und sich entwickeln. Das hat man in Jugendbüchern nicht immer.

Toll ist zudem, dass diese Geschichte in einer Welt spielt, in der auch andere Bücher von der Autorin schon gespielt haben, so dass man Aha- Momente beim Lesen hat, wenn man vorher bereits andere Bücher der Autorin kennt. Dieses Wiedererkennungsmerkmal finde ich bei den Büchern von Frau Blazon toll.

Die Geschichte braucht ein wenig um sich zu entwickeln, ist man aber hinter die ersten Geheimnisse gekommen, so folgt ein Showdown dem nächsten.

Der Jugendroman hat alles was ein gutes Buch braucht: Spannung, eine Prise Mystik, Liebe, Intrigen, Freundschaft, ...

Das Ende hat mich total überrascht und hat mich dann nochmal gänzlich mitgenommen. Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle.

Fazit: Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Wer ein Mal in eine andere Welt abtauchen will, der ist mit dieser Lektüre sehr gut beraten. Lesenswert und ein Highlight im Lesejahr 2015.


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Dienstag, 27. Oktober 2015

Gemeinsam Lesen # 43


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 169 von 318.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

" "Oh, ich war das nicht", sagt er."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Hm so ganz ist der Funke bei mir noch nicht übergesprungen. Dorle ist ein sehr schwieriger Charakter, in den ich mich nur schwer einfühlen kann, weil sie so total anders ist als ich. Nun ja und ich schwanke zwischen Mitleid mit ihr haben und von ihr genervt sein. Zumindest versprüht das Buch einen gewissen Charme und ich konnte schon ein paar Mal schmunzeln.

4. Hast du schon Weihnachts-Bücher in den Startlöchern stehen? Gibt es ein Lieblings-Buch was du jedes Jahr an Weihnachten nochmal liest?

Ich zähle leider zu der Spezies, die Weihnachtsbücher nicht ausstehen können. Ich mag zwar Weihnachten, aber ich muss darüber nicht lesen. Allerdings ist es schon mal vorgekommen, dass ich etwas weihnachtliches gelesen habe und das war dann gar nicht so übel. Das Buch hieß "Das Fest" von John Grisham.

Mögt ihr Feiertagslektüre?

Montag, 26. Oktober 2015

Cover Monday # 37


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.

Meine heutige Wahl fällt ebenfalls wieder auf ein Jugendbuch. Keine Sorge, ich lese auch noch etwas anderes als das, aber am schönsten sehen die einfach aus. ;-)


Inhalt:

"Nemo, zwanzig Jahre alt, lebt in einem schwarzen Leuchtturm. Der war nicht immer schwarz. Erst seit jenem Tag. Seit dem Autounfall. Der Unfall, durch den Nemo sein Augenlicht und seine Freundin Merle ihre Stimme verlor. Ein zu heißer Tag, ein zu müder Kopf, ein zu großer Baum. Nemo saß am Steuer. Seitdem versucht er zu vergessen und verschanzt sich in seinem Leuchtturm an der Küste. Doch einige wenige Menschen lässt er noch in sein Refugium. Da ist natürlich die stumme Merle, immer in seiner Nähe, da sind Darius und dessen Freundin Luna sowie Emma, eine Zufallsbekanntschaft. Und dann ist Luna plötzlich verschwunden und die Polizei steht vor der Tür…"

Tja was soll ich sagen, dieses Cover zieht einen nur magisch an. Der Leuchtturm strahlt im Hintergrund, der Weg dorthin ist von tosenden Wellen umspült und eine einsame Person schlendert dort entlang, was etwas Geheimnisvolles und Mysteriöses hat. Mir gefällt hier vor allem die Farbauswahl, da das Cover zuerst düster wirkt, aber durch das Licht des Leuchtturms erscheint es letztendlich freundlicher als erwartet.

Was haltet ihr von dem Cover? Gefällt es euch und würdet ihr zu dem Buch greifen, um Näheres zu erfahren?

Sonntag, 25. Oktober 2015

Rezension Vera Buck

"Runa" von Vera Buck

  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Limes Verlag (24. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3809026522
  • ISBN-13: 978-3809026525

Inhaltsangabe:

Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis… 

Autoreninfo:

Vera Buck, geboren 1986, studierte Journalistik in Hannover und Scriptwriting auf Hawaii. Während des Studiums schrieb sie Texte für Radio, Fernsehen und Zeitschriften, später Kurzgeschichten für Anthologien und Literaturzeitschriften. Nach Stationen an Universitäten in Frankreich, Spanien und Italien lebt und arbeitet Vera Buck heute in Zürich. 

Meine Meinung:

Titel: Ein faszinierender Ausflug zu den Anfängen der Psychiatrie...

Je mehr ich über das Buch hörte, desto mehr wuchs meine Neugierde und um diese zu befriedigen, blieb mir nichts anderes übrig als mir selbst eine Meinung zu bilden und was soll ich sagen: Dieses Debüt hat mich geflasht.

Die Autorin entführt uns nach Paris um 1884, in die berühmte Nervenklinik Salpêtrière. Hier studiert Jori Hell am lebenden Objekt Psychologie. Zu seinem Erfolg fehlt ihm nur noch der Doktortitel, den er durch eine ganz besondere Operation erlangen will. Er möchte der erste Mediziner sein, der den Wahnsinn aus den Hirnen der Patienten schneidet. Kann ihm dieses gewagte Unterfangen wirklich gelingen und wird er dabei Unterstützung bekommen?

Vera Buck erschafft hier eine Welt, die faszinierend und abstoßend zur selben Zeit ist. Es ist wie bei einem schweren Unfall: man mag nicht hinsehen, aber die Neugierde treibt einen dazu.

Zunächst werden dem geneigten Leser zahlreiche Protagonisten in unterschiedlichen Handlungssträngen vorgestellt. Da die Autorin sehr detailliert und authentisch die Charaktere zeichnet, kann man diese sehr gut auseinander halten und jeder ist für sich überaus interessant und spannend. Alle Darsteller sind Menschen mit Ecken und Kanten, die sehr glaubwürdig und realistisch rüber kommen. Mir hat es ganz besonders Lecoq angetan, der etwas von einem Antihelden hatte, der mich einfach beeindruckt hat.

Die Story an sich ist ein Mix aus Historie, Krimi und Horror. Die historischen Einschübe bringen einem die Erforschung psychischer Krankheiten näher. Dabei streut die Autorin auch real existierende Personen ein. Ein Krimi ist es deshalb, weil es gilt herauszufinden, was es mit dem mysteriösen Mädchen Runa auf sich hat. Horror ist vielleicht etwas übertrieben von mir dargestellt, aber die Operationsszenen und Behandlungsmethoden kamen mir ein ums andere Mal wie aus dem fiesesten Folterkeller erdacht vor.

Mich hat dieses Debüt wirklich überrascht. Es fesselt bis zur letzten Seite und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

Fazit: Überzeugende Geschichte, die einen in ihren Bann zieht. Von mir aus hätte der Roman noch einige hundert Seiten mehr haben können. Ich kann nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Genial!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Rezension Simona Ahrnstedt

"Die Erbin" von Simona Ahrnstedt

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (1. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802599454
  • ISBN-13: 978-3802599453

Inhaltsangabe:

Die Schwedin Natalia De la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen Europas. Doch obwohl sie in die schwedische Oberschicht und eine Welt grenzenlosen Wohlstands hineingeboren wurde, musste sie sich diesen Erfolg hart erarbeiten. Ihr höchstes Ziel ist es, einen Platz im Aufsichtsrat des milliardenschweren Familienunternehmens Investum und somit auch endlich die Anerkennung ihres patriarchalischen Vaters zu gewinnen. Als Natalia aus heiterem Himmel von David Hammar, Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber, zum Lunch eingeladen wird, ist sie zwar misstrauisch, vor allem aber eins: neugierig. Sie lässt sich auf das Treffen ein und ist überrascht, wie überwältigend die Anziehungskraft zwischen ihr und David ist. Doch was sie nicht weiß: David hat noch eine Rechnung mit ihrer Familie offen. Und die letzte Schachfigur, die er bewegen muss, um diese zu begleichen, ist Natalia… 

Autoreninfo:

Simona Ahrnstedt ist von Beruf Psychologin. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt sie in der Nähe von Stockholm. Nach mehreren historischen Romanen ist dies ihr erster Ausflug in das Contemporary-Genre, mit dem sie es sogleich in die schwedische Bestsellerliste schaffte. 

Meine Meinung:

Titel: Wenn dir die Liebe zum Verhängnis wird...

Da ich Romane mit starken Frauencharakteren sehr mag, war ich der Meinung, dass dieses Buch genau das Richtige für mich sein müsste. Es ist übrigens der erste Band einer Reihe. Tja und bei dem Cover konnte ich wohl kaum widerstehen.

In der Geschichte geht es um Natalia de la Grip, eine Frau die weiß was sie will und zudem beruflich noch sehr erfolgreich ist. Aufgrund ihrer Stellung will es nur nicht so recht mit den Männern klappen. Doch dann lernt sie den mysteriösen David Hammar kennen, der gar nicht der Bad Boy zu sein scheint wie ihn die Klatschmagazine immer nennen. Doch ist David wirklich die richtige Wahl, schließlich hat er mit ihrer Familie noch eine Rechnung offen? Deren Begleichung erfolgt nur durch: Rache.

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Geschehnisse, wo wir mal Natalia und mal David begleiten und somit die Perspektive von beiden Protagonisten live miterleben.

Die große Schwäche des Buches war für mich, dass alle dargestellten Protagonisten total unnahbar dargestellt sind. Ich konnte mich in niemanden einfühlen, was ich ungemein schade fand. So fehlte mir auch einfach oft der Zugang zum Buch.

Der Roman besticht vor allem durch die Beleuchtung der Businesswelt und den Intrigen in der Arbeitswelt. Leider beschreibt die Autorin dies sehr ausführlich, was ich zunehmend als langweilig empfand.

Die eingestreuten erotischen Szenen haben mir hingegen ganz gut gefallen, passten aber teilweise nicht so recht zum jeweiligen Charakter.

Mich konnte die Geschichte um David und Natalia leider nicht überzeugen. Mit einem positiven Ende hatte ich zwar gerechnet, dass es aber in einem unglaublich kitschigen Happyend münden würde war mir dann erst recht zu viel.

Fazit: Wahrscheinlich ist dies hier einfach nicht mein Genre. Ich musste mich durch das Buch beißen und die ersehnte Überraschung blieb leider aus. Von mir gibt es daher leider keine Leseempfehlung.


Bewertung: 2/ 5 Sternen

Samstag, 24. Oktober 2015

Rezension Kolja Kleeberg

"Kolja kocht" von Kolja Kleeberg

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Südwest Verlag (28. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3517094110
  • ISBN-13: 978-3517094113

Inhaltsangabe:

Nun stellt Kolja Kleeberg also seine Lieblingsrezepte vor und verrät dazu allerlei Küchengeheimnisse. Nebenbei führt er uns durch sein Berlin – vom Wochenmarkt in Charlottenburg bis zum Gendarmenmarkt, wo das VAU ist. 

Autoreninfo:

Eigentlich wollte Kolja Kleeberg (geboren 1964 in Köln) Schauspieler werden. Am Stadttheater Koblenz arbeitete er sich zum Regieassistenten, Inspizienten und Nebendarsteller hoch - und beschloss dann, lieber eine Kochlehre zu beginnen. Nach mehreren Stationen in Bonn, Köln und der Schweiz kam er 1996 nach Berlin, wo er ein Jahr später im Restaurant VAU anheuerte. 1997 übernahm er das VAU als Inhaber und erkochte sich einen Michelin-Stern, den er seither hält. 

Meine Meinung:

Titel: Alltagstaugliches Kochbuch mit kleinen Schwächen... 

Ich stehe nur unregelmäßig in der Küche und wenn doch mal, dann fällt mir einfach nichts Tolles ein, weshalb ich zu dem neuen Kochbuch von Kolja Kleeberg gegriffen habe, um mich inspirieren zu lassen.

Das Buch ist sehr gut strukturiert was die Art der Gerichte anbelangt. Es gibt Gerichte, die einfach und schnell gehen und andere, die etwas längere Zubereitungszeit brauchen. Diese sind dann wiederum unterteilt in Vorspeisen, Zwischengerichte, Hauptgerichte und Desserts.

Mein Highlight in dem Buch sind ganz klar die Geheimtipps, denn vieles war mir davon bisher nicht bekannt.

Die Rezepte sind wirklich mal was anderes, allerdings sollte man immer etwas mehr Zeit als angegeben einplanen. Die Zutatenangaben sind reichlich, da wird keiner Hunger leiden, sondern es wird eher etwas übrig bleiben.

Gut finde ich, dass viele Rezepte ausgelegt sind für zwei bis vier Personen, so erspart man sich das ewige Umrechnen, wenn man einen kleinen Haushalt hat.

Die Rezepte sind immer so aufgebaut, dass es am Rand die Zutaten zu lesen gibt, für wie viele Personen das Rezept ausgelegt ist und wie lange man für die Zubereitung braucht. In der Mitte folgt dann der Erklärungstext, der für meine Begriffe ausführlich genug beschreibt, was man machen muss.

Die Zutatenangaben hätte ich mir persönlich etwas besser gedruckt gewünscht. Sie sind in einer grauen, dünnen Schrift dargestellt, die ich persönlich nicht so gut lesen kann.

Zu vielen Rezepten gibt es extrem ansprechende Bilder, so dass man sich bereits beim ersten Durchblättern Appetit holen kann.

Etwas störend fand ich die doch zahlreich gestreuten Bilder unseres Sternekochs. Ich muss Kolja nicht wirklich beim Rasieren oder Gitarre spielen sehen, dann lieber mehr Rezeptbilder.

Fazit: Ein solides Kochbuch, das alltagstaugliche Rezepte parat hat und einen kreativ in der Küche werden lässt. Ich empfehle es gern weiter.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Saturday Sentence # 37



Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.
 
Mein heutiger Saturday Sentence lautet:

"Zugtickets kann ich besser online buchen als Flugtickets."

Der Satz stammt aus folgendem Buch:


Inhalt:

"Ihre Ehe? Horror. Ihr Kind? Egal. Ihre Zukunft? Rosig. Denn sie hat jetzt ein Mädchen für alles. Und einen ziemlich guten Plan."

Freitag, 23. Oktober 2015

Rezension Katherine Webb

"Italienische Nächte" von Katherine Webb

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (31. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453291735
  • ISBN-13: 978-3453291737
Inhaltsangabe:

Clare folgt ihrem Mann, als sie 1921 von England in die Hitze Apuliens reist. Boyd arbeitet dort als Architekt für den reichen Grundbesitzer Leandro Cardetta, und möchte, dass Clare den Sommer bei ihm verbringt. Doch Boyd empfängt sie abweisend und scheint etwas zu verbergen. Auf sich allein gestellt erkundet Clare die fremde Umgebung und lernt dabei Ettore kennen, den Neffen des Grundbesitzers. Clare fühlt sich unbändig zu ihm hingezogen – zu einer Welt, in die sie nicht gehört und die droht, für beide zum Verhängnis zu werden … 

Autoreninfo:

Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf. Nach ihrem großen internationalen Erfolgsdebüt "Das geheime Vermächtnis", folgten die Romane "Das Haus der vergessenen Träume", "Das verborgene Lied" und "Das fremde Mädchen", die allesamt Spiegel-Bestseller wurden. "Italienische Nächte" ist das fünfte Buch der Autorin. Nach längeren Aufenthalten in London und Venedig lebt die Autorin heute in der Nähe von Bath, England. 

Meine Meinung:

Titel: Der eine Sommer in Apulien...

Von Katherine Webb habe ich schon einige Romane mit großer Begeisterung gelesen und freute mich nun auf ihr neustes Werk.

In dem hier vorliegenden Buch entführt uns die Autorin in den Südosten Italiens, nach Apulien und eine Zeitreise starten wir ebenfalls, da die Handlung um 1921 spielt. In der Geschichte geht es um zwei Akteure, die durch ungewöhnliche Umstände aufeinander treffen. Zum Einen haben wir da Clare Kingsley, die England für ihren Mann verlässt und ihm nach Apulien folgt, auch wenn sie das gar nicht möchte. Hier angekommen merkt sie schnell, dass ihr Gatte sie sehr abweisend behandelt. Was hat er nur zu verbergen? Zum Anderen lernen wir den Arbeiter Ettore kennen, dessen Leben deutlich einfacher verlaufen könnte, wenn er das Angebot seines reichen Onkels annehmen würde, doch sein Stolz verbietet ihm das. Erst eine Verletzung führt ihn auf das Gut des Onkels und in die Arme der Architektenfrau Claire. Doch kann ihre Liebe auf dieser Grundlage ernsthaft gedeihen?

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Geschehnisse, so dass wir einen sehr umfassenden Überblick bekommen. Die Autorin beschreibt sehr detailliert, was mir gut gefallen hat. Gerade die Gefühlswelt der einzelnen Personen wurde dadurch greifbar. Sehr ungewöhnlich fand ich die gewählte Zeitform, denn bei Romanen in der Vergangenheit erwartet man wohl eher kein Präsens.

Sehr gut gefallen hat mir, dass Frau Webb hier nicht nur eine Liebesgeschichte geschrieben hat, sondern die Arbeiterkämpfer der damaligen Zeit mit eingewoben hat. So lernt man geschichtlich wieder einiges dazu.

Claire und Ettore sind doch sehr unterschiedliche Charaktere. Während Claire eine tolle Kindheit genossen hat, hatte Ettore nie ein wirklich einfaches Leben, da er stets in Armut leben musste. Die Entwicklung ihrer Liebesbeziehung war daher sehr ungewöhnlich für mich und nicht immer schlüssig und nachvollziehbar, da sie doch teilweise etwas kopflos in diese stürzen.

Man spürt während der gesamten Lektüre, dass sich hinter allem ein großes Geheimnis verbirgt und gerade dieses aufzudecken machte das Buch so aufregend. Ich hatte mit der Auflösung jedenfalls nicht gerechnet.

Fazit: Ein guter Schmöker, der nicht nur unterhält, sondern auch geschichtlich ein wenig bildet. Gern empfehle ich den Roman weiter.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

[Aktion] Burn it or love it # 12


Diese Aktion stammt von Sonja von Lovin Books.

Da heute eine gerade Zahl ganz oben steht, darf ich euch wieder ein "Love it"- Buch vorstellen, was mir viel mehr Spaß macht als mich an die Bücher zu erinnern, die mir nicht so gut gefallen haben. Mein heutiges Exemplar habe ich vor gut 6 Monaten gelesen und es ist:


Meine Rezension zum Buch könnt ihr hier lesen.

Ich bin bei dem Buch absolut ins kalte Wasser gesprungen und wurde positiv überrascht. Der Roman hat mich tief berührt und mich noch lange zum Nachdenken gebracht.

Kennt ihr das Buch vielleicht? 

Rezension Alina Bronsky

"Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch (17. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462048023
  • ISBN-13: 978-3462048025

Inhaltsangabe:

Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt nach dem Reaktorunglück die tickenden Geigerzähler und die strahlenden Waldfrüchte fürchtet, baut sich die ehemalige Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben auf.

Autoreninfo:

Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, lebt seit Anfang der 90er Jahre in Deutschland. Ihr Debütroman "Scherbenpark" wurde zum Bestseller, ist inzwischen beliebte Lektüre im Deutschunterricht und wurde fürs Kino verfilmt. Es folgten die Romane "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" und "Nenn mich einfach Superheld". Die Rechte an Alina Bronskys Romanen wurden in 15 Länder verkauft. Sie lebt in Berlin. 

Meine Meinung:

Titel: Wie lebt es sich in der Todeszone?

Ich hatte schon so viel Positives über dieses kleine Büchlein gehört, dass ich mir einfach selbst eine Meinung bilden wollte und ich bin doch recht positiv angetan.

In der Geschichte geht es um Baba Dunja, die nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl wieder heimkehrt, egal ob ihre Umgebung verstrahlt ist oder nicht, denn was hat sie als alte Frau schon zu befürchten?

Der Autorin gelingt es sehr gut mit einfachen Worten die Umgebung von Tschernowo und den Alltag dort zu beschreiben, der gar nicht so viel anders ist als der Leser ihn kennt. Die Bewohner müssen mit gewissen Einschränkungen leben wie: kein Telefon, kein fließend Wasser und der nächste Bus fährt einen Zwei-Stunden-Fußmarsch entfernt. Dennoch kommen die Menschen dort zurecht und leben.

Baba Dunja agiert in dem Roman als Ich-Erzählerin und so lernen wir die Bewohner des Ortes aus ihrer Sichtweise kennen. Da gibt es doch schon sehr spezielle Charaktere, die einen aber dennoch berühren und mitreißen. Alle Bewohner haben schon ein recht hohes Alter erreicht und wissen noch was helfen heißt.

Außer Baba Dunja war mein Liebling Marja, da sie so eine unverblümt offene Art hat.

Nicht so gut gefallen hat mir die kleine, eingestreute Episode mit den Neuzugängen im Ort, die dann doch nicht lange bleiben und die Auswirkungen danach. Ich fand, das passte nicht so richtig in die Geschichte.

Sehr gut gefallen haben mir hingegen die Briefe, die Baba Dunja an ihre Tochter und ihre Enkelin schreibt, denn gerade die haben gezeigt, was für ein besonderer Mensch sie ist.

Fazit: Wer mal etwas völlig anderes lesen will, der ist bei diesem Buch goldrichtig. Mir hat es gut gefallen und gern empfehle ich es weiter.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Cooking with "A Modern Way to Eat" von Anna Jones

Hallo meine Lieben,

man kann ja nicht immer nur lesen, sondern muss sich ab und zu auch mal stärken, weshalb ich gerade ein ganz tolles Kochbuch beim Wickel habe, das ich euch nicht vorenthalten möchte.


Das Geniale an dem Buch ist nicht nur, dass es tolle Rezepte aus der vegetarischen und veganen Küche beinhaltet, sondern dass für dessen Druck nicht ein Baum sterben musste, da das Buch zu 100% aus Apfelresten besteht.

Doch nun zu meinem ersten Kocherlebnis. Es gab "Grüne Gemüsepuffer".



Hier seht ihr die Zutaten. Das Grüne in der kleinen Schüssel ist TK Spinat. Ich komme mit der Tiefkühlversion irgendwie besser klar.



Zunächst einmal hieß es den Brokkoli klein gehackt zu bekommen, was gar nicht so leicht war.

Dazu kamen dann der Spinat, der Hüttenkäse und alles schön würzen.



Jetzt die Eier dazu und gut umrühren.


Der Gemüsebrei kommt dann in die heiße Pfanne mit Olivenöl. Hier muss man wirklich aufpassen, dass die Pfanne nicht zu heiß wird, sonst verbrennt der Gemüsepuffer.



Serviert sieht das Ganze dann so aus:



Ich hatte ja erst gedacht, dass das Ganze nach Omlette schmecken würde, doch dem ist nicht so. Man schmeckt den Brokkoli intensiv und die Gewürze runden das Ganze perfekt ab. Wirklich ein leckerer und vor allem gesunder Genuss. Na Appetit bekommen?

Rezension Amy Ewing

"Das Juwel - Die Gabe" von Amy Ewing

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (20. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3841421040
  • ISBN-13: 978-3841421043
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Inhaltsangabe:

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen? Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

Autoreninfo:

Amy Ewing ist in einer Kleinstadt in der Nähe von Boston aufgewachsen und hat in New York Kreatives Schreiben studiert. Die Autorin wohnt im New Yorker Stadtteil Harlem und verbringt ihre Zeit mit Schreiben, Käse essen und gelegentlichem Schauen von "Vampire Diaries"-Folgen. 

Meine Meinung:

Titel: Deine Gabe wird dein Leben für immer verändern...

Auf das Buch, wie sollte es auch anders sein, bin ich durch das überaus hübsche Cover aufmerksam geworden. Und kaum las ich den Klappentext, da war es um mich geschehen.

In der Geschichte geht es Violet Lasting, die ein sogenannter Surrogat ist. Diese haben besondere Fähigkeiten und sie sind bestimmt die Kinder der Adeligen auszutragen, da diese selbst keine bekommen können. Zunächst ist Violet sehr angetan vom Prunk des Juwels, doch schnell bekommt der erste Eindruck Risse. Kann sie wirklich tun, was man von ihr verlangt?

Violet fungiert als Ich- Erzählerin, so dass man intensiv an ihrer Gefühls- und Gedankenwelt teilhaben darf. Mir war sie bereits auf den ersten Seiten ungemein sympathisch. Ebenfalls berührt hat mich das Schicksal von Ash Lockwood und der Kammerzofe Lucien. In meinen Augen ist für jeden Leser ein Charakter dabei, in den man sich hineinversetzen kann.

Die Idee mit der Leihmutterschaft in einem Jugendbuch war für mich absolut neu und daher umso spannender. Die Autorin hat das wirklich gut umgesetzt. Auch die dargestellte, fantastische Welt hatte ich bildlich vor Augen, was durch die Darstellung im Buchinneren noch unterstützt wurde..

Das Buch besticht vor allem durch intensive Beschreibungen der Umgebung und der Optik der Akteure, so dass man sich den Prunk erst so richtig schön vorstellen konnte.

Der Roman endet mit einem fiesen Cliffhanger, so dass zu hoffen bleibt, dass die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Fazit: Ein wirklich gelungener Start einer Reihe. Ich habe das Buch gern gelesen und empfehle es daher auf jeden Fall weiter.


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Dienstag, 20. Oktober 2015

Gemeinsam Lesen # 42


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 88 von 154.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Die fette rotbraune Erde türmt sich zu mickrigen Maulwurfshügeln auf."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Der Roman besticht vor allem durch den nüchternen Erzählstil, der aber dennoch berührt und bewegt. Baba Dunja lebt in der Todeszone Tschernobyls, das muss man sich erst einmal vorstellen, denn dort ist alles verstrahlt und das Leben gefährlich. Mich fesselt der Roman jedenfalls gerade total. Kurzweillig, damit bin ich bestimmt schnell durch, was nicht nur an der Dicke des Buches liegt.Tja und Baba Dunjas Beweggründe dort zu leben, kann man trotz aller Gefahr verstehen.

4. Wenn man eine Buchreihe liest, wird am Anfang der Bücher ja häufig ausführlich auf die Vorgänger verwiesen. Findest du das eher störend, oder gefällt dir diese Erinnerungsstütze?

Ich finde diese Erinnerungsstützen gar nicht mal so übel, denn meist muss man von Band zu Band ja ewig warten und da kann es schon mal vorkommen, dass man etwas vergisst und da ist so ein kleines "Was bisher geschah" echt hilfreich.

Montag, 19. Oktober 2015

Cover Monday # 36


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.

Auch in dieser Woche ist mein Lieblingscover das von einem Jugendbuch und dieses Mal von einem ganz Besonderen, nämlich dem neuen Buch von Nina Blazon, einer meiner Lieblingsautorinnen.


Inhalt:

"In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ..."

Für meinen Geschmack passt das Cover perfekt in den Herbst mit den doch eher gedeckteren Farben. Die braunen (vielleicht auch kupferfarbenen) Blätter glitzern zudem noch, was man im Original besser sieht und ich total hübsch finde. Der Hirsch über dem Buchtitel passt zudem perfekt zur Geschichte, denn darin geht es ja um zwei Schwestern, die die Töchter eines Jägers sind. Ansonsten bin ich absoluter Rosenfan, also von daher alles perfekt hier.

Was haltet ihr von dem Cover? Mögt ihr es oder fehlt euch etwas?

Ach und übrigens: Das Buch ist nicht nur hübsch, sondern liefert zudem eine grandiose Geschichte. Ich bin gerade mitten drin und absolut fasziniert von der Story.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Rezension Gesa Schwartz

"Nacht ohne Sterne" von Gesa Schwartz

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: cbt (28. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570163202
  • ISBN-13: 978-3570163207
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Inhaltsangabe:

Die 16-jährige Naya ist Tochter einer Elfe und eines Menschen. Ein Mischwesen, das keine Magie zu beherrschen scheint und sich weder der geheimnisvollen Elfenwelt New Yorks noch der Welt der Menschen gänzlich zugehörig fühlt. Ihr bester Freund Jaron ist ein Lichtelf, der New York vor den Machenschaften der Dunkelelfen bewahren soll. Doch dann wird Naya mitten hinein gezogen in den jahrhundertealten Krieg zwischen den beiden Völkern. Und als sie den Dunkelelf Vidar kennenlernt, wird all ihr bisheriges Wissen auf den Kopf gestellt. Welche Ziele verfolgt Jaron, welche Geheimnisse verbirgt Vidar? Wem kann sie trauen? Naya muss auf ihr Herz hören, doch das ist leichter gesagt als getan ... 

Autoreninfo:

Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen. 

Meine Meinung:

Titel: Nächte frei von Sternen...

Auf das Buch bin ich vor allem durch das unheimlich hübsche Cover aufmerksam geworden. Da ich bisher von Gesa Schwartz noch nichts gelesen hatte, begann ich unvoreingenommen mit dem Lesen.

In der Geschichte geht es um die 16 Jahre alte Naya, die teils Mensch, teils Elfe ist und keine magischen Fähigkeiten besitzt. Naya lebt zusammen mit ihrem Vater, der ein Antiquariat besitzt, in New York. Doch eines Tages tut sich in puncto Fähigkeiten doch etwas und die Welt von Naya sieht völlig anders aus. Wird sie im Krieg zwischen Licht- und Dunkelelfen bestehen können?

Der Einstieg ins Buch fiel mir alles andere als leicht, da die Autorin für meinen Geschmack keinen roten Faden verfolgt. Da begleitet man eben noch Naya durch das nächtliche New York und im nächsten Moment wird etwas aus der Vergangenheit geschildert, was völlig aus dem Zusammenhang gegriffen ist. Durch diese ständigen Unterbrechungen wurde der Lesefluss in meinen Augen stark gestört.

Zudem werden gleich zu Beginn zahlreiche Wesen eingebracht, von denen man erst einmal keine Vorstellung hat. Auch die Menge an Wesen hat mich überfordert, weniger wäre hier wirklich besser gewesen.

Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler näher gebracht und die Autorin beschreibt sehr ausführlich und bildhaft, was mir nicht immer gefiel.

Zu Naya als Protagonistin hatte ich nur bedingt Zugang. Ihr Handeln war für mich nicht immer schlüssig. Hervorragend hat mir dagegen ihr bester Freund Jaron, der Lichtelf, gefallen, denn er hat gezeigt, dass man mit Hilfe von wahren Freunden wirklich alles schaffen kann. Der Dunkelelf Vidar gefiel mir auch recht gut, vor allem seine mysteriöse Ader, denn bei ihm wusste ich als Leser nie woran ich bin und er hat mich öfter überrascht.

Die Liebelei zwischen Naya und Vidar las sich angenehm und überzeugend. Erst hatte ich die Befürchtung, dass die Geschichte in einer Dreieckskiste zwischen Naya, Jaron und Vidar enden würde, aber dem war zum Glück nicht so.

Unheimlich schade fand ich, dass man vom Setting New York rein gar nichts gespürt hat. Die Handlung hätte auch an jedem anderen Ort stattfinden können. Ich hatte die Vorstellung, dass die Autorin uns New York bildlich vor Augen führen wird, doch das ist nicht passiert.

Nach Beendigung der Lektüre war ich ehrlich gesagt froh, dass ich das Buch geschafft hatte, denn immer wieder hegte ich den Gedanken abzubrechen, aber irgendwie bestand die Hoffnung, dass es noch besser wird.

Es gab einige actionreiche Szenen, die mir wirklich gut gefallen haben, gesamt betrachtet hat mich dieses Jugendbuch dann aber leider nicht überzeugen können. Vielleicht fehlt mir auch einfach die Vorstellungskraft in die erdachte Welt von Frau Schwartz abzutauchen, ich weiß es nicht.

Fazit: Leider ist bei mir der Funke nicht übergesprungen und so bleibe ich nach der Lektüre enttäuscht zurück. Ich würde das Buch Hardcore- Fantasy- Fans empfehlen, denen der Zugang zu völlig fremden Welten sehr leicht fällt, allen anderen rate ich von diesem Jugendbuch ab.


Bewertung: 2/ 5 Sternen

Samstag, 17. Oktober 2015

Saturday Sentence # 36



Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.
 
Mein heutiger Saturday Sentence lautet:

"Wie oft hat sie dir denn in den letzten drei Jahren geschrieben, hm?"

Der Satz stammt aus folgendem Buch:


Inhalt:

"Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …" 

Freitag, 16. Oktober 2015

[Aktion] Burn it or love it # 11


Diese Aktion stammt von Sonja von Lovin Books.

Auch heute bin ich nur zu gern wieder mit bei "Burn it or love it" dabei und heute geht es um ein Buch, das mir nicht gefallen hat, dabei wollte ich es so toll finden.

Es ist:


Meine Rezension zum Buch findet ihr hier unter Nr. 2.

Leider muss ich gestehen, dass mir das Buch wohl zu hoch war und ich einfach nicht mitgekommen bin bei den tollen Ideen des Autors. Der Roman hat einfach meinen Horizont überstiegen, denn ich konnte mir das Geschilderte einfach nicht vorstellen, leider...

Habt ihr das Buch gelesen? Wenn ja, ging es euch wie mir oder war es 2014 eines eurer Lesehighlights? 

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Rezension Erik Axl Sund

"Scherbenseele" von Erik Axl Sund

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (8. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442483336
  • ISBN-13: 978-3442483334
Inhaltsangabe:

Eine Welle bizarrer Selbstmorde erschüttert Schweden. An den unterschiedlichsten Orten im Land nehmen sich Jugendliche auf ungewöhnliche, grausame Weise das Leben, und sie alle haben eines gemeinsam: Sie hören die düstere Musik eines Interpreten namens "Hunger" auf alten Musikkassetten, während sie sich umbringen. Zur gleichen Zeit wird in Stockholm der erste von mehreren einflussreichen Männern ermordet. Als Kommissar Jens Hurtig ihn mit den Selbstmorden in Verbindung bringt, zeigt sich das ganze schreckliche Ausmaß des Falls ... 

Autoreninfo:

Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie die Victoria-Bergman-Trilogie geschrieben, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden und die auch in Deutschland ein großer Erfolg ist. 

Meine Meinung:

Titel: Jens Hurtig ermittelt wieder...

Bevor ich zu meiner eigentlichen Bewertung komme, möchte ich einen Hinweis abgeben. All jene, die der Victoria-Berman-Trilogie nichts abgewinnen konnten, die werden auch keinen Gefallen an dieser Lektüre finden, denn Stil, Erzählart und Co sind hier ganz genauso. Dies bitte ich also zu bedenken.

Mir hat "Krähenmädchen" aus der Trilogie am besten gefallen, aber auch die anderen beiden Teile hatten mich überzeugt, weshalb ich nun auf den ersten Teil der Kronoberg- Reihe gespannt war und ich muss sagen, dass mir dieser Thriller bald noch besser gefallen hat als "Krähenmädchen".

Im neuen Buch geht es um Selbstmorde von Jugendlichen, die in einem Zusammenhang stehen müssen, denn alle haben über Kassette der Musik von "Hunger" gelauscht, bevor sie das Zeitliche segneten. Da Jeanette Kihlberg aufgrund von Burn-out freigestellt ist, ermittelt Jens Hurtig in diesem brisanten Fall. Hurtig stößt dabei auf Spuren, die bald ihn selbst in Gefahr bringen. Wird er die ominösen Suizidversuche aufhalten können?

Der Thriller besticht wieder einmal durch kurze, knackige Kapitel und schnelle Szenenwechsel. Man muss sich erst einmal einlesen, um sich an den Stil des Autorenduos zu gewöhnen, denn zu Anfang weiß man als Leser erst einmal nicht viel.

Durch die unterschiedlichen Perspektiven bekommt man einen Blick auf alles und kann von den unterschiedlichsten Gesichtspunkten aus bewerten und in alle dargestellten Protagonisten abtauchen.

Das vorliegende Buch ist in jedem Fall nichts für Leser mit schwachen Nerven, denn die Suizidversuche werden bildhaft dargestellt.

Richtig Spannung kam wirklich erst ab der Mitte des Buches auf, was aber sicher der Entwicklung des Falls geschuldet ist.

Das Autorenduo versucht immer wieder, und das ist gerade dessen Stärke, den Leser auf falsche Fährten zu locken. Man glaubt endlich die Lösung zu haben und dann kommt wieder eine überraschende Wende, die bisher Vermutetes widerlegt.

Gut gefallen hat mir, dass wir auf alte Bekannte aus "Krähenmädchen" und Co stoßen und dass auch Jeanette wieder eine kleine Rolle spielt.

Das Buch endet mit einem fulminanten und überraschenden Showdown, der bei mir keine Fragen offen ließ.

Fazit: Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt und auch ein ums andere Mal arg gegruselt. Freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung und spreche für diesen Teil eine Leseempfehlung an alle aus, die bereits bei den anderen Werken von Erik Axl Sund ihren Spaß hatten.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Rezension Stefanie Gerstenberger

"Das Sternenboot" von Stefanie Gerstenberger

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (10. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453291603
  • ISBN-13: 978-3453291607
Inhaltsangabe:

Nicola kommt mit einem Lächeln zur Welt. Als Wunschkind seiner Eltern wächst er in einem kleinen Fischerdorf bei Palermo ärmlich, aber behütet auf. Stella hingegen, am selben Tag im selben Ort geboren, wird von ihrer Mutter keines Blickes gewürdigt. Die schöne Adlige hat wenig Verwendung für ein drittes Mädchen. So könnten Stella und Nicola nicht unterschiedlicher sein, und es vergehen Jahre, bis sich ihre Wege kreuzen. Doch diese Begegnung wird ihr Leben für immer verändern … 

Autoreninfo:

Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport. Sie wechselte ins Hotelfach, lebte und arbeitete u. a. auf Elba und Sizilien. Nach einigen Jahren als Requisiteurin für Film und Fernsehen begann sie selbst zu schreiben. Ihr erster Roman "Das Limonenhaus" wurde von der Presse hoch gelobt und auf Anhieb ein Bestseller, gefolgt von "Magdalenas Garten", "Oleanderregen" und "Orangenmond". Ihre Romane wurden für den DeLiA-Literaturpreis nominiert, die Autorin lebt mit ihrer Familie in Köln. 

Meine Meinung:

Titel: Bewegende Familiengeschichte auf Sizilien...

Als Fan von Familiengeschichten kam ich nicht umhin nun auch endlich mal ein Buch von Stefanie Gerstenberger zu lesen und nach der Lektüre frage ich mich, warum ich nicht schon eher zu ihren Büchern gefunden habe, denn "Das Sternenboot" liefert tolle Unterhaltung.

In der Geschichte selbst geht es um zwei Kinder, deren Start ins Leben unterschiedlicher kaum sein könnte. Wir befinden uns im Jahr 1947, als sowohl Nicola als auch Maristella geboren werden. Während Nicola als Wunschkind wohlbehütet bei seinen fürsorglichen Eltern aufwächst, erfährt Stella die Missachtung ihrer Mutter, die eigentlich einen Stammhalter erwartet hat und nun von der Geburt ihrer dritten Tochter mehr als enttäuscht ist. Wie werden sich die Kinder unter den gegebenen Umständen entwickeln und was bedeutet die jeweilige Familienkonstellation für das Glück der beiden?

Die Autorin entführt uns bildhaft nach Sizilien in die Jahre der 50er und 60er und aufgrund ihrer Schreibe spürt man förmlich auch die Umbrüche und Veränderungen der jeweiligen Zeit.

Die dargestellten Charaktere waren sehr unterschiedlich gewählt und sind realistisch dargestellt. Jeder hat seine Ecken und Kanten, da wird gewiss jeder Leser den ein oder anderen Protagonisten finden, in den er sich hineinversetzen kann. Nicht nur die Hauptakteure wissen zu überzeugen, denn auch die Nebendarsteller sind gut gezeichnet.

Der Roman zeigt sehr deutlich, dass Geld allein nicht über Glück entscheidet, sondern dass vor allem die Familie für das Gelingen eines glücklichen Lebens von großer Bedeutung ist. Und es ist nun mal so, dass man sich die Familie, in die man hineingeboren wird, nicht aussuchen kann.

Ich habe den Roman von der ersten bis zur letzten Seite sehr gern gelesen, da die Spannung konstant erhalten blieb und sich der Schreibstil der Autorin angenehm und flüssig lesen ließ.

Fazit: Ein Familienroman, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Sehr gern empfehle ich das Buch daher weiter. Klasse!


Bewertung: 5/ 5 Sternen