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Montag, 30. November 2015

Cover Monday # 41


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.

Um nicht immer an der Jugendbuchfront unterwegs zu sein, habe ich mir mal ein Cover ausgesucht, dass zwar nicht übermäßig hübsch ist, aber trotzdem durch seine besondere Gestaltung auffällt. Zudem ist das Buch von einem meiner Lieblingsautoren.

Inhalt:

"Susan und Julie sind gerade 60 Jahre alt geworden. Sie leben in einem kleinen Dorf in Südengland und sind seit der Schulzeit miteinander befreundet. Susan führt ein bürgerliches Hausfrauendasein, Julie lebt in einer Sozialwohnung und arbeitet als Aushilfe in einem Pflegeheim. Als Susans Ehemann Barry tot aufgefunden wird, offenbart sich, dass er ein surreales Doppelleben führte und Susan einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Um nicht in die Altersarmut abzurutschen, greifen sie zu einer radikalen Lösung."

Bevor man überhaupt das Cover richtig betrachten kann, fällt einem sofort die übergroße Waffe auf. Mir gefällt dieser Scherenschnittstil und dass der Hintergrund eher hell gestaltet ist. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man die 5 Rentnerinnen, eine davon im Rollstuhl. Die Waffe sieht beinahe so aus als würde sie auf die alten Ladys zielen. Die rote Schrift macht das Ganze für mich perfekt, weil es einfach dem Genre gerecht wird, denn es kann ja durchaus sein, dass durch eine Waffe auch Blut fließt.

Was haltet ihr von dem Cover? Würde es euch im Laden sofort ansprechen und euch auf das Buch aufmerksam machen oder würdet ihr es links liegen lassen?

Sonntag, 29. November 2015

Rezension Veit Etzold

"Todesdeal" von Veit Etzold


  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Droemer TB (1. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426304341
  • ISBN-13: 978-3426304341
Inhaltsangabe:

Im afrikanischen Kongo wütet seit Jahrzehnten ein grausamer Krieg. Es ist ein Kampf um die kostbaren Rohstoffe, die dieses ansonsten so bitterarme Land in Fülle abbaut und die in jedem digitalen Gerät stecken. Martin, ein junger Berliner Journalist, reist für seinen ersten großen Rechercheauftrag in den Kongo. Kurz nach seiner Ankunft wird er von den Milizen eines Warlords in Geiselhaft genommen. Ausgelöst wird er von einer Geschäftsfrau aus Ruanda. So gerät der unerfahrene Journalist in die gnadenlosen Hände von russischen Oligarchen, chinesischen Investoren und deutschen Waffenhändlern. Zu spät stellt Martin fest, dass auch er nur Verhandlungsmasse in einem geopolitischen Schachspiel ist, in dem die Rohstoffverteilung für das 21. Jahrhundert festgelegt wird. Und dass dieser erste große Rechercheauftrag vielleicht sein letzter sein könnte.

Autoreninfo:

Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. Er arbeitete für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Führungskräfteentwicklung.

Meine Meinung:

Titel: Mein erster Etzold und Politthriller in Einem...

Bisher habe ich weder ein Buch des Autors, noch einen politisch angehauchten Thriller gelesen, weshalb ich unheimlich gespannt war, was mich hier erwarten würde. Unvoreingenommen begann ich mit der Lektüre und wurde in einen Strudel aus Action und Spannung gezogen.

In der Geschichte geht es um den jungdynamischen Journalisten Martin, der mit seinem Surferlook nicht von schlechten Eltern ist. Sein erster großer Auftrag führt ihn in die Demokratische Republik Kongo. Doch kaum hat seine Recherche begonnen, wird er in Geiselhaft genommen und wird sehr bald Spielball diverser, mächtiger Wirtschaftsbosse. Was hält das Schicksal für Martin bereit?

Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler näher gebracht. Mal befinden wir uns in Deutschland, mal im Kongo. Gerade diese Szenenwechsel machen den Thriller so richtig spannend, denn meist enden die recht kurzen Kapitel mit einem Spannungsmoment.

Etzold gelingt es seine Protagonisten kurz und prägnant zu beschreiben, so dass man sich diese gut vorstellen kann. Martins Schicksal lässt einen nicht kalt.

Der Autor gewährt uns Einblicke in die Welt des Journalismus und in die Wirtschaftsetagen der Welt. Bisher hat mich das so gar nicht interessiert, Etzold gelang es mit diesem Buch jedoch mein Interesse dafür zu wecken.

Das Personenregister am Anfang des Buches sorgt dafür, dass man bei der Zahl an Akteuren nicht den Überblick verliert. Normalerweise kenne ich so etwas nur aus historischen Romanen. Hier habe ich dies sehr begrüßt, weil es einfach nur hilfreich war.

Für mich ganz klar ein aufwühlender Thriller, der einen nicht nur eine Gänsehaut verschafft, sondern zudem über das eigene Handeln grübeln lässt. Ist der ganze Konsum immer notwendig und was brauche ich wirklich zum Leben?

Fazit: Ich wurde positiv überrascht und kann daher nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Das wird gewiss nicht mein letzter Etzold gewesen sein.


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Samstag, 28. November 2015

Saturday Sentence # 42


Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.
 
Mein heutiger Saturday Sentence lautet:

"Aber auf der Bühne hatte sie sich wie eine Prinzessin gefühlt."

Der Satz stammt aus dem Buch:

Inhalt:

"Amerika, Anfang der Dreißigerjahre. Iris McIntosh hat alles verloren: ihren Job, ihre Freunde, ihr Zuhause. Doch eine zufällige Begegnung mit der mächtigsten Frau des Landes, Eleanor Roosevelt, gibt ihrem Leben eine neue Richtung. Sie verschafft Iris Zugang zum innersten Zirkel des Weißen Hauses – in einer Zeit, als die Welt kurz vor einem neuen Krieg steht. Iris steigt zur Beraterin des Präsidenten auf, genießt den Glanz der Macht und die neuen Möglichkeiten, die sich ihr eröffnen. Als sie zwei besondere Männer trifft, muss sie sich entscheiden…" 

Freitag, 27. November 2015

[Aktion] Burn it or love it # 17


Diese Aktion stammt von Sonja von Lovin Books.

Hallo ihr Lieben,

heute ist es wieder soweit ein Buch zu nominieren, das mir nicht gefallen hat. Zunächst fiel mir gar keins ein, was wohl daran liegt, dass ich schlechte Bücher schnell verdränge, aber dann kam mir ein Buch in den Sinn, dass ich kürzlich aus der Bücherei mitgebracht hatte.

Mein "Burn-it"- Buch ist:


Eine Rezension zum Buch gibt es von mir nicht, da ich nach 100 Seiten Quälerei aufgegeben habe, weil ich es einfach nicht mehr ertragen habe. Nun ja und Bücher, die ich nicht fertig gelesen habe, kann ich ja nicht wirklich rezensieren, oder?

Tja mit Charlotte Roche ist das so eine Sache. "Feuchtgebiete" war interessant, aber mir zu extrem. "Schoßgebete" fand ich toll und daher hatte ich die Hoffnung, dass mir dieses hier gut gefallen könnte, doch weit gefehlt. Letztendlich ist es das Aufwärmen von Dingen, die Frau Roche schon in ihren anderen Büchern beschrieben hat. 

Die Protagonistin Christine ging mir einfach nur auf die Nerven und sie sich selbst wahrscheinlich auch. An ihr fand ich besonders schlimm, wie sie über ihr Kind denkt.

Wenn ihr überlegt habt, dieses Buch zu lesen, dann rate ich euch davon ab. Nutzt eure Lesezeit für bessere Bücher. Frau Roche sollte in meinen Augen das Bücherschreiben sein lassen oder sich endlich mal etwas Neues einfallen lassen.

Habt ihr das Buch schon gelesen? Mochtet ihr es oder habt ihr wie ich empfunden?

Donnerstag, 26. November 2015

Rezension Kass Morgan

"Die 100 - Tag 21" von Kass Morgan

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (19. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453269500
  • ISBN-13: 978-3453269507
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Inhaltsangabe:

Komplett überraschend wird das Camp der Jugendlichen von Erdgeborenen überfallen - ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Wells versucht, die Überlebenden in Sicherheit zu bringen, muss aber gegen Anfeindungen aus der eigenen Gruppe kämpfen. Bellamy ist währenddessen auf der verzweifelten Suche nach seiner Schwester Octavia, die spurlos verschwunden ist. Die mutige Clarke, die in ihren Gefühlen zwischen ihm und Wells schwankt, hilft ihm dabei und stößt auf ein grässliches Geheimnis. Gleichzeitig droht auf den Raumschiffen der Sauerstoff auszugehen. Das Überleben der Menschen hängt am seidenen Faden.

Autoreninfo:

Kass Morgan studierte an der Brown University bis zum Bachelor und absolvierte anschließend ein Masterprogramm in Oxford. Derzeit lebt sie als Lektorin und freie Autorin in Brooklyn. Noch vor Erscheinen ihres ersten Buches "Die 100" konnte sie bereits die Rechte der Serienverfilmung verkaufen.

Meine Meinung:

Titel: Überzeugende Fortsetzung...

Nachdem mir bereits der erste Band gut gefiel und ich es noch immer nicht geschafft habe die TV- Serie zu schauen, machte ich mich gespannt und unvoreingenommen ans Lesen.

Dieser Band fügt sich nahtlos an den ersten Teil an und es geht auch hier um unsere auf der Erde gestrandeten Freunde Clarke, Bellamy, Wells und Co. Nach dem Vorfall mit den Erdbewohnern spaltet sich unsere Gruppe in zwei Lager. Die Einen wollen sich verteidigen und bauen Waffen, die Anderen sehen die Erdbewohner als Chance. Wie wird sich das Verhältnis untereinander verändern und was geschieht noch alles auf der Erde?

Auch hier wird das Geschehen wieder aus mehreren Perspektiven beleuchtet, denn mal begleiten wir Clarke, mal Wells und noch den ein oder anderen Protagonisten. Gerade durch diesen Perspektivwechsel wird die Geschichte noch spannender.

Während sich das erste Buch noch mit der Einführung in die dargestellte Welt und der Vorstellung der einzelnen Charaktere beschäftigte, geht es hier richtig zur Sache. Je mehr man liest, desto mehr erfährt man über die einzelnen Personen und nun kristallisiert sich heraus wer wie mit wem zusammenhängt und Verbindungen tun sich auf. Zudem sorgen Rückblenden für einen leichten Einstieg in die Geschichte.

Ich finde, dass sich dieser Roman was Spannung und Action betrifft noch um einiges gesteigert hat verglichen mit seinem Vorgänger, denn teilweise las ich wirklich atemlos und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Zudem gefällt mir einfach, dass dem Leser durch diese Geschichte deutlich wird, wie schön unsere Erde doch ist und dass man sie mehr genießen und wertschätzen sollte. Bei mir kam beim Lesen immer wieder der Gedanke auf: Wie würde ich es finden, wenn die Erde jetzt so wäre wie im Buch beschrieben und ich dort leben müsste? Ich hätte glaube ich jede Menge Schiss.

Fazit: Für mich eine tolle Fortsetzung, die ich ausnahmslos empfehlen kann. Ein echter Pageturner mit Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Mittwoch, 25. November 2015

Rezension Francesca Haig

"Das Feuerzeichen" von Francesca Haig

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (26. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453270134
  • ISBN-13: 978-3453270138
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Inhaltsangabe:

Vierhundert Jahre in der Zukunft: Durch eine nukleare Katastrophe wurde die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Es ist eine Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Zwillinge, die so eng miteinander verbunden sind, dass sie ohne einander nicht überleben können. Allerdings hat immer einer von beiden einen Makel. Diese sogenannten Omegas werden gebrandmarkt und verstoßen.

Autoreninfo:

Francesca Haig wuchs in Tasmanien auf und promovierte in Literaturwissenschaften an der Universität Melbourne. Wenn sie nicht gerade an ihren eigenen Texten arbeitet, unterrichtet sie Kreatives Schreiben an der Universität von Chester. Für ihre Gedichtsammlungen wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit "Das Feuerzeichen" legt sie nun ihre erste Romantrilogie vor. Francesca Haig lebt mit ihrer Familie in London.

Meine Meinung:

Titel: Überzeugender Startband einer neuen Dystopiereihe...

Als Fan von Jugendbüchern, insbesondere Dystopien, war ich Feuer und Flamme als ich den Klappentext gelesen hatte. Voller Vorfreude begann ich mit dem Lesen und wurde regelrecht überrollt von einer spannenden Handlung.

Die Geschichte spielt in einer sehr fernen Zukunft, die dem Mittelalter nicht unähnlich ist. Babys werden nur noch im Doppelpack geboren, denn es ist das Zeitalter der Zwillinge. Cass ist ein solcher Zwilling und zählt zu den Omegas, den minderwertigen Zwillingen, die Makel aufweisen und in Armut leben müssen. Ihr Zwillingsbruder Zach hingegen gehört zu den Alphas. Er ist makellos und strebt einer machtvollen Karriere entgegen. Cass möchte diese Ungerechtigkeit nicht mehr hinnehmen und sich den Rebellen anschließen, doch muss sie dabei eins beachten: Wenn ihr Bruder Zach stirbt, dann bedeutet das auch ihren Tod. Wird sie ihre Welt verändern können?

Ich habe schon einige Dystopien gelesen, aber mit der hier beschriebenen Welt hat Francesca Haig etwas völlig Neues erschaffen. Klar kennen wir Welten, in denen die Mächtigen die Schwachen unterdrücken und ausbeuten, jedoch war noch nie die eine Seite von der anderen abhängig. Wenn du deinen Feind nicht töten kannst, weil es bedeuten würde, dass du einen Freund (dessen Zwilling) ebenfalls umbringst, dann ist das eine ganz andere Hausnummer.

Mir hat besonders gefallen, dass der Leser gemeinsam mit den Protagonisten diese sonderbare Welt erkundet, denn vieles ist den Buchcharakteren selbst noch nicht bekannt.

Die Autorin wirft uns direkt ins kalte Wasser, denn bereits auf den ersten Seiten werden wir mitten ins Geschehen katapultiert. Die Handlung wird uns über Cassandra als Ich- Erzählerin näher gebracht. Hier begleiten wir sie zum Einen in ihrer Gefangenschaft und zum Anderen erfahren wir über Rückblenden, was sie bisher erlebt hat.

Frau Haig nimmt sich Zeit ihre erdachte Welt dem Leser näher zu bringen und genau so etwas erwarte ich auch bei einem Reihenauftakt, denn wenn ich mich in der dargestellten Welt nicht zurechtfinde, dann interessiert mich auch das Leben der darin handelnden Personen nur bedingt.

Cass als Hauptcharakter hat mich fasziniert. Ihre Lage erscheint mehr als aussichtslos und dennoch kämpft sie anstatt aufzugeben.

Fazit: Für mich ein Serienstart mit viel Potential. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und warte gespannt auf die Fortsetzung. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Klasse!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Rezension Jennifer Donnelly

"Straße der Schatten" von Jennifer Donnelly

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Pendo (9. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866123981
  • ISBN-13: 978-3866123984

Inhaltsangabe:

1890, New York City. Für Josephine Montfort, die aus einer wohlhabenden New Yorker Handelsfamilie stammt, scheint das Leben vorgezeichnet: Nach der Schule eine arrangierte Ehe, Kinder und ein ruhiges, häusliches Leben. Aber Josephine hat andere Pläne: Sie möchte als Journalistin auf das Leben der weniger Privilegierten aufmerksam machen. Doch eine Familientragödie reißt sie jäh aus ihren Träumen - ihr Vater stirbt zu Hause durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall und der attraktive Journalist Eddie Gallagher bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die zwielichtigsten und gefährlichsten New Yorker Viertel führt und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel… 

Autoreninfo:

Jennifer Donnelly wuchs im Staat New York auf. Mit ihrer "Rosentrilogie" - "Die Teerose", "Die Winterrose" und "Die Wildrose" - begeisterte sie in Deutschland unzählige Leserinnen. Auch ihre Romane "Das Licht des Nordens" und "Das Blut der Lilie" wurden vielfach preisgekrönt und ernteten bei Presse und Lesern großen Beifall. Jennifer Donnelly, deren Familie aus Schottland stammt, lebt mit ihrem Mann und Sohn in Brooklyn. 

Meine Meinung:

Titel: Historischer Krimi mit Sogwirkung...

Die Autorin ist mir mit ihrer Rosentrilogie positiv in Erinnerung geblieben, so dass ich auf ihr neues Buch schon ganz gespannt war.

In der Geschichte selbst geht es um Josephine Montfort, deren Vater durch seine eigene Waffe stirbt. Jo, die das Journalistengen im Blut hat, glaubt nicht an einen Suizid und beginnt zu ermitteln. Dabei hilft ihr der charismatische Reporter Eddie. Schnell haben sie eine Spur, bringen sich aber immer mehr in Gefahr. Werden sie das Rätsel lüften können?

Jennifer Donnelly hat einen sehr eindringlichen Schreibstil, der einen sofort gefangen nimmt. Ich fühlte mich regelrecht in die Geschichte eingesaugt. Der Roman hat alles, was eine tolle Geschichte braucht: Spannung, finstere Gestalten, ein Rätsel, sympathische Charaktere und eine Prise Liebe.

Der Autorin gelingt es aufgrund der Charakterauswahl gut die Gesellschaft der damaligen Zeit darzustellen. So haben wir als Gegenpart zur wohlsituierten Josephine die arme Fay und den Korrespondenten Eddie und erleben so alle Gesellschaftsschichten und können uns in die Personen einfühlen. Auch wenn Jo recht naiv aufgrund ihrer wenigen Erfahrungen agiert, so hat sie ihr Herz doch stets am rechten Fleck. Ich mochte sie auf Anhieb gern, weil sie sich nicht den gesellschaftlichen Zwängen unterwirft, sondern ihren Weg gehen will.

Das Rätsel wird am Ende gelöst und für mich blieb keine Frage offen. Alles klärt sich plausibel auf.

Fazit: Ein historischer Schmöker mit Krimielementen, der mich gut unterhalten hat. Gern empfehle ich diesen Roman weiter.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Dienstag, 24. November 2015

Rezension Tim Krohn

"Aus dem Leben einer Matratze bester Machart" von Tim Krohn

  • Broschiert: 112 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (23. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 325724326X
  • ISBN-13: 978-3257243260
Inhaltsangabe:

Die Hauptfigur in diesem Buch ist – eine Matratze. Von 1935 bis 1992 kreuzen viele abenteuerliche Schicksale ihren Weg. Sie fungiert als Liebesnest, Spielzeug, Bettstatt oder Retterin in der Not, und verändert das Leben der Menschen, die auf ihr liegen.

Autoreninfo:

Tim Krohn, geboren 1965 in Nordrhein-Westfalen, wuchs in Glarus in den Schweizer Alpen auf und lebt als freier Schriftsteller in Santa Maria im Münstertal. Seine Romane "Quatemberkinder" und "Vrenelis Gärtli" sind vor allem in der Schweiz Kultbücher. Zudem schreibt Tim Krohn immer wieder für die Bühne. Für sein Schaffen wurde er unter anderem mit dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis ausgezeichnet.

Meine Meinung:

Titel: Und was hat deine Matratze so erlebt?

Bei dem ominösen Buchtitel bin ich einfach neugierig geworden, denn was kann man schon großartig über eine Matratze schreiben? Mehr als man denkt, wie ich erfahren musste...

In der Geschichte geht es nicht um den Juden Immanuel Wassermann, der per Zufall an eine Matratze kommt, sondern eben um die Matratze selbst. Wozu kann sie alles dienen und was erleben die Menschen, die sie benutzen, mit ihr?

Die einzelnen Kapitel, die von 1935 bis 1992 reichen, erinnern an Kurzgeschichten, die die einzelnen Episoden der Matratze beleuchten. Sie kann als Ruhelager dienen, einen beschützen und noch vieles mehr.

Mich hat am meisten die Geschichte der Kinder von Nora Weishaupt berührt, die sich mithilfe der Matratze in einer Bombennacht schützen. Die einzelnen Episoden sind sehr unterschiedlich, da wird nahezu jeder Leser etwas passendes für sich finden. Tja und zum Nachdenken regen sie außerdem an.

Auch wenn es sich hier um ein recht seitenschwaches Buch handelt, so hat es doch eine Intensität, die so mancher 500-Seiten-Wälzer missen lässt.

Fazit: Unterhaltung mit Tiefgang, die ich gern weiterempfehle. Ich wurde positiv überrascht.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Gemeinsam Lesen # 47


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 84 von 425.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Der dritte Tag nach dem Tode Victor Dornhains war angebrochen - und Ellinor hatte noch keine ihrer beiden Schwestern von dem Unglück in Kenntnis setzen können."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Bei dem Buch handelt es sich um den Nachfolgeband zu "Das Haus am Alsterufer", welches mir unheimlich gut gefiel. Hier jetzt ist man bereits nach den ersten Seiten wieder drin in der Geschichte und bei den Familienmitgliedern der Dornhains, die alle für sich etwas Besonderes sind. Nun bin ich wirklich gespannt, was mich alles so erwartet. Die Zeitreise ins Jahr 1918 fühlt sich jedenfalls schon mal gut an. Was anderes habe ich aber bei einem Buch von Micaela Jary nicht erwartet, denn sie schreibt wirklich toll. Da kann man sogar einen miesen Arbeitstag bei vergessen.

4. Wie würdest du mit den Charakteren deiner aktuellen Lektüre zurecht kommen wenn diese plötzlich real wären und wie würden deine Freunde sie aufnehmen?

Hm also die Mehrzahl der Protagonisten würden sich ganz gut in meine Welt einfügen und nirgendwo anecken. Nerven würde mich eigentlich nur Lavinia, weil sie immer nur sich selbst sieht. Solche Menschen mag ich gar nicht. 

Und wie sind eure aktuellen Protagonisten so? Freund oder Feind?

Montag, 23. November 2015

Cover Monday # 40


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.

Heute habe ich mich für ein Buch entschieden, was ich schon ewig habe und was ihr sicher alle kennt. Und wenn ihr es nicht gelesen habt, dann ist es euch ganz sicher durch die Filme ein Begriff.

Inhalt:

"Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta: Die Regierung setzt alles daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einzusetzen. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das ohne Rücksicht auf Verluste. Als Katniss merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind…"

Mir gefallen an dem Cover vor allem diese eindringlichen grünen Augen. Ich weiß nicht, ob es solche in natura überhaupt gibt, aber diese fesseln mich ganz besonders und sie harmonieren mit der orangen Blätterfarbe. Ich mag einfach Gesichter auf Covern. Band eins habe ich übrigens unter anderem wegen dem Cover gekauft.

Und mögt ihr das Tribute Cover? Die anderen beiden Bände sind ja mit grünen und mit roten Blättern, aber ich finde diesen Teil am hübschesten.

Sonntag, 22. November 2015

Rezension Jojo Moyes

"Ein ganz neues Leben" von Jojo Moyes

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Wunderlich; Auflage: 4 (24. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805250940
  • ISBN-13: 978-3805250948

Inhaltsangabe:

Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? 

Autoreninfo:

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die "Sunday Morning Post" in Hongkong und den "Independent" in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. 

Meine Meinung:

Titel: Wie lebt man danach nur weiter?

"Ein ganzes halbes Jahr" war eines der Bücher, das ich nie vergessen werde. Die Geschichte von Will und Lou hatte mich tief berührt und sie war für mich nach Beendigung des Buches fertig erzählt, denn was wäre danach? Nun hat die Autorin die Geschichte weitererzählt und mit gemischten Gefühlen begann ich mit der Lektüre.

Man sollte in jedem Fall den Vorgänger gelesen haben, um alles verstehen zu können und wer dies noch nicht getan hat, sollte ab hier nicht weiter meine Rezension lesen, denn sie könnte Spoiler aus "Ein ganzes halbes Jahr" enthalten.

Nach sechs anstrengenden, aber auch glücklichen Monaten mit Will, muss Louisa nun ohne ihn klar kommen, denn sie konnte ihn nicht vom Suizid abhalten. Lou ist voller Trauer, funktioniert bei ihrer Arbeit. Nichts ist ohne Will mehr wie es war. Und dann hat Lou plötzlich einen Unfall. Wird das ihr Leben für immer verändern?

Ich mochte Lou bereits im ersten Teil. Hier hat sie die Trauer ganz schön verändert und dennoch habe ich sie sofort wiedererkannt, eben nur in der traurigen Variante. Sofort konnte ich mich wieder in sie einfühlen und mit ihr leiden und mitfiebern. Doch Jojo Moyes beleuchtet nicht nur sie, sondern auch alle anderen, die mit Wills Tod fertig werden müssen. Jeder Leser wird hier einen Charakter finden, mit dem er sich identifizieren kann.

Die Autorin stellt dabei sehr authentisch dar wie unterschiedlich jemand mit dem Tod eines geliebten Menschen umgeht. Während sich die einen ablenken, verfallen andere in tiefe Trauer und fallen regelrecht in ein schwarzes Loch. Aber irgendwann muss jeder von ihnen wieder nach vorne blicken.

Gut gefallen hat mir, wie sich Lou nach und nach verändert. Man ist quasi live dabei wie sie ihre Trauer verarbeitet und in ihr Leben zurückfindet.

In die Geschichte wird die neue Figur Lily eingeführt. Sie ist ja schon ein sehr spezieller Charakter, aber stellte für mich durchaus einen typischen Teenager dar. Ihre Probleme kennt man zum Großteil aus der eigenen Jugend. Ihre Verbindung zu Will fand ich allerdings etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dem Buch, dass das vielleicht nicht so wirklich glaubhaft ist, zumindest für mich.

Ansonsten bekommt man bei diesem Roman wieder alles, was eine gute Geschichte braucht: Liebe, Ängste, Sorgen, Familienbande, die wieder geschmiedet werden und jede Menge Spannung.

Ich hatte große Sorge, dass dieses Buch ein absoluter Reinfall werden könnte, doch das war es nicht. Nur zu gern habe ich alte Bekannte wieder getroffen und ihr Schicksal verfolgt.

Fazit: Eine gute Fortsetzung, die es für meinen Geschmack nicht hätte geben müssen, die aber dennoch zu unterhalten weiß. Ich empfehle das Buch gern weiter.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Samstag, 21. November 2015

Saturday Sentence # 41




Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.
 
Mein heutiger Saturday Sentence lautet:

" "Der Interessent meint es ernst, und ich gehe davon aus, dass wir das Ganze noch vor Jahresende abschließen können", fügte Phillip hinzu." 

Der Satz stammt aus dem Buch:

Inhalt:

"1890, New York City. Für Josephine Montfort, die aus einer wohlhabenden New Yorker Handelsfamilie stammt, scheint das Leben vorgezeichnet: Nach der Schule eine arrangierte Ehe, Kinder und ein ruhiges, häusliches Leben. Aber Josephine hat andere Pläne: Sie möchte als Journalistin auf das Leben der weniger Privilegierten aufmerksam machen. Doch eine Familientragödie reißt sie jäh aus ihren Träumen – ihr Vater stirbt zu Hause durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall und der attraktive Journalist Eddie Gallagher bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die zwielichtigsten und gefährlichsten New Yorker Viertel führt – und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel…"

Freitag, 20. November 2015

[Aktion] Burn it or love it # 16


Diese Aktion stammt von Sonja von Lovin Books.

Ich habe mir heute ein ganz besonderes Buch rausgesucht. :-)

Mein heutiges "Love it"- Buch ist:


Nun ja warum ist dieser Schatz ein Love it Buch? Weil es ein Fest für alle Sinne ist. Man liest und erfährt durch das Buch sehr viel über Polen. Für die Augen ist es ein Fest, weil es tolle Bilder liefert, die zum Verweilen einladen und zu guter letzt kann man hier viele leckere Rezepte nachkochen und den Geschmackssinn verwöhnen.

Na neugierig geworden? Meine Rezension findet ihr hier. In meinen Augen das perfekte Geschenk für eine besondere Person. Es zählt zu meinen Lieblingsbüchern, das ich nicht mehr missen möchte.

Donnerstag, 19. November 2015

Rezension Michelle Raven

"Crossroads - Ohne Ausweg" von Michelle Raven

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (1. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802596498
  • ISBN-13: 978-3802596490
Inhaltsangabe:

Vor vier Jahren wurde Damon Thomas wegen Mordes an seiner ehemaligen Geliebten verurteilt. Doch Damon ist unschuldig. Während eines Gefangenentransports gelingt ihm die Flucht, und er will diese Chance nutzen, um Bellas wahren Mörder zu finden. Dabei ist er nicht allein: Auch die FBI-Agentin Valerie Hayes, der er bereits während seiner Flucht begegnet ist, ermittelt in dem Fall. Aber Valerie weckt mit ihren Nachforschungen schlafende Hunde, und schon bald sind sie und Damon in großer Gefahr.

Autoreninfo:

In Hannover geboren und aufgewachsen, studierte Michelle Raven Bibliothekswesen. Nach einem siebenjährigen Zwischenspiel in Köln und einem Aufenthalt in Washington, DC ist sie seit 2009 als Bibliotheksleiterin zurück in Niedersachsen.

Meine Meinung:

Titel: Romantic Thrill vom Feinsten...

Nachdem ich mit Begeisterung "Crossroads - Ohne Gnade" gelesen hatte, wollte ich natürlich wissen wie es mit Damon weitergeht und freute mich schon sehr auf den Folgeband "Crossroads - Ohne Ausweg". Gespannt begann ich zu lesen und die Autorin hat mich alles andere als enttäuscht.

In der Geschichte geht es um Damon Thomas, der als unschuldig Verurteilter im Gefängnis saß. Bei einem Gefangenentransport konnte er entkommen und ist seitdem auf der Flucht. Wird es ihm gelingen seine Unschuld zu beweisen und den wahren Täter von damals zu finden? Und was für eine Rolle spielt dabei die hübsche FBI- Agentin Valerie Hayes?

Es ist ja eher selten der Fall, dass man mit Straftätern sympathisiert, aber Damon ist so völlig anders als man sich einen Bösewicht vorstellt und einfach etwas Besonderes. Ich habe ihn bereits im ersten Buch total gemocht. Hier verstärkt sich das positive Gefühl für ihn noch, denn hier erfahren wir noch viel mehr über ihn. Man fiebert regelrecht mit ihm mit. Valerie ist zudem eine Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist und ihren eigenen Weg geht. Auch sie kam bei mir sofort gut an.

Je mehr man liest, desto mehr spürt man, dass sich zwischen Valerie und Damon etwas entwickelt. Mir hat gut gefallen, dass sich das langsam entwickelt und man beim Lesen das Knistern förmlich gespürt hat.

Die Spannung im Buch selbst blieb konstant erhalten und hat sich teilweise sogar noch gesteigert. Nie kam Langeweile auf und ich hatte nie das Gefühl, dass von der Autorin zu ausführlich geschildert worden ist, einfach genau die richtige Dosis.

Die Auflösung des Falls ist immens spannend, damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Am Ende blieb für mich keine Frage offen und der Schluss hat mir wirklich gut gefallen.

Fazit: Wer Spannung mit einer Prise Liebe mag, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Ich empfehle es nur zu gern weiter.


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Dienstag, 17. November 2015

Gemeinsam Lesen # 46


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 182 von 446.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Das war er, Eddie, ich weiß es!"rief Jo."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich habe am Sonntag mit dem Buch begonnen und bin bisher sehr angetan, da es sich mehr wie ein Krimi liest und nicht wie ein historischer Roman. Josephine als Protagonistin ist unglaublich sympathisch. Mir gefällt aktuell am meisten wie die Autorin das Leben der Frauen in der damaligen Zeit beleuchtet. Entweder man war arm und frei oder man hatte Geld, wurde aber in einem goldenen Käfig gehalten. Hm was ist einem da wohl lieber?

4. Warst du schon jemals oder bist du aktuell in einen Buchcharakter verliebt?

Hm also ich denke, dass mir schon viele männliche Buchcharaktere sehr gut gefallen haben, aber ich würde nie behaupten, dass ich jemals in eine Romanfigur verliebt gewesen wäre.

Wie ist das bei euch? Hat euch schon ein Mal eine Romanfigur so geflasht, dass ihr sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen habt? Wenn ja, welche?

Montag, 16. November 2015

Rezension Sebastian Fitzek

"Das Joshua- Profil" von Sebastian Fitzek

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 3. Aufl. 2015 (26. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785725450
  • ISBN-13: 978-3785725450
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Inhaltsangabe:

Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

Autoreninfo:

Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

Meine Meinung:

Titel: Wenn du plötzlich zum Gejagten wirst, was dann?

Bevor ich zu meiner eigentlichen Rezension komme, möchte ich darauf hinweisen, dass ich vor der Lektüre "Die Blutschule" gelesen habe und dass jeder andere Leser dies auch tun sollte, wenn er noch Freude beim Lesen der Blutschule haben möchte, denn im Joshua- Profil befinden sich zahlreiche Spoiler zur Blutschule.

In der hier geschilderten Geschichte geht es um den erfolglosen Thrillerautor Max Rhode, der einen ominösen Anruf erhält. Er soll sich nicht strafbar machen. Als unbescholtener Bürger hat er das auch gar nicht vor, doch wenn plötzlich jemand hinter dir her ist, dann ist es gar nicht mehr so leicht straffrei zu bleiben. Und was hat eigentlich Max sein Bruder Cosmo mit der ganzen Sache zu tun?

Anders als "Die Blutschule" beginnt dieser Thriller gleich mit einer gehörigen Portion Spannung. Die ersten Seiten lesen sich weg wie nichts.

Fitzek hat keine Mühen gescheut die neusten Themen in seinem aktuellen Buch unterzubringen, in dem es nicht nur um pädophile Straftäter geht, sondern auch um illegales Datensammeln und Leute überwachen.

Im Buch hat mir am besten die Protagonistin Jola gefallen, die Pflegetochter von Schriftsteller Max. Sie muss so einiges durchleben und tut das mit einer Stärke, die fast übermenschlich für ein Kind wirkt, aber gerade Kinder können in Gefahrensituationen über sich hinauswachsen, denn nur sie handeln rein intuitiv ohne vorher Gefahren oder ähnliches abzuschätzen.

Das Brudergespann Max und Cosmo war unheimlich interessant. Wie unterschiedlich sich doch Kinder trotz eines gewalttätigen Vaters entwickeln können. Die Parallelen zu "Die Blutschule" haben mir gut gefallen, jedoch wäre das Abdrucken von Auszügen aus dem Buch in meinen Augen absolut nicht nötig gewesen, um alles verstehen zu können.

Nicht so gut gefallen hat mir, dass Fitzek Elemente in seinem Roman eingestreut hat, die es im wahren Leben noch nicht gibt bzw. noch nicht richtig ausgereift sind wie z.B. Waffen mit Sensoren, so dass diese nur von deren Besitzern abgefeuert werden können und ähnliches, denn wir lesen hier ja keinen Science Fiction Roman, sondern einen Thriller, in dem nach Möglichkeit nur real existierende Gegenstände Platz finden sollten.

Fazit: Mich hat der Thriller gut unterhalten, allerdings gibt es bessere Bücher von Herrn Fitzek. Ich empfehle das Buch gern weiter, könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass der ein oder andere Fitzek- Fan ein wenig enttäuscht sein könnte.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Cover Monday # 39


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.

Ich habe heute ein Cover ausgewählt, was mich total fasziniert, da es mich an meine Jugend erinnert als ich leidenschaftlich gern schwimmen und tauchen war. Und es ist natürlich wieder das Cover eines Jugendbuches.


Inhalt:

"Er weckt ihren Ehrgeiz, dieser Apnoetaucher mit dem seltsamen Namen Angel: Mit nur einem Atemzug taucht er in die Tiefe, weiter hinunter als jeder sonst, und Lou geht an ihre Grenzen, um ihn dorthin zu begleiten. Das Risiko reizt sie, ja, aber mehr noch lockt sie das Gefühl der Freiheit, das sie in der Umarmung des Wassers empfindet. Doch Angel sucht noch etwas anderes dort unten. Wie ein Geist folgt ihm seine Vergangenheit ins Meer, und Lou hat Angst, ihn für immer an die Schwärze zu verlieren. Als die Geister Wirklichkeit werden, kommt es weit unter der Meeresoberfläche zur Konfrontation, und plötzlich muss Lou nicht nur um Angel fürchten, sondern auch um ihr eigenes Leben."

Mir gefallen an dem Cover die vielen bunten Fische, die im tiefdunklen Meer schwimmen und es dadurch irgendwie fröhlicher aussehen lassen. Zudem glaube ich, dass das Cover gut zur Geschichte passt. Ich denke, dass ein Buch mit so einem Äußeren in jedem Fall auffällt.

Was haltet ihr von meiner heutigen Wahl?

Sonntag, 15. November 2015

Rezension Iny Lorentz

"Die steinerne Schlange" von Iny Lorentz

  • Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
  • Verlag: Knaur HC (1. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426653516
  • ISBN-13: 978-3426653517

Inhaltsangabe:

Germanien im Jahre 213 nach Chr. Die junge Gerhild, Tochter eines Stammesfürsten, ist eine mutige und standesbewusste Frau. Als der römische Statthalter Quintus ihren Stamm aufsucht und sie zur Geliebten fordert, sind ihre beiden Brüder zu ihrem Entsetzen damit einverstanden. Sie will sich jedoch nicht in ein Schicksal fügen, das gleichbedeutend mit Sklaverei ist und verlangt, dass der Römer um sie kämpfen soll. Da sie ahnt, dass ihre Brüder den Römer gewinnen lassen wollen, tritt sie selbst gegen ihn an. Was niemand für möglich gehalten hätte, geschieht: Die junge Frau siegt und blamiert Quintus damit vor ihrem Stamm und seinen eigenen Leuten. Der Römer will seine Niederlage nicht hinnehmen und sinnt auf Rache. Für Gerhild beginnt damit ein verzweifelter Kampf ums Überleben...

Autoreninfo:

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman "Die Kastratin" die Leser auf Anhieb begeisterte. Seither folgt Bestseller auf Bestseller.

Meine Meinung:

Titel: Für ihren Stamm gibt sie alles...

Ich habe schon einige Romane von Iny Lorentz gelesen, daher wusste ich, dass es sich hierbei um einen eher seichteren Unterhaltungsschmöker handeln würde.

Die Geschichte spielt in Germanien um 213 n. Chr. und wir Leser begleiten die junge Fürstentochter Gerhild. Nach dem Tod ihres Vaters geht es drunter und drüber in ihrem Stamm, denn ihr Bruder hat seine Untertanen nicht wirklich im Griff. Als dann auch noch der Römer Quintus auftaucht, der Gerhild als Geliebte einfordert und ihr Bruder zustimmt, entscheidet sich Gerhild ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wird sie in der rauen Männerwelt bestehen können?

Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler näher gebracht und wir erleben die Geschehnisse mal aus der Perspektive der Römer und mal aus der Sicht der Germanen.

Das Buch, welches ich mehr als Schmöker, denn als historischen Roman bezeichnen würde, besticht vor allem durch jede Menge Action und eine Heldin, die fern der Realität agiert.

Ich mochte Gerhild auf Anhieb, denn sie ist wirklich ein aufgewecktes Mädel, was nicht nur für sich selbst kämpft, sondern vor allem für das Glück ihres Stammes. Sie bringt sich in alle erdenklichen Gefahren und genau hier ist das Problem des Romans: Gerhild ist einfach zu unglaubwürdig, denn sie agiert wie eine Superheldin. Sie besteht jede Gefahr, kann selbst den schlausten Römer überlisten und braucht nie Hilfe, um sich aus Gefahren zu retten, was sie für mich einfach nicht greifbar machte. Dadurch konnte ich mich nur bedingt in sie einfühlen, da sie für mich nicht immer ein Mensch aus Fleisch und Blut war. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen.

Die anderen Akteure kommen im Gegensatz zu Gerhild deutlich menschlicher rüber. Besonders faszinierend fand ich die bösen Charaktere, die mir des Öfteren das Gruseln gelehrt haben, aber auch Julius hat mir gut gefallen.

Die geschichtliche Details sind wohl dosiert verteilt und bleiben eher im Hintergrund, was ich aber nicht schlimm fand.

Gut gefallen hat mir, dass im Buchinnern eine Übersichtskarte zu finden ist, die bei der Orientierung hilft. Ein Personenregister und ein Glossar runden das Ganze ab.

Fazit: Für mich ein typischer Iny Roman, der mich gut unterhalten hat, der mich jedoch nur vollends überzeugt hätte, wenn die Hauptakteurin etwas glaubhafter gewesen wäre. Ich empfehle den Roman trotzdem gern weiter.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Samstag, 14. November 2015

Saturday Sentence # 40



Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.
 
Mein heutiger Saturday Sentence lautet:

"Oh nein ... nein. "

Der Satz stammt aus folgendem Buch:


Ich glaube so einen seltsamen Satz habe ich bisher noch nicht vorgestellt am Saturday Sentence...

Inhalt:

"Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt - und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben." 

Freitag, 13. November 2015

[Aktion] Burn it or love it # 15


Diese Aktion stammt von Sonja von Lovin Books.

Ich finde es irgendwie passend, dass ich heute am Freitag, den 13. ein Buch benennen darf, welches ich am liebsten verbrennen oder der Papiertonne zuführen wollen würde.

Ich habe diesen besonderen Freitag ganz gut überstanden. Meist passiert mir irgendwas Blödes, aber heute bin ich gut durchgekommen. Und bei euch? 

Doch kommen wir nun zu meinem heutigen "Burn-it"- Buch, das da ist:


Meine Rezension zum Buch findet ihr hier.

Tja wie soll ich es sagen? Ich weiß ja nicht, was noch an Büchern bis zum Ende des Jahres auf mich zukommt, aber ich denke ich kann ruhigen Gewissens behaupten, dass dieses wohl mein schlechtestes Buch im Jahr 2015 sein wird und das heißt schon etwas. Ehrlich gesagt kann ich nicht mal sagen, ob ich schon jemals wirklich nur 1 Stern vergeben habe oder ob es hier das erste Mal ist. Dröge, ausschweifende Dialoge, die von roher Gewalt unterbrochen werden. Die Charaktere bleiben einem fremd und für mich war das Lesen dieses Buches einfach nur eine Qual. Den Folgeband werde ich gewiss nicht mehr lesen.

Donnerstag, 12. November 2015

Rezension Gabriele Breuer

"Die Bernsteinbraut" von Gabriele Breuer

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548287115
  • ISBN-13: 978-3548287119
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,4 x 18,7 cm
Inhaltsangabe:

Rügen um 1300: Die junge Kaufmannstochter Antonia sieht nach dem Tod ihres Vaters einem harten Schicksal entgegen. Gegen ihren Willen muss sie den herrischen Conrad von Drachenfels heiraten und mit ihm ins Siebengebirge ziehen. Dort trifft sie den ehemaligen Bernsteintaucher Jaramir und findet in ihm bald einen Vertrauten und Verbündeten. Erschüttert muss sie feststellen, dass er mit anderen Verschleppten ausgerechnet für ihren Gemahl in einem Steinbruch schuften muss. Antonia fasst einen mutigen Plan, die Menschen zu befreien, obwohl der brutale Conrad sie zu entdecken droht. Allen Widrigkeiten zum Trotz ist sie entschlossen den anderen Gefangenen zu helfen und mit Jaramir glücklich zu werden. Um ihrem Schicksal zu trotzen, muss Antonia schließlich all ihren Mut aufbringen.

Autoreninfo:

Gabriele Breuer, geboren 1970, lebt mit ihrem Mann und Sohn in Köln. Sie arbeitet in einem Seniorenheim und schreibt nur in ihrer Freizeit.

Meine Meinung:

Titel: Herrlicher Schmöker über Rügen...

Von der Autorin habe ich bis dato noch nichts gelesen, so dass ich mich ohne große Erwartungen an das Buches heran wagte. Da ich in diesem Jahr im Sommerurlaub auf Rügen war, wollte ich mich dahin noch einmal entführen lassen und in eine andere Zeit gleich noch dazu.

Die Geschichte schickt uns nach Rügen um 1300, wo von Kaufmannstochter Antonia plötzlich völlig überraschend der Vater verstirbt. Ihr Bruder Severin hat nichts besseres zu tun als seine Schwester schleunigst los zu werden. Er will, dass sie Conrad von Drachenfels heiratet. Muss Antonia wirklich diesen Fiesling ehelichen und wird ihr Schicksal ihr hold sein?

Der Roman besticht vor allem durch eine unheimlich sympathische Hauptfigur, nämlich Antonia, mit der man sich sofort solidarisiert, mit ihr fühlt und leidet. Selten habe ich so schnell Zugang zu einem Charakter gefunden.

Die Männer in der Geschichte sind leider von einem ganz anderen Schlag Mensch als unsere Antonia, denn sowohl Bruder Severin als auch Conrad sind fiese Gestalten und schrecken auch vor roher Gewalt nicht zurück.

Ich denke der Roman behandelt sehr gut die damalige Zeit und ich fühlte mich gut in diese hineinversetzt. Sicherlich ist die Handlung etwas vorhersehbar, ist doch von Anfang an klar wer gut und wer böse ist, aber das tat der guten Unterhaltung keinen Abbruch. Manchmal darf es für mich ruhig etwas leichtere Kost sein.

Nach so einer Lektüre bin ich immer wieder froh als Frau in der heutigen Zeit zu leben und nicht das durchleben zu müssen, was die Frauen im Roman durchleiden mussten.

Frau Breuer, die ausschließlich in ihrer Freizeit schreibt, kann in jedem Fall mit Vollzeitautoren mithalten.

Fazit: Ein herrlicher Schmöker, den ich gern weiterempfehle. Lesenswert!


Bewertung: 4/ 5 Sternen