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Samstag, 30. April 2016

Saturday Sentence # 56


Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.

Mein heutiger Saturday Sentence lautet:


"Jemanden so sehr zu lieben - und zurückgeliebt zu werden - macht ihr Angst, gibt ihr das Gefühl, ausgeliefert zu sein."

Der Satz stammt aus dem Buch:


Inhalt:

"Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, anders vergehen, ihren eigenen Takt haben. Es ist ruhig und idyllisch. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen sich die vier Alton-Geschwister mehr denn je aufeinander verlassen. Doch schon bald wird diese Verbundenheit auf eine harte Probe gestellt."

Freitag, 29. April 2016

Rezension Lucinda Riley

"Helenas Geheimnis" von Lucinda Riley


Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (29. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442484057
ISBN-13: 978-3442484058
Originaltitel: Helena's Secret

Inhaltsangabe:


Viele Jahre sind vergangen, seit Helena Beaumont als junge Frau einen wunderbaren Sommer auf Zypern verbracht und dort ihre erste große Liebe erlebt hat. Nun kehrt sie zum ersten Mal zurück in das schöne alte Haus, um dort mit ihrer Familie die Ferien zu verbringen. Unbeschwerte Tage sollen es werden, verträumte Stunden am Meer und lange Nächte auf der Terrasse, doch schon bei ihrer Ankunft empfindet Helena ein vages Unbehagen. Sie allein weiß, dass die Idylle bedroht ist – denn es gibt Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die sie ihrem Mann und ihren Kindern stets eisern verschwiegen hat. Wie lange aber kann sie die Fassade der glücklichen Familie noch aufrechterhalten? Als sie dann plötzlich ihrer Jugendliebe Alexis gegenübersteht, ahnt sie, dass diese Begegnung erst der Anfang einer Verkettung von Ereignissen ist, die ihrer aller Leben auf eine harte Bewährungsprobe stellt...

Autoreninfo:

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Meine Meinung:

Titel: Anders als gewohnt, aber dennoch überzeugend...

Seitdem ich "Das Orchideenhaus" gelesen habe, bin ich ein Liebhaber von Lucinda Riley Romanen. Daher kam ich nicht umhin, mir auch ihr neustes Buch zuzulegen, welches allein schon durch die Optik auffällt.

In der Geschichte geht es um Helena, die seit ihrer Jugend nicht mehr auf Zypern war. Einst verliebte sie sich hier. Nun ist sie nach Jahren mit ihrer Familie dort, um Urlaub zu machen. Doch dann ziehen dunkle Wolken auf und die Vergangenheit holt sie ein. Wird ihr Geheimnis ans Licht kommen und ihr Leben auf den Kopf stellen?

Die Handlung spielt zum Großteil im Jahr 2006 und wird aus der Sicht von Sohn Alex erzählt. Dadurch wirkt der Roman völlig anders als alles, was ich bisher von der Autorin gelesen habe, da Alex eine sehr ungewöhnliche Art hat die Dinge zu betrachten, was sicher auch an seinem jugendlichen Alter liegt.

Gut gefallen haben mir die Schilderungen von Zypern. Ich war zwar noch nie dort, konnte mir aber durch die Darstellungen der Autorin alles gut vorstellen. Man hat dabei wirklich Lust selbst Urlaub zu machen.

Etwas anstrengend fand ich, dass wirklich zahlreiche Personen agieren, die man nicht immer alle auf dem Schirm hat. Dadurch hatte ich auch das Gefühl, dass Frau Riley nicht jedem Charakter gerecht werden konnte, diesen bildhaft zu beschreiben. Zumindest nach meinem Empfinden, da mir eigentlich nur die Hauptakteure wie Alex, Helena und ihr Mann im Gedächtnis geblieben sind.

Das Geheimnis wird am Ende natürlich gelüftet. Für mich war es eine wirkliche Überraschung, denn auf diese Auflösung wäre ich nie gekommen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob so etwas wirklich realistisch oder doch eher an den Haaren herbei gezogen ist.

Fazit: In meinen Augen die perfekte Urlaubslektüre. Mal ein anderer Stil der Schriftstellerin, der dennoch zu überzeugen weiß. Ich empfehle das Buch gern weiter.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Mittwoch, 27. April 2016

Rezension Lauren Rowe

"The Club - Flirt" von Lauren Rowe


Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Piper Paperback (1. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492060412
ISBN-13: 978-3492060417
Originaltitel: The Club

Inhaltsangabe:


Jonas muss verrückt geworden sein. Immerhin hat er sich gerade bei einer sündhaft teuren Datingagentur angemeldet, obwohl es in Seattle mehr als genug Frauen gibt, die mit ihm zusammen sein wollen. Aber genau deshalb braucht er »The Club«: Er möchte nicht nur eine einzige Frau glücklich machen. Im Gegenteil. Er liebt die Abwechslung und genießt seine Freiheit. Zumindest bis er am nächsten Morgen seine E-Mails öffnet und eine private Nachricht der Mitarbeiterin entdeckt, die seine Anmeldeunterlagen ausgewertet hat. Sie möchte anonym bleiben, muss nach Jonas' Lobeshymnen auf sich selbst aber einfach etwas loswerden, das sein übergroßes Ego zutiefst erschüttern dürfte…

Autoreninfo:

Lauren Rowe ist das Pseudonym einer amerikanischen Bestsellerautorin und Singer-Songwriterin, die sich für "The Club" ein Alter Ego zugelegt hat, damit sie sich beim Schreiben dieser heißen Liebesgeschichte nicht zurückhalten muss. Lauren lebt zusammen mit ihrer Familie in San Diego, Kalifornien, wo sie mit ihrer Band auftritt und sich möglichst oft mit ihren Freunden trifft.

Meine Meinung: 

Titel: Kein Fifty Shades of Grey Abklatsch

Seit der “Fifty Shades of Grey“- Welle war ich bisher immer eher abgeneigt von Erotikliteratur, weil die sich immer wie ein Duplikat gelesen hat. Die Optik und der Klappentext klangen dann aber doch so anders, dass meine Neugierde geweckt war. Voller Erwartungen begann ich mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um Jonas, der sich auf Empfehlung seines Zwillingsbruders bei einer super teuren Partneragentur bewirbt. Seine Anmeldung wird von einer Aufnahmeassistentin geprüft, die ihn so unverschämt findet, dass sie ihm eine Nachricht schreibt. Dadurch nehmen die Ereignisse ihren Lauf, von denen weder Sarah, die nette Aufnahmeassistentin, noch Jonas ahnen konnten, was mit ihnen geschieht.

Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler nahe gebracht, der mal Jonas und mal Sarah begleitet, so dass wir die Ereignisse immer aus zwei Sichten erleben.

Jonas war mir zu Beginn alles andere als sympathisch. Erst im Verlauf der Geschichte merkt man, dass Erlebnisse in seiner Kindheit ihn dazu gemacht haben. Dennoch sehe ich ihn eher als zwiespältigen Charakter, richtig Fan von ihm werde ich nicht, außer was seine Optik anbelangt, denn das was die Autorin beschreibt, klingt nach einer echten Sahneschnitte.

Mit Sarah war ich sofort warm. An ihr gefiel mir vor allem, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist und weiß was sie will. Zudem ist sie keine schüchterne Jungfrau mehr, sondern jemand, der schon Erfahrungen gemacht hat, was ich als deutlich realistischer ansehe.

Die erotischen Szenen sind schon mehr als deutlich und es knistert ganz gewaltig zwischen den beiden Hauptakteuren. Durchaus anregend und mit roter Bäckchen- Garantie.

Das Ende ist aufgrund dessen, dass es sich um den ersten Band einer Reihe handelt, offen gehalten, so dass man Appetit auf die Fortsetzung bekommt.

Fazit: Eine erotische Geschichte, die mich überrascht hat. Gerade für Zwischendurch genau das Richtige. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung. Prädikat gut!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Dienstag, 26. April 2016

Gemeinsam Lesen # 68


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei. 


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 84 von 319.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Wieder an dem Ort angelangt, den wir für die nächsten zwei Wochen ganz selbstverständlich "daheim" nennen würden, begannen wir sofort mit unserem jeweiligen After-Strand-Ritualen."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Allzu viel habe ich ja noch nicht gelesen, aber ich mag den Humor des Autorenduos. Beinahe auf jeder zweiten Seite kann man herzhaft lachen. Vor allem wird man herrlich in die 80er versetzt und Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend werden wach.

4. Was war bisher dein Buchhighlight in diesem Jahr?

Juhu endlich mal eine Frage, die ich ganz leicht beantworten kann. Mein bisheriges Highlight in diesem Jahr ist Nina Georges Roman "Das Traumbuch". 

Habt ihr schon ein Lesehighlight für dieses Jahr?

Montag, 25. April 2016

Rezension Nina George

"Das Traumbuch" von Nina George


Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Knaur HC (17. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426653850
ISBN-13: 978-3426653852

Inhaltsangabe:


Können uns falsche Entscheidungen glücklich machen?
Das Leben besteht aus der Summe stündlicher Entscheidungen. Doch welche sind richtig? Welche führen zu Glück, Liebe, Freundschaft – welche zu Verzweiflung und Einsamkeit? Mit dieser existenziellen Frage ringen die Verlegerin Eddie, der Kriegsreporter Henri und der hochsensible Teenager Sam, als Henri nach einem Unfall ins Koma fällt.


Autoreninfo:

Die Schriftstellerin Nina George, geboren 1973 schreibt Romane, Sachbücher, Thriller, Reportagen, Kurzgeschichten sowie Kolumnen. Ihr Roman „Die Mondspielerin" erhielt 2011 die DeLiA, den Preis für den besten Liebesroman. Für ihren Kurzkrimi „Das Spiel ihres Lebens" wurde Nina George 2012 mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet. Ihr Roman „Das Lavendelzimmer" stand weit über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, wurde in 30 Sprachen übersetzt und eroberte auch international die Bestsellerlisten, so die New York Times Bestsellerliste in den USA, die Bestsellerlisten in England und Italien. Sie lebt in Berlin und der Bretagne.

Meine Meinung:

Titel: Das traurigste Buch, was ich jemals gelesen habe...

Nachdem mich Nina George bereits mit "Das Lavendelzimmer" und Jean Bagnol Krimis verzaubern konnte, verwundert es kaum, dass ich zum Traumbuch griff und voller Vorfreude mit der Lektüre begann. Eins sage ich gleich vorweg: Lagert Taschentücher nicht allzu fern von eurem Leseort.

In der Geschichte geht es um Henri, Eddie und Sam. Henri liegt im Koma, sein Sohn Sam lernt ihn so das erste Mal kennen und Henris ehemalige Liebste Eddie steht vor der Entscheidung, ob Henri derjenige für immer ist oder nicht. Und vor allem: wird Henri es aus dem Koma schaffen?

Völlig anders als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe, spiegelt dieses das Leben dreier Personen jeweils aus der Ich- Perspektive wider, d.h. je nachdem bei wem wir uns gerade befinden, ob Henri, Eddie oder Sam, fungiert der jeweilige Protagonist als Ich- Erzähler. Das sorgt für eine enorme Nähe zu den Figuren, bekommen wir doch von jedem auch die Gedanken und Gefühle mit. Da die Kapitel mit dem jeweiligen Charakternamen überschrieben sind, weiß man immer, bei wem man sich gerade befindet.

Alle drei Akteure wissen auf ihre Weise zu überzeugen. Henris Traumwelt hat mich richtig ergreifen können, spiegelt es doch wieder was hätte sein können. Am meisten hat mich der 13 jährige Sam überrascht, der so unendlich klug und für sein Alter so reif ist. Mit ihm konnte ich mich am meisten identifizieren und er ist einfach etwas ganz besonderes. Eddie ist eine Frau, die schwer verletzt wurde und Henri dennoch eine zweite Chance gibt, was ich sehr bewundert habe.

Mein absolutes Highlight war die Geburtstagsparty von Maddie und wie Sam alles dafür tut, um ihr eine schöne Feier im Krankenhaus zu ermöglichen. Das war einer von vielen Heulmomenten.

Ich muss wirklich sagen, dass mich selten ein Buch so emotional mitgenommen hat wie hier. Es gibt komische Momente, bei denen man schmunzeln muss, aber vor allem auch sehr traurige, bei denen man die Tränen einfach nicht zurückhalten kann.

Frau George geht hier neue Wege und hat mich nun endgültig davon überzeugen können, dass sie eine Großmeisterin des Schreibens ist. Dieses Buch zählt definitiv zu den Highlights im Lesejahr 2016.

Fazit: Das wohl traurigste Buch aller Zeiten. Wen emotionale Geschichten nicht abschrecken, der wird von diesem Buch begeistert sein. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Genial!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Sonntag, 24. April 2016

Rezension Ana Jeromin

"Sonnentänzer" von Ana Jeromin


Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (18. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649668858
ISBN-13: 978-3649668855
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Inhaltsangabe:


Die 15-jährige Kathrin liebt es, draußen in der Natur zu sein – schon allein deshalb, weil sie ihre halbe Kindheit bei den Haida-Indianern in Kanada verbracht hat. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie wieder in Deutschland und ist mehr als überrascht, als plötzlich ihr damals bester Freund Táan gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Sigai auftaucht. Schnell ist klar, dass sie nicht gekommen sind, um mit ihr die Ferien zu verbringen. Ehe Kathrin sichs versieht, wird sie von einem unverzeihlichen Fehler in ihrer Vergangenheit eingeholt. Und alles dreht sich auf einmal wieder um die wertvolle Schachtel der Haida, die Kathrin gestohlen hat – nicht ahnend, welche Geister sie damit rief.

Meine Meinung:

Titel: Das Mädchen, das die Sonne fing...

Das unheimlich hübsche Cover hat mich erst auf das Buch aufmerksam gemacht und da ich Jugendbücher unheimlich mag, begann ich unvoreingenommen mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um Kathrin, der gerade die großen Sommerferien bevorstehen. Endlich dem heißen Pits näher kommen und den Sommer genießen. Doch dann tauchen die Indianer Taan und Sigai aus ihrer Vergangenheit auf und es ist fraglich, ob der Sommer so schön wird wie geplant. Was wollen die beiden von ihr? Doch nicht etwa die Vergangenheit aufwühlen?

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Ereignisse und so begleiten wir zwar in erster Linie Kathrin, zudem aber auch Taan und Co.

Mir hat am meisten Kathis beste Freundin Malin gefallen, denn sie sorgt wirklich immer dafür, dass es Kathrin gut geht und versucht wirklich alles um die Freundschaft am Laufen zu halten. Das ist wirklich eine Freundin, mit der man Pferde stehlen kann. Zu Kathrin hatte ich da nicht so wirklich einen Zugang, was aber vielleicht auch an Xuuyah, dem Raben in ihrem Kopf, gelegen haben kann.

Ebenfalls spannend fand ich die eingestreuten Indianerlegenden, denn die glichen unseren Sagen in Deutschland und an jeder Geschichte ist ja auch irgendwo ein Funken Wahrheit dabei.

Etwas überrascht hat mich der enorm hohe Anteil an Mystik, denn das hatte ich irgendwie nicht erwartet. Ich bin leider nicht so gut in puncto Fantasy, weshalb ich mich nicht bei allem in der Geschichte wohl gefühlt habe.

Zudem fühlte sich die Geschichte für mich enorm aufgebauscht an, denn letztendlich passiert nicht so extrem viel und die Auflösung des großen Geheimnisses war mir zu einfach und nicht unbedingt schlüssig.

Für die Altersgruppe 12 bis 15 Jahre sicher genau richtig, für Erwachsene, die gerne zu Jugendbüchern greifen eher zu einfach gehalten.

Fazit: Ein unterhaltsamer Jugendroman, der ausbaufähiger gewesen wäre. Eher was für Teenager und kein All- Ager, daher nur bedingt empfehlenswert!


Bewertung: 3/ 5 Sternen

Samstag, 23. April 2016

Saturday Sentence # 55


Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.

Mein heutiger Saturday Sentence lautet:


"Du hast einfach mal eben das Canlis gemietet!"

Der Satz stammt aus dem Buch:


Inhalt:

"Jonas muss verrückt geworden sein. Immerhin hat er sich gerade bei einer sündhaft teuren Datingagentur angemeldet, obwohl es in Seattle mehr als genug Frauen gibt, die mit ihm zusammen sein wollen. Aber genau deshalb braucht er "The Club": Er möchte nicht nur eine einzige Frau glücklich machen. Im Gegenteil. Er liebt die Abwechslung und genießt seine Freiheit. Zumindest bis er am nächsten Morgen seine E-Mails öffnet und eine private Nachricht der Mitarbeiterin entdeckt, die seine Anmeldeunterlagen ausgewertet hat. Sie möchte anonym bleiben, muss nach Jonas' Lobeshymnen auf sich selbst aber einfach etwas loswerden, das sein übergroßes Ego zutiefst erschüttern dürfte…"

Freitag, 22. April 2016

Rezension Que Du Luu

"Im Jahr des Affen" von Que Du Luu


Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Königskinder (18. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551560196
ISBN-13: 978-3551560193
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Inhaltsangabe:


Mini ist eine Banane: außen gelb und innen weiß. Ihr Vater hingegen bleibt durch und durch gelb: Er spricht nur gebrochen Deutsch und betreibt ein Chinarestaurant. Als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, muss Mini im Restaurant schuften, sich mit dem trotzigen Koch streiten – und sie kann Bela nicht wiedertreffen, bei dem sie so viel Ruhe gefunden hat. Dann reist auch noch Onkel Wu an. Der traditionsbewusste Chinese holt die Vergangenheit wieder hoch: das frühere Leben, die gefährliche Flucht als Boatpeople aus Vietnam. Poetisch, klug, unterhaltsam: Der ungewöhnliche Roman erzählt von der Tragik des Andersseins, der Suche nach Heimat und der Suche nach Glück.

Autoreninfo:

Que Du Luu, 1973 geboren in Saigon/Südvietnam, ist chinesischer Abstammung. Nach Ende des Vietnamkriegs flüchtete sie wie Millionen andere Boatpeople über das Meer. In Bielefeld betrieb die Familie ein China-Restaurant. Luu erhielt u. a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und den Hohenemser Literaturpreis. Nach zwei Erwachsenenromanen ist „Im Jahr des Affen“ ihr erstes Buch bei Königskinder.

Meine Meinung:

Titel: Wer bin ich eigentlich?

Der Buchtitel klang so witzig und als ich dann das äußerst hübsche Cover sah, da war meine Neugierde geweckt und ich begann mit der Lektüre.

Im Buch geht es um Mini, die chinesische Wurzeln hat, aber von klein auf in Deutschland lebt. Für die Deutschen ist sie eine Chinesin, für die Chinesen eine Deutsche. Gefangen zwischen den beiden Kulturen versucht sie ihr Leben zu meistern. Wird ihr dies trotz aller Umstände gelingen?

Mini, die eigentlich Minh Thi heißt, agiert hier als Ich- Erzählerin. Dadurch ist man ganz nah am Geschehen und erhält Einblicke in ihre Gedankenwelt. Ihre Zerrissenheit zwischen den Kulturen war spürbar und erst dadurch wird einem erst bewusst wie groß eigentlich die Unterschiede sind, was ich anfänglich gar nicht gedacht habe.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr nüchtern und macht es einem daher nicht leicht Zugang zur Geschichte und zu den Figuren zu finden. Fast möchte man die Schreibe als emotionslos bezeichnen. Durch diese Erzählweise hatte ich eher das Gefühl als Beobachter zu fungieren, aber nicht wirklich in der Geschichte anzukommen bzw. abtauchen zu können.

Die Einblicke in die chinesische Kultur durch das Traditionsbewusstsein von Minis Onkel waren interessant und sorgen für Wissenszuwachs. Allerdings wird der Roman dadurch nicht gerade zu leichter Kost.

Ich schätze mal, dass die Autorin hier anhand eigener Erfahrungen die Handlung ausgedacht hat, was es nicht gerade einfacher macht das Buch zu rezensieren, da solch persönliche Erfahrungen immer subjektiv sind und vom Leser gar nicht so gewertet werden können wie von demjenigen, der selbst betroffen ist.

Das Jugendbuch passt auf jeden Fall in unsere heutige Zeit und sorgt dafür sich besser in Flüchtlinge und Zuwanderer hineinversetzen zu können. Allerdings liest man hier keine beschwingte Unterhaltungslektüre, weshalb man für diese Geschichte in der richtigen Stimmung sein sollte, nicht dass sie einen emotional nach unten zieht, denn Minis Leben ist alles andere als leicht.

Fazit: Eine durchaus lehrreiche Geschichte, die sich etwas schwergängig lesen ließ. Von mir daher nur eine bedingte Leseempfehlung.


Bewertung: 3/ 5 Sternen

Donnerstag, 21. April 2016

Rezension Emma Mills

"Jane & Miss Tennyson" von Emma Mills


Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Königskinder (18. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551560250
ISBN-13: 978-3551560254
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: First & Then

Inhaltsangabe:


Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat.

Autoreninfo:

Emma Mills ist in den USA besser bekannt als vlogger Elmify. Jane & Miss Tennyson ist ihr Debütroman.

Meine Meinung:

Titel: Jane Austen vs. Football

Aufgrund des sehr schönen Covers bin ich überhaupt erst auf diese Geschichte aufmerksam geworden. Da es sich hier um ein Debüt handelt, begann ich unvoreingenommen mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um Devon, die am liebsten Jane Austen Bücher liest, gerade weil ihr Leben nicht dem der Figuren aus den Romanen entspricht. Und dann zieht ihr Cousin Foster bei ihr ein und ihr Leben ändert sich daraufhin total. Wird sie den Trouble meistern können?

Devon fungiert hier als Ich- Erzählerin, so dass man ganz nah an ihren Gefühlen dran ist, was mir gut gefallen hat. Sie ist ein glaubhafter Charakter mit Ecken und Kanten, den man einfach lieben muss. Eben das typische Teenagermädchen mit allen Problemen, die sich in der Jugend ergeben, so dass man sich bei ihr in jedem Fall wiederfindet. Aber auch die anderen Charaktere wissen zu überzeugen. Ezra wirkt zwar zu Beginn sehr egozentrisch, aber im Verlauf der Handlung mausert er sich immer mehr. Auch sehr berührt hat mich Foster mit seinen 14 Jahren, er wirkte schon so erwachsen.

Dass Football im Buch eine recht große Rolle spielt, das hat mich nicht gestört, denn so habe ich eher noch dazu gelernt.

Die Handlung ist mit den Ideen von Jane Austen verknüpft, aber deren Romane stehen nicht im Vordergrund. Ich fand das ok, denn nur so kann der Roman zu einer eigenen Geschichte werden. Wer will schon einen Austen- Abklatsch lesen?

Die Schreibe der Autorin ließ sich angenehm lesen, ich habe zu keiner Zeit gespürt, dass es sich hier um einen Erstling handelt.

Durch diesen Roman konnte ich selbst noch einmal an mein Abschlussjahr denken und was für eine tolle Zeit das war.

Fazit: Spannende Geschichte mit überzeugenden Charakteren, die ich sehr gern weiterempfehle. Lesenswert!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Mittwoch, 20. April 2016

Musik zum Lesen?

Heute möchte ich euch mal eine Frage stellen, nämlich ob ihr zum Lesen Musik vertragen könnt oder ob euch das total ablenkt und ihr sie deswegen absolut nicht gebrauchen könnt?

Ich selbst brauche eigentlich absolute Ruhe, nur wohne ich nun mal nicht allein ;-) und da gibt es genug Ablenkungen, die einem das entspannte Lesen erschweren. Daher habe ich zum Lesen Instrumentalmusik für mich entdeckt.

Da In-Ear- Kopfhörer nicht so gut die Außengeräusche abhalten, habe ich mir einen On- Ear- Kopfhörer gekauft. Der sieht nicht nur schick aus, sondern hält auch alle anderen Geräusche fern. Da kann man schnell mal die Umgebung gänzlich vergessen.


Doch euch interessiert sicher auch, was ich denn da so höre.

Angeschlossen ist der Kopfhörer ans Smartphone und die Musik kommt da von der Amazon Prime Music App. Der Suchtfaktor ist für mich da sehr hoch.


Bei diesem Album zum Beispiel bekomme ich direkt Frühlingsgefühle, fühlt sich der Sound doch an als würde man im Sonnenschein draußen lesen.

Aber auch folgende eignen sich sehr gut, um gänzlich abzuschalten.

oder


Mein absolutes Lieblingsalbum, was ich zum Lesen hoch und runter höre und auch in der Badewanne für absolute Entspannung sorgt, ist folgendes:


Wäre das etwas für euch oder würde euch auch solche Musik zu sehr ablenken? Für mich ist es Entspannung pur, denn so kann mein Mann auch den lautesten Actionfilm sehen und mich stört es nicht beim Lesen. Ich mag das wirklich nicht mehr missen.

Ich bin auf eure Antworten gespannt. Vielleicht habe ich euch ja jetzt auch erst auf die Idee gebracht, solche Musik zum Lesen zu hören. :-)

Dienstag, 19. April 2016

Gemeinsam Lesen # 67


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei. 

Da mein Internet daheim nicht funktioniert und ich euch nicht tagelang ohne Beitrag lassen will, gibt es mich heute mal aus der örtlichen Bücherei. :-)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


 Ich bin auf Seite 85 von 493.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Vielleicht hat ja jemand das Haus gekauft."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Obwohl Antje Babendererde ja eigentlich nicht für meine Altersgruppe schreibt, zählt sie zu meinen Lieblingsautorinnen, daher freute ich mich total auf dieses Buch und bin bereits mega begeistert davon. Bereits auf den ersten Seiten stellt man sich zahlreiche Fragen, da die Autorin Mysterien und Geheimnisse streut, die man unbedingt aufdecken will. Zudem sind die Protagonisten wieder sehr besonders und einfühlsam dargestellt.

4. Welches Buch hättest du gerne verfilmt, das noch nicht verfilmt wurde?

Ehrlich gesagt bin ich absolut kein Fan von Buchverfilmungen. Ein Buch kann auch für sich alleine stehen, d.h. für die besten Bücher muss es keine Verfilmung geben. Irgendwie zerstören Filme so ein bissel die Vorstellungskraft der Leute. Ist es nicht schöner sich alles selbst auszuschmücken, statt wie im Film etwas präsentiert zu bekommen?

Sonntag, 17. April 2016

eBook - mehr als nur eine Datei

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mich einem Thema widmen, dass mir immer mehr ans Herz wächst.

Ging es euch auch so, dass ihr vor Kurzem noch glaubtet nur Printbücher würden euch glücklich machen und eBooks seien der Verrat am wirklichen Buch? Bis vor 2 Jahren war das bei mir jedenfalls so und ich habe behauptet, dass ich niemals dauerhaft eBooks lesen würde oder mir gar einen eReader zulegen würde und dann ist es doch irgendwann passiert.

Was aber macht eine Datei so besonders?

Für mich gibt es mittlerweile einige Gründe auch mal zum eBook zu greifen.

Da hat man die Teilnahme an einer Leserunde zugesagt und dann ist das Buch, was man gemeinsam lesen will gar nicht so schnell verfügbar wie gewünscht (ich sage nur Dorfleben). Da hilft ein eBook sehr, denn mit Internet ist es immer verfügbar und in wenigen Sekunden auf dem Reader. Kein langes Warten auf die Post, denn man hat es sofort und kann starten.


Doch nicht nur da ist es hilfreich. Ich lese auch immer wieder gerne im Bett, nur wird das auf Dauer irgendwann ungemütlich, da gerade dicke Wälzer sich enorm schwer halten lassen und irgendwann die Arme einfach schlapp werden. Beim eReader hat man immer dasselbe Gewicht und da so einer deutlich leichter als ein Taschenbuch ist, werden die Arme auch nicht schlapp. Zudem kann man sich bei einem Reader mit Beleuchtung gleich die Taschenlampe unter der Bettdecke sparen. Als Kind habe ich das früher gern gemacht. Heute braucht es dafür nur den Reader, um alte Erinnerungen zu wecken und im Alter muss man sich mit so einem Schätzchen auch nicht die Arme und Hände verrenken.


Auch unterwegs passt so ein Reader mit eBooks perfekt in die Tasche. Gerade ich, die sich immer nicht entscheiden kann auf was sie gerade Lust hat, hat dann immer etwas passendes an Bord.

Doch die größte Erleichterung für alle Vielleser ist wohl der deutlich geringere Platzbedarf. Meine Wohnung ist voll mit Printbüchern und ja ich liebe sie sehr. Dennoch hätte ich gern wie früher etwas mehr Ordnung und die Möglichkeit nach Genre, Autor oder ähnlichem zu sortieren, was aber aufgrund des Platzangebotes einfach nicht mehr möglich ist. Na ja und von Büchern trennen, kann ich mich ehrlich gesagt nur schwer, denn vielleicht tritt ja doch nochmal der Fall ein, dass ich ein Buch 2 Mal lese.


Wie seht ihr das? Nutzt ihr eBooks häufig oder ist das einfach nichts für euch? 

Mein Leserherz möchte das eBook jedenfalls nicht mehr missen, denn das eine schließt das andere nicht aus, können doch schöne Printbücher und eBooks nebenher existieren.

Samstag, 16. April 2016

Saturday Sentence # 54


Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.


Mein heutiger Saturday Sentence lautet:

"Als ob das eine Tür gewesen wäre, durch die ich hätte gehen können."

Der Satz stammt aus dem Buch:


Inhalt:

"Können uns falsche Entscheidungen glücklich machen?
Das Leben besteht aus der Summe stündlicher Entscheidungen. Doch welche sind richtig? Welche führen zu Glück, Liebe, Freundschaft – welche zu Verzweiflung und Einsamkeit? Mit dieser existenziellen Frage ringen die Verlegerin Eddie, der Kriegsreporter Henri und der hochsensible Teenager Sam, als Henri nach einem Unfall ins Koma fällt. "

Donnerstag, 14. April 2016

Rezension Nicholas Sparks

"Wenn du mich siehst" von Nicholas Sparks


Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453268768
ISBN-13: 978-3453268760
Originaltitel: See Me

Inhaltsangabe:


Mitten auf einer einsamen nächtlichen Landstraße hat die 28-jährige Maria eine Reifenpanne. Ein Wagen hält, ein bedrohlich muskelbepackter Mann mit Schlägervisage steigt aus und wechselt ihr freundlich den Reifen. Colin Hancock hat schon viele dumme Entscheidungen in seinem Leben getroffen und bitter dafür büßen müssen, eine Beziehung ist das Letzte, was er sucht. Doch so wenig Maria und Colin zusammenzupassen scheinen und so sehr sie sich auch dagegen wehren: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Aber ihnen droht größte Gefahr, denn ein finsteres Kapitel aus ihrer Vergangenheit holt Maria ein und lässt sie um ihr Leben fürchten. Werden die alten Dämonen alles zerstören, oder kann ihre Liebe Colin und Maria in der dunkelsten Stunde retten?

Autoreninfo:

In der Silvesternacht des Jahres 1965 kam Nicholas Sparks zur Welt. Nach einigen Umzügen wurde seine Familie schließlich 1974 in Kalifornien sesshaft. Sparks erinnert sich an eine glückliche Kindheit, obwohl um ihn herum durchaus auch Armut sichtbar war. Er war ein guter Schüler und begabter Sportler und machte 1988 ein ausgezeichnetes Examen in Betriebswirtschaft. 1989 heiratete er seine Cathy. Beruflich hat sich Sparks zunächst als Gründer einer Orthopädiefirma versucht, später u. a. als Immobilienmakler und Kellner, um schließlich auch einige Jahre Erfahrungen als Arzneimittelvertreter zu sammeln. 1997 konnte er sich dann endlich auf das konzentrieren, was ihn schon lange mehr bewegt hatte als seine Jobs: das Schreiben. Der Erfolg von "Weit wie das Meer" machte es möglich.

Meine Meinung:

Titel: Manchmal muss man über seinen Schatten springen…

Als Jugendliche habe ich alle Nicholas Sparks Romane verschlungen, weil er so gefühlvoll von der Liebe schreibt. Über die Jahre zählten Liebesromane nicht mehr zu meinem bevorzugten Genre, weshalb ich lange zu keinem Buch mehr von ihm griff. Nun wollte ich mit seinem neuen Roman herausfinden, ob Sparks noch immer etwas für mich ist oder nicht.

In der Geschichte geht es um Maria. Sie ist Anwältin und wird von einem Stalker verfolgt. Ihr Leben ist von Furcht geprägt und so wundert es kaum, dass sie vor dem muskulösen Colin Hancock Angst hat, als dieser ihr bei einer Reifenpanne hilft. Dass diese Begegnung ihrer beiderlei Leben für immer verändert, werden die beiden sehr schnell herausfinden. Wird ihnen das Schicksal hold sein?

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Geschichte, der mal Colin und mal Maria begleitet. Die Kapitel sind mit dem jeweiligen Protagonistennamen versehen, bei dem wir uns gerade befinden, was zur Orientierung sehr beiträgt.

Schreibt Sparks sonst ausschließlich Liebesgeschichten, so verwebt er in seinem neusten Werk auch Thriller- und Krimielemente, was mir wirklich gut gefallen hat.

Colin ist ein Kerl, wie man ihn sich als Mann nur wünschen kann: harte Schale, weicher Kern. Er weiß, dass er Fehler hat und versucht sich zu bessern und ich denke, dass gerade das ihn so sympathisch macht. Auf Maria hingegen musste ich mich erst einlassen. Ich mag eher starke Frauencharaktere und so musste ich mich erst an ihre Ängstlichkeit und ihr Verhalten gewöhnen.

Beim Lesen dieses Romans fühlt man sich einfach nur wohl, denn Sparks kann man völlig unangestrengt lesen. Er beschreibt in einfachen Worten, so dass man sich Setting und agierende Personen gut vorstellen kann ohne dabei langatmig zu werden.

Den innerlichen Widerstreit von Colin konnte man sehr gut nachempfinden.

Der Roman besticht natürlich in erster Linie durch Emotionen und Gefühle, aber durch die eingebauten Spannungselemente und diverse Wendungen ist es einfach weit mehr als eine Liebesgeschichte.

Das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen und für mich blieben keine Fragen offen.

Fazit: Das perfekte Buch für Zwischendurch. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus und kann mit ruhigem Gewissen behaupten, dass der Autor mich auch noch als Erwachsene zu fesseln weiß.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Dienstag, 12. April 2016

Gemeinsam Lesen # 66


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei. 


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 168 von 408.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Was guckst du denn da, mon ami, Ballett?"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Nina George hat mich ja bereits mit "Das Lavendelzimmer" gefangen nehmen können, aber das hier ist noch einmal etwas ganz anderes, vor allem weil einem die Geschichte unter die Haut geht und einen emotional enorm packt. Die Protagonisten Henri, Eddie und Sam sind jeder auf seine Weise spannend und interessant. Das Buch hat Potential mein Liebling in diesem Jahr zu werden.

4. Hast du ein Lesezeichen oder gibt es etwas anderes, dass du als Lesezeichen missbrauchst?


Ich benutze immer ein Lesezeichen. Bevor ich mit einem neuen Buch durchstarte, suche ich mir aus meiner Lesezeichensammlung eines aus und erst dann geht es los. Abgerissene Zeitungsschnipsel oder gar Eselsohren gehen für mich gar nicht.

Montag, 11. April 2016

Cover Monday # 60


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.


Also heute habe ich wirklich eine echte Augenweide für euch. Selbst von der Haptik her fühlt sich das Buch einfach nur toll an, doch seht selbst:


Inhalt:

"Die 15-jährige Kathrin liebt es, draußen in der Natur zu sein – schon allein deshalb, weil sie ihre halbe Kindheit bei den Haida-Indianern in Kanada verbracht hat. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie wieder in Deutschland und ist mehr als überrascht, als plötzlich ihr damals bester Freund Táan gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Sigai auftaucht. Schnell ist klar, dass sie nicht gekommen sind, um mit ihr die Ferien zu verbringen. Ehe Kathrin sichs versieht, wird sie von einem unverzeihlichen Fehler in ihrer Vergangenheit eingeholt. Und alles dreht sich auf einmal wieder um die wertvolle Schachtel der Haida, die Kathrin gestohlen hat – nicht ahnend, welche Geister sie damit rief."

Erst einmal mag ich den unglaublich intensiven Blick des Mädchens mit den roten Haaren, denn der nimmt einen sofort gefangen. Dass die Haare ihr ins Gesicht hängen hat etwas Wildes, so als käme sie gerade aus einem Sturm oder so. Na ja und als Fan von Federn mag ich natürlich die weiß abgesetzten Federn. Die passen perfekt zur Geschichte, kommen schließlich auch Indianer drin vor.

Und mögt ihr das Cover genauso sehr wie ich? Da wird man glatt vom Lesen abgehalten, finde ich.

Sonntag, 10. April 2016

Rezension Fiona Barton

"Die Witwe" von Fiona Barton


Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Wunderlich (21. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250975
ISBN-13: 978-3805250979
Originaltitel: The widow

Inhaltsangabe:


Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe. Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht. Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen ...


Autoreninfo:

Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der "Daily Mail", beim "Daily Telegraph" und bei der "Mail on Sunday". Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis "Reporter of the Year". Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. "Die Witwe" ist ihr erster Roman.

Meine Meinung:

Titel: Was geschah mit Bella Elliott?

Da mir bereits der Klappentext leichte Schauer auf der Haut verursachte, wollte ich dieses Debüt unbedingt lesen.

In der Geschichte geht es darum, wer die kleine Bella Elliott entführt hat. Es gibt diverse Verdächtige, doch keine handfesten Beweise. Könnte Bella vielleicht sogar noch leben?

Das Besondere an dem Buch ist wohl, dass die Handlung aus diversen Perspektiven und über unterschiedliche Zeiten dem Leser näher gebracht wird. Im steten Wechsel sind wir in den Jahren 2006 bis 2010 unterwegs und das nicht zwingend in chronologischer Reihenfolge. Die Ermittlungen zum Fall erleben wir aus der Sicht des Opfers in Form von Bellas Mutter, aus der Sicht der Ermittler, sowie der Presse und ebenfalls aus der Wahrnehmung des wahrscheinlichen Täters und dessen Ehefrau. Das sorgt dafür, dass der Leser jede Menge Informationen hat und dadurch mehr weiß als zum Beispiel die Ermittler.

Ich erlebte am intensivsten die Witwe Jean Taylor, deren Mann beschuldigt wird, der Täter zu sein. Sie mausert sich von der kleinen, grauen Maus zu einer Frau, die weiß was sie will. Die Einblicke in das Eheleben waren teils erschreckend, aber auch so realistisch, dass man der Autorin die Konstellation abkauft.

Die Presse spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle. Mir hat gut gefallen, dass man Einblicke in deren Arbeitsweise bekommt und die Autorin muss ja wissen wovon sie schreibt, war sie jahrelang Teil davon.

Bis zuletzt habe ich mit gefiebert und gerätselt, wer nun tatsächlich hinter dem Ganzen steckt und ob Bella nicht doch irgendwo noch auftaucht. Das Buch fühlte sich wie ein großes Puzzle an. Man bekam immer mehr Teile zugespielt und musste diese nur noch passend zusammensetzen, was einem schlussendlich erst auf den letzen Seiten gelingt.

Für mich war zu keiner Zeit spürbar, dass es sich um ein Debüt handelt, hat mich die Story doch stetig gefesselt und einfach nicht mehr loslassen wollen.

Fazit: Erstklassige Thrillerlektüre, die ich nur zu gern weiterempfehle. Lesenswert und Gänsehaut garantiert!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Samstag, 9. April 2016

Saturday Sentence # 53


Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.


Nach einer längeren Pause kann ich euch nun mal wieder einen Samstagssatz mitteilen.

Mein heutiger Saturday Sentence lautet:

"Alles andere ist Glückskeks- Wichs."

Der Satz stammt aus dem Buch:


Inhalt:

"Mit seinem unschlagbar lakonischen Humor surft Sträter in seinem neuen Buch wieder durch den Irrsinn des Alltags. In seinen neuen Geschichten erfahren wir unter anderem, wie er bei "tv total" landete; wie man ohne Geld eine Fleischwurst ersetzt, die man in einem Heißhungeranfall aufgegessen hat; und was man Nutzloses von Oppa lernen kann. Torsten Sträter in Bestform. Oder, wie er selbst von sich sagt: "So lyrisch wie der Bofrost-Mann"."

Donnerstag, 7. April 2016

Rezension Zoe Hagen

"Tage mit Leuchtkäfern" von Zoe Hagen


Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (14. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286941
ISBN-13: 978-3548286945

Inhaltsangabe:


Du bist einsam und unglücklich, dein Leben wie ein falscher Film, der an dir vorbeiläuft. Bis du neue Freunde triffst. Gut, die sind alle ein bisschen verrückt, sie nennen sich "Der Club der verhinderten Selbstmörder". Aber sie geben dir Halt und sind wie Leuchtkäfer in deiner bodenlosen Traurigkeit. Denn du hast nur das eine Leben.

Autoreninfo:

Zoe Hagen, geboren 1994, steht regelmäßig mit ihren Texten auf der Bühne. 2014 wurde sie deutsche Vize-Meisterin der U20-Poetry Slammer. Ihr Debüt schrieb sie mit 17 Jahren binnen weniger Wochen. Damals hätte sie sich über mehr Glühwürmchen in ihrem Leben gefreut.

Meine Meinung:

Titel: Wenn ich nur nicht so unglücklich wäre, dann…

Als ich den Klappentext las, ging ich von einer Geschichte über Jugendliche aus, die auch witzige Momente erleben, doch kaum hatte ich mit der Lektüre begonnen, musste ich schnell feststellen, dass ich etwas ganz anderes in den Händen hielt.

In der Story geht es um Gandhi, die alles andere als glücklich ist. Per Zufall begegnet sie Fred und lernt durch ihn den sogenannten „Club der verhinderten Selbstmörder“ kennen. Endlich hat sie Kontakt zu Menschen, die sie zu verstehen scheinen. Wie wird es ihr weiteres Leben beeinflussen?

Zunächst einmal ist das Buch im Tagebuchstil geschrieben, so dass wir alles aus der Sicht von Gandhi erfahren. Ich bin nicht wirklich ein Freund dieses Erzählstils, weil ich immer das Gefühl habe, dass einem wichtige Informationen fehlen, die der Tagebuchschreiber vielleicht lieber für sich behält.

Während die Randfiguren zum Großteil nur erwähnt, aber nicht richtig charakterisiert werden, bekommt man von Protagonistin Gandhi nahezu alles mit. Für mich war ihre traurige Stimmung immer greifbar, was es nicht gerade leichter gemacht hat das Buch zu lesen, denn es zieht einen gefühlstechnisch ordentlich nach unten.

Völlig überrascht hat mich, dass das Hauptthema Essstörung ist, denn daran leidet Gandhi im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Erlebnisse damit waren für mich als Leser nur schwer zu ertragen. Ich finde es gut, dass die Autorin diese Seite aufzeigt, dennoch berührte mich das alles zu stark.

Im Roman wird vieles nur angedeutet, mehrheitlich soll man als Leser seine eigenen Schlüsse ziehen und Gedanken verfolgen. Hier hätte ich mir persönlich etwas mehr Informationen an die Hand gewünscht, denn ich lese ja in erster Linie, um mich zu unterhalten und nicht um eine Geschichte selbst auszukleiden.

Fazit: Schwere Kost, die hoch interessant ist, für die man aber definitiv in Stimmung sein muss. Daher nur bedingt lesenswert.


Bewertung: 3/ 5 Sternen

Mittwoch, 6. April 2016

Rezension Nicole Gozdek

"Die Magie der Namen" von Nicole Gozdek


Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: ivi (1. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492703879
ISBN-13: 978-3492703871
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 17 Jahre

Inhaltsangabe:


Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit...

Autoreninfo:

Nicole Gozdek (Jahrgang 1978) ist Wortakrobatin, Weltenbauerin, Freundin von imaginären Gestalten, überzeugte Magie-Anhängerin und Bücherenthusiastin - das klingt auch viel spannender als Autorin und Buchbloggerin. Sie liebt Geschichten und Bücher jeglicher Art. Dies mag ein Grund sein, warum sie deutsche und französische Literatur studiert hat und sich in ihren Bücherregalen und auf ihrem E-Book-Reader Romane, Krimis, Fantasy, Kinder- und Jugendbücher neben Klassikern und Sachbüchern tummeln. In ihrer Freizeit schreibt sie neben Rezensionen zu aktuellen Fantasyromanen auch eigene Romane und Fantasy-Geschichten.

Meine Meinung:

Titel: Im Bann der Namensmagie...

Fantastische Geschichten lese ich eher selten, aber hier fühlte ich mich von der Inhaltsangabe sofort angesprochen, dass meine Neugierde einfach befriedigt werden wollte. Mit großem Interesse begann ich zu lesen, um dann völlig überrascht zu werden.

In der Geschichte selbst geht es um einen 16 jährigen Jungen, der Nummer 19 genannt wird. Er wartet auf den großen Tag der Namensgebung, denn dann wird sich alles für ihn zum Positiven ändern, so hofft er. Doch dann ist der Tag der Wahrheit da und nichts kommt so wie erwartet. Von seinem echten Namen hat noch nie jemand etwas gehört. Nummer 19 begibt sich auf Spurensuche und entdeckt Unglaubliches. Was hat das Schicksal für ihn vorgesehen?

Ich habe oft das Problem, dass mir bei Fantasy die Vorstellungskraft fehlt und ich mich nicht zu Recht finde. Das ist hier absolut nicht der Fall. Die Autorin gibt einem die nötigen Informationen an die Hand und beschreibt sehr ansprechend, so dass ich mich direkt orientieren konnte und keinerlei Verständnisprobleme hatte. Die erdachte Welt ist mal etwas ganz anderes als das was wir kennen, aber hoch spannend und detailreich erfunden.

Die gezeichneten Charaktere sind sehr unterschiedlich, so dass jeder Leser seinen speziellen Liebling finden wird. Mir hatte es außer Tirasan noch Rustan angetan, weil ich ganz einfach seinen Mut bewundert habe und dass ihm Freundschaft und Vertrauen über alles gehen. An Tirasan, unserer ehemaligen Nummer 19, hat mir vor allem gefallen, dass es sich um einen Außenseiter handelt, der sich nach und nach zu einem Liebling des Lesers und seiner Mitprotagonisten entwickelt. Es war schön zu sehen wie sehr die Namensmagie Tirasan verändert.

Zudem mochte ich unglaublich gern die ausgedachten Vor- und Nachnamen, sowie Bezeichnungen für bestimmte Berufsgruppen und ähnliches. Schon allein das strahlte etwas Magisches aus.

Die Handlung wird uns über Nummer 19 als Ich- Erzähler übermittelt, so dass wir dessen Gedanken- und Gefühlswelt sehr intensiv mitbekommen, was wirklich gelungen war, denn so konnte man sich in die Figur ganz besonders hineinversetzen.

Das Buch wartet noch mit einigen Boni auf. So gibt es zum Beispiel eine sehr hübsch gezeichnete Übersichtskarte der geschilderten Welt, die die Orientierung enorm erleichtert. Ein Personenregister findet man ebenfalls, sowie Erklärungen zu ausgedachten Begrifflichkeiten, so dass keine Frage offen bleibt.

Das Ende kam für mich total überraschend, war aber absolut schlüssig und nachvollziehbar.

Ich habe zu keinem Zeitpunkt gespürt, dass es sich um ein Debüt handelt, vielmehr war ich vom Ideenreichtum der Autorin angetan. Ich kann nur hoffen, dass sie die Schreibfeder nie wieder aus der Hand legt und uns noch mit jeder Menge Geschichten solcher Art beglückt.

Fazit: Eine fantastische Geschichte für jung und alt, die mich vollends fesseln konnte. Selten war ich so traurig wie hier, den Buchdeckel schließen zu müssen. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Definitiv ein Highlight im Lesejahr 2016.


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Dienstag, 5. April 2016

Gemeinsam Lesen # 65


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei. 

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 144 von 185.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Lieber Gott, ich öffnete die Augen und sah nur Weiß."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Hm es fällt mir schwer etwas zum Buch zu sagen, weil es mich bisher nicht so richtig gepackt hat. Der unerwartete Tagebuchstil liest sich etwas seltsam. Zudem geht es um ernste Teenagerprobleme wie Essstörungen, so dass man beim Lesen gemütstechnisch ins Negative gezogen wird. Vielleicht bin ich für so etwas Schwermütiges gerade nicht so recht in Stimmung. Gandhis Gefühlswelt kann man ansonsten recht gut nachempfinden, man war ja auch mal jung.

4.Beeinflusst es deine Kaufentscheidung positiv oder negativ, wenn ein Buch als Einzelband, Trilogie, Tetralogie oder als Reihe angelegt ist? Wenn ja, warum?

Wenn mich Klappentext und Leseprobe neugierig gemacht haben, dann spielt es für mich keine Rolle, ob es sich dabei um einen Einzelband handelt oder nicht, weil dann einfach meine Neugierde befriedigt werden muss. Abgeschreckt werde ich eigentlich nur, wenn es sich um den 10. Band einer Reihe handelt und Rezensenten dazu raten, dass man die Vorgänger kennen muss, dann würde ich entweder mit dem ersten Band der Reihe durchstarten oder gar nicht erst einen Versuch starten. Kommt ganz darauf an, ob die anderen Bände ähnlich vielversprechend klingen.

Montag, 4. April 2016

Cover Monday # 59



Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.


Heute habe ich für den Montag mal in meine älteren Bestände geschaut und wieder etwas Hübsches gefunden. Allerdings frage ich mich, ob ich eigentlich noch was anderes lese als Jugendbücher???

Meine heutige Wahl fiel auf:


Inhalt:

"Ever ist sechzehn Jahre alt, als sie ihre Familie bei einem Autounfall verliert – sie überlebt als Einzige. Seither hat sie sich von der Außenwelt zurückgezogen. Alles ändert sich jedoch, als sie Damen zum ersten Mal in die Augen blickt. Er hat etwas, was Ever zutiefst berührt und gleichzeitig irritiert. Seitdem sie dem Tod so nahe war, besitzt sie die Fähigkeit, die Gedanken der Menschen hören zu können. Nicht so bei Damen. Wer ist er? Und was will er ausgerechnet von ihr?"

Mir gefällt der Mix aus Licht und Düsternis. Vor dem dunklen Hintergrund kommt die rote Blüte erst so richtig zur Geltung. Krass finde ich, dass aus der Blüte heraus Vögel fliegen, Raben oder ähnliches, was dem Ganzen etwas arg Mystisches verleiht. Es handelt sich hierbei um den ersten Band einer Reihe, die anderen Teile sehen ähnlich schön aus.

Und was sagt ihr zu dem Cover?

Rezension Carmen Lobato

"Und sie werden nicht vergessen sein" von Carmen Lobato


Taschenbuch: 768 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426518201
ISBN-13: 978-3426518205

Inhaltsangabe:


Amarna, die deutsche Archäologin, und Arman, der armenische Bildhauer - ein wahrhaft unvergessliches Liebespaar: Im London des Jahres 1938 gelten sie als glamouröses Traumpaar, doch ein tiefer Schatten liegt auf ihrer Liebe. Arman hat durch den Genozid an seinem Volk 1915 seine ganze Familie verloren. Wie eine unsichtbare Mauer steht dieses Grauen zwischen den beiden und wächst von Tag zu Tag. Dann bricht der Krieg aus, und Arman meldet sich freiwillig zur Royal Air Force. Am Fuß des Ararat, in den mythischen Ruinen, die die Wiege der armenischen Kultur bergen, wird sich die Kraft ihrer Liebe beweisen müssen.

Autoreninfo:

Carmen Lobato ist Romanistin, ist in der Erwachsenenbildung tätig und lebt mit ihrer Familie in verschiedenen europäischen Städten. Ihr zweites Wohnzimmer ist das British Museum, und ihre Lebensgrundlage ist ihr Reisekoffer. Um das Geld für Souvenirs zu sparen, bringt sie von ihren Reisen Geschichten mit.

Meine Meinung:

Titel: Die Tränen werden nie versiegen…

Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um die lose Fortsetzung zu „Die Stadt der schweigenden Berge“. Für mein Empfinden können sie unabhängig voneinander gelesen werden. Da ich den ersten Teil geliebt habe, freute ich mich ungemein auf die Fortsetzung und begann voller Vorfreude mit der Lektüre.

Auch hier geht es in erster Linie um Arman und Amarna, die sich in England niedergelassen haben und dort ein glückliches Leben führen. Doch wir schreiben das Jahr 1938 und wenig später bricht der 2. Weltkrieg aus. Wie sehr verändert der Krieg das Leben des Paares? Werden sie die drohende Gefahr bewältigen können? Und vor allem: Kann Arman jemals den Verlust seiner Familie verwinden?

Die Autorin hat einfach ein Händchen für feinfühlige Erzählungen und sehr gut gezeichnete Charaktere mit Tiefgang, so dass es kaum verwundert, dass diese Geschichte mit 768 Seiten daher kommt, jedoch ist nicht eine einzige Seite davon zu viel.

Hier überzeugen nicht nur Arman und Amarna, die wir bereits aus dem ersten Band kennen und die um ihre Beziehung kämpfen wie die Löwen. Arman ist so ein empfindsamer Charakter, der mir so nahe ging, dass er einen Platz in meinem Herzen gefunden hat. Am meisten beeindruckt hat mich die Figur der Eva. Hielt ich sie anfänglich noch für eine egoistische Person, die nur an ihrer Kunst interessiert ist, musste ich alsbald feststellen, dass viel mehr dahinter steckt und dass einem auch unsympathische Charaktere nahe gehen können. Das muss einem als Autor erst einmal gelingen, dass auch die unliebsamen Figuren den Leser ans Herz rühren. Man fühlt und leidet mit den Protagonisten und das ist etwas, was in meinen Augen nur Bücher vermögen.

Die Geschichte bietet alles, was das Leserherz benötigt: ein überzeugendes, geschichtliches Setting, spannende Figuren, Liebe, Intrigen und jede Menge Schmerz. Selten habe ich beim Lesen so viele Tränen verdrückt wie hier und konnte mich kaum von der Handlung lösen.

Besonders gepackt hat mich der unerfüllte Kinderwunsch von Amarna, der in der Beziehung für Zwistigkeiten sorgt. Hier kam sehr gut rüber wie belastend so etwas für eine Paarbindung ist. Schön, dass in diesem historischen Roman nicht nur Geschichtliches verarbeitet wird, sondern auch das Persönliche der Figuren und deren Beziehungen eine wichtige Rolle spielen.

Fazit: Ein Buch voller Gefühl, das mich regelrecht überfahren hat. Ich komme mir immer noch ein wenig überrollt vor von den Emotionen und bin ein wenig sprachlos. Klar ist nur, dass ich zwingend eine Leseempfehlung aussprechen muss. Wer historische Romane, vor allem zur Zeit der Weltkriege mag, der muss hier einfach zufassen.


Bewertung: 5/ 5 Sternen