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Mittwoch, 29. Juni 2016

Rezension Eoin Colfer

"WARP 3 - Die Katzenhexe" von Eoin Colfer


Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (13. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785582617
ISBN-13: 978-3785582619
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Inhaltsangabe:

Ein Zeugenschutzprogramm in der Vergangenheit. Dafür wurde WARP vom FBI ursprünglich entwickelt. Aber durch einen Riss im Zeittunnel sind einige der WARP-Agenten im Jahr 1647 gestrandet. Prompt werden sie von der überraschten Bevölkerung für Hexen gehalten und gnadenlos verfolgt. Auch FBI-Junior-Agentin Chevie Savano und ihr Freund Riley landen in diesem dunklen Zeitalter und treffen auf einen alten Widersacher: Quantenzauberer Albert Garrick, in dieser Epoche der erfolgreichste Hexenjäger von allen. Jetzt hat Garrick nur noch ein Ziel: Rache an seinem ehemaligen Lehrling Riley und dessen Gefährtin Chevie, der Katzenhexe!

Autoreninfo:

Eoin Colfer wurde in Wexford an der irischen Südostküste geboren. Nach einem Lehramtsstudium in Dublin und einigen Jahren in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien kehrte er nach Wexford zurück, wo seine Bücher über den Meisterdieb Artemis Fowl entstanden. Den Beruf des Lehrers hat er an den Nagel gehängt, denn er hat sich vorgenommen, so lange zu schreiben, bis ihm die Ideen ausgehen oder die Leute aufhören zu lesen.

Meine Meinung:

Titel: Zeitreisen für Fortgeschrittene...

Nachdem mich der zweite Band "Der Klunkerfischer" enttäuscht hatte, wollte ich aber dennoch wissen wie die Trilogie endet, da der erste Teil "Der Quantenzauberer" sich so hervorragend las.

In meinen Augen sollte man auf jeden Fall die beiden Vorgänger kennen, sonst wird man Verständnisprobleme bekommen. Zudem sollte man auch eine gehörige Portion Fantasie mitbringen, um die erdachten Wurmlöcher und Co des Autors sich auch vorstellen zu können.

In diesem Band befinden sich unsere lieb gewonnenen Charaktere Riley und Chevie im Jahr 1647, wo die Hexenverfolgung gerade stark in Mode ist. Da verwundert es dann auch kaum, dass unsere Zeitreisenden schnell für solche gehalten werden. Können sie dem Mob entkommen und vor allem: werden sie Garrick endlich bezwingen können?

Gut gefallen hat mir, dass der Roman damit startet, dass man erfährt was bisher geschah. Da die Lektüre von Teil zwei für mich schon über ein Jahr her ist, hat das Erinnerungslücken gefüllt und so habe ich mich schnell wieder in der Geschichte zurechtfinden können.

Die massiven Gewaltszenen, die mir im zweiten Band so gar nicht lagen, hat Colfer hier zwar nicht gänzlich abgestellt, aber sie bestimmen nicht mehr ausschließlich die Handlung. Zudem hat der Autor zu seinem Humor zurückgefunden, so dass man beim Lesen ein ums andere Mal auch schmunzeln kann.

Etwas geschwommen bin ich bei den Wurmlöchern und dem Riss im Weltengefüge, da kam ich nicht immer ganz mit. Wahrscheinlich sollte man bei den Punkten einfach nicht so sehr darüber grübeln, sondern die Darstellung des Autos als gegeben hinnehmen.

Besonders erfreut hat mich hier wieder einmal Riley als Charakter. Er ist einfach so herzensgut, das kann man nur schwer begreifen. Ich fand einfach toll, dass er trotz allem was der schrecklichen Garrick getan hat, kein Mörder sein möchte.

Garrick ist als Protagonist wirklich dazu geboren dem Leser Albträume zu verpassen. Hier fand ich gut, dass trotzdem zwischendurch durchblitzt, dass er nicht immer so war und auch er mal etwas Menschliches an sich hatte.

Fazit: Für mich ein guter Abschluss der Reihe und eine deutliche Verbesserung zu Band 2. Wer Teil eins mochte, der wird mit diesem Abschluss ebenfalls glücklich werden, gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Dienstag, 28. Juni 2016

Gemeinsam Lesen # 77



Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin gerade auf Seite 200 von 332.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Es heißt, die Dolmen der Bretagne bewegen sich am Heiligen Abend , wenn die Uhr Mitternacht schlägt."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Bis jetzt konnte mich ja wirklich jedes Buch von Nina George begeistern und da ich "Die Mondspielerin" in der Bücherei entdeckt hatte, musste das Buch natürlich sofort mit. Die ersten 100 Seiten lasen sich weg wie nichts. Gerade als Ehefrau fühlt und leidet man mit der Protagonistin Marianne (toller Name) mit und genießt die Schilderungen der Bretagne. Da fühlt man beim Lesen selbst ein wenig Urlaubsfeeling.

4. Isst oder trinkst du gerne beim Lesen? Wenn ja, was?

Trinken tue ich schon ab und an was, da man beim Lesen ja doch öfter mal einen trockenen Hals bekommt. Bei mir ist das dann meist Tee. Essen neben dem Lesen mache ich bei Printbüchern absolut nicht, einfach wegen der Sorge Flecken drauf zu machen. Gerade bei geborgten Büchern unterlasse ich das. Gegessen wird also maximal, wenn ich auf dem Reader lese, denn da passiert ja so schnell nichts.

Und ihr? Seid ihr richtige Naschkatzen beim Lesen?

Montag, 27. Juni 2016

Cover Monday # 64


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.


Meine heutige Wahl ist vielleicht nicht gerade auf eines der schönsten Cover gefallen, dafür aber auf ein mehr als interessantes. In der Schlichtheit liegt ja manchmal auch enorme Ausdrucksstärke.

Inhalt:

"Sommer 1920 im nordenglischen Oxgodby: Als auf dem Bahnhof ein Londoner aus dem Zug steigt, weiß gleich das ganze Dorf Bescheid: Er ist der Restaurator, der das mittelalterliche Wandgemälde in der örtlichen Kirche freilegen soll. Doch was steckt hinter der Fassade des stotternden und unter chronischen Gesichtszuckungen leidenden Mannes? Tom Birkin hat im Ersten Weltkrieg gekämpft, als traumatisierter Veteran wurde er von seiner Frau verlassen. Er hofft, in der Ruhe und Einfachheit Yorkshires zu gesunden. Und tatsächlich: Langsam gelingt es ihm, sich der Welt um sich herum zu öffnen, vielleicht sogar der Liebe …"

Mir gefällt an dem Cover zum Einen seine Schlichtheit und zum Anderen, dass man etwas völlig anderes sehen kann. Der Eine sieht vielleicht zuerst das schwebende Blatt, der Andere den Vogel mit ausgestreckten Schwingen. Ich zähle zu der Blattfraktion. Schön ist außerdem, dass man das Blatt/ den Vogel auch fühlen kann, denn dessen Struktur ist glatt und hebt sich leicht vom Rest des Covers ab.

Würde euch so ein schlichtes Cover überhaupt auffallen und euch ansprechen?
 

Sonntag, 26. Juni 2016

[Ankündigung] eReader Vorstellung und Vergleich

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich war jahrelang abgeneigt was das eReading betraf, einfach weil es für mich nichts mit Lesen zu tun hatte. Mittlerweile mag ich gar nicht mehr ohne leben, denn wer möchte bei schönem Wetter, aber windig nicht doch draußen lesend sitzen, aber eben nicht so, dass einem die Seiten ständig zu flattern oder gar bei mehr Wind kaputt gehen? Zudem sind solche eReader ja auch um einiges leichter als so manches Buch.


Ich möchte euch jetzt jeden Sonntag eines meiner Geräte näher vorstellen. Darunter sind der Tolino Vision 3HD, der Kindle Paperwhite, der neue Kindle Oasis und der Kindle Fire. Alle Geräte wurden von mir selbst erworben, es handelt sich hier also nicht um Presseexemplare. Ich möchte euch einfach nur zeigen, was ich daran toll oder weniger gut finde.


Vielleicht habt ihr schon darüber nachgedacht, euch einen eReader zu kaufen, wusstet aber nicht ob es sich lohnt und wo man vernünftige Informationen dazu her bekommt.

Während ich den Kindle Paperwhite  seit 6 Monaten besitze und den Kindle Fire seit 5 Monaten, sind die anderen beiden Geräte seit gut 1 Monat in meinem Besitz und schon rege durchgetestet worden.

Mein erster eReader war übrigens der Tolino Vision, allerdings befindet sich das Schätzchen, welches mir gute Dienste geleistet hat, nicht mehr in meinem Besitz und da man das Gerät eh nur noch gebraucht kaufen kann und nicht mehr im Laden, erscheint es wenig sinnvoll dieses Gerät im Test zu erwähnen.

Am kommenden Sonntag, den 03. Juli 2016 geht es dann los mit dem Kindle Paperwhite.

Falls ihr zu dem Paperwhite Fragen habt, stellt sie hier einfach im Kommentarfeld, dann kann ich sie kommende Woche gleich direkt mit in meinem Post beantworten.


Nun bleibt mir nur noch euch einen schönen Restsonntag zu wünschen. Ich werde das tolle Wetter noch ein wenig genießen, nachdem es die letzten Tage nur geregnet hat und wenig beständig war.

Samstag, 25. Juni 2016

Saturday Sentence # 61


Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.

Mein heutiger Saturday Sentence lautet:


"Doch Rosas Wille war so stark, dass er im Wurmloch eine eigene Gestalt annahm: die des Retters ihres Vorfahren."

Der Satz stammt aus dem Buch:



Inhalt:

"Ein Zeugenschutzprogramm in der Vergangenheit. Dafür wurde WARP vom  FBI ursprünglich entwickelt. Aber durch einen Riss im Zeittunnel sind einige der WARP-Agenten im Jahr 1647 gestrandet. Prompt werden sie von der überraschten Bevölkerung für Hexen gehalten und gnadenlos verfolgt. Auch FBI-Junior-Agentin Chevie Savano und ihr Freund Riley landen in diesem dunklen Zeitalter und treffen auf einen alten Widersacher: Quantenzauberer Albert Garrick, in dieser Epoche der erfolgreichste Hexenjäger von allen. Jetzt hat Garrick nur noch ein Ziel: Rache an seinem ehemaligen Lehrling Riley und dessen Gefährtin Chevie, der Katzenhexe!"

Freitag, 24. Juni 2016

Rezension Kaufman und Spooner

"These Broken Stars - Lilac und Tarver" von Amie Kaufman und Meagan Spooner


Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Carlsen (27. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551583579
ISBN-13: 978-3551583574
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: These Broken Stars


Inhaltsangabe:

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...

Autoreninfo:

Amie Kaufman wuchs in Australien und Irland auf und hatte als Kind das Glück, in der Nähe einer Bücherei zu wohnen. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Hund Jack in Melbourne und schreibt Science-Fiction- und Fantasy-Romane für Jugendliche. Sie liebt Schokolade und Schlafen, hat eine riesige Musiksammlung und einen ganzen Raum voller Bücher.

Meagan Spooner wuchs in Washington, D.C., auf. Sie las und schrieb schon als Kind in jeder freien Minute, träumte damals aber noch von einer Karriere als Archäologin, Meeresbiologin oder Astronautin. Heute lebt sie ihre Abenteuerlust beim Schreiben und beim Reisen aus. In ihrer Freizeit spielt sie Gitarre, Videospiele und mit ihrer Katze.

Meine Meinung:

Titel: Mehr als nur eine zarte Romanze...

Eine Weltraumgeschichte habe ich seit "The 100“ schon lange nicht mehr gelesen und da mich hier das überaus hübsche Cover so extrem angelächelt hat, musste ich einfach dieses Buch lesen und wurde total überrascht.

In der Geschichte geht es um den Kriegshelden Tarver und um Lilac, das reichste Mädchen des Universums. Beide begegnen sich zufällig auf der Icarus, dem wohl größten und stabilsten Raumschiff der Welt. Als die Icarus abstürzt, treffen die Beiden in einer Rettungskapsel erneut aufeinander und besiegeln damit ihr weiteres Schicksal, denn so unterschiedlich sie auch sind, sie können nur gemeinsam bestehen.

Die Handlung wird uns Leser aus der Ich- Perspektive nahe gebracht und im steten Wechsel fungiert mal Lilac und mal Tarver als Erzähler. Mir hat diese Erzählweise sehr gut gefallen, denn dadurch waren die Figuren für mich viel greifbarer und ich fühlte mich ihnen sofort näher. Ihre Gefühle und Gedanken kamen sehr deutlich zum Vorschein, so etwas mag ich immer ganz besonders. Unterbrochen werden diese Abschnitte von kurzen Auszügen einer Befragung, wodurch für meinen Geschmack das Interesse des Lesers noch mehr geweckt wurde.

Die Hauptakteure sind für meine Begriffe unheimlich gut gezeichnet. Tarver war mir auf Anhieb sympathisch. Gerade sein Drang zu helfen und Gutes zu tun, hat mich direkt für ihn eingenommen. Er ist eben ein Typ, mit dem man Pferde stehlen kann. Lilac hingegen habe ich anfänglich total falsch eingeschätzt. Zu Beginn dachte ich nur, dass sie eine verwöhnte Prinzessin ist, aber im Verlauf der Handlung wurde immer sichtbarer wie stark sie als Person eigentlich ist. Zum Schluss hat sie mir daher noch besser gefallen als er, weil sie für mich im Roman eine enorme Entwicklung durchgemacht hat. Dass Nebencharaktere hier wenig bis gar keine Rolle spielten, hat mich überhaupt nicht gestört, da unsere beiden Protagonisten so ausdrucksstark waren, dass es keiner weiteren Personen bedurfte.

Die Darstellung des fremden Planeten und der beschwerlichen Reise waren sehr realistisch, so dass man herrlich mitfiebern konnte.

Mein Highlight waren ganz klar die mysteriösen Stimmen, denn die haben bei mir ein Prickeln auf der Haut hervorgerufen.

Einzig etwas schwach empfand ich das Ende, denn das kam mir zu plötzlich und mir erschien nicht alles schlüssig und aufgeklärt. Dennoch hat mich die Buchidee so fasziniert, dass der etwas schwächere Schluss meinen äußerst positiven Eindruck nicht mehr schmälern kann.

Fazit: Ein Autorenduo, welches unheimlich fesselnd schreiben kann, hat hier einen überzeugenden Startband vorgelegt, dass man einfach nur weiterlesen möchte. Spannende Lektüre, die jung und alt zu unterhalten weiß. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Donnerstag, 23. Juni 2016

Rezension Lara Wegner

"Ein Hauch von Schicksal" von Lara Wegner


Broschiert: 290 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag (4. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959910673
ISBN-13: 978-3959910675


Inhaltsangabe:

Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss. Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen.

Autoreninfo:

Lara Wegner ist Jahrgang 1967 und lebt in der Nähe von Frankfurt.

Meine Meinung:

Titel: Gute Idee mit schwächelnden Charakteren…

Aufgrund des spannenden Klappentextes und dem enorm hübschen Cover (wirklich eine Augenweide, oder?) bin ich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam geworden, welches für mich das Erste aus dem Drachenmond- Verlag war.

In der Geschichte geht es um die 20 jährige Grace, die ihre Familie durch einen Flugzeugabsturz verloren hat. Dieser Schicksalsschlag hat sie in tiefe Depressionen sinken lassen, weshalb sie auch in psychologischer Betreuung ist. Das Einzige was ihr geblieben ist, ist das Familienamulett. Als sie sich eines Nachts ein anderes Leben wünscht, wacht sie am nächsten Morgen im 17. Jahrhundert an der Seite eines Freibeuters auf und das Abenteuer ihres Lebens beginnt. Was hat das Schicksal nun mit ihr vor?

Grace fungiert hier als Ich- Erzählerin, so dass der Leser nah an ihr dran ist. Leider fiel es mir trotz der Perspektive schwer mich in sie hineinzuversetzen und sie wirklich zu verstehen, denn sie war für mich nicht so recht greifbar. Zudem agiert sie in meinen Augen nicht wie jemand, der wirklich leidet und mit Depressionen zu kämpfen hat.

Das Besondere an dem Roman ist wohl die Schreibe der Autorin, denn sie kann sehr bildhaft beschreiben und man kann sich das Setting mit allem drum und dran gut vorstellen. Leider blieben für meinen Geschmack aber die Charaktere auf der Strecke, sie werden zu oberflächlich betrachtet.

Völlig erstaunlich für mich, dass ich mich sogar eher mit dem männlichen Charakter Rhys Tyler identifizieren konnte als mit Grace, einfach weil er auf mich authentischer wirkt als sie. Wenig glaubhaft empfand ich zudem die Entwicklung der Beziehung zwischen den Beiden. Anfänglich schweigen sich die beiden über Wochen nur an und können sich absolut nicht ausstehen und dann finden sie ganz plötzlich doch zusammen, was mir zu sehr aus der Luft gegriffen erschien. Mag sein, dass es so etwas tatsächlich gibt, mir ist das bisher nicht untergekommen.

Fazit: Eine spannende Romanidee mit tollem Schreibstil, bei dem die Figuren ausgereifter hätten sein können. Ich habe mich dennoch gut unterhalten gefühlt und spreche eine Leseempfehlung aus.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Mittwoch, 22. Juni 2016

Rezension Anne Lucas

"Schnelle Gerichte!" von Anne Lucas


Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Bassermann Verlag (25. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809434957
ISBN-13: 978-3809434955

Inhaltsangabe:


Schnell, lecker, einfach zuzubereiten und abwechslungsreich! Unter 140 Rezepten können Sie je nach Lust und Laune zwischen Pasta, Pizza und Reis, Schnitzel, Fisch und Hähnchen auswählen. Oder doch lieber ein knackiger Salat oder eine warme Suppe? Auch dafür finden Sie in diesem Buch köstliche Rezepte, die sich im Handumdrehen zubreiten lassen.

Autoreninfo:

Anne Lucas ist gelernte Köchin und studierte Oecotrophologin. Sie arbeitet als kochende Redakteurin und Foodstylistin für die Zeitschrift essen & trinken Für jeden Tag aus dem Verlagshaus Gruner + Jahr. Zusätzlich ist sie freiberuflich in den Bereichen Rezeptentwicklung und Foodstyling tätig.

Meine Meinung:

Titel: Wenn es mal wieder schneller gehen muss...

Frisch kochen ist in unserer Familie eine Herzensangelegenheit, nur klappt dies leider aufgrund von beruflich bedingter Zeitknappheit immer weniger. Daher war ich auf der Suche nach einem Kochbuch für den Alltag und hiermit habe ich es auch gefunden.

In dem vorliegenden Kochbuch kann man bis auf Backwaren und Desserts alles Mögliche an Fleischgerichten, Suppen oder auch vegetarischen Gerichten finden, die schnell gemacht sind und keiner außergewöhnlichen Zutaten bedürfen, denn das Meiste hat man davon zu Hause.

Mir gefällt an der Rezeptsammlung, dass sie zum Ausprobieren anregt. So muss man sich nicht zwingend an alle Vorgaben halten, kann variieren und es gelingt dennoch. Das Buch motiviert regelrecht durch Zusatztipps Abwandlungen auszuprobieren.

Gut gefallen hat mir außerdem, dass kurz und knackig erwähnt wird wie man Lebensmittel richtig lagert und was man alles in der Küche als Grundausstattung haben sollte.

Das Kochbuch ist dafür ausgelegt, dass man mit den Rezepten zwei Personen satt bekommt. So muss man nicht lange die Zutatenliste runter brechen. Zudem sind alle Rezepte verständlich und ausreichend genug erläutert.

Etwas schade fand ich, dass es nicht zu jedem Rezept ein Bild gibt, die Mehrzahl der Rezeptideen kommt ohne Foto daher, dabei hole ich mir am liebsten erst einmal Appetit durch anregende Rezeptbilder, aber das ist bei einem Kochbuch der Preisklasse nicht schlimm.

In meinen Augen bekommt man hier für wenig Geld ein gut ausgestattetes Kochbuch in einer Broschurausgabe, die haltbar und solide für den Alltag ist, so dass man wohl lange daran Freude haben wird.

Fazit: Dieses Kochbuch hat meine Erwartungen erfüllt, ich kann hier nur eine Kaufempfehlung aussprechen!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Dienstag, 21. Juni 2016

Gemeinsam Lesen # 76



Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 57 von 447.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Kaum hatten sie die Wesermündung hinter sich gelassen und das offene Meer erreicht, da war das Wetter umgeschlagen."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich bin zwar noch nicht sonderlich weit in dem Buch, aber ich merke sofort wieder den Charme, den mein Lieblingsautor Ulf Schiewe hier versprüht. Ein Mal kurz angelesen und schon fühlt man sich zu Hause. Bei mir wurde jedenfalls direkt die Abenteuerlust geweckt. Die Protagonisten sind beide sehr interessant und mir gefällt, dass der Autor hier einen weiblichen und einen männlichen Protagonisten in den Fokus stellt. Bei der Normannensaga waren es ja doch eher die Männer. Wenn jetzt noch etwas Südseeflair aufkommt, dann werden die Seiten nur so dahin fliegen.

4. Magst du lieber realistische Namen für Protagonisten oder gefällt es dir besser, wenn es sehr untypische Namen sind?

Für mich müssen Namen in erster Linie gut zu lesen und aussprechbar sein, ob sie dann typisch und bekannt sind oder eben nicht, das ist mir ehrlich gesagt total egal. Tolle Namensschöpfungen hat für meinen Geschmack die Autorin Nina Blazon.

Montag, 20. Juni 2016

Die Gewinner der Blogtour zu "Ein Akt der Grausamkeit" stehen fest!


Hallo ihr Lieben,

die Gewinner der Blogtour zu "Ein Akt der Grausamkeit" stehen fest. Es sind:

Katja
Claudia
Jenny S.
Rena
Martinas Buchwelten

Alle wurden bereits durch Suse von Literaturschock.de über ihren Gewinn informiert.

Nochmals lieben Dank an den Piper Verlag und spannende Lesestunden wünsche ich den glücklichen Gewinnern.

Cover Monday # 63


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.


Puh heute hatte ich so viel zu tun, dass ich erst jetzt zum Posten komme. Dafür ist das Cover umso schöner.


Inhalt:

"Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt …"

Mir gefällt hier vor allem die magische Hintergrundfarbe, davon kann ich mich einfach nicht satt sehen. Wie die Frau da im Wasser schwebt, völlig schwerelos und scheinbar anteilnahmslos bzw. reglos, das hat schon etwas Anziehendes, wo man gern mal genauer hinschaut.

Was haltet ihr von meiner heutigen Wahl? Wenn der Inhalt so toll ist wie die Optik, dann wird es ein Jahreshighlight. Für mich wird es das erste Buch der Autorin sein und ich bin schon mega gespannt...

Sonntag, 19. Juni 2016

Rezension Iona Grey

"Als unsere Herzen fliegen lernten" von Iona Grey


Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734101883
ISBN-13: 978-3734101885
Originaltitel: Letters to the Lost

Inhaltsangabe:


1943, London: In der Ruine einer zerbombten Kirche trifft der amerikanische Pilot Dan Rosinski die junge Engländerin Stella Thorne. Es ist der Beginn einer unaufhaltbaren, aber unmöglichen Liebe, denn Stella ist verheiratet, und Dans Chancen, den Krieg zu überleben, sind mehr als gering. In einer Zeit, in der alles ungewiss ist, schreiben sie sich Briefe, um an dem festzuhalten, woran sie glauben: ihre Liebe. Viele Jahrzehnte später rettet sich eine junge Frau in ein leerstehendes Haus in einem Londoner Vorort. Da erreicht sie ein Brief, der sie in die Geschichte einer Liebe hineinzieht, die ein halbes Jahrhundert überlebt hat…

Autoreninfo:

Iona Grey studierte Englische Sprache und Literatur an der Manchester University. Ihre Begeisterung für Geschichte und ihr großes Interesse an Frauenschicksalen des 20. Jahrhunderts brachten sie dazu, ihren Roman Als unsere Herzen fliegen lernten zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Töchtern im Nordwesten Englands auf dem Land.

Meine Meinung:

Titel: Liebe in schweren Zeiten...

Das hübsche Cover und der Klappentext haben mich magisch angezogen, so dass ich dieses Romandebüt einfach lesen musste, welches mich sehr schnell in den Bann zog.

In der Geschichte geht es um zwei Liebesgeschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch miteinander vereint sind. Zum Einen haben wir da beginnend ab dem Jahr 1942 die verheiratete Stella, die sich völlig unerwartet in den amerikanischen Soldaten Dan verguckt. Diese Liebe darf nicht sein und dennoch schreiben sich die beiden Briefe, um sich nah zu sein. In der Gegenwart des Jahres 2011 ist Jess auf der Flucht und findet dabei die Briefe vom Liebespaar der Vergangenheit. Wie werden diese sie in die Arme von Will Holt bringen?

Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler nahe gebracht, der alles genau im Blick hat. Im steten Wechsel befinden wir uns als Leser mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit. Beide Parts sind für sich fesselnd und spannend.

Für eine leichte Orientierung ist gesorgt, denn die Kapitel sind mit der jeweiligen Jahreszahl, in der man sich aktuell befindet, überschrieben. Die Liebesbriefe sind in einer anderen Schriftart dargestellt, so dass sich hervorstechen.

Gerade die Briefe haben es mir beim Lesen immer wieder angetan, denn sie stecken so voller Gefühl und Leidenschaft, das ist wirklich unglaublich. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass in der heutigen Zeit noch so zauberhafte Post verschickt wird.

Für mich waren beide Handlungsstränge stark und glaubhaft. Ich wurde von ihnen emotional mitgenommen.

Der Autorin gelingt es vor allem den Krieg sehr anschaulich darzustellen. Der Kampf ums Überleben ist hier genauso wichtig wie Liebe und Gefühl.

Fazit: Ein Roman, der mich regelrecht umgehauen hat. Wer besondere Liebesgeschichten mag, die vollends verzaubern ohne vor Kitsch zu triefen, der wird hier seine reinste Freude haben. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Klasse!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Samstag, 18. Juni 2016

Saturday Sentence # 60



Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.

Mein heutiger Saturday Sentence lautet:


"Ich bin durstig und mein Magen zieht sich vor Hunger zusammen."

Der Satz stammt aus dem Buch:



Inhalt:


"Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss. Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen."

Freitag, 17. Juni 2016

Wie viel würdet ihr für ein eBook ausgeben?

Hallo ihr Lieben,

bei mir war leider die letzten Tage Funkstille, da ich beruflich viel um die Ohren hatte und gestern Abend wurden dann noch meine Zahnschmerzen beseitigt, die mich bereits die ganze Woche begleitet haben, so dass ich weder zum Rezensieren noch zum Lesen gekommen bin.

Heute beschäftigt mich eine ganz einfache Frage, die mir kürzlich in einer Umfrage gestellt worden ist, die ich für mich auch beantworten konnte, bei der ich mich aber frage, ob ich zu geizig bin oder nicht.

Die Frage heißt wie die Überschrift bereits preisgibt: 

Wie viel würdet ihr für ein eBook ausgeben?

Meine Schmerzgrenze sind hier in der Regel 5 €. Alles darüber kaufe ich mir dann lieber als Print, weil ich das dann auch verleihen, verschenken oder verkaufen kann, wenn ich das Buch ausgelesen habe, was bei eBooks ja nun mal nicht geht.


Besonders angetan bin ich daher von Sonderaktionen, bei denen eBooks für einen bestimmten Zeitraum reduziert sind. Wenn da dann statt 4,99 € plötzlich 1,99 € zu zahlen sind, dann gebe ich das auch gerne aus, selbst wenn ich weiß, dass ich das eBook nicht sofort lesen werde, einfach weil der Preis unglaublich attraktiv ist.

Ansonsten nutze ich die Möglichkeiten, die mir als Bibliotheksnutzer zur Verfügung stehen, indem ich mittels Smartphone- App oder meinem Tolino die Onleihe nutze oder indem ich als Amazon- Prime Kunde die Möglichkeit der Kindle Leihbücherei über meinen Kindle Paperwhite nutze.

Mir ist klar, dass sowohl in digitalen als auch in gedruckten Büchern für die Autoren jede Menge Arbeit drin steckt, dennoch liegt es mir fern für eine digitale Version, die mich in meiner Freiheit als Leser einschränkt, genauso viel oder minimal weniger zu zahlen als für die Printversion. 

Warum ist das so? Ist für euch die Ausgabe egal und allein der Inhalt entscheidend?


Die Vorteile des digitalen Lesens genieße ich ja nun mittlerweile in vollen Zügen, weil man so auch mit wenig Gewicht viel Lesestoff im Urlaub oder unterwegs (gerade auch im Wartezimmer) dabei haben kann und auch nachts viel besser lesen kann (weniger Gewicht zu halten und Licht), aber deswegen tummeln sich nicht hunderte Bücher auf meinem Leseendgerät wie es in meinen Regalen der Fall ist.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Kommentare. :-)

Dienstag, 14. Juni 2016

Gemeinsam Lesen # 75



Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei. 

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


  
Ich bin auf Seite 241 von 496 Seiten.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Beim Militär lernen Sie, mit Schocksituationen umzugehen."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ehrlich gesagt bin ich hin und weg von diesem Buch. Ich lese es in einer Leserunde und muss mich echt zusammenreißen, dass ich den anderen nicht davon lese, weil es einfach so verdammt gut ist. Mir gefällt vor allem diese gänzlich andere Welt und wie Lilac und Tarver den Planeten entdecken, auf dem sie abgestürzt sind. Zudem ist Tarver echt ein unglaublich toller Charakter, ein Kerl an dem man sich bestimmt gut anlehnen kann. Ich bin wirklich gespannt, was da noch so für Geheimnisse gelüftet werden.

4. In welcher Sprache liest du am liebsten Bücher? Deutsch, Englisch oder in einer anderen?

Ich lese ausschließlich auf Deutsch. Früher habe ich auch englische Bücher gelesen, aber nach meinem Vollzeitjob habe ich abends keine Konzentration mehr für eine Fremdsprache, da soll das Lesen einfach nur noch der Entspannung und zum Abschalten dienen.

Lest ihr Bücher auch in anderen Sprachen? 

Montag, 13. Juni 2016

Cover Monday # 62


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.

Nachdem ich im Mai nur ein Mal beim Cover Monday dabei war, will ich das mal wieder etwas häufiger machen, denn bei mir sind einige hübsche Exemplare eingezogen.


Inhalt:

"Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss. Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen."

Ehrlich gesagt hat mich das Cover bereits beim ersten Anblick geflasht, denn ich liebe die pastelligen  Farben und das das Coverbild sich aus mehreren Einzelbildern zusammensetzt. Nur das Schiff alleine würde gewiss langweilig wirken, aber mit dem Mädel im absoluten Traumkleid macht es echt was her.

Wie gefällt euch meine heutige Wahl?

Sonntag, 12. Juni 2016

Rezension Francesca Haig

"Das Feuerzeichen - Rebellion" von Francesca Haig


Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345327041X
ISBN-13: 978-3453270411
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Map of Bones - The Fire Sermon Book 2

Inhaltsangabe:


In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privililegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Zwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass' ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen ...

Autoreninfo:

Francesca Haig wuchs in Tasmanien auf und promovierte in Literaturwissenschaften an der Universität Melbourne. Wenn sie nicht gerade an ihren eigenen Texten arbeitet, unterrichtet sie Kreatives Schreiben an der Universität von Chester. Für ihre Gedichtsammlungen wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit Das Feuerzeichen legt sie nun ihre erste Romantrilogie vor. Francesca Haig lebt mit ihrer Familie in London.

Meine Meinung:

Titel: Schwächelnde Fortsetzung...

Nachdem mich die Autorin mit dem Ideenreichtum in "Das Feuerzeichen" regelrecht umgehauen hatte, musste ich natürlich wissen wie es weiter geht, gerade nach dem Cliffhanger im letzten Band. Leider stellte sich schnell Ernüchterung ein.

In diesem Band befinden sich Cass und ihre Freunde Piper und Zoe auf der Flucht, nachdem die Insel zerstört worden ist. Überall lauern Gefahren, werden sie diese meistern können?

Cass fungiert hier wieder als Ich- Erzählerin, so dass man sehr intensiv ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken miterleben kann.

Da ihre Trauer sehr groß ist, dreht sich ein Großteil des Buches ausschließlich darum, was ich recht ermüdend fand. Man erfährt dadurch nicht viel Neues, sondern liest eigentlich mehr oder weniger das, was man aus dem ersten Teil bereits kennengelernt hat. Ich kann verstehen, dass die Autorin nicht einfach so über den Verlust hinweggehen konnte, aber so enorm breit treten musste sie das Thema auch nicht. Cass entwickelt sich als Charakter nicht weiter, was ich sehr schade fand.

Im Gegensatz dazu stehen Zoe und Piper, über die man deutlich mehr erfährt, so dass sie dem Leser näher sind als zuvor.

Leider gelang es der Autorin nicht einen richtigen Spannungsbogen aufzubauen, es fehlte einfach Action für meinen Geschmack. Vielmehr sorgen zahlreiche Dialoge für Längen, die nicht hätten sein müssen.

Für mich fühlte sich dieser Teil wie Füllstoff an, weshalb ich hier ein wenig enttäuscht bin, da ich einfach mehr erwartet hatte wie das Lüften von Geheimnissen und eine Weiterentwicklung der Charaktere.

Fazit: Um den dritten Band verstehen zu können, muss man wohl diesen gelesen haben. Hätte mich Band eins nicht so extrem geflasht, dann hätte ich diesen Teil wohl nach den ersten hundert Seiten abgebrochen. Von mir gibt es daher nur eine bedingte Leseempfehlung.


Bewertung: 3/ 5 Sternen

Rezension Kass Morgan

"Die 100 - Heimkehr" von Kass Morgan


Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453270711
ISBN-13: 978-3453270718
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The 100 - Homecoming

Inhaltsangabe:


100 Jugendliche wurden aus dem Weltraum entsandt, um die Erde neu zu besiedeln. Womit sie nicht gerechnet hatten: Auf dem blauen Planeten gibt es immer noch Menschen - Menschen, die die Neuankömmlinge um jeden Preis vertreiben wollen. Nun spitzt sich die Situation noch einmal dramatisch zu: Auf der Raumstation geht die Luft aus, und eine kampfbereite Truppe rund um den zwielichtigen Vizekanzler Rhodes landet auf der Erde. Die 100 geraten endgültig zwischen alle Fronten, von überall droht Gefahr. Und nur gemeinsam werden die Jugendlichen die Freiheit, die sie auf der Erde gefunden haben, verteidigen können.

Autoreninfo:

Kass Morgan studierte an der Brown University bis zum Bachelor und absolvierte anschließend ein Masterprogramm in Oxford. Derzeit lebt sie als Lektorin und freie Autorin in Brooklyn. Noch vor Erscheinen ihres ersten Buches, Die 100, konnte sie bereits die Rechte der Serienverfilmung verkaufen.

Meine Meinung:

Titel: Überzeugende Fortsetzung der Reihe...

Nachdem mir die ersten beiden Bände "Die 100" und "Die 100 - Tag 21" gut gefielen, war nur klar, dass ich weiterlesen würde und da ich die TV- Serie bisher immer noch nicht geschaut habe, konnte ich ganz ohne vorgefertigte Eindrücke wieder in die Geschichte abtauchen.

Dieser Band startet genau dort, wo der vorherige endete, so dass man nahtlos weiterlesen kann. Auch wenn die Lektüre von Buch zwei schon eine Weile her ist, habe ich mich sehr schnell wieder in die Geschichte einfinden können.

Gelungen finde ich erneut, dass aus mehreren Perspektiven die Handlung dem Leser nahe gebracht wird, denn wie gewohnt begleiten wir Wells, Clarke, Bellamy und Glass, was für mehr Nähe zu den Figuren sorgt.

Interessant ist hier, dass die einstigen Allbewohner nun auch auf die Erde mittels Transportern zurückkehren und selbst der Vizekanzler kehrt heim, nur um den Hundert das Leben schwer zu machen und alles auf den Kopf zu stellen.

Mir hat besonders gefallen, dass die Autorin nicht davor zurückschreckt auch grausame Szenen, vor allem harte Überlebenskämpfe, mit einzubauen, was die Handlung erst so richtig authentisch werden lässt.

Ebenso gelungen empfand ich, dass Wells sich von Clarke gelöst hat und die Sache mit Sasha immer intensiver wird. Dadurch liegt der Fokus in diesem Band auch sehr auf den Groundern, was ich richtig klasse fand, denn zu denen wollte ich schon immer mehr erfahren.

Nach Abschluss der Lektüre bleiben einige Fragen offen, die dann wohl im nächsten Band geklärt werden.

Fazit: Überzeugende Fortsetzung, hier lese ich gern weiter. Klasse!

P.S.: In meinen Augen sollte man die Vorgänger in jedem Fall kennen, um alles zu verstehen.


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Samstag, 11. Juni 2016

Rezension Linda Goodnight

"Das Flüstern der Magnolien" von Linda Goodnight


Broschiert: 448 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (10. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959670311
ISBN-13: 978-3959670319
Originaltitel: The Memory House

Inhaltsangabe:


Auf Menschen will Julia Presley sich nicht mehr einlassen. Dafür hat sie gute Gründe. In ihrem Leben dreht sich alles um ihre Pension, die am Ende der Magnolienallee liegt – bis ihr eines Tages ein Fremder seine Hilfe bei den Sanierungsarbeiten anbietet. Dass Eli Donovan ebenso wie sie Geheimnisse hat, die er um jeden Preis bewahren will, spürt Julia schnell. Doch es braucht erst einen staubigen Stapel alter Liebesbriefe aus der Zeit des Bürgerkriegs, damit sie versteht: Die Zeit der Zärtlichkeit verjährt nie. Sie kann immer wieder neu beginnen. Zum Beispiel hier, zum Beispiel jetzt. Zum Beispiel mit Eli?

Autoreninfo:

Linda Goodnight stammt aus einer ländlichen Region in Oklahoma, wo sie auch heute noch lebt. Zwei Anliegen hat die Bestsellerautorin: Ihre Romane sollen ebenso emotional berühren wie unterhalten. Die Quelle ihrer Inspiration ist dabei ihre eigene Patchwork-Familie, zu der auch zwei Adotivkinder aus der Ukraine gehören, sowie die Erfahrungen, die sie als Krankenschwester und Lehrerin gemacht hat.

Meine Meinung:

Titel: Wenn die Magnolien leise rufen...

Ich liebe Bücher, die Geheimnisse in sich bergen und so fanden der Roman und ich zusammen.

Die Handlung wird uns über zwei Zeitebenen übermittelt. In der Gegenwart erfahren wir mehr über das Leben von Julia Presley und Eli Donovan. Während sie nur schwer mit dem Verlust ihres Sohnes zurechtkommt, versucht Eli nach einem Gefängnisaufenthalt neu Fuß zu fassen. Was hat das Schicksal mit den beiden vor? In der Vergangenheit um 1864 herrscht Krieg und die Farm von Charlotte und Edgar wird als Lazarett genutzt. Unglücklich in ihrer Ehe, verguckt sich Charlotte in den attraktiven Will, dem sie alsbald Liebesbriefe zukommen lässt. Wer wird sein Glück finden?

Ein beobachtender Erzähler leitet uns durch das Geschehen und da die Kapitel mit der jeweiligen Jahreszahl überschrieben sind, weiß man stets in welchem Jahrhundert man sich befindet.

Das Buch hat sich aufgrund der eher kurzen und prägnanten Sätze ungemein leicht lesen lassen. Vielmehr legt die Autorin auch ein Augenmerk auf die Interaktion der Protagonisten, so dass viele Dialoge ihren Platz finden, was mir durchaus gut gefiel.

Die Liebesgeschichten sind glaubhaft und sehr emotional in die Handlung eingewoben. Ich mag es, wenn es nicht allzu kitschig wird.

Die Protagonisten sind allesamt interessante Persönlichkeiten, wo jeder Leser seinen speziellen Liebling finden wird.

Mir persönlich hat am meisten die Handlung im 19. Jahrhundert gefallen und wie ich dadurch Bürgerkriegselemente miterleben durfte. So hat man geschichtlichen Wissenszuwachs beim Lesen direkt mit dabei.

Fazit: Ein herrlicher Schmöker, der nicht nur optisch etwas her macht. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Gut!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Freitag, 10. Juni 2016

Rezension Antje Wagner (Hg.)

"Unicorns don't swim" von Antje Wagner (Hg.)


Broschiert: 256 Seiten
Verlag: AvivA; Auflage: 1 (16. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932338820
ISBN-13: 978-3932338823
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Inhaltsangabe:


Spannend, witzig, skurril, melancholisch und überraschend: 22 Geschichten zeigen Mädchen, die gängige Vorurteile und Geschlechterrollen durchbrechen. Die jungen Protagonistinnen befinden sich im Spannungsfeld zwischen den Lebensentwürfen ihrer Umgebung und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen. In den Erzählungen haben Kinder mit der sexuellen Orientierung ihrer Eltern sehr viel weniger Probleme als diese selbst, verliebt sich eine junge Frau in die beste Freundin, fällt ein Mädchen durch eine Zeitfalte ins Mittelalter und boxt sich durch – und es tauchen Einhörner auf, die keine "fluffigen, pinken Plüschtiere" sind.

Meine Meinung:

Titel: Können Einhörner wirklich nicht schwimmen?

Das freche Cover hat mich auf das Buch aufmerksam werden lassen und da ich eher selten Kurzgeschichten lese, dachte ich probier doch einfach mal etwas Neues. Überraschungen vorprogrammiert.

In diesem Band erlebt der interessierte Leser vor allem Geschichten um Mädchen und junge Frauen wie sie sich sehen und wie andere sie gern hätten.

Mir hat besonders gefallen wie sehr mit den Geschlechtern und den Erwartungen des Lesers gespielt wird, denn oft kommt es anders als man beim ersten Lesen denkt.

Zudem sind die Geschichten teils top aktuell, wie bei "Djemile", wo es um ein Flüchtlingsmädchen geht.

Meine Lieblinge in diesem Erzählband waren "Kirschkönigin" und "Halbes Bett", Erstere weil hier gezeigt wird, dass Mädchen auch toll sein können, die nicht dem optischen Idealbild entsprechen und Letztere, weil ich einfach Zeitreisen sehr mag.

Für dieses Buch sollte man sich Zeit lassen, denn jede Geschichte wirkt noch nach und regt vor allem zum Nachdenken an.

Ich habe mich beim Lesen öfter an meine Jugend erinnert gefühlt und mit welchen Problemen ich in dieser Zeit zu kämpfen hatte.

Fazit: Ein Buch, welches nicht nur junge Leute begeistern wird. Prädikat wertvoll!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Donnerstag, 9. Juni 2016

Was hat Untersuchungshaft mit dem Thriller "Ein Akt der Grausamkeit" zu tun?


Im Zuge der Blogtour zum Buch „Ein Akt der Grausamkeit“ von Patricia MacDonald durftet ihr gestern auf Literaturschock bereits eine spoilerfreie Rezension genießen.


Ich hingegen möchte mich heute mit dem Thema „Untersuchungshaft“ beschäftigen. Ursprünglich wollte ich mich zu Gerichtsverhandlungen äußern, aber dank zahlreicher TV- Formate hat dazu ja schon mal jeder etwas gehört, zu Untersuchungshaft aber sicher eher weniger. In der Geschichte ist einer der Protagonisten für längere Zeit in U- Haft und da ich dazu bisher noch gar nichts wusste, wollte ich mich damit einfach mal beschäftigen.


Die Untersuchungshaft dürfte den Meisten aus Film und Fernsehen unter dem Namen U- Haft geläufig sein. Bei Haft ist ja schon klar, dass jemand unter dem Verdacht steht etwas verbrochen zu haben, aber Untersuchungshaft ist da dann schon etwas spezieller. 


Was ist Untersuchungshaft? 


Unter U- Haft versteht man eine verfahrenssichernde Ermittlungsmaßnahme, um die Ermittlungen zu einer Straftat zu sichern. Ein Richter muss eine Untersuchungshaft anordnen und es muss ein Haftbefehl vorliegen, sonst darf der vermeintliche Straftäter nicht festgenommen werden.



Wer kommt in Untersuchungshaft? 


Jemand kommt in Untersuchungshaft, der unter dringendem Tatverdacht steht und bei dem man Sorge hat, dass er sich den Ermittlungen durch Flucht oder Untertauchen entzieht. Zudem will man vermeiden, dass derjenige vielleicht dafür sorgt Beweise verschwinden zu lassen, diese zu verändern oder Zeugen zu manipulieren, was man als Verdunklungsgefahr bezeichnet. Bei Straftaten wie z.B. Missbrauch, soll eine U- Haft vor Wiederholung schützen, d.h. es soll verhindert werden, dass der vermeintliche Täter sich erneut an seinem Opfer vergehen kann. 


Wo muss man hin, wenn man in U- Haft genommen wird? 


Die Untersuchungshaft sitzt man in einer Justizvollzugsanstalt ab, die den meisten als JVA bekannt sein dürfte.


 
Wie lange bleibt jemand in U- Haft? 


Untersuchungshaft darf nicht länger als 6 Monate andauern. Nur in Ausnahmefällen darf das Oberlandesgericht eine Verlängerung der U- Haft fordern, zum Beispiel dann wenn die Ermittlungen sich als äußerst schwierig erweisen. Zudem muss die Haft im Verhältnis zur Tat stehen, d.h. man darf nicht länger in U- Haft sitzen als die zu erwartende Strafe fordern würde. 


 
Was ist, wenn das Urteil gefällt worden ist? 


Wenn das Urteil gefällt worden ist und der Angeklagte für schuldig befunden wird, so wird die bereits abgesessene Zeit in der U- Haft von der Haftzeit abgezogen, d.h. der Häftling hat durch die U- Haft bereits einen Teil seiner Strafe abgesessen. Stellt sich heraus, dass derjenige, der in U- Haft gesessen hat, unschuldig ist, so wird diese Zeit der Untersuchungshaft finanziell entschädigt. Im Schnitt sind das 25 € pro angefangenen Hafttag. Man könnte die Zahlung auch als Schmerzensgeld bezeichnen.


Und wusstet ihr schon so viel über Untersuchungshaft?

Natürlich gibt es wie bei jeder anständigen Blogtour auch etwas zu gewinnen, was ich ja bereits in meiner Ankündigung erwähnt hatte. Was das habt ihr gar nicht mitbekommen? Es gibt 5x je eine Ausgabe von "Ein Akt der Grausamkeit" zu gewinnen. Was ihr dafür tun müsst? Kommentiert einfach diesen Beitrag und verratet mir, ob ihr gerne Thriller wie diesen lest und wenn ja wieso?


Morgen geht es weiter bei Kielfeder mit dem Thema Soziopathen, also bleibt bei der Blogtour dabei.

Hinweis:

Jeder der kommentiert und meine Frage beantwortet, landet im Lostopf. Bitte schreibt in eurem Kommentar dazu, ob ihr euch für ein Print- Exemplar oder ein E-Book bewerbt . Die Auslosung findet voraussichtlich ab dem 13.06. statt. Die Gewinner werden von Literaturschock per Mail benachrichtigt. Doppelte Gewinne sind ausgeschlossen.

P.S.: Meine Rezension zum Buch findet ihr übrigens hier.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Rezension Clara Römer

"Der Wahnsinn, den man Liebe nennt" von Clara Römer


Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Diana Verlag (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453358791
ISBN-13: 978-3453358799

Inhaltsangabe:


Ein Spediteur ruft bei Susa Bergmann an und will einen Kühlschrank abliefern. Der Name ihres Mannes steht auf dem Auftrag – allerdings mit einer falschen Adresse. Als sie nachfragt, hat Wolf eine einfache Erklärung, doch bald tauchen weitere Ungereimtheiten auf. Susa fährt zu der Adresse, eine junge Frau öffnet die Tür. In der Küche: der Kühlschrank. Auf der Kommode: Kinderfotos von Josie, dem Mädchen aus der Nachbarschaft, das ihrem Mann so ähnelt und den Namen seiner Großmutter trägt. Alle Puzzleteile passen zusammen, und Susas Welt zerbricht …

Autoreninfo:

Clara Römer hat Germanistik studiert und als Redakteurin gearbeitet, bevor sie mit dem Schreiben begann. Sie mag Familiengeschichten mit und ohne Happy End, geht gern ins Museum, weiß, wie wichtig Freundinnen im Leben sein können, und hat ein ausgesprochenes Faible für große und kleine Katzen. Sie lebt mit ihrem Mann in München.

Meine Meinung:

Titel: Wenn die rosarote Brille fällt...

Ich bin ja bekanntlich kein Fan von Frauenlektüre oder Liebesromanen, aber da mir dieses Buch ans Herz gelegt worden ist, habe ich mich einfach darauf eingelassen und wurde positiv überrascht.

In der Geschichte geht es um Susanne Bergmann, die sehr bald feststellen muss, dass ihr Ehemann Wolf sie anlügt. Was verbirgt er vor ihr? Als sie sein Geheimnis lüftet, bricht eine Welt für Susa zusammen. Was hat das Schicksal bloß mit ihr vor?

Ein beobachtender Erzähler, der stets Susa begleitet, führt uns durch die Geschichte. Hierbei erlebt man zum Einen die Gegenwart, zum Anderen die Vergangenheit, wo man durch kursiv gedruckte Abschnitte erfährt wie das Paar Wolf und Susa sich einst kennenlernte. Durch den Erzählstil ist man sehr nah an der weiblichen Hauptakteurin dran und kann ihre Emotionen sehr intensiv miterleben.

Doch die Autorin hat nicht nur ein Augenmerk auf unseren Hauptcharakter Susa, die sich im Verlauf der Handlung immens weiterentwickelt, sondern auch die Nebendarsteller sind interessant gezeichnet. Mir hat an Susa besonders gefallen, dass sie sich entwickelt, von der naiven Ehefrau, die ihrem Mann alles glaubt, zu einer standhaften Dame, die ihren Weg notfalls auch alleine gehen kann. Als Leserin bekommt man dadurch Mut zugesprochen, sollte man mal selbst in so einer Situation sein.

Besonders gelungen empfand ich, dass nicht nur Männer als Betrüger dargestellt werden, sondern das beiderlei Geschlechter als Betrüger oder aber Betrogener auftreten können und dass es jedem auf seine Weise weh tut. Alles andere hätte ich auch als zu plakativ empfunden, wenn nur die Männer stets die Bösen wären.

Als Leserin muss man so einige Prüfungen mit den Charakteren bestehen. Beim Lesen habe ich des Öfteren nach Luft schnappen müssen, weil ich einfach nicht glauben konnte, was das Schicksal mit unseren Protagonisten so vor hat. Das Leben geht manchmal seltsame Wege.

Das Ende verläuft sehr rosarot, wie bereits das Cover es vermuten ließ. Ich war in weiten Teilen zufrieden mit dem Schluss, nur die Auflösung der Schwesternrolle erschien mir dann doch etwas zu viel des Guten.

Fazit: Ein Frauenroman, der mitten aus dem Leben gegriffen wirkt. Mich hat er emotional gepackt, ich kann nur eine Leseempfehlung aussprechen. Prädikat gut!


Bewertung: 4/ 5 Sternen