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... im April 2014

Nr. 9: "Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte" von Romain Puértolas


Dieses Buch las ich ebenfalls in einer Leserunde ohne Autorenbegleitung. Diese war aber auch beim Verständnis des Buches nicht erforderlich.


  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (24. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100003950
  • ISBN-13: 978-3100003959


  • Inhaltsangabe:

    Ayarajmushee Dikku Pradash, charmanter Hochstapler in Turban und Seide sowie Träger eines Schnurrbarts beträchtlicher Größe, fliegt eines Tages aus Indien nach Paris. Er ist von Beruf Fakir und möchte sich bei Ikea ein brandneues Nagelbett zulegen: Modell „Likstupikstå“, schwedische Kiefer, 15.000 Nägel (rostfrei), Farbe: Puma-rot. Kaum am Flughafen angekommen, handelt sich Ayarajmushee Ärger mit einem Taxifahrer ein, verliebt sich im Ikea-Bistro in die schöne Französin Marie, nistet sich über Nacht im Möbellager ein und versteckt sich in einem Ikea-Schrank. Prompt gerät er in diesem Schrank auf eine irrwitzige Reise, die ihn über England, Barcelona, Rom und Tripolis zurück nach Paris führt...

    Autoreninfo:

    Romain Puértolas wurde 1975 am ersten Tag des Winters in Montpellier geboren. Als Kind stiehlt er die Romanideen seines Goldfischs Gérard, den er von seiner Mutter zum zehnten Geburtstag geschenkt bekommen hat. Er bekritzelt gerne Post-it-Zettel und hat in Frankreich, Spanien und England gelebt. Er war DJ, Zauberkünstler, Flugverkehrsmanager und Übersetzer. "Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte" ist sein Debüt, das zum Nr.1-Bestseller wurde und in fünfunddreißig Ländern erscheint.

    Meine Meinung:

    Titel: Die abenteuerliche Reise eines Fakirs…

    So lang und ungewöhnlich wie der Buchtitel ist, so abenteuerlich ist auch die Reise des Fakirs mit dem sehr speziellen Namen Ayarajmushee Dikku Pradash.

    Ayas Mission ist es im Pariser Ikea ein nigel nagel neues Nagelbett zu kaufen, nur wie stellt man das an so ganz ohne echtem Geld? Kurzerhand findet sich unser Fakir in einem Schrank wieder und mit diesem auf einer ereignisreichen Reise, von der man so noch nie etwas gehört hat. Zudem kommen die abenteuerlichsten Transportmittel zum Einsatz.

    Zu Beginn des Buches war ich total hin und weg von der Geschichte. Ich mochte den jungen Inder sehr gern und fand das Geschilderte einfach nur witzig und konnte herzhaft lachen. Leider ändert sich dies ab der Mitte des Buches. Zum einen wird der Leser mit Fingerzeig quasi gedrängt: "hier musst du lachen", wenn ich da an die Namenserklärungen denke und zum anderen gefiel mir die Schilderung der Romafamilie und das Leben der Flüchtlinge nicht, denn über so etwas kann man in meinen Augen keine Witze machen.

    Das Buch steckt voller Ideen und ich habe von so einer seltsamen Reise noch nie gelesen, aber der Roman ist eben einfach nur Mittelmaß und zu sehr gehypt. Besonders gestört hat mich der Einschub der Geschichte, die Aya schreibt, was überhaupt nicht zum Rest des Buches passte und für mich einfach nur ein Lückenfüller war.

    Der Autor weiß zwar wie er seine Leserschaft unterhalten kann und das Buch lässt sich auch ungemein leicht und flüssig lesen, jedoch tut Herr Puértolas dies auf Kosten von anderen.

    Das Buch war ganz ok, lebt aber zu sehr von Klischees und den vorgefertigten Meinungen, die man als Mensch hat, bevor man sich intensiv mit einem Thema beschäftigt.

    Fazit: Für einen kurzen Lacher gut, aber denkt man beim Lesen auch mal nach, dann sieht man dieses Werk doch sehr kritisch. Nur bedingt empfehlenswert!


    Bewertung: 3/ 5 Sternen

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    Nr. 8: "Ab morgen ein Leben lang" von Gregory Sherl


    Dieses Buch habe ich in einer Leserunde ohne Autorenbegleitung gelesen.


  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag; Auflage: 1 (10. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383219746X
  • ISBN-13: 978-3832197469

  • Inhaltsangabe:

    Evelyn Shriner und Godfrey Burkes sind füreinander bestimmt. Doch das ahnen sie nicht, sie kennen sich nicht einmal. Evelyn ist Bibliothekarin und hat eine Schwäche für große Liebesgeschichten. Außerdem hat sie eine Obsession für Dr. Chins erstaunliche Vergegenwärtigungsapparatur entwickelt, mit der man seine romantischen Aussichten mit einem bestimmten Menschen sehen kann. Sie testet einen Mann nach dem anderen, doch laut Maschine ist der Richtige einfach nicht dabei ... Godfrey arbeitet im Fundbüro. Obwohl er selbst ständig Dinge verliert. Er glaubt, sein Leben brauche mehr Struktur, also macht er seiner Freundin einen Heiratsantrag. Bevor diese Ja sagt, hat sie allerdings eine Bedingung: Sie sollen erst bei Dr. Chin einen Blick in ihre Zukunft werfen um sicherzugehen, dass sie auch wirklich zusammengehören. Also macht sich Godfrey auf zu Dr. Chins Praxis. In der Schlange unterhält er sich mit einer bezaubernden Frau namens Evelyn, die ihm danach partout nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Und Evelyn gibt bei ihrer nächsten Sitzung einfach mal den Namen dieses Typen aus der Schlange an, der wirkte doch ganz nett. Wie hieß er noch mal, Godfrey Burkes? Doch eines hat Evelyn nicht bedacht: "In Fällen von wahrer Liebe kann es zu Systemfehlern kommen."

    Autoreninfo:

    Gregory Sherl wurde 1986 geboren. Er hat drei Gedichtbände veröffentlicht, zuletzt "Monogamy Songs" und "The Oregon Trail is the Oregon Trail". Letzterer stand auf der Shortlist des Believer Poetry Awards. Er ist Inhaber des Grisham Fellowship an der University of Mississippi.

    Meine Meinung:

    Titel: Wahre Liebe führt zu Systemfehlern…

    Evelyn und Godfrey kennen sich nicht, doch das wird sich sehr bald ändern. Die Bibliothekarin Evelyn hat gerade Schluss mit ihrem Freund gemacht, weil er laut der Vergegenwärtigung von Dr. Chin nicht der Richtige für sie ist, also heißt es weiter suchen und natürlich Dr. Chin konsultieren. Godfrey hingegen lebt in einer recht glücklichen Beziehung. Seine Freundin gibt ihm Halt und Struktur, also warum nicht heiraten? Doch bevor sie ja sagt, soll Godfrey zu Dr. Chin, um in die Zukunft zu blicken, ob sie wirklich für einander bestimmt sind. Bei seinem ersten Termin mit Dr. Chin trifft Godfrey die smarte Evelyn, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Und die Liebe nimmt ihren Lauf…

    Das Debüt von Gregory Sherl ist einfach mal eine ganz andere, wenn auch sehr durchgeknallte Liebesgeschichte, die das Leserherz höher schlagen lässt. Mit den Charakteren von Godfrey und Evelyn hat der Autor zwei Personen geschaffen, die so sind wie du und ich. Ich konnte mich vor allem mit Evelyn gut identifizieren.

    Die Handlung wird immer im Wechsel mal aus der Perspektive von Evelyn und mal aus dem Blickwinkel von Godfrey aufgezeigt, was für die nötige Spannung und Abwechslung sorgt. Bis zum Schluss gibt es immer wieder Wendungen, aber dem Leser ist von Anfang an klar, dass es ein gutes Ende nehmen wird, oder etwa nicht?

    Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt und empfand die Schreibe des Autors als spritzig und frisch, eben einfach mal anders als die Liebesgeschichten, die ich bisher so gelesen habe.

    Fazit: Wer nicht vor kreativen Ideen zurückschreckt und sich einfach auf das Buch einlässt, der wird mit guter Unterhaltung belohnt. Ich habe den Roman sehr gern gelesen und empfehle ihn auf jeden Fall weiter.


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 7: "Brixton Hill" von Zoe Beck


    Dieses Buch habe ich in einer autorenbegleiteten Leserunde gelesen und hier musste Zoe doch das ein oder andere Mal den Erklärbär geben, da ich mich mit Sozialen Netzwerken (wie meine Mitleser zum Glück auch) nicht so wirklich auskenne.


  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453410424
  • ISBN-13: 978-3453410428
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm

  • Inhaltsangabe:

    London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Jemand spielt ein falsches Spiel. Und macht Jagd auf Em …

    Autoreninfo:

    Zoë Beck, geboren 1975, wuchs zweisprachig auf und pendelt zwischen Großbritannien und Deutschland. Ihre große Liebe neben der Literatur ist die Musik: Mit drei Jahren begann sie, Klavier zu spielen, gewann bald darauf diverse Wettbewerbe und gab zahlreiche Konzerte. Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Übersetzerin.

    Meine Meinung:

    Titel: Wenn dir jemand nach dem Leben trachtet…

    Zoe Beck war mir bis dato als Autorin völlig unbekannt, was ich nach der Lektüre von „Brixton Hill“ sehr bedauere, denn der Thriller war einfach nur der Hammer und für mich ein echter Überraschungshit.

    Emma Vines Arbeitsplatz liegt im 15. Stock eines Luxushochhauses, das plötzlich von einem Terroranschlag ins Chaos gestürzt wird. Der Strom fällt aus und über die Klimaanlage wird giftiger Rauch in das Gebäude geführt. Eine Person kommt zu Tode, nämlich Ems Freundin Kimmy, die aus Panik aus dem Hochhaus springt. Wer steckt nur hinter dem Anschlag? Und warum hat die Polizei ausgerechnet Em als Verdächtige im Visier ihrer Ermittlungen?

    Der Autorin gelingt es mit ihrem Charakter der Emma Vine eine Figur zu schaffen, die ihr Leben meistert und allen Widrigkeiten trotzt, obwohl sie schon so viel durchmachen musste. Em ist sicher kein einfacher Charakter und niemand, den man sofort auf seiner Freundesliste haben will, aber sie weiß einen als Figur zu berühren und ihr Schicksal interessiert einen.

    Interessant fand ich vor allem, was man mit den sozialen Netzwerken der heutigen Zeit so anstellen kann und wie jemand nur allein dadurch in Angst geraten kann.

    Zoe Beck zeichnet sehr detailliert und gekonnt das Leben der Unterschicht mit all ihren Problemen. Die Thrillerhandlung steht stets im Mittelpunkt, aber die nebensächlichen Details sind so gekonnt gestreut, dass dadurch der Roman erst perfekt und rund wird.

    Die Spannung bleibt auf hohem Niveau von der ersten bis zur letzten Seite und die Auflösung des Falls kam für mich so überraschend, dass ich mit einem zufriedenen Lächeln nach der Lektüre zurück bleibe. Keine Frage bleibt unbeantwortet und alle Fäden finden zu einem schlüssigen Ende zusammen.

    Fazit: Ein rasanter Thriller, der aktuelle Themen aufgreift und dem Leser den Atem raubt. Für mich ein absolutes Must- Read, ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 6: "Der dunkle Kuss der Sterne" von Nina Blazon


    Dieses Buch habe ich in einer autorenbegleiteten Leserunde gelesen. Nina kann toll erklären und so blieben nach der Lektüre keine Fragen offen.


  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: cbt (24. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161552
  • ISBN-13: 978-3570161555
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 4,4 cm

  • Inhaltsangabe:

    Die finstere Vergangenheit der Macht

    Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …


    Autoreninfo:

    Nina Blazon studierte Germanistik und Slavistik. Seit 2003 schreibt sie Kinder- und Jugendbücher in den Genres Fantasy, Historischer Roman und Krimi.

    Meine Meinung:

    Titel: Ein modernes Fantasymärchen...

    Canda steht der schönste Moment in ihrem Leben bevor, denn sie wird bald ihren Liebsten Tian heiraten und mit ihm eine Zweiheit bilden. Doch am Tag vor der Hochzeit geschieht es: Canda ist entstellt, sie hat ihren Glanz verloren und ist es ohne diesen nicht wert mit Tian verbunden zu werden. Zudem ist ihr Liebster verschwunden. Canda wird von ihrer Familie verstoßen, was sie jedoch nicht davon abhält ihre große Liebe Tian zu suchen. Auf ihrem Weg macht sie jedoch Entdeckungen, die sie an ihrem bisherigen Leben zweifeln lassen. Was geht hier vor? Und vor allem: liebt Tian sie überhaupt noch?

    Nina Blazon hat in "Der dunkle Kuss der Sterne" eine ganz besondere Welt geschaffen, die es so noch nicht gegeben hat. Dieser Jugendroman strotzt nur so vor Ideenreichtum und glaubt man alles verstanden zu haben, gibt es neue Wendungen, die einen an dem bisher Aufgedeckten zweifeln lassen.

    Das Buch liest sich flüssig und übt eine regelrechte Sogwirkung auf den Leser aus. Mit der Hauptprotagonistin sympathisiert man sehr schnell und man möchte einfach wissen, was sie alles für Abenteuer überstehen muss, um an ihr Ziel zu gelangen.

    Außer der Liebe spielt auch das Thema Freundschaft eine große Rolle, denn nur mit Hilfe von Verbündeten und Vertrauen kann man alles schaffen.

    Fazit: Mein erster Blazon, aber ganz bestimmt nicht mein letzter. Eine Geschichte, die von der ersten Seite an verzaubert und die einen den Alltag vergessen lässt. Erstklassige Fantasyunterhaltung, die ich uneingeschränkt weiterempfehle.


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 5: "Gedichte" von Yahya Hassan


    Dieses Buch hat mir eine Freundin gegeben, weil sie unbedingt meine Meinung dazu wissen wollte.


  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (13. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550080832
  • ISBN-13: 978-3550080838

  • Inhaltsangabe:

    Yahya Hassans Gedichte sind eine Abrechnung. Seine Sprache ist klar und radikal, sein Ton mal zornig und mit intensivem Beat, dann wieder weich und poetisch, seine Bilder sind eindrucksvoll. Yahya Hassan hat in Dänemark eine Debatte über Migration angestoßen, weil er die gängigen Klischees zerschlägt und uns an die Würde des Menschen erinnert. Seine Gedichte haben einen unwiderstehlichen Sog. Sie sind provokant, leidenschaftlich und virtuos. Und gleichzeitig sind sie erschreckend, weil sie uns Yahya Hassans Leben als Migrant in seiner ganzen Härte vor Augen führen.

    Autoreninfo:

    Yahya Hassan, geboren 1995, wächst in einem Migrantenviertel in Aarhus, Dänemark, als Sohn palästinensischer Flüchtlinge auf. Sein Vater verprügelt ihn regelmäßig. Früh wird Yahya Hassan kriminell. In einer Besserungsanstalt für straffällige Jugendliche beginnt er, Gedichte zu schreiben.

    Meine Meinung:

    Titel: Abrechnung mit dem Leben…

    Dieses Buch hat mir eine Freundin geborgt, weil sie unbedingt wissen wollte was ich von diesem Gedichtband halte. Mit dem rezensieren dieses Werkes tue ich mich jedoch sehr schwer, denn manche Gedichte gefallen mir wirklich gut und andere bestürzen mich einfach nur und lassen mich meinen Kopf schütteln.

    Das Hardcover kommt wie ein Underdog daher, Einband im tiefen Schwarz, der Autorenname prangt in weißen, fett gedruckten Lettern und den Titel "Gedichte" übersieht man fast, denn er ist ganz klein in schwarz unter dem Autorennamen zu finden.

    Die Gedichte des jungen staatenlosen Palästinensers Yahya Hassan sind voller Hass und Schmerz. Beim Lesen wühlen sie einen auf, bewegen, machen traurig, man gerät ins Grübeln. Die Gedichte berichten aus Yahyas Alltag voller Schläge, Drogen, Kriminaldelikten und Hass gegenüber allem und jeden.

    Etwas schwierig ist das Lesen der Gedichte dadurch dass sie komplett in Großbuchstaben abgedruckt sind. Es kommt kein Lesefluss auf, man haftet an jedem Wort, da man erst einmal erkennen muss, ob es ein Verb, Substantiv oder ähnliches ist. Vielleicht ist dies als stilistisches Mittel zu sehen, ich hätte es ohne jedoch besser gefunden. Zudem ist die gebrauchte Sprache ausschließlich Umgangs- und Fäkalsprache, die das Lesen der Gedichte nicht einfacher macht.

    Die Lebensgeschichte des jungen Autors ist ohne Frage überaus interessant und bewegend, aber in Prosaform, sprich als Biografie hätte sie sich sicher besser lesen und nachvollziehen lassen.

    Die Gedichte sind definitiv Geschmackssache, für den einen sind sie fantastisch, für den anderen nur eine lose Aneinanderreihung von Worten.

    Fazit: Ich finde diesen Gedichtband weder gut noch schlecht. Ich kann nur jedem empfehlen sich seine eigene Meinung zu bilden. Ich mag normalerweise keine Gedichte, aber diese haben mich neugierig werden lassen und gespannt habe ich dieses Büchlein gelesen. Lesenswert? Vielleicht…


    Bewertung: 3/ 5 Sternen

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    Nr. 4: "Breaking News" von Frank Schätzing


    Dieses Hörbuch habe ich versucht zusammen mit anderen in einer Hörrunde zu hören, jedoch ist es aufgrund seiner Länge (Spieldauer von über 35h) nicht wirklich dazu geeignet. Man kann sich einfach nicht die gesamte Handlung merken und darüber diskutieren.

  • MP3 CD
  • Verlag: der Hörverlag; Auflage: ungekürzte Lesung (10. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3844514643
  • ISBN-13: 978-3844514643
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 14,5 x 1 cm

  • Inhaltsangabe:

    Wo immer die Welt brennt – Starreporter Tom Hagen ist an vorderster Front dabei, zu jedem Risiko bereit. Bis er in Afghanistan den Bogen überspannt. In einer einzigen, mörderischen Nacht verliert er alles, Renommee, Geld, Zukunft. Drei Jahre später bietet sich in Israel die Gelegenheit zum Comeback. Doch was ein journalistischer Coup zu werden verspricht, entwickelt sich unversehens zu einer Hetzjagd durch die explosivste Region der Welt. Auf der Flucht vor Geheimagenten und Killern kämpft Hagen ums nackte Überleben – gegen eine Verschwörung, deren Anfänge ins koloniale Palästina zurückreichen, in eine von Mythen durchzogene Epoche, als die Saat für den Nahostkonflikt gelegt wurde …

    Autoreninfo:

    Seinen Durchbruch feierte Frank Schätzing 2004 mit dem Ökothriller "Der Schwarm", in dem die Menschheit existenziell bedroht ist durch eine hochintelligente Lebensform, die tief unten im Meer lebt. Seither gilt der 1957 geborene Kölner als einer der erfolgreichsten deutschen Autoren. Zuvor war Frank Schätzing in der Werbebranche tätig, außerdem produzierte er Musik. Seit den 1990er-Jahren konzentrierte er sich aber zunehmend auf die Schriftstellerei. Zunächst veröffentlichte er 1995 "Tod und Teufel", der Roman spielt im Köln des Jahres 1260. Weitere Bücher folgten, der erste Bestseller gelang Schätzing im Jahr 2000 mit dem Politthriller "Lautlos". 2009 erschien "Limit", ein weiterer Zukunftsthriller, in dem es diesmal nicht hinab ins Meer, sondern hinauf auf den Mond geht.

    Meine Meinung:

    Titel: Komplex und gut recherchiert (Hörbuchfassung)

    Wer sich das ungekürzte Hörbuch zu "Breaking News" vornimmt, der sollte vor allem eins haben: Zeit, denn mit einer Gesamtspieldauer von über 35 Stunden (geliefert auf 3 mp3 CDs) ist es das bisher längste Hörbuch, was mir je unter gekommen ist.

    Gleich vorab muss ich gestehen, dass ich mir das Hörbuch zugelegt habe, weil ich zwar unbedingt den Inhalt des neuen Schätzings kennen wollte, mir aber klar war, dass ich diesen Wälzer wohl nie selbst lesen könnte.

    Im Hörbuch selbst bekommen wir zwei unterschiedliche Handlungsstränge geboten, die auf sehr weiter Strecke absolut nichts miteinander zu tun haben. Zum einen begleitet der Hörer den Journalisten Tom Hagen. Dieser Part, der als Einziger mit Thrilleranteilen aufwartet, wird von Oliver Stritzel gelesen und für meinen Geschmack auch gut interpretiert. Hagen ist ein knallharter Typ, der alles für eine brandheiße Story tut. Und wenn dabei Menschenleben in Gefahr geraten, egal. Der andere Handlungsstrang nimmt deutlich mehr Raum ein und wird von Hansi Jochman (die Synchronstimme von Jodie Foster) gelesen. In diesem Teil verfolgt der geneigte Hörer die Entstehungsgeschichte Israels mit, begonnen 1929 in Palästina. Über Generationen hinweg verfolgt man das Schicksal der Familien Kahn und Scheinermann. Erst ab der Hälfte der erzählten Geschichte tun sich Verbindungen zwischen den beiden Handlungssträngen auf.

    Mir persönlich hat vor allem gefallen, dass die beiden Handlungsstränge durch zwei so unterschiedliche Sprecher wiedergegeben werden, denn so kann man als Hörer deutlich besser nachvollziehen wo man sich gerade befindet.

    "Breaking News" ist für mich auf jeden Fall ein sehr gut recherchiertes Buch, das sich einer Geschichte annimmt, die so noch nicht erzählt worden ist. Für mich ist es jedoch viel mehr eine Familiensaga bzw. ein Generationenroman als ein Thriller wie wir ihn sonst von Frank Schätzing kennen.

    Die Handlung weiß auf weiten Strecken durchaus zu fesseln, hat aber eben auch ungemein viele Längen, die einem das Hörvergnügen etwas verleiden.

    Die drei mp3 CDs werden in einer stabilen, platzsparenden Papphülle geliefert, in der die CDs sicher untergebracht sind. Zudem gibt es ein Booklet in dem die Tracks gekennzeichnet sind mit Kapitel, Jahreszahl und Handlungsort.

    Total gefehlt hingegen hat ein Personenregister. Dieses wäre sehr hilfreich gewesen, um die handelnden Personen besser einordnen zu können.

    Fazit: Durchaus nicht uninteressant, wenn man die Kraft und Ausdauer hat 35 Stunden einfach nur zuzuhören. Durchaus empfehlenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 3: "Die Farbe des Mondes" von Susanne Schomann


    Dieses Buch durfte ich in einer autorenbegleiteten Leserunde lesen und es war ein sehr schöner Austausch mit der Autorin.


  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (10. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3956490029
  • ISBN-13: 978-3956490026


  • Inhaltsangabe:

    Eine heimliche Liebe, unversöhnlicher Hass, ein Paar, durch ein Hotelerbe aneinander gebunden – der neue große Liebesroman von Susanne Schomann! Der Mond schimmert silbern auf dem See – und auf Ben, der plötzlich vor Nora steht. Wie Geschwister aufgewachsen, haben sie erbittert gestritten und sich nie versöhnt. Bis jetzt. Nora spürt, dass alles zwischen ihnen möglich ist. Doch der Moment währt nicht länger als der Schlag eines Schmetterlingsflügels … Erst Jahre später stehen Nora und Ben sich in Hamburg wieder gegenüber. Denn Noras Vater hat ihnen beiden sein Luxushotel an der Alster vermacht. Fünf Jahre müssen sie das "Brehlow" gemeinsam leiten, dann erst dürfen sie verkaufen. Und schon sind auch diese verwirrenden Gefühle für Ben wieder da, die Nora nur unter Kontrolle bekommt, wenn sie eiskalt zu ihm ist. Doch die Zukunft hält noch einmal einen Moment im Mondlicht für sie bereit …

    Autoreninfo:

    Susanne Schomann stammt aus Hamburg. Sobald sie lesen konnte, wurde sie zu einer sprichwörtlichen Leseratte. Inspiriert zu ihren romantisch-erotischen Romanen haben sie Nora Roberts, Julia Quinn – und die grenzenlose Weite von Ost- und Nordsee, wo sie regelmäßig ihre Urlaube verbringt. Die Autorin ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt.

    Meine Meinung:

    Titel: Vertraue deinem Bauchgefühl…

    Lang ist es her, dass ich zuletzt einen Liebesroman las, weshalb ich mir nicht ganz sicher war, ob dieser Roman wirklich der Richtige für mich ist. Zudem kannte ich bis dato kein Buch der Autorin.

    Im Buch selbst werden wir sofort mitten in das Geschehen katapultiert. Wir lernen Nora Brehlow und Benjamin Larsen kennen, die wie Geschwister aufwuchsen, obwohl sie keine sind. Von je her konnten sich beide nicht leiden, haben immer gestritten und sich im Hass entzweit. Doch nun werden sie zwangsweise wieder zusammengeführt, denn Noras Vater stirbt und wünscht in seinem Testament, dass beide sein gut laufendes Hotel erben und es 5 Jahre gemeinsam leiten, sonst erben sie nichts. Wird das wirklich gut gehen und können sich beide zusammenraufen, um den Wunsch des Vaters gerecht zu werden? Und was ist plötzlich mit Ben, der auf einmal starke Gefühle für Nora hat?

    Der Einstieg in den Roman fiel mir etwas schwer, da ich mich wirklich erst einmal auf das Genre Liebesroman einlassen musste, doch bald konnte ich von den Streithähnen Nora und Ben nicht mehr genug bekommen.

    Susanne Schomann gelingt es das Feuer der Leidenschaft zwischen den Protagonisten dem Leser nahe zu bringen, dass man regelrecht ein Knistern in der Luft verspürt. Der Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen.

    Mir persönlich hat besonders gefallen, dass der Roman nicht ausschließlich von Liebe handelt, sondern auch Krimielemente beinhaltet, so dass man nicht nur eine gute Liebesgeschichte geboten bekommt, sondern auch eine ordentliche Portion Spannung.

    Nach dieser Lektüre weiß ich, dass ich auch mal getrost zum Liebesroman greifen kann und dass ich dabei gut unterhalten werde.

    Fazit: Ich habe den Roman sehr gern gelesen und bin nun neugierig auf mehr von der Autorin. Schöne Lektüre, die ideal in den Urlaub passt. Lesenswert, ich empfehle ihn gerne weiter!

    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 2: "Die Seltsamen" von Stefan Bachmann


    Dieses Buch habe ich vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, um an einer Leserunde teilnehmen zu können. Dieses Buch sollte mir zeigen, ob Steampunk etwas für mich ist.


  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 2 (26. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257068883
  • ISBN-13: 978-3257068887

  • Inhaltsangabe:

    Eines der phantasievollsten und souveränsten Debüts des Jahres, geschrieben von einem Schweizer, der damit als 18-Jähriger zum Bestsellerautor in Amerika wurde: Ein schüchterner Junge zieht aus, seine Schwester zu suchen, und findet nicht nur einen Freund, sondern muss – vielleicht – auch die Welt retten.

    Autoreninfo:

    Stefan Bachmann, geboren 1993 in Boulder/Colorado, lebt in Zürich, wo er seit seinem 11. Lebensjahr das Konservatorium besucht (und dort in­zwischen die Fächer Orgel und Kom­position studiert), ansonsten aber von seiner Mutter bis zum Highschool-Abschluss zu Hause unterrichtet wurde. Er will Filmkomponist werden. Mit 16 schrieb er, inspiriert von seiner Liebe zu Steampunk, Charles Dickens und C.S. Lewis’ "Chroniken von Narnia" sein Debüt, "Die Seltsamen". Der Folgeband "The Whatnot" wird im Herbst 2014 bei Diogenes erscheinen.

    Meine Meinung:

    Titel: Das seltsame Buch über Seltsame…

    Zu diesem Buch habe ich gegriffen, weil mir dessen Gestaltung total gefiel und ich einfach mal ein Buch aus dem Genre Steampunk lesen wollte, um zu wissen was das eigentlich ist. Ich hatte keinerlei große Erwartungen an das Buch, ich wollte einfach nur gut unterhalten werden, aber das wurde ich leider nicht.

    Im Roman lernen wir den Jungen Barthy kennen, der zu der Gruppe der Seltsamen gehört, die halb Mensch und halb Fee sind und von niemanden gemocht werden, weshalb Barthy nur versteckt lebt. Ohne Freunde ist das Einzige was ihn glücklich macht seine kleine Schwester Hettie, die er beschützt und über alles liebt, aber diese ist plötzlich verschwunden. Sie wird doch wohl nicht das nächste Opfer des Mörders sein, der Seltsam- Kinder tötet?

    Ich habe schon extrem lange kein Buch mehr gelesen, bei dem mir das Lesen so extrem schwer fiel und bei dem ich absolut nicht in die Geschichte fand wie hier. Der junge Autor hat offensichtlich versucht jede Idee in seinem Buch zu verwirklichen. Die Ideen sind teilweise gar nicht so schlecht, nur ist der Roman in meinen Augen einfach zu sehr mit Inhalt überladen und einen roten Faden sucht man vergeblich.

    Die Geschichte wird hauptsächlich aus zwei Perspektiven geschildert, der von Bartholomew Kettle und der von Mr. Jelliby, was aber auch nur minimal für Spannung sorgte.

    Einzig interessant war es von Wesen aus Metall zu lesen und dass moderne Technik mit dem viktorianischen Zeitalter verknüpft wurde, was das Steampunk- Genre ja ausmacht.

    Weniger gelungen fand ich, dass es keine klare Unterscheidung zwischen den einzelnen Wesen gab, denn für mich ist nun mal eine Fee etwas anderes als eine Elfe, aber vielleicht liegt das ja auch an der Übersetzung.

    Bei "Die Seltsamen" handelt es sich um den ersten Band einer Reihe, was man auch an dem offenen Ende merkt. Eines ist für mich jedenfalls jetzt schon klar: Band 2 werde ich nicht lesen.

    Fazit: Der Ideenreichtum des Buches ist durchaus ansprechend, aber die Umsetzung konnte mich leider so gar nicht überzeugen. Für mich ein überschätztes und zu sehr gehyptes Debüt, das man nicht gelesen haben muss. Ich empfehle es nicht weiter.

    Bewertung: 2/ 5 Sternen

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    Nr. 1: "Die Insel des Mondes" von Beatrix Mannel


    Dieses Buch schlummerte seit seinem Erscheinen auf meinem SuB. Umso besser, dass ich es nun bei einer autorenbegleiteten Leserunde lesen konnte, was mir ungemein viel Spaß bereitet hat. Beatrix Mannel ist auf unsere Fragen und unsere Eindrücke zum Buch direkt eingegangen, gern lese ich mit ihr auch zukünftig Bücher von ihr.


  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (10. Juni 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453357469
  • ISBN-13: 978-3453357464

  • Inhaltsangabe:

    Auf der geheimnisvollen Insel Madagaskar wartet ein schicksalhaftes Vermächtnis

    Madagaskar 1880: Nach dem dramatischen Ende ihrer Ehe wagt die junge Paula auf der entlegenen Insel den Neubeginn. Auf der Vanilleplantage ihrer Großmutter Mathilde will sie deren Rezepte weiterentwickeln und den großen Traum vom einzigartigen Parfüm verwirklichen. Als Paula zusammen mit drei Männern den gefährlichen Weg durch den Dschungel antritt, ahnt sie noch nicht, wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Und dann beschwört ihre Ankunft auf der verlassenen Plantage dunkle Geister der Vergangenheit herauf, die Paula in ein tödliches Spiel zwingen. Ein Spiel, das sie allein mit einem magischen Duft gewinnen kann, einem Duft, der nicht nur ihre Seele rettet, sondern auch ihr verwundetes Herz.


    Autoreninfo:

    Beatrix Mannel studierte Theater- und Literaturwissenschaften und arbeitete dann als Redakteurin beim Fernsehen. Heute ist Beatrix Mannel freie Autorin und schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Nach "Die Hexengabe" und "Der Duft der Wüstenrose" ist "Die Insel des Mondes" ihr dritter Roman im Diana Verlag. Beatrix Mannel lebt mit ihrer Familie in München.

    Meine Meinung:

    Titel: Neuanfang im Paradies?

    Wir schreiben das Jahr 1880 und die junge Paula- Viktoria Kellermann hat schon einiges hinter sich, denn sie ist geschieden und von ihrer Familie verstoßen. Auf Madagaskar will sie einen Neuanfang wagen, denn dort ist das Erbe ihrer Großmutter Mathilde: eine Vanilleplantage. Hier möchte sie Vanille anbauen und Parfüms kreieren, wie es einst Mathilde tat, doch die Reise ist beschwerlich. Und dann legt ihr auch noch ständig jemand Steine in den Weg, nur wer?

    Mit viel Pathos beschreibt Beatrix Mannel dieses zauberhafte Land Madagaskar, über das ich bisher nicht einen Roman gelesen habe. Man erfährt viel über Land und Leute. Zudem ist auch die Parfümherstellung ein interessantes Thema im Buch, sprich die Lektüre bildet auch noch.

    In meinen Augen hat Beatrix Mannel mit dem Charakter der Paula eine ganz liebenswerte Person und junge Frau erschaffen, mit der man einfach mitfiebern muss und die man sehr gern auf ihrer Reise begleitet. Glaubte ich als Leser, dass es für Paula nicht mehr schlimmer kommen kann, wurde ich eines besseren belehrt. Aber nicht nur der Hauptcharakter ist gut gezeichnet, denn auch die Nebencharaktere wissen zu überzeugen und deren Schicksal lässt einen ebenfalls nicht los.

    Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr angenehm flüssig lesen und sie schafft es mit ihrer locker leichten Art den Leser in ihren Bann zu ziehen, so dass einen die Geschichte selbst nach dem Lesen noch dauernd beschäftigt.

    Der Roman weiß von Anfang bis Ende spannend zu unterhalten und der Spannungsbogen bleibt konstant auf hohem Niveau. Wer sich einfach mal in eine völlig andere Welt und eine andere Zeit träumen möchte, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten.

    Fazit: Dieser Roman war zwar mein erstes Buch der Autorin, wird aber ganz sicher nicht der letzte bleiben, denn ich wurde selten so gut unterhalten. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen, wirklich eine Schande, dass ich es so lange auf meinem SuB habe schmoren lassen.

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