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... im Dezember 2014

Nr. 9: "Der Ozean am Ende der Straße" von Neil Gaiman



  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: Aufl. 2014 (8. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3847905791
  • ISBN-13: 978-3847905790
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren 
 
Inhaltsangabe:

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen - Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Autoreninfo:

Der Engländer Neil Gaiman, 1960 geboren, arbeitete zunächst in London als Journalist und wurde durch seine Comic-Serie Der Sandmann bekannt. Neben den Romanen Niemalsland und Der Sternwanderer schrieb er zusammen mit Terry Pratchett Ein gutes Omen und verfasste über seinen Kollegen und Freund Douglas Adams die Biographie Keine Panik!. Er lebt seit einigen Jahren in den USA. 


Meine Meinung:

Titel: Ein modernes Märchen für Erwachsene

Ich lese ja eher selten Fantasy, weshalb dies mein erstes Buch von Neil Gaiman ist, auch wenn ich natürlich die Verfilmungen seiner Bücher "Sternwanderer" und "Coraline" kenne.

Im Buch selbst erinnert sich der namenlose Erzähler an seine Kindheit, die alles andere als normal war. Sein Leben bestand aus dem Lesen von Büchern, richtige Freunde hatte er keine. Doch dann passiert etwas Schlimmes in der Nähe seines Elternhauses und kurze Zeit später lernt er die junge Lettie Hempstock kennen, die sein Leben für immer verändern wird.

Neil Gaiman weiß vor allem durch seine Sprache zu beeindrucken, denn er schafft Metaphern, die einem die Handlung noch näher bringen. Ich habe mich von der Geschichte gefangen nehmen lassen und konnte einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Die ein oder andere gruslige Stelle hat mir einen herrlichen Schauer auf die Haut gezaubert.

Der Roman bietet zudem einige Zeichnungen, die für die Geschichte in meinen Augen aus I-Tüpfelchen dienen.

Das Buch sorgt für kurzweilige Unterhaltung und bringt die eigene Fantasie in Wallung. Beim Lesen denkt man als Leser an seine eigene Kindheit zurück und wie man selbst im Alter von 7 Jahren war.

Fazit: Ein überaus lesenswertes Buch, dass ich jedem, der für Märchen etwas über hat ans Herz legen möchte, da es für mich ein modernes Märchen ist. Klasse!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Nr. 8: "Das Vermächtnis von Granada" von Ulrike Schweikert


  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (20. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 376450398X
  • ISBN-13: 978-3764503987

  • Inhaltsangabe:

    Auf den Spuren einer jungen Hofdame, die im 15. Jahrhundert an der Seite von Isabel von Kastilien lebte, ist die deutsche Journalistin Isaura mit ihrem Freund Marco auf Recherchereise unterwegs. Die historischen Orte üben eine seltsame Wirkung auf Isaura aus: Immer wieder sieht sie fremdartig gekleidete Gestalten und beobachtet merkwürdige Geschehnisse, die nicht in ihre Zeit zu passen scheinen. Als Isaura und Marco einen jahrhundertealten Palast in Córdoba besichtigen, kommt es zu einem Unfall – Isaura stürzt und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder erwacht, scheint sie in einer anderen Welt zu sein ...

    Autoreninfo:

    Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt "Die Tochter des Salzsieders" ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Ihr Markenzeichen: faszinierende, lebensnahe Heldinnen. Nach ihren beiden großen historischen Jugendromanen "Das Jahr der Verschwörer" und "Die Maske der Verräter" hat die vielseitige Autorin inzwischen ihre erste Fantasy-Saga für Jugendliche verfasst, die auf Anhieb ein Erfolg wurde: "Die Erben der Nacht". Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.

    Meine Meinung:

    Titel: Zeitreise in das Spanien des 15. Jahrhunderts

    Als Fan historischer Romane und interessiert an Zeitreisen, musste ich einfach zu diesem Buch greifen, welches mein erstes von Ulrike Schweikert ist.

    Mir war nicht bewusst, dass es sich dabei um den zweiten Teil einer Trilogie handelt mit dem Vorgänger "Das kastilische Erbe", aber ich hatte beim Lesen nicht wirklich den Eindruck, dass mir extrem viel Vorwissen fehlen würde.

    Im Roman entführt uns die Autorin nach Spanien ins 15. Jahrhundert, eine Zeit und ein Land über das ich eher weniger Bescheid weiß.

    Die Geschichte wird uns aus zwei Zeiten erzählt, denn mal befinden wir uns in der Gegenwart und mal wandeln wir im 15. Jahrhundert. Unsere Hauptprotagonistin Isaura ist Journalistin und lebt eigentlich in unserer Zeit, hat aber merkwürdige Visionen. Durch einen Unfall wird sie in die Vergangenheit katapultiert. Ihr Wissen aus dem 21. Jahrhundert behält sie jedoch bei. Als Dienerin von Königin Isabel erlebt sie nun die damalige Zeit und damit verbunden jede Menge Abenteuer. Ich persönlich fand vor allem die Schilderungen aus der Vergangenheit besonders gelungen.

    Im Roman ist einfach alles enthalten: Liebe, Herzschmerz, Intrigen, Machtspielchen und jede Menge geschichtliche Fakten, die uns Leser das Spanien der damaligen Zeit bildlich vor Augen führen.

    Ich habe jede Seite dieses außergewöhnlichen Romans genossen und könnte mir nun gut vorstellen selbst eine Zeitreise anzutreten. Band eins muss natürlich auch noch nachgeholt werden.

    Fazit: Ein etwas anderer historischer Schmöker, den ich gern weiter empfehle.


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 7: "Kandierte Orangen - Eine kulinarische Reise durch Polen" von Beata Zatorska


  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Gerstenberg Verlag; Auflage: 1 (25. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3836921006
  • ISBN-13: 978-3836921008

  • Inhaltsangabe:

    Beata Zatorska reist erneut durch ihre einstige Heimat, sie präsentiert 47 neue Rezepte und schildert den Winter in Städten wie Lublin, Warschau und Krakau. Das opulent gestaltete Buch entführt den Leser in verzauberte Landschaften und in das (kulinarische) Herz Polens - ein Weihnachtstraum!

    Autoreninfo:

    Beata Zatorska wurde in Jelenia Góra im Südwesten Polens geboren. Mitte der 1980er Jahre emigrierte sie mit ihren Eltern nach Australien. Heute lebt die Ärztin mit ihrem Mann Simon Target und zwei Kindern in Sydney. Simon Target, geboren und aufgewachsen in England, ist in Australien erfolgreicher Drehbuchautor und Regisseur zahlreicher Fernsehsendungen. Simon hat die Orte und Gerichte des Landes, in dem Beata aufwuchs, mit viel Liebe zum Detail fotografiert.

    Meine Meinung:

    Titel: Mehr als nur ein Kochbuch

    Ich habe das Kochen nach Kochbuch erst seit Kurzem für mich entdeckt und war auf der Suche nach etwas ganz Besonderem und stieß dabei auf dieses Buch. Der Preis mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, aber er ist mehr als nur berechtigt, denn hier bekommt man mehr als nur ein Kochbuch, in meinen Augen ein Kleinod für das Bücherregal und einen Schatz, den man in der Küche sorgsam vor Flecken oder ähnlichem schützt.

    Das Buch kommt als stabiles Hardcover mit Schutzumschlag daher und sieht wirklich ungemein edel aus. Als Buchliebhaberin hatte ich auf Anhieb das Gefühl die Seiten streicheln zu wollen. Zudem wird mit unterschiedlichem Papier und Schriftarten gespielt.

    Ansonsten bekommen wir im Buch selbst insgesamt 47 polnische Rezepte vorgestellt, manche mehr, manche weniger aufwendig. Die Rezepte sind verpackt in die Erinnerungen der Autorin an ihre Kindheit in Polen, was das Buch zu einem wahren Leseerlebnis macht. Zu den Rezepten erfährt man eben auch so einiges über Polen und über Beatas Familie und deren Traditionen in der Winterzeit.

    Das Buch wird abgerundet durch zahlreiche Fotos, die einem das Land Polen und eben auch die schöne Winterzeit näher bringen.

    Ich habe dieses Buch jedenfalls sehr gern gelesen und die Rezepte daraus ausprobiert, es ist wirklich mal etwas anderes.

    Fazit: Ein Kleinod von Kochbuch, welches jeder Buchliebhaber besitzen sollte. In meinen Augen auch ideal als Geschenk geeignet. Uneingeschränkt zu empfehlen!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 6: "Das Erbe von Temple Hill" von Judith Kinghorn



  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442383404
  • ISBN-13: 978-3442383405


  • Inhaltsangabe:

    Eine junge Liebe, überschattet von einem längst vergessen geglaubten Geheimnis …

    England, Sommer 1911. Als die mysteriöse Cora, von allen nur die "Contessa" genannt, auf dem verlassenen Gut Temple Hill ankommt, ist das ganze Dorf in Aufruhr. Doch niemand ist faszinierter von der alten Dame als Cecily Chadwick. Als Coras attraktiver Enkel Jack die junge Frau eines Tages nach Temple Hill einlädt, ist sie Feuer und Flamme, denn sie erhofft sich, mehr über die geheimnisvolle Frau zu erfahren. Doch auch Jack geht ihr kaum mehr aus dem Kopf, und bald wird Cecily klar: Es könnte der aufregendste und romantischste Sommer ihres Lebens werden.


    Autoreninfo:

    Judith Kinghorn wurde in Northumberland geboren und ist schon seit ihrer frühesten Kindheit fasziniert von Büchern und dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Hampshire und lässt sich von ihrem alten viktorianischen Haus immer wieder zu neuen Geschichten inspirieren.

    Meine Meinung:

    Titel: Durchhaltevermögen wird belohnt…

    Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, da ich aber die Zeit der Handlung sehr spannend finde, das Cover mich an Downton Abbey denken ließ und ich geheimnisvolle Bücher liebe, da musste ich einfach zu diesem Roman greifen.

    Im Wesentlichen geht es im Buch um Contessa Cora, die so einige Geheimnisse in sich birgt, die im Verlauf der Geschichte sehr langsam offenbart werden.

    Der Einstieg ins Buch fiel mir zunächst leider nicht ganz leicht. Die Autorin hat zwar eine angenehme Erzählweise, aber irgendwie kommt die Geschichte am Anfang nicht so richtig in die Gänge und es wollte erst einmal der Funke nicht überspringen. Leider ist die Handlung zu Beginn doch sehr langatmig, weist Längen auf und fordert Durchhaltevermögen vom Leser ab. Es geht erst einmal um Dinge, die gar nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben, fast hat man das Gefühl es wurden Seitenfüller benötigt.

    Ab der zweiten Hälfte des Romans wird es dann aber endlich spannend und man wird mit gelüfteten Geheimnissen überschüttet.

    Von den handelnden Charakteren ist mir persönlich keiner so recht ans Herz gewachsen. Die Mehrzahl der Personen wirkte recht blass und oberflächlich.

    Der Roman beschreibt die dargestellte Zeit recht gut, wahrscheinlich bin ich beim Lesen einfach mit zu hohen Erwartungen herangegangen und ich bin einfach zu sehr eingefärbt von meinen Erfahrungen mit anderen Autorinnen, die im selben Genre unterwegs sind (Lucinda Riley, Kate Morton, Heidi Rehn oder Micaela Jary).

    Fazit: Ein solider Roman, der durchaus gut zu unterhalten weiß, wenn man sich auf ihn einlässt. Bedingt empfehlenswert!


    Bewertung: 3/ 5 Sternen

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    Nr. 5: "Liebe verwundet" von Rebecca Donovan



  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 1 (27. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3733500326
  • ISBN-13: 978-3733500320
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


  • Inhaltsangabe:

    Emma lebt wieder bei ihrer leiblichen Mutter. Jetzt haben ihre Leiden ein Ende – denkt sie. Doch als sie sich ihrer Vergangenheit stellt, stößt Emma auf dunkle Familiengeheimnisse. Und muss schmerzlich lernen, dass Worte schlimmer verletzen können als körperliche Gewalt.

    Autoreninfo:

    Rebecca Donovan studierte an der University of Missouri-Columbia und lebt heute mit ihrem Sohn in einer beschaulichen kleinen Stadt in Massachusetts. Mit ihrem Debüt, "Liebe verletzt" und den beiden Fortsetzungen "Liebe verwundet" und "Liebe verrät" hatte sie in den USA bahnbrechenden Erfolg.

    Meine Meinung:

    Titel: Schwächelnder zweiter Teil der Liebe- Trilogie

    Bei "Liebe verwundet" handelt es sich um den zweiten Teil der Liebe- Trilogie. Nach "Liebe verletzt", dem ersten Teil der Reihe, der mir wirklich gut gefallen hat, wollte ich nach dem Cliffhanger- Ende natürlich wissen wie es mit Emma und Evan weiter geht.

    Emma lebt nun bei den Eltern ihrer besten Freundin, ihre Tante ist verurteilt und so langsam rappelt sie sich wieder auf nach den schrecklichen Erlebnissen. Alles ist perfekt und so freut sich Emma, dass ihre leibliche Mutter Rachel sie bei sich wohnen haben will. Ob das wirklich so eine gute Idee ist?

    Dieser Band startet nahtlos nach Teil eins, auch wenn derweil ein paar Monate vergangen sind. Emma kann nun endlich aufsehen, denn sie ist keiner körperlichen Gewalt mehr ausgesetzt. Doch sehr bald muss Emma feststellen, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Ständig fremder Herrenbesuch und sie verhält sich doch sehr komisch. Was ist nur los mit ihr?

    Auch wenn ich diesen Band schlechter fand als „Liebe verletzt“, so kann ich nicht abstreiten, dass die Autorin einfach schreiben kann. Die Geschichte liest sich wieder einmal flüssig und man leidet mit der Hauptakteurin Emma, die dieses Mal leider psychischer Gewalt ausgesetzt ist.

    Leider will die Autorin in meinen Augen einfach zu viel Grausames verpacken und daher wirkte auf mich die Geschichte teils sehr unrealistisch. Emma als Charakter gelingt es einfach immer wieder vom Regen in die Traufe zu geraten.

    Schwächelnde Mittelteil, aber irgendwie lässt mich die Reihe nicht los, so dass ich wohl auch den letzten Teil "Liebe verrät" lesen werde.

    Fazit: Nach dem sehr gelungenen ersten Teil um einiges schwächer, aber trotzdem lesenswert!


    Bewertung: 3/ 5 Sternen

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    Nr. 4: "Liebe verletzt" von Rebecca Donovan




  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 1 (25. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3733500318
  • ISBN-13: 978-3733500313
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

  • Inhaltsangabe:

    Liebe ist langmütig. Liebe ist geduldig. Aber Liebe ist nicht blind und sie sieht nicht ewig zu, wie Emma leidet. Genau das aber macht Evan so gefährlich – wenn er die Striemen auf ihrem Rücken entdeckt und die Brandwunden auf ihren Armen … wenn er herausfindet, dass ihre Stiefmutter sie brutal misshandelt, wird er sie befreien wollen aus dieser Hölle auf Erden. Und weil Emma das spürt, stößt sie Evan mit Nachdruck von sich. Den Menschen, dessen Liebe sie heilen könnte. Den Menschen, den sie am meisten begehrt. Weil diese Liebe sie das Leben kosten kann.



    Autoreninfo:

    Rebecca Donovan studierte an der University of Missouri-Columbia und lebt heute mit ihrem Sohn in einer beschaulichen kleinen Stadt in Massachusetts. Mit ihrem Debüt, "Liebe verletzt" und den beiden Fortsetzungen "Liebe verwundet" und "Liebe verrät" hatte sie in den USA bahnbrechenden Erfolg.

    Meine Meinung:

    Titel: Wenn deine Wunden niemand sehen darf...

    Bei "Liebe verletzt" handelt es sich um den Startband der Liebe- Trilogie. Als Jugendbuchfan war ich auf diesen Thriller doch sehr gespannt.

    Bereits dessen Optik hatte es mir angetan, ist das dunkelgehaltene Cover auf dem ersten Blick eher unscheinbar, bis einem die Kastanien förmlich ins Blickfeld stürmen.

    Im Buch selbst lernen wir die 16 jährige Emma kennen, die bei Onkel und Tante ihr Dasein fristet. Das ist eigentlich ganz ok, doch gibt es hier einen gewaltigen Haken: Emma wird misshandelt. Und dann taucht an ihrer Schule plötzlich ein Junge auf, der ihr flugs den Kopf verdreht, denn Evan ist so anders als die anderen Jungs. Er ist einfühlsam und interessiert sich für Emma. Doch sie darf sich nicht verlieben, denn sonst würde ihr Geheimnis herauskommen und das würde alles zerstören.

    Die Geschichte wird uns Lesern aus der Ich- Perspektive näher gebracht. Die Schreibe der Autorin besticht durch einfache und leicht verständliche Sätze, die aber nicht an Niveau missen lassen. Das Buch lässt sich dadurch sehr flüssig und angenehm lesen.

    Die Szenen, in denen gegen Emma gewalttätig vorgegangen wird, haben mich sehr berührt und ein ums andere Mal zusammenzucken lassen.

    Mir haben hier die Nebencharaktere wie Evan oder Emmas beste Freundin Sara einfach besser gefallen als die Hauptakteurin selbst, denn deren Handeln konnte ich stets nachvollziehen und mich in sie hineinversetzen. Mit Emma hingegen tat ich mich jedoch oft schwer, teilweise ging sie mir sogar wie eine kleine Schwester einfach auf die Nerven. Oft war mir schleierhaft, warum sie dies oder jenes tut.

    Dieses Buch ist das Debüt der Autorin und in meinen Augen spürt man dies auch, denn oft hält sich die Autorin bei eher unwichtigen Ereignissen auf und beschreibt diese ellenlang, was zu einigen Längen führt und andererseits werden wichtige Schlüsselszenen nur angerissen oder erst gar nicht erwähnt. Das fand ich sehr schade, denn die Reihe hat wirklich Potential.

    Innerlich habe ich lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll, da ich in dem Punkt doch sehr hin und her gerissen war. Wäre Emma nicht der Hauptcharakter, dann hätte das Buch volle Punktzahl von mir bekommen, aber da sich die Geschichte nun mal um Emma dreht, muss ich hier kleine Abstriche machen.

    Das Ende hat mich übrigens atemlos zurückgelassen und zwingt einen förmlich sofort den Folgeband zu lesen, da es mit einem Cliffhanger stoppt.

    Fazit: Solider Auftakt einer Trilogie. Für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet und durchaus lesenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 3: "Heimat" von Tim Mälzer





  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Mosaik (13. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442392748
  • ISBN-13: 978-3442392742


  • Inhaltsangabe:

    Heimat Deutschland – Bockwurst und Sauerkraut, Präzision und Lederhose? Tim Mälzers Blick auf seine Heimat ist anders und frei von Klischees. Für ihn ist Heimat überall, wo man sich zu Hause fühlt: im Fußballstadion, bei der Familie, am Meer wie in den Bergen, beim Camping, zu Lande und zu Wasser. Wie frisch und kreativ deutsche Küche sein kann, zeigt der Autor in seinem neuen Kochbuch HEIMAT. Dafür machte sich Tim Mälzer auf eine kulinarische Reise quer durchs Land. Er kostete seltene Käsesorten, entdeckte eine neue Brotkultur, fuhr mit Fischern aufs Meer und sah zum ersten Mal in seinem Leben Schweine in freier Wildbahn vor Glück rennen. In HEIMAT berichtet er von seinen Gesprächen mit Produzenten, Landwirten und Handwerkern und staunt dabei immer wieder über den kulinarischen Produktreichtum und die Leidenschaft für diese Vielfalt. Vor allem aber liefert er in seinem Kochbuch über 120 Rezepte: umsichtig modernisierte Gerichte, entstaubte Klassiker und einige ganz neue Kreationen: „Dies hier ist mein ganz persönlicher Blick auf Deutschland und die deutsche Küche. Ein Buch, das Sie inspirieren soll, selbst loszulegen und zu entdecken, wie Deutschland schmeckt – die Vielfalt beginnt gleich an der nächsten Ecke.“

    Autoreninfo:

    Tim Mälzer hat Deutschlands Kochgewohnheiten umgekrempelt. Küchenchef, TV-Koch, Buchautor, Showmaster – er ist der mediale Star am Herd. Seine TV-Sendungen sind Kult, sein lässiger Kochstil hat tausende Fans zu begeisterten Hobbyköchen gemacht. Die frische und kreative Küche zu alltagstauglichen Preisen ist seine Stärke: "Es gibt Sachen, die einfach schweinelecker sind und nicht die Welt kosten müssen." Tim Mälzer steht für eine neue Generation am Herd. Im Rahmen seiner TV-Dokus geht er intensiv auf wichtige Themen rund um die Ernährung ein.

    Meine Meinung:

    Titel: Unsere Heimat geschmacklich erleben…

    Tim Mälzer ist mir vor allem ein Begriff aus seinen TV- Sendungen und der Zeitschrift "Essen & Trinken für jeden Tag", weshalb ich mich nun entschied auch mal ein Kochbuch von ihm näher unter die Lupe zu nehmen.

    „Heimat“ kommt als sehr luxuriös ausgestattetes Hardcover daher, der golden schimmernde Einband und die witzigen Gartenzwerge auf dem Cover machen wirklich etwas her. Das Buch sieht extrem wertig aus und man mag es gar nicht in der Küche lagern aus Sorge es zu beschmutzen.

    Das Buch ist in mehrere Bereiche gegliedert, so haben wir Suppen, Mittagsgerichte, Fisch, Fleisch, Salate & Gemüse & Beilagen, Abendessen und Süßes (Backwaren). Ich persönlich habe mich vor allem den Fleischgerichten (Mittag- und Abendessen) sowie den Backrezepten zugewandt, weil mich diese am meisten interessiert haben.

    Jedem Rezept vorangestellt ist eine Zutatenliste und die Angabe für wie viele Personen das Rezept ausgelegt ist, was mir sehr gut gefiel, denn so vergisst man nichts.

    Danach wird in einzelnen Schritten (mit Nummern versehen) die Zubereitung erläutert.

    Die Mehrzahl der Rezepte sind mir persönlich gelungen und ließen sich recht einfach nachkochen. Allerdings sollte man immer dabei bleiben und schauen, ob die Angaben zu Temperatur und Garzeit auch korrekt sind, denn ein ums andere Mal musste ein Kuchen doch etwas länger im Ofen bleiben als angegeben oder eine Zutat musste fixer verarbeitet werden als geschildert.

    Zudem hätte ich mir doch gern etwas mehr Fotos gewünscht, da man einfach nur das fertige Gericht sieht, was ich etwas schade fand. Ein paar Schritte im Bild gezeigt, wären sehr hilfreich gewesen.

    Des Weiteren kommen in diesem Buch oft teure und manchmal auch schwer zu bekommende Zutaten vor, die man aber ganz leicht durch günstigere Varianten ersetzen kann.

    Ansonsten bietet das Buch altbekannte Rezepte in neuem Gewand und ich hatte wirklich mächtig viel Spaß diese auszuprobieren.

    Das Buch ist für Hobbyköche sehr gut geeignet, die sich allerdings schon etwas in der Küche auskennen sollten. Kochanfänger werden hier vielleicht bei so manchem Rezept überfordert sein.

    Fazit: Tolles Kochbuch, das ich sehr gerne weiter empfehle.


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 2: "Kinder des Meeres" von Charlotte Lyne




  • Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: Aufl. 2014 (14. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3431039065
  • ISBN-13: 978-3431039061
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  •  
    Inhaltsangabe:

    England 1509. Die Werftkinder Fenella, Anthony und Sylvester wachsen gemeinsam in Portsmouth auf. Es ist die Zeit der Regentschaft Henrys VIII., eine Zeit des Umbruchs. Während Sylvester in den Verheißungen der neuen Zeit aufblüht, gerät der hochbegabte Anthony immer wieder in Schwierigkeiten. Freunde bleiben sie dennoch ? bis sie erkennen, dass sie beide Fenella innig lieben. Die Ereignisse spitzen sich zu, als die Franzosen den Hafen angreifen. Anthony und Sylvester befinden sich an Bord der Mary Rose, des Lieblingsschiffs des Königs. Es wird in dieser Schlacht untergehen, zusammen mit 700 Menschen, und nur einer der beiden Männer wird überleben.

    Autoreninfo:

    Charlotte Lyne, geboren 1965 in Berlin, studierte Germanistik, Latein, Anglistik und Italienische Literatur in Berlin, Neapel und London. Bevor sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern nach London zog, lebte sie einige Zeit in Glencoe, der schottischen Heimat ihrer Schwiegerfamilie. Charlotte Lyne arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Lektorin.  

    Meine Meinung:

    Titel: Eine Freundschaft, die alles aushält

    Ich habe von Charlotte Lyne (die auch unter anderem Pseudonym schreibt) bereits mehrere historische Romane gelesen und war daher besonders gespannt auf diesen neuen Roman, dessen Cover mich bereits verzaubert hat.

    Dieses Mal entführt uns die Autorin nach England um 1509. Hier lernen wir die Werftkinder Sylvester, Anthony und Fenella kennen. Beide Jungen verlieben sich in die hübsche Fenella, aber dennoch bleibt ihre Freundschaft bestehen. In den schwierigen Zeiten hat jeder sein Päckchen zu tragen, besonders Anthony, der immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Werden seine Freunde ihm helfen können?

    "Kinder des Meeres" war für mich einfach ein zauberhaftes Buch, das mich in eine andere Welt und eine andere Zeit hat reisen lassen.

    Die Hauptcharaktere sind unheimlich gut gezeichnet. Selbst wenn man einen davon weniger mag, so kann man dessen Handeln dennoch nachvollziehen und sich in die Person hinein fühlen. Mein Lieblingscharakter war ganz klar Sylvester, der immer für die anderen da war und sich selbst stets zurück genommen hat. So etwas bewundere ich. Ansonsten wissen auch die zahlreichen Nebencharaktere zu überzeugen.

    Der Roman strotzt nur so vor Lügen und Intrigen, Machtränkel, Liebe und Herzschmerz, es ist einfach von allem etwas dabei.

    Mich hat der Roman jedenfalls immer wieder aufgewühlt, so dass ich auch das ein oder andere Tränchen verdrücken musste.

    Auch wenn das Buch sehr seitenstark ist, so kam doch nie Langeweile auf und ich war ungemein traurig, als es aus war und ich die lieb gewonnenen Protagonisten ziehen lassen musste.

    Fazit: Für mich ein Lesehighlight in diesem Jahr. Ungemein spannend, lehrreich und bewegend, weshalb ich nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen kann.


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 1: "Kuckucksmörder" von Raimon Weber



  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (14. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548285341
  • ISBN-13: 978-3548285344


  • Inhaltsangabe:

    Sie sind die perfekte Familie. Glauben alle. Nur er nicht. Er beobachtet sie. Verfolgt sie. Kennt ihre dunkelsten Geheimnisse. Denn er sieht jeden Schritt. Jeden Schlag. Bis er eines Tages selber zuschlägt. Die Familien als Geisel nimmt. Die perfekten Familienväter verschwinden spurlos. Doch keiner sieht etwas. Keiner weiß etwas. Nur die schwerkranke Polizistin Eva Flessner hat einen Verdacht. Was sie nicht ahnt: Er beobachtet auch sie …

    Autoreninfo:

    Raimon Weber, in Unna geboren, lebt mit seiner Familie und der Katze "Flummi" aus Überzeugung in der westfälischen Provinz. Seit 1998 veröffentlicht er erfolgreich Kriminalromane, Thriller und Hörspiele.

    Meine Meinung:

    Titel: Lass uns Familie spielen…

    Ich lese ja doch eher selten Thriller, weil es mich da immer so sehr gruselt, aber in der kalten Jahreszeit kommt es dann doch mal vor, dass ich es wage.

    "Kuckucksmörder" ist das erste Buch von Raimon Weber für mich, daher machte ich mich völlig unvoreingenommen ans Lesen.

    Bereits der Prolog führt einen vor Augen, dass dieser Thriller ganz sicher keine leichte Kost werden wird. Eva Flessner ist Polizistin und findet ihre Freundin und deren Familie ermordet vor. Wer kann nur solch eine schreckliche Tat begehen und warum gerade Petra, deren Welt stets so heil erschien? Eva beginnt zu ermitteln und gerät dabei bald selbst in Gefahr. Wird sie den Täter überführen können?

    Herr Weber hat einen sehr ansprechenden Schreibstil, der einen mitzureißen vermag. Die Szenen zwischen Opfern und Täter sind schon sehr bildlich dargestellt.

    Für mich völlig neu war, dass hier der Täter von Anfang an bekannt ist und man als Leser diesen nicht identifizieren muss. Gerade das machte das Katz- und Mausspiel so spannend.

    Das offene Ende hat mich doch sehr überrascht, ich hatte mir da irgendwie mehr Aufklärung gewünscht. Zumindest deutet alles darauf hin, dass es mit Eva in einem anderen Buch weiter gehen wird.

    Fazit: Solider Thriller, der einem eine schöne Gänsehaut verpasst. Lesenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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