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... im Februar 2014

Nr. 8: "Mord in Babelsberg" von Susanne Goga


Dieses Buch habe ich in einer autorenbegleiteten Leserunde gelesen und es war so super spannend. Das war bereits meine zweite Leserunde mit Susanne Goga und es dürfen gern noch viele weitere folgen. :-)

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423214864
  • ISBN-13: 978-3423214865

  • Inhaltsangabe:

    Berlin 1926. Im Hof einer eleganten Wohnanlage in Kreuzberg wird die Leiche einer Frau entdeckt, die mit einer Scherbe aus rotem Glas erstochen wurde. Kommissar Leo Wechsler muss am Tatort erkennen, dass es sich bei der Toten um seine ehemalige Geliebte Marlen Dornow handelt, die er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Er erzählt niemandem von seiner Verbindung zu der Toten, auch nicht seiner Frau Clara, sondern stürzt sich verbissen in die Ermittlungen. Wie sich herausstellt, hatte Marlen sich von wohlhabenden Männern aushalten lassen, zuletzt von einem Politiker, der ein enger Mitarbeiter des Außenministers Gustav Stresemann ist. Kurze Zeit später gibt es einen zweiten Toten: Viktor König, der gefeierte Filmregisseur, wurde ebenfalls mit einer roten Glasscherbe erstochen …

    Autoreninfo:

    Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Im Diana Verlag erschienen bereits ihre Romane Das Leonardo-Papier sowie Die Sprache der Schatten, für den sie 2012 mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

    Meine Meinung:

    Titel: Mein erstes Rendezvous mit Leo Wechsler…

    "Mord in Babelsberg“ ist zwar bereits der vierte Fall von Kommissar Leo Wechsler, aber mein erster, den ich über ihn gelesen habe.

    Die Autorin entführt uns in das Jahr 1926, Leo Wechsler ist glücklich verheiratet und unser Berliner Kommissar hat einen kniffeligen Mordfall zu lösen. Eine junge Schauspielerin wurde um Mitternacht mit einer roten Glasscherbe auf offener Straße getötet und keiner kann sich erklären wieso. Kurze Zeit später stirbt eine weitere Person, ist eventuell ein Serientäter am Werk? Und was ist eigentlich mit Leo los, der sich seit dem Anblick der Toten komisch verhält?

    Ich kannte bisher nicht einen Leo Wechsler Fall, habe mich aber sofort gut in die Geschichte einfinden können. Ich hatte nicht zwingend das Gefühl, dass ich die Vorgängerromane hätte kennen müssen, um alles zu verstehen. Klar wird Bezug zu seinen älteren Fällen genommen, aber soweit erklärt, dass man keine Wissenslücken hat.

    Mir hat an dem Kriminalroman besonders das Setting gefallen, denn einen Krimi, der zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg angesiedelt ist, findet man ja doch eher selten. Susanne Goga gelingt es dabei sehr gut die Aufbruchsstimmung der damaligen Zeit, der sogenannten goldenen Zwanziger, einzufangen.

    Gut ausgearbeitet empfand ich auch die Charaktere, denn selbst in den einen oder anderen Nebencharakter konnte man sich hineinversetzen und dessen Handeln verstehen.

    Ich habe bis zuletzt gerätselt, wer denn nun der Täter war. Erst auf den letzten Seiten erfährt der Leser alles, was ich bei Frau Gogas Büchern immer besonders mag. Das Ende der Geschichte gefiel mir sehr gut, war nachvollziehbar und schlüssig.

    Zudem lässt die Autorin auch das Thema Liebe nicht zu kurz kommen. Die Beziehung zwischen Ehefrau Clara und Leo ist authentisch geschildert und bewegte mich als Leser.

    Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin nun neugierig auf weitere Leo Fälle geworden. Wer Volker Kutschers "Gereon Rath“ mag, der wird Leo Wechsler lieben. Uneingeschränkt zu empfehlen!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 7: "Treffen sich zwei Neurosen" von Andrea Jolander


    Dieses tolle Buch habe ich in zwei Leserunden, begleitet von der Autorin, gelesen. Es ist so schon sehr witzig und informativ, aber in den Runden hat das Lesen dann noch viel mehr Spaß gemacht.

  • Broschiert: 224 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (17. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453200039
  • ISBN-13: 978-3453200036

  • Inhaltsangabe:

    Männer und Frauen – jede Menge Stoff für Zoff

    Warum knallt es so oft zwischen den Geschlechtern? Unser Unterbewusstsein sabotiert uns, wo es nur geht! Psychotherapeutin Andrea Jolander erklärt sehr unterhaltsam, was dahintersteckt und warum unser Verstand dabei wenig mitzureden hat. So schärft sie auf unkonventionelle Weise unsere Sinne für das, was Männer und Frauen wirklich ausmacht.

    Warum Männer und Frauen oft nicht miteinander können – und manchmal nicht mal mit sich selbst –, entscheidet sich schon früh im Leben. Bereits im Kindesalter wird der Grundstein dafür gelegt, was wir für typisch männlich und weiblich halten. So entstehen Rollenbilder, die uns nicht bewusst sind, uns aber nachhaltig bei der Partnerwahl und im Zusammenleben beeinflussen. Anhand amüsanter Beispiele entlarvt Psychotherapeutin Andrea Jolander den miesen Verräter Unterbewusstsein, sorgt für viele Aha-Erlebnisse und schafft damit Verständnis für uns und den anderen – unverzichtbare Lektüre für eine funktionierende Beziehung und ein großes Lesevergnügen.


    Autoreninfo:

    Andrea Jolander, Jahrgang 1952, ist das Pseudonym einer bekannten Psychotherapeutin, die seit über dreißig Jahren in diesem Beruf tätig ist. Neben der Arbeit in eigener Praxis hat sie Psychotherapeuten ausgebildet und bei der Gründung einer Beratungsstelle mitgewirkt. Andrea Jolander ist verheiratet und lebt in Baden-Württemberg.

    Meine Meinung:

    Titel: Plauderstunde mit der Psychotherapeutin...

    Wenn ein Sachbuch gut gemacht ist, dann greife ich auch gern einmal danach und das Thema Beziehung interessiert mich eigentlich immer. Bei diesem Buch mit dem doch sehr speziellen Titel, da wollte ich einfach mehr wissen und ich wurde positiv überrascht.

    Das Buch ist in vier Kapitel gegliedert. Zunächst erfahren wir interessierten Leser etwas über die Klischees, durch die Männlein und Weiblein geprägt sind. In den beiden Folgekapiteln werden dann die beiden Geschlechter getrennt voneinander beleuchtet und im letzten Kapitel treffen die beiden aufeinander. Zoff vorprogrammiert? Vielleicht…

    Beim Lesen des Buches kommt man sich vor als würde man mit der Autorin plaudern und nicht etwa nur ein Buch lesen, was mir ungemein gefiel. Zudem unterstreicht Andrea Jolander alles mit Beispielen aus ihrem Praxisalltag als Psychotherapeutin, wo man sich ein ums andere Mal ohne weiteres wiedererkennt.

    Die Lektüre ist einfach nur ungemein amüsant und die ein oder andere neue Erkenntnis im Bezug auf das eigene Ich und Beziehungen im Besonderen hatte ich auch.

    Auch wenn es sich hierbei um ein Sachbuch handelt, hat es doch so ein wenig den Ratgebertouch, was mich persönlich jedoch nicht störte. Zudem bin ich der Meinung, dass das Buch eher etwas für Frauen ist.

    Fazit: Ich habe mit jeder Menge Spaß gelesen und kann nur meine Leseempfehlung aussprechen. Dieses Buch wird gleich an meine beste Freundin verliehen…


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 6: "Vulkanjäger" von Katja Brandis


    Im Zuge einer Leserunde zusammen mit der Autorin habe ich dieses tolle Jugendbuch erhalten. Die Diskussion mit Katja (bürgerlich: Sylvia Englert) war wirklich sehr spannend und hat Spaß gemacht.

  • Gebundene Ausgabe: 365 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Originalausgabe (3. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407811594
  • ISBN-13: 978-3407811592
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre

  • Inhaltsangabe:

    Ein atemberaubender Roman über den schmalen Grat zwischen Mut und Besessenheit, Liebe und Selbstaufgabe. Eine Reise zu den Vulkanen der Welt! Als Jan von seinem Vater, dem berühmten Dokumentarfilmer und Vulkanologen, eingeladen wird, freut er sich auf Abenteuer und Exotik. Mit der Besessenheit seines Vaters hat er nicht gerechnet. Auf der Jagd nach spektakulären Ausbrüchen begibt der sich regelmäßig in Lebensgefahr. Erst ein Abstecher nach Neapel zum schlafenden Vesuv verspricht ruhige Tage – und Jan begegnet der wunderbaren Giulia, die ihn in ihren Bann zieht. Dass der Vesuv einer der gefährlichsten Vulkane der Welt ist, wird Jan erst klar, als Beben die Stadt erschüttern. Steht eine Katastrophe bevor? Jan würde am liebsten abhauen, doch wie könnte er Giulia zurücklassen? Und seinen Vater, der um jeden Preis bleiben will? Plötzlich steht Jan vor der gefährlichsten Entscheidung seines Lebens …

    Autoreninfo:

    Katja Brandis, geb. 1970, ist seit vielen Jahren begeisterte Taucherin. In den Meeren dieser Welt hat sie unvergessliche Begegnungen mit Haien, Rochen und Delfinen erlebt. An Land arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits zahlreiche Abenteuer- und Fantasyromane für Jugendliche veröffentlicht. Sie lebt mit Mann und Sohn in der Nähe von München.

    Meine Meinung:

    Titel: Die Welt der Vulkane...

    Der 16 jährige Jan kann sein Glück kaum fassen als er von seinem Vater in den Sommerferien dazu eingeladen wird bei dem Dreh eines Dokumentarfilms über Vulkane dabei zu sein. So weit ist Jan noch nie gereist und das Abenteuer kann starten. Nur ahnt Jan nicht, dass diese Reise sein Leben für immer verändern wird…

    Katja Brandis siedelt das Setting in der nahen Zukunft an, denn wir schreiben das Jahr 2020. Jan fungiert hier als Ich- Erzähler und lässt uns an seiner Gefühlswelt teilhaben.

    Hatte ich zu Beginn noch meine Zweifel, dass Jan ein echter Kerl ist, stellte sich im Laufe der Geschichte sehr schnell heraus, dass der Junge eine ordentliche Entwicklung durchmacht, was mir bei Charakteren, die anfangs schwach sind, in Büchern immer besonders gefällt.

    Das Beste an der Geschichte ist eigentlich, dass sie in mir die Faszination für Vulkane geweckt hat, denn damit hatte ich mich bisher noch nie beschäftigt. Die Autorin schafft es jede Menge Fakten gekonnt in der Handlung zu verknüpfen, ohne dass der jugendliche Leser sich dabei überfordert fühlt. Man lernt selbst als Erwachsener noch vieles dazu.

    Das Ende der Geschichte kam für mich so unerwartet, dass ich mit einem Staunen zurück blieb und eine leichte Gänsehaut verpasst bekam.

    Fazit: Eine Geschichte nicht nur über Vulkane, sondern auch über Freundschaft und die erste Liebe. Ich kann dieses Jugendbuch nur empfehlen, wirklich lesenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 5: "Das Schwert des Normannen" von Ulf Schiewe
     
     
    Dieses Buch hatte ich mir selbst gekauft, um an der Leserunde bei den Büchereulen teilnehmen zu können, die vom Autor selbst begleitet wurde.
     
  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426513161
  • ISBN-13: 978-3426513163
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    Inhaltsangabe:
     
    Die Normandie im 11. Jahrhundert: Der berüchtigte Robert Guiscard von Hauteville, genannt das Schlitzohr, ist auf der Flucht nach Süditalien, wo seine Brüder sich als Kriegsherren einen Namen gemacht haben. Unter Roberts Gefährten befindet sich der 17-jährige Gilbert, dessen Herkunft im Dunkeln liegt und der bei den Hautevilles als Schweinehirt aufgewachsen ist. Seine Treue und Waghalsigkeit lassen ihn schnell zu Roberts engstem Vertrauten werden. Sie beginnen als Raubritter, für die nichts als Gold zählt, und sind doch dabei, ein Reich zu schaffen, das in ­Europa seinesgleichen suchen wird.

    Autoreninfo:

    Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Eigentlich wollte er Kunstmaler werden, doch statt der "brotlosen Kunst" widmete er sich der Technik und wurde Software-Entwickler und später Marketingmanager für Softwareprodukte. Seit frühester Jugend war Ulf Schiewe eine Leseratte, den spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Lauf der Jahre wuchs aus der Lust am Lesen der Wunsch, selbst einen großen historischen Roman zu schreiben, den er mit "Bastard von Tolosa" , seinen ersten Roman, erfüllte.
    Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.


    Meine Meinung:

    Titel: Das Leben der Normannen

    Dies war mein erster Roman, den ich von Ulf Schiewe gelesen habe, aber er wird gewiss nicht mein letzter gewesen sein.

    In "Das Schwert des Normannen“, dem ersten Band einer Serie von mindestens 4 Romanen, entführt uns der Autor ins 11. Jahrhundert. Die Geschichte wird uns aus der Ich- Perspektive vom jungen Gilbert erzählt. Dieser wurde einst als kleiner Knirps von den Hautevilles entführt und wuchs in dieser großen Sippe gleichwertig mit den anderen Geschwistern auf. Kaum war er 17 Jahre alt, begleitete er seinen "Halbbruder“ Robert Guiscard nach Italia, um eine bessere Zukunft zu haben. Wird es ihnen gelingen, ihren Lebensstandard zu verbessern?

    Das Buch ist gespickt von Schlachten und Intrigen, aber auch von Freundschaft und Verbundenheit zum eigenen Volk. Wir Leser erleben mit wie aus dem einstigen Schweinehirten Gilbert ein wahrer Ritter wird.

    Der Roman steigert sich von Seite zu Seite, eine Geschichte, die wirklich zu fesseln weiß.

    Ich habe bisher keinen Roman aus dieser Zeit gelesen und mir ist auch nicht bekannt, dass es viel Auswahl im Deutschen an Geschichten zu den Normannen gibt, daher fand ich den Roman äußerst erhellend. Man bekommt wirklich viel Geschichtswissen geboten und lernt doch einiges dazu.

    Einziges Manko: Es tauchen so viele Personen auf, die ich mir gar nicht alle merken konnte. Na ja und die Namen der damaligen Zeit sind auch nicht immer gut zu lesen/ aussprechbar.

    Fazit: Ein gelungener Roman, über eine Zeit, von der wir Deutschen eher wenig wissen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf den Nachfolgeband "Die Rache des Normannen“, denn ich möchte wirklich gern wissen wie es weiter geht.


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 4: "Weiße Nächte, weites Land" von Martina Sahler


    Dieses Buch habe ich als Wanderbuch erhalten, auch mal eine interessante Art an neuen Lesestoff zu kommen.

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426511088
  • ISBN-13: 978-3426511084

  • Inhaltsangabe:

    Deutschland im 18. Jahrhundert. Die beiden Schwestern Christina und Eleonora könnten unterschiedlicher nicht sein. Christina ist temperamentvoll und stets auf ihren Vorteil bedacht – ganz anders als die zurückhaltende junge Witwe Eleonora. Beide folgen dem Ruf der Zarin Katharina, in Russland ein neues Leben zu beginnen. Doch die Wirklichkeit erweist sich als sehr viel rauher und grausamer, als es sich beide in ihren Träumen ausgemalt haben.

    Autoreninfo:

    Martina Sahler, Jahrgang 1963, lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln. Das Studium der Germanistik und Anglistik brachte ihr auch die Erkenntnis, dass ihr die bunte Praxis des Schreibens lieber ist als die graue Theorie. Nach Volontariat in einem großen Publikumsverlag und mehrjähriger Arbeit als fest angestellter Redakteurin für Belletristik arbeitet sie seit über 20 Jahren freiberuflich rund ums Buch - als Ghostwriter, Lektorin und Autorin. In ihrem Büro mit Blick in Bergische Wälder und den Katzen Lottie und Lilly um die Beine schreibt sie Jugendbücher und historische Romane.

    Meine Meinung:

    Titel: Nur wer den Mut hat zu träumen, hat auch die Kraft zu kämpfen…

    Ich liebe Auswanderergeschichten ja über alle Maßen, vor allem wenn es in Richtung Australien, Neuseeland oder ähnlich ferne Länder geht. Mit Martina Sahlers historischem Roman "Weiße Nächte, weites Land“ durfte ich mich nun auf die Reise nach Russland begeben.

    Im Roman lernen wir die Weber- Schwestern kennen, bestehend aus Eleonora, Christina und Klara, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während beispielsweise die junge Witwe Eleonora eher ein ruhigeres und besonneneres Gemüt hat, handelt Christina voller Temperament und Tatendrang. In ihrer deutschen Heimat Hessen sehen die Schwestern nach dem Tod der Mutter keine Zukunft mehr und folgen dem Ruf der russischen Zarin. Werden sie dort neues Glück finden?

    Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert. Im ersten Part erfahren wir etwas über die deutsche Heimat, wie schwer es den Menschen dort fällt ihr Leben zu leben, welches von Hunger und Elend geprägt ist. Viele denken über das Auswandern nach und einige wagen es dann auch. Im zweiten Abschnitt darf der Leser an der beschwerlichen Reise nach Russland teilnehmen und im dritten begleiten wir die Protagonisten in ihrer neuen Heimat und wie sich deren neu gegründete Kolonie entwickelt.

    Im Roman selbst wird nicht nur das Leben der Weber- Schwestern beleuchtet, sondern auch das all der anderen Auswanderer, die mit Christina und Eleonora den weiten Weg angetreten haben. Mit viel Gefühl schildert uns die Autorin die Ereignisse, die überaus realistisch wirken.

    Das Buch ist geprägt von Schicksalsschlägen, Intrigen, Kampfgeist, aber auch von Liebe und dem Glück eines Neuanfangs.

    Ich habe diesen historischen Roman mit großer Begeisterung gelesen, denn er sorgt dafür, dass man sich in eine völlig andere Zeit träumen kann.

    Fazit: Ein spannender historischer Roman, der die Auswanderer des 18. Jahrhunderts gen Russland beleuchtet. Überaus lesenswert! Wer die Bücher von Sarah Lark mag, der wird dieses Buch ebenfalls mögen.


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 3: "WARP - Der Quantenzauberer" von Eoin Colfer
     
     
    Dieses Buch habe ich vom Loewe- Verlag bekommen, um an meiner ersten Leserunde bei Literaturschock mitmachen zu können. Echt eine sehr schöne Runde, ich glaub hier werde ich öfter an Leserunden teilnehmen, der Austausch war echt spannend.
     
  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (17. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785579098
  • ISBN-13: 978-3785579091
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
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    Inhaltsangabe:
     
    Ein grandioses Zeitreiseabenteuer vom Autor der Artemis-Fowl -Bücher.
    Was soll es anderes sein als eine Strafversetzung? FBI-Junior-Agentin Chevie Savano wurde nach London geschickt, um im Auftrag von WARP eine merkwürdige alte Metallkapsel zu bewachen. Das war vor neun Monaten. Und seitdem sitzt sie vor dem Ding und wartet darauf, dass irgendjemand oder etwas da rauskommt .
    Als ein Wandspiegel mit einem Knall zerplatzt, die Deckenleuchten anfangen zu flackern und draußen eine Straßenlaterne nach der anderen explodiert, ist Chevie sofort klar, dass die Kapsel im Keller aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist. Mit vorgehaltener Waffe stürmt sie die Treppe herunter und findet ... einen 14-jährigen Jungen, der aussieht, als wäre er soeben aus einem Buch von Charles Dickens gefallen.
    Der Quantenzauberer ist der erste Band der WARP-Reihe.

     
    Autoreninfo:
     
    1965 in Wexford an der Südostküste Irlands geboren, wuchs Eoin Colfer mit seinen vier Brüdern und Eltern, beide Lehrer, in seiner Geburtsstadt auf. Bereits in der Grundschule begann er vom Geschichtsunterricht inspirierte Wikingergeschichten zu schreiben. Nach einem Lehramtsstudium heiratete er 1991 und verbrachte die nächsten vier Jahre in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien. Sein erstes Buch aus dem Jahre 1998, "Benny und Omar", gründet auf seinen Erlebnissen in Tunesien und wurde in viele Sprachen übersetzt. Mit dem Erfolg seiner Bücher hörte Eoin Colfer 2001 auf, als Lehrer zu arbeiten. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Irland.
     
    Meine Meinung:
     
    Titel: Zeitreise mal ganz anders…
     
    Bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen ein Buch von Eoin Colfer zu lesen, weshalb ich mich völlig erwartungsfrei diesem Buch widmete.

    Im Buch lernen wir die 17- Jährige FBI- Agentin Chevie Savano kennen, die kürzlich nach London strafversetzt worden ist. Hier muss sie auf eine komische Metallkapsel aufpassen, doch nichts passiert an diesem blöden Ding. Von wegen, denn plötzlich erwacht die ominöse Kapsel zum Leben und ihr entsteigt ein Junge, der aus dem vorigen Jahrhundert zu stammen scheint. Was hat das alles nur zu bedeuten?

    „Der Quantenzauberer“ ist so actiongeladen, dass man sich vorkommt wie in einem James- Bond- Film für Jugendliche. Denn kaum ist unser Junge aus dem 19. Jahrhundert, der sich Riley nennt, in der Zukunft gelandet, wird er auch schon gejagt, nämlich vom mysteriösen Quantenzauberer Garrick. Wird Chevie ihm helfen können? Und kann man Garrick, den einstigen Zauberkünstler, überhaupt das Handwerk legen?

    Unsere Protagonisten agieren nicht nur in der Zukunft (unserer Gegenwart), sondern auch in der Vergangenheit im Jahre 1898, was ich persönlich besonders spannend fand, vor allem wie die Zeitreisen von statten gehen.

    Der Schreibstil Colfers ist sehr angenehm zu lesen, da er dem Jugendbuchgenre angemessen kurze Sätze verwendet und viele Geschehnisse ausreichend erklärt werden. Colfers Schreibe besticht vor allem durch jede Menge Witz, die trotz ernster Szenen den Leser ein ums andere Mal zum Schmunzeln bringt.

    Das Buch ist in meinen Augen eher für Jugendliche ab 14 Jahren und älter geeignet, da es genug Szenen gibt, in denen jemand unfreiwillig sein Leben lässt.

    Die zu Beginn der Geschichte gestreuten Geheimnisse um die Protagonisten werden am Ende aufgelöst und mich ließ das völlig unerwartete Ende glücklich zurück. Wenn es einen Folgeband geben sollte, dann würde ich den ganz bestimmt auch lesen wollen.

    Fazit: Ein immens spannender Jugendroman, den man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte.


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 2: "Straight White Male" von John Niven


    Dieses Buch habe ich für die Teilnahme an der Leserunde bei den Büchereulen bekommen und es war wieder echt ein Überraschungshit, auf den ich ohne die Eulen nie gekommen wäre. Der Austausch war wieder echte Spitzenklasse, so macht Lesen einfach Spaß.

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (20. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453268482
  • ISBN-13: 978-3453268487

  • Inhaltsangabe:

    Scharfzüngig und wunderbar komisch

    Kennedy Marr ist ein Autor der alten Schule. Irisch, zynisch bis zum Anschlag, ein Borderline-Alkoholiker und Sex-Süchtiger. Sein Mantra lautet: hart trinken, gut essen und jede Frau flachlegen, die bei drei nicht auf den Bäumen ist. Mittlerweile als Drehbuchautor in L. A. ansässig, flucht er sich durch die kalifornische Literatur- und Filmszene. Doch sein verschwenderischer Lebensstil bringt ihn an den Rand des Bankrotts, bis sich unverhofft eine Lösung anbietet. In England wird er für einen hoch dotierten Literaturpreis vorgeschlagen. Um an das Geld zu kommen, gilt es allerdings, mehrere konfliktbeladene Auflagen zu erfüllen.


    Autoreninfo:

    John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband "The Wishing Stones", studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle "Music from the big pink" über Bob Dylan und "The Band" in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman "Kill Your Friends" - einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie - einen internationalen Bestseller. John Niven schreibt außerdem Drehbücher und arbeitet bereits an einem neuen Roman. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

    Meine Meinung:

    Titel: Du hast dich an der Liebe versündigt...

    "Straight White Male“ ist das erste Buch von John Niven, welches ich gelesen habe und nach dem Beenden der Lektüre frage ich mich: Wieso hast du diesen kongenialen Autor nicht schon viel früher für dich entdeckt?

    Im Buch lernen wir den preisgekrönten Romanautor Kennedy Marr kennen, der sich bereits in den Mittvierzigern befindet. Mittlerweile mehrfach geschieden, besteht sein Leben eigentlich nur aus: Partys, Sex, Drogen und jeder Menge Geld verpulvern, doch dann trifft ihn ein Schicksalsschlag: die Kohle ist alle. Was soll er nur tun, denn auf seinen ausschweifenden Lebensstil kann und will er auf keinen Fall verzichten. Und wie das Schicksal es will, bekommt Kennedy die Gelegenheit unverhofft an Geld zu kommen, nur ist dies mit einigen Anstrengungen und Auflagen verbunden, die Kennedy von einer schwierigen Lage in die nächste bringen…

    John Niven hat mit seinem Protagonisten Kennedy Marr ein echtes A…loch geschaffen, der Frauen verachtet und dem scheinbar auch sonst nichts am Herzen liegt und dennoch mag man als Leser diesen schrägen Charakter einfach. Man fühlt und leidet mit ihm, obwohl man diesen fiesen Typen verachten müsste.

    Im Buch gibt es so viele schräge Szenen, dass man sich vor lauthalsen Lachen den Bauch halten muss und einfach nicht mehr aufhören kann mit Lesen.

    Auf den letzten 50 Seiten wollte ich dann fast nicht mehr weiter lesen, denn ich hatte echte Trennungsängste von meinem liebgewonnenen Charakter, aber das Ende ist dann so eine Granate, dass ich das Buch einfach nur total gern gelesen habe, denn es stimmt einfach alles daran.

    Niven ist definitiv ein Autor, von dem ich jetzt unbedingt mehr lesen möchte.

    Fazit: Wer ein freches Mundwerk verkraftet und gerne mal in den Abgrund der menschlichen Seele schaut, der muss diesen Niven einfach lesen. Wer es nicht gelesen hat, der hat in meinen Augen etwas verpasst…


    Bewertung: ohne Zweifel 5/ 5 Sternen

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    Nr. 1: "Isegrim" von Antje Babendererde
     
     
    Dieses Buch habe ich für die Teilnahme an der Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. Ich liebe die Bücher von der Autorin und so war ich doch sehr verwundert, dass mir der Einstieg ins Buch sehr schwer fiel und ich zwei Anläufe brauchte, um richtig ins Buch zu finden.

  • Gebundene Ausgabe: 410 Seiten
  • Verlag: Arena (August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401067532
  • ISBN-13: 978-3401067537
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 

  • Inhaltsangabe:

    Ein ungesühntes Verbrechen. Ein düsteres Geheimnis. Und ein Mädchen, das nicht bereit ist, wegzusehen.
    Der Wald ist Jolas Refugium. Hier kennt sie jeden Winkel, jeden Baum, jedes Tier. Hier ist sie weit weg von ihrer überängstlichen Mutter, der Langeweile in ihrem Heimatdorf und dem besitzergreifenden Freund. Doch in der letzten Zeit gehen Veränderungen im Wald vor sich. Irgendetwas oder irgendjemand treibt hier sein Unwesen, beobachtet sie, folgt ihr. Als Jola auf einen fremden Jungen trifft, der sie seltsam fasziniert, scheint das Rätsel gelöst. Sie ahnt nicht, welches düstere Geheimnis der Wald noch hütet. Und dass hinter allem ein furchtbares Verbrechen steht, das Jola seit fünf Jahren zu vergessen versucht.



    Meine Meinung:

    Titel: Vom Waldelf verzaubert…

    Ich liebe die Jugendbücher von Antje Babendererde, denn sie schafft es einfach den Nerv der Zeit zu treffen und so freute ich mich auf ihr erstes Buch, welches mal in Thüringen spielt und dann noch zu einem so interessanten Thema wie dem Wolf.

    Der Leser lernt hier die 17 Jährige Jola Schwarz kennen, die sich am liebsten im Wald aufhält, denn dort kann sie ganz sie selbst sein und die Tiere des Waldes beobachten. Doch Jola bedrückt schon seit Jahren etwas, denn vor fünf Jahren ist ihre beste Freundin Alina für immer verschwunden. Das Dorfleben ging weiter, aber ihre beste Freundin konnte sie nie vergessen. Und dann auf ein Mal fühlt sich Jola beobachtet und merkwürdige Dinge geschehen. Wer steckt nur dahinter?

    Dieses Buch hat es mir wirklich nicht leicht gemacht, denn der Einstieg fiel mir so gar nicht leicht, was mich richtig geärgert hat. Jola wollte mir als Protagonistin zunächst nicht gefallen, da ich ihr Handeln nicht verstehen konnte. Erst im Laufe der Geschichte wurden wir zwei warm miteinander und ich konnte endlich in diese tolle Geschichte abtauchen.

    Der Wolf spielt natürlich eine Rolle, auch wenn diese Handlung für meinen Geschmack etwas zu spät eingesetzt hat.

    Richtig gut gefallen hat mir, dass die Autorin zahlreiche Geheimnisse streut, die erst nach und nach gelüftet werden und den Leser ein ums andere Mal staunen lassen.

    Zum Schluss finden alle Handlungsstränge zu einem fulminanten Ende zusammen, keine Frage bleibt offen und die Lüftung der Geheimnisse lies mir den Atem stocken.

    War der Einstieg ins Buch für mich noch schwer, konnte ich spätestens ab der Mitte des Buches gar nicht mehr aufhören mit lesen und habe es einfach nur genossen. Vielleicht kam ich anfänglich mit Jola nicht klar, weil sie mir so ähnlich ist.

    Fazit: Auch hier beweist die Autorin wieder, dass sie das Schreiben versteht. Das Buch weiß nicht nur Jugendliche zu begeistern und ich spreche nur zu gern meine Leseempfehlung aus, klasse!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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