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... im Mai 2015

Nr. 18: "Herz in Scherben" von Kathrin Lange


  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Arena (9. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401600052
  • ISBN-13: 978-3401600055
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Inhaltsangabe:

Komm mir näher, und du wirst es bereuen. Ein Schuss hallt in Davids Kopf wider. Plötzlich ist die Erinnerung da und er weiß nicht, ob sie etwas mit Charlies Tod und den schrecklichen Ereignissen auf Martha’s Vineyard zu tun hat. Fünf Monate sind seitdem vergangen, aber nun zieht eine dunkle Ahnung David mit Macht auf die Insel zurück. Seine Freundin Juli folgt ihm voller Sorge. Doch entgegen aller Befürchtungen ist es nicht der Inselfluch, der den beiden das Leben schwer macht, sondern die arrogante Lizz. Sie tut alles, um Juli von Davids Seite zu verdrängen. Als dann plötzlich eine Mädchenleiche auftaucht, beginnt Juli zu zweifeln. Was geschah wirklich im Winter auf den Klippen? Und welche Rolle hat David dabei gespielt?

Autoreninfo:

Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar geboren und lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Niedersachsen. Nach dem Abitur hat sie als Fachbuchhändlerin für Theologie gearbeitet, als Mediendesignerin und Herausgeberin der Autorenzeitschrift Federwelt. Ihre Thriller um den Berliner Sonderermittler Faris Iskander erscheinen bei Blanvalet, ihre romantischen Mädchenthriller bei Arena. Kathrin Lange engagiert sich für die Leseförderung, ist u.a. Mitglied bei den International Thriller Writers und im Syndikat.


Meine Meinung:

Titel: Unterhaltsame Fortsetzung der "Herz aus Glas"- Trilogie

Bei "Herz in Scherben" handelt es sich um den zweiten Band der "Herz aus Glas"- Trilogie. Der Vorgänger heißt "Herz aus Glas" und sollte vorher unbedingt gelesen werden, denn sonst versteht man von der Handlung in diesem Buch für meine Begriffe wenig.

Nach den schrecklichen Erlebnissen im Winter letzten Jahres geht es David und Juli wieder besser. Ihr Leben läuft in Boston alltäglich und normal ab und David absolviert eine Therapie. Doch dann lädt Davids Vater Jason zu seinem 50. Geburtstag ein, d.h. es geht wieder auf die Insel. Ob das wirklich so eine gute Idee war? Und vor allem: kommen sie dem Geheimnis um Charlies Tod endlich näher?

Wie bereits im ersten Band fungiert Protagonistin Juli als Ich- Erzählerin, so dass wir wieder intensive Einblicke in ihre Gefühlswelt bekommen.

Ansonsten gelingt es der Autorin wieder sehr gut eine düstere Stimmung zu schaffen, sobald wir uns auf der Insel befinden. Und auch an Geheimnissen wird es nicht weniger.

Die Charaktere, im Speziellen Juli und David, entwickeln sich weiter und man verfolgt gespannt wie ihre Beziehung verläuft. Doch wir treffen nicht nur auf alte Bekannte, sondern auch auf neue, interessante Darsteller wie den charismatischen Carlos, der Juli anzügliche Blicke zuwirft oder der taffen Lizz, die nichts anderes im Sinn hat als Juli den Freund auszuspannen.

Für meinen Geschmack war die Spannung hier etwas niedriger angesiedelt als im ersten Teil, weshalb ich diesen Band einen Funken schlechter fand als den ersten.

Richtig überrascht hat mich allerdings der Schluss, denn mit der dort stattfindenden Wendung hatte ich absolut nicht gerechnet.

Fazit: Guter Mittelteil der Trilogie, der Lust macht auf den letzten Band. Empfehlenswert für alle, die Band eins kennen und sehr mochten wie ich. Lesenswert!


Bewertung: 4/5 Sternen
 
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Nr. 17: "Der Schneeleopard" von Tess Gerritsen

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Limes Verlag (20. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3809026379
  • ISBN-13: 978-3809026372

Inhaltsangabe:

Die Polizei von Boston ermittelt in einem bizarren Mordfall. Die Leiche eines Jägers und Tierpräparators wurde gefunden – ausgeweidet und aufgehängt wie eines seiner Beutetiere. In den Wäldern werden Knochenreste eines weiteren Opfers entdeckt. Doch Boston ist nicht das einzige Jagdrevier des Killers. Es scheint eine Verbindung zu einem fünf Jahre zurückliegenden Vorfall in Afrika zu geben, wo die Teilnehmer einer Safari förmlich abgeschlachtet wurden. Nur eine Frau entkam dem Massaker und könnte Jane Rizzoli helfen, den Mörder zu identifizieren ...

Autoreninfo:

So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller "Die Chirurgin", in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt. Tess Gerritsen lebt mit ihrer Familie in Maine. 


Meine Meinung:

Titel: Maura und Janes 11. Fall...

Vor einigen Jahren (noch vor der TV- Serie) bin ich auf die Fälle von Rizzoli und Isles aufmerksam geworden und seitdem Fan dieser taffen Frauen. Den nun vorliegenden Band habe ich sehnsüchtig erwartet und begann gespannt zu lesen. Kann der Autorin wirklich noch etwas Neues einfallen oder wird es langsam langweilig?

Wie gewohnt gilt es für unser Ermittlerteam einen grausamen Mord in Boston aufzuklären. Doch bei dem Tod des Tierpräparators bleibt es nicht, sondern es werden Knochenreste von anderen Opfern gefunden. Doch der Täter treibt nicht nur in Boston sein Unwesen, sondern scheint vor fünf Jahren in Afrika ähnliches verübt zu haben. Kurzerhand geht es also nach Afrika. Werden sie den Mörder fassen können?

Allen, die die Reihe nicht kennen, empfehle ich die Vorgängerbände der Reihe zu lesen (wenigstens die ersten beiden), um die Charaktere besser verstehen zu können. Klar kann man auch ohne Kenntnis aller Bücher die Handlung nachvollziehen, da der Fall in sich abgeschlossen ist, jedoch verpasst man in meinen Augen etwas, wenn man sich die anderen Bücher entgehen lässt.

Ich war mir ja nicht sicher, ob Frau Gerritsen das hohe Niveau der Vorgänger halten kann, doch mit diesem Fall hat sie sich wirklich selbst übertroffen. In meinen Augen einer der Besten der gesamten Reihe. Der Ideenreichtum der Autorin scheint unerschöpflich und fasziniert mich.

Dieses Mal folgt der Leser nicht nur den Ermittlungen in Boston, sondern wird zudem noch auf Safari durch Botswana geschickt. Durch diesen Kniff erleben wir die Ereignisse nicht nur durch Jane und Maura, sondern zusätzlich noch durch eine Teilnehmerin der Safari, denn Millie fungiert hier als Ich- Erzählerin. Die Orientierung beim Lesen fällt leicht, da die einzelnen Kapitel jeweils mit dem Handlungsort überschrieben sind, sobald es zu einem Ortswechsel kommt.

Wie gewohnt werden wir als Leser mit medizinischem Wissen versorgt. Doch nicht nur das, erfahren wir zudem so einiges über die Tierwelt Afrikas, im Speziellen über die dort lebenden Wildkatzen.

Der zu ermittelnde Fall steht stets im Fokus und liest sich immens spannend. Am Ende werden die beiden Handlungsstränge gekonnt und vor allem schlüssig miteinander verknüpft. Der Autorin gelingt es konstant ein hohes Maß an Spannung zu erzeugen.

Über unsere liebgewonnenen Charaktere erfahren wir natürlich auch wieder so einiges, denn unsere Mädels haben mit neuen, privaten Problemen zu kämpfen. Je länger ich die Reihe verfolge, desto mehr wachsen mir die Charaktere ans Herz.

Nach diesem mehr als überzeugenden 11. Fall hoffe ich, dass noch viele weitere folgen werden, denn offenbar hat die Autorin noch viel zu erzählen.

Fazit: Für Fans ein Must- Read. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung...


Bewertung: 5/ 5 Sternen


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Nr. 16: "Der Himmel über Berkeley Park" von Amy Forster


  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (2. Februar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426514818
  • ISBN-13: 978-3426514818

Inhaltsangabe:

Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, begegnen sich auf dem englischen Landsitz Berkeley Park: das englische Dienstmädchen Ella, die durch einen Unfall ihr Gedächtnis verlor, und die deutsche Adlige Auguste, die mit ihren Eskapaden das ganze altehrwürdige Haus auf den Kopf stellt. Beide Frauen kämpfen in einer Zeit, in der Europa auf den Ersten Weltkrieg zusteuert, auf unterschiedliche Arten um ihr Glück. Doch eine Gemeinsamkeit wird die zwei für immer verbinden: Die Liebe zu Augustes Ehemann Rhys.

Autoreninfo:

Amy Forster wurde 1965 geboren und lebt im Hunsrück. Sie liebt es, zu reisen, in der Wirklichkeit und in der Fantasie, und so ist sie schon in viele Rollen geschlüpft: Als Isabel Beto veröffentlicht sie erfolgreich historische Sagas, darüber hinaus schreibt sie aber auch Romantisches und Fantastisches. Nun hat sie sich ihrer neuen Liebe England zugewendet.

Meine Meinung:

Titel: Schicksalsschläge auf Berkeley Park...

Amy Forster schreibt auch unter dem Namen Isabel Beto, daher ist dieser Roman nicht der Erste von ihr, den ich gelesen habe. Hier führt sie uns mal nicht in ein exotisches Land, sondern auf einen englischen Landsitz, der stark an die TV- Serie Downton Abbey erinnert und genau deswegen musste ich das Buch unbedingt lesen.

In der Geschichte geht es um zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da haben wir auf der einen Seite das Dienstmädchen Ella, die bei einem Unfall ihr Gedächtnis verlor. Was verband sie einst mit dem Hausherren Rhys? Auf der anderen Seite haben wir die Adelige Auguste, deren Leben von Spaß und Abwechslung geprägt ist. Sie verliebt sich in Rhys und geht mit ihm nach Berkeley Park. Doch was bedeutet das für ihr Leben? Und vor allem wie geht es Ella damit?

Mir hat hier gut gefallen, dass es mal ein Roman mit historischem Hintergrund ist, der nur auf einer Zeitebene spielt und nicht Gegenwart und Vergangenheit verbindet, denn das habe ich fast schon zu oft gelesen.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich wie gewohnt angenehm leicht und flüssig lesen. Ich konnte mir die Handlungsorte und die dargestellten Personen sehr gut vorstellen.

Die Charaktere sind hier doch sehr besonders. Ella mochte ich total gern, denn sie ist ein liebenswerter Mensch mit dem Herz am rechten Fleck. Ihr Schicksal berührt und man möchte einfach, dass sie endlich mal Glück erfährt. Auguste hingegen war für mich nicht gerade eine Sympathieträgerin, denn sie erwartet zu viel vom Leben. Zudem kann man nicht immer nur Spaß haben und ihre selbstzerstörerischen Exzesse haben mich doch abgeschreckt. Da fragte ich mich lange was Rhys an ihr gefunden hat?

Der Autorin gelang es für meinen Geschmack sehr gut die damalige Zeit bildhaft und nachvollziehbar wiederzugeben.

Das Einzige, was mir persönlich nicht ganz so gut gefiel: Es passieren jede Menge Unglücksfälle. Das war mir einfach etwas zu viel, da hätte ich mir andere Wendungen in der Geschichte gewünscht.

Fazit: Ein guter Unterhaltungsroman mit geschichtlichem Hintergrund, den ich gern weiterempfehle. Lesenswert!


Bewertung: 4/ 5 Sternen
 
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Nr. 15: "Eisige Schwestern" von S.K. Tremayne


  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (4. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426516357
  • ISBN-13: 978-3426516355

Inhaltsangabe:

Ein Jahr nachdem die sechsjährige Lydia durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern Sarah und Angus psychisch am Ende. Um neu anzufangen, ziehen sie zusammen mit Lydias Zwillingsschwester Kirstie auf eine atemberaubend schöne Privatinsel der schottischen Hebriden. Doch auch hier finden sie keine Ruhe. Kirstie behauptet steif und fest, sie sei in Wirklichkeit Lydia, die Eltern hätten den falschen Zwilling beerdigt. Bald hüllen Winternebel die Insel ein, Angus ist beruflich oft abwesend, und bei Sarah schleicht sich das unheimliche Gefühl ein, etwas stimme nicht. Zunehmend fragt sie sich, welches ihrer Mädchen lebt. Als ein heftiger Sturm aufzieht, sind Sarah und Kirstie komplett isoliert und den Geistern der Vergangenheit ausgeliefert.

Autoreninfo:

S.K. Tremayne ist ein englischer Bestsellerautor und preisgekrönter Reisejournalist, der regelmäßig für internationale Zeitungen und Magazine schreibt. Er wurde in Devon geboren und lebt heute mit seinen beiden Töchtern in London.

Meine Meinung:

Titel: Welcher Zwilling ist gestorben?

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den ersten Thriller des Autors und um das erste Buch, welches ich von ihm gelesen habe. Die besondere Gestaltung und der gänsehautverpassende Klappentext haben mich neugierig werden lassen.

In der Geschichte geht es um eine zerrüttete Familie, deren Leben komplett anders ist nach dem Tod der 6 jährigen Lydia. Die Eltern können den Verlust nur schwer verarbeiten. Doch dann behauptet Lydias Zwillingsschwester Kirstie in Wirklichkeit Lydia zu sein. Kann das stimmen? Und vor allem: Was geschah in jener fatalen Nacht?

Die Handlung wird uns aus der Ich- Perspektive näher gebracht, die mal Mutter Sarah und Mal Vater Angus einnimmt. Allerdings nehmen die Sarah Parts einen deutlich größeren Raum ein. Klar erfährt man so viel über die Gefühlswelt der Eltern, aber so wirklich passend fand ich die Erzählweise für diese Art von Thriller nicht.

Das was der Autor auf jeden Fall beherrscht ist eine dauerhaft gruselige und düstere Grundstimmung zu schaffen. Als Leser las ich stets mit einem mulmigen Gefühl, was mich da nun erwarten würde. Vor allem die Insel hat er gut beschrieben, da war Gänsehaut vorprogrammiert.

Man tappt bis zum Ende des Buches im Dunkeln was denn nun eigentlich geschehen ist, aber das hat mir gut gefallen, denn sonst wäre die Spannung ja mit einem Schlag weg gewesen.

Die Auflösung hat mich überrascht, jedoch nicht überwältigt. Für mich kam das Ganze dann doch recht plötzlich und war nicht unbedingt schlüssig. Ich hätte mit einer schlimmeren Offenbarung gerechnet, denn alle Vermutungen, die ich als Leser hatte, bestätigten sich letztendlich nicht.

Fazit: Für mich kein perfekter Thriller, aber durchaus lesenswert. Auf ein weiteres Leseerlebnis mit dem Autor würde ich es ankommen lassen.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Nr. 14: "Mariposa - Bis der Sommer kommt" von Nicole C. Vosseler

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: cbj (30. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570155366
  • ISBN-13: 978-3570155363
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Inhaltsangabe:

Jake ist auf die schiefe Bahn geraten und muss seinen Community Service in Mariposa antreten, einem gottverlassenen Ort am Rande des Yosemite-Parks in Kalifornien. Dort trifft er auf Nessa, ein sonderbares Mädchen mit roten Haaren, weißer Haut und dunklen Augen. Sie lebt mit ihrer Familie zurückgezogen im Wald, und obwohl sich Jake über sie lustig macht, bekommt er sie nicht mehr aus dem Kopf. Ganz offensichtlich erwidert sie seine Gefühle, doch ihre Familie und die ganze Kommune, der sie angehört, sind strikt dagegen, dass die beiden sich treffen. Denn Nessa ist tatsächlich nicht ganz von dieser Welt …

Autoreninfo:

Nicole C. Vosseler, geboren 1972 in Villingen-Schwenningen, studierte Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und Konstanz, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Mit ihren Romanen für Erwachsene „Unter dem Safranmond“, „Sterne über Sansibar“ und „Der Himmel über Darjeeling“ feierte sie große Erfolge. Die Autorin lebt am Bodensee – mit mehr als zweitausend Büchern unter einem Dach.


Meine Meinung:

Titel: Avoir des papillons dans le ventre (Schmetterlinge im Bauch)...

 Ich liebe besondere Jugendbücher und von diesem hier vorliegenden Schatz hatte ich so viel Gutes gehört, dass ich es einfach lesen musste. Zudem habe ich bisher kein Buch von Nicole C. Vosseler gelesen, was mir nach dem Buch ein absolutes Rätsel ist.

In der Geschichte geht es um Jake, der zur Strafarbeit (Community Service) in die Pampa geschickt wird, um wieder auf die richtige Bahn des Lebens zu gelangen. In der gottverlassenen Gegend des Yosemite-Parks trifft er auf Nessa. Sie ist eigentlich nicht sein Typ mit ihren roten Haaren, ihrer drahtigen Erscheinung und den zahlreichen Sommersprossen im Gesicht, aber ihre Art zieht ihn magisch an. Doch die Beziehung darf nicht sein, nur wieso? Ist sie etwa nicht von dieser Welt?

Die Handlung wird uns aus zwei Perspektiven näher gebracht, denn mal begleiten wir Nessa als Ich- Erzählerin und mal Jake. Durch diese Erzählweise bekommen wir von beiden Charakteren die Gedanken und Gefühle mit, was unglaublich fesselt.

Der Ideenreichtum der Autorin ist faszinierend, den es geht mal nicht um Vampire, sondern etwas völlig Neues. Ich will euch nicht zu viel verraten, lasst euch einfach positiv überraschen so wie ich.

Besonders hervorheben möchte ich den unglaublich bildhaften Schreibstil der Autorin. Sie benutzt Worte, die einem wie Musik in den Ohren klingen, wie Honig auf der Zunge. Je mehr ich las, desto mehr nahm mich die Geschichte vollends gefangen. Die Schreibe der Autorin schafft einem Bilder im Kopf, die hängen bleiben.

Ich würde sogar fast behaupten, dass dieses Buch glücklich macht, denn mit einem guten Gefühl und jeder Menge Seufzern las ich dieses Buch.

Jake ist als Protagonist jemand mit Ecken und Kanten, den man erst auf den zweiten Blick und bei näherem Kennenlernen lieben lernt. Nessa hingegen zieht einen sofort in ihren Bann, möchte man doch zu gern ihr Geheimnis ergründen. Aber auch die Nebencharaktere wissen zu überzeugen.

Die Auflösung des Geheimnisses und das Ende sind schlüssig und nachvollziehbar. Das Ende hat mich emotional berührt. Für mich das perfekte Sommerbuch.

Fazit: Sehr lesenswerte Geschichte für jede Altersklasse. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Für mich im Lesejahr 2015 ein klares Highlight!


Bewertung: 5/ 5 Sternen
 
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Nr. 13: "Die verbotene Zeit" von Claire Winter

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (14. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453291689
  • ISBN-13: 978-3453291683

Inhaltsangabe:

1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld ...

Autoreninfo:

Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Die Autorin lebt heute in Berlin.

Meine Meinung:

Titel: Das Geheimnis der verlorenen Zeit

Da mir immer wieder von der Autorin Claire Winter vorgeschwärmt worden ist, habe ich mich ihrem neusten Werk angenommen und begann gespannt zu lesen. Nach der Lektüre wusste ich die Begeisterung der anderen Leser zu werten.

Die Autorin entführt uns in eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt, beide Ebenen sind jedoch in der Vergangenheit angesiedelt.

1975 begleiten wir Carla, die nach einem schlimmen Autounfall ihr Gedächtnis verloren hat. In der Zeit, die ihr fehlt, müssen entscheidende Ereignisse passiert sein. Nur was?

1922 begleiten wir die beiden Freundinnen Edith und Dora. Beide sind fast wie Schwestern und sind sich auch als Erwachsene eine feste Stütze, obwohl sie aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen. Doch dann muss Edith ihre Freundin um etwas bitten, dass ihr Leben auf dramatische Weise beeinflussen wird. Kann sie das ihrer Freundin wirklich zumuten?

Beide Handlungsstränge sind für sich spannend, wobei ich den um 1922 bevorzuge aufgrund der Zeit, die mich einfach noch viel mehr anspricht und der damaligen politischen Umwälzungen. Man liest nicht nur eine spannende Geschichte, sondern lernt auch noch Geschichtliches dazu.

Besonders gefallen hat mir der detailverliebte und bildhafte Schreibstil der Autorin, denn die Handlung zog an mir vorbei wie ein schillernder Film. Ich konnte mir alles gut vorstellen. Der Stil von Frau Winter lässt sich leicht und flüssig lesen, man wird regelrecht in die Geschichte gesogen.

Ebenfalls gelungen sind die einzelnen Charaktere, die sehr ausführlich beschrieben sind, so dass man ein genaues Bild von ihnen hat. Gerade dadurch kann man sich richtig gut in die Figuren einfühlen. Es gab keinen Charakter, den ich nicht irgendwie mochte. Zudem liebe ich es ja Geheimnisse zu lüften und genau dies darf man hier als Leser.

Die Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man die Handlung aus mehreren Blickwinkeln betrachten kann und so noch mehr Verständnis für die einzelnen Personen hat. Der Wechsel zwischen den Zeiten war zu jeder Zeit nachvollziehbar, aber man muss schon konzentriert lesen, um nicht durcheinander zu kommen.

Fazit: Eine unglaublich fesselnde, niveauvolle Geschichte, die mich vollends überzeugt hat. Das wird sicher nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Must- Read 2015!


Bewertung: 5/ 5 Sternen


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Nr. 12: "Der Mann im Heuhaufen" von Birgit Hasselbusch


  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423260424
  • ISBN-13: 978-3423260428

Inhaltsangabe:

Charlotte liebt ihre Altbauwohnung in der Hamburger Innenstadt. Zugegeben, sie ist etwas eng, aber sehr charmant. Als ihr Freund Kai ein Einfamilienhaus am Stadtrand als ihr zukünftiges Heim auserwählt, ohne sie nach ihrer Meinung zu fragen, reicht es ihr. Charlotte flieht im Zug nach Berlin. Auf dem Weg zurück trifft sie IHN und beschließt, dass es Zeit ist, in ihrem Leben aufzuräumen: Kai muss raus. Ihre Mutter Dörte muss raus – oder zumindest weit, weit weg. Und Charlotte selbst muss auch raus, und zwar in die große weite Welt, um den schönen Unbekannten zu finden, der ihr so richtig den Kopf verdreht hat. 

Autoreninfo: 

Birgit Hasselbusch 1969 in Hamburg geboren, hat in der Schule Bücher aus Langeweile rückwärts gelesen. Seitdem kann sie auch rückwärts sprechen: Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch. Heute ist sie Rundfunkredakteurin in Hamburg – allerdings spricht sie hier vorwärts! 

Meine Meinung: 

Titel: Auf der Suche nach dem Richtigen?

Die Aufmachung des Buches hat mich auf den Roman aufmerksam gemacht und gern lese ich ja auch mal eher leichte Lektüre.

Im Buch geht es um die 35 jährige Charlotte, deren Leben so gar nicht rund läuft. Ihr Freund geht ihr auf die Nerven und ihre Mutter Dörte noch dazu. Doch dann begegnet sie einen Mann in der Bahn, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Könnte er der Richtige für Charly sein?

Die Grundidee des Buches ist durchaus spannend, denn wie wahrscheinlich ist es eine Zufallsbekanntschaft in einer Großstadt zu finden, wenn man rein gar nichts über denjenigen weiß? Richtig: aussichtslos.

Die Autorin hat hier jedoch eine Geschichte geschaffen, die mich so gar nicht fesseln konnte, was vor allem an der hysterischen und von Vorurteilen zerfressenen Protagonistin gelegen hat.

Charlotte, kurz Charly, war mir einfach stets ein Graus. Während alle nur ihr Bestes wollen, kann sie einfach immer nur meckern und nicht mal sagen was sie stört. Sich über anderer Leute Kommunikation beschweren, aber selbst nicht in der Lage sein zu kommunizieren. Besonders bezeichnend fand ich, dass sich die Protagonistin auf Seite 189 selbst eingesteht, dass sie nur Stroh im Kopf hat. Da konnte ich nur zustimmend nicken.

Da Charlotte hier als Ich- Erzählerin agiert, bekommt man ihre wirre Denke und ihr konfuses Handeln live mit. Das meiste was sie macht und tut ist einfach nicht nachvollziehbar.

Die Nebencharaktere sind da deutlich runder und sympathischer. Hier konnte zumindest Charlys Vater Sympathiepunkte sammeln und auch ihre Freundin Ines wirkte sehr nett. Man fragt sich nur wie diese liebenswerten Menschen mit so einer wie Charly auskommen?

Die Suche nach dem Richtigen spielt nur eine Nebenrolle und ist so konfus und unrealistisch geschildert, dass ich darüber nur müde lächeln konnte.

Ansonsten ist die Geschichte mehr als nur vorhersehbar, wusste ich von Anfang an, dass hier nur Missverständnisse für Dauerstreit und Ärger sorgen.

Gewürzt wird die Geschichte mit platten Sprüchen und lahmen Witzchen, die man schon tausend Mal gehört hat.

Fazit: Extrem seichte und vorhersehbare Handlung, die mich leider frustriert zurückgelassen hat. Ich kann keine Leseempfehlung aussprechen.


Bewertung: 2/ 5 Sternen


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Nr. 11: "Herz aus Glas" von Kathrin Lange


  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Arena (1. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401069780
  • ISBN-13: 978-3401069784
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Inhaltsangabe:

Juli ist wenig begeistert, die Winterferien auf Martha’s Vineyard verbringen zu müssen. Auf der Insel trifft sie den verschlossenen David, dessen Freundin bei einem Sturz von der Klippe ums Leben kam. Bald erfährt Juli, dass ein Fluch für den Tod weiterer Mädchen verantwortlich sein soll. Nachts hört sie flüsternde Stimmen. Als sie sich in David verliebt, merkt sie nicht, welche Gefahr dies bedeutet.

Autoreninfo:

Kathrin Lange, geboren 1969, arbeitete als Verlagsbuchhändlerin und Mediendesignerin, bevor sie 2005 das Schreiben zu ihrem Beruf machte. Seither ist sie für ihre historischen Romane und Jugendthriller bekannt. „Herz aus Glas“ ist der Start ihrer neuen Mystery-Trilogie für Jugendliche und junge Erwachsene.

Meine Meinung:

Titel: Überzeugender Auftaktband einer Jugendbuch- Mystery- Trilogie...

Kathrin Lange war mir bis dato als Autorin völlig unbekannt, da ich aber Jugendbücher unheimlich gern lese und mich diese Reihe besonders interessierte, begann ich zu lesen und wurde positiv überrascht.

Durch die Geschichte führt uns die Ich- Erzählerin Juliane, kurz Juli. Sie hat wenig Freude daran ihren Schriftstellervater nach Martha's Vineyard zu begleiten, um dort die Ferien zu verbringen, aber da ihr Dad mit seinem Roman nicht weiterkommt, tut sie ihm den Gefallen. Auf der Insel angekommen, lernt sie den verschlossenen David kennen. Sie fühlt sich magisch von ihm angezogen, doch warum ist er nur so traurig und so abweisend zu ihr? Juli begibt sich auf Erkundungstour und erfährt, dass es auf Sorrow angeblich einen Fluch gibt, der die Verliebten in den Tod treibt. Kann das wirklich sein? Und vor allem was empfindet sie für David, der ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen will?

Dieses Jugendbuch ging in eine völlig andere Richtung aus ich es erwartet hatte, denn es wartet mit Thrillerelementen auf. Der Autorin gelingt es ein großes Mysterium um das Anwesen "Sorrow" zu erschaffen. Beim Lesen spürt man die mysteriöse Anziehungskraft des Hauses ganz genau.

Juli als Charakter hat man sehr gut gefallen. Aufgrund der Erzählperspektive bekommt der Leser intensive Einblicke in ihre Gefühlswelt und man erlebt mit wie sie sich Knall auf Fall zu verlieben beginnt und nicht weiß, ob sie das wirklich tun sollte.

David ist genau das Gegenteil von Juli. Während sie aufgeschlossen und lebensfroh ist, wirkt er zutiefst deprimiert und lebensüberdrüssig. Aber gerade seine ablehnende Art wirkt wie ein Sog. Man möchte mehr über ihn erfahren, ihn besser kennenlernen und ihm helfen seinen Schmerz zu verarbeiten.

Besonders gefallen hat mir die konstant anhaltende Spannung im Buch. Man fiebert der Auflösung des Geheimnisses förmlich entgegen und fragt sich die ganze Zeit, ob es Flüche wirklich geben kann?

Das Ende ist offen gehalten und macht schon neugierig auf den Folgeband "Herz in Scherben".

Fazit: Unheimlich spannender Jugendroman, der mich gut unterhalten hat. Gern spreche ich dafür eine Leseempfehlung aus.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Nr. 10: "Das Sturmhaus" von Elena Santiago


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734100674
  • ISBN-13: 978-3734100673
Inhaltsangabe:

Der Plantagenbesitzer Russell Swift hat etwas Gefährliches an sich. Schon beim ersten Treffen ist die Journalistin Elaine fasziniert – und auf der Hut. Als er ihr den Auftrag erteilt, auf Jamaika einen Film zu drehen und im Familiensitz Swift Great House zu wohnen, kann sie nicht widerstehen. Bald darauf ist sie gefangen in einer verstörenden Amour fou, und in der düsteren Atmosphäre des alten Herrenhauses verfällt sie Russell immer mehr. Bis Elaines Kameramann spurlos verschwindet und aus der diffusen Bedrohung eine tödliche Gefahr wird, deren Wurzeln viel weiter zurückreichen, als Elaine ahnt ...

Autoreninfo:

Unter dem Pseudonym Elena Santiago schreibt Bestsellerautorin Eva Völler bewegende Familiensagas, die ihre Leser in ferne Gefilde entführen. Zunächst arbeitete sie als Richterin und später als Anwältin in ihrer eigenen Kanzlei, fand aber dann immer mehr Spaß am Schreiben, bis sie die Robe schließlich ganz an den Nagel hängte...

Meine Meinung:

Titel: Stürmische Zeiten auf Swift Great House...

Von Eva Völler habe ich schon einige Romane gelesen, unter diesem Pseudonym bisher jedoch keinen Einzigen und da ich mittels Büchern gern in andere Länder reise, begann ich gespannt zu lesen.

Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, wobei die Gegenwartshandlung den größeren Raum einnimmt. In der Gegenwart bekommt die Journalistin Elaine das Angebot eine Reportage zu drehen. Voller Freude begibt sie sich mit Tochter Becky auf nach Jamaika und trifft dort auf den attraktiven Plantagenbesitzer Russell Swift. Bereits beim ersten Treffen ist es um Elaine geschehen. Doch dann geschieht etwas auf Swift Great House und sie ist sich nicht mehr sicher, ob Russell der nette Kerl ist, der er vorgibt zu sein...

In der Vergangenheit, die um 1831 spielt, wird der Leser in die Zeit der Sklaverei zurückversetzt. Hier lebt Louisa, die eine Ahnin Elaines ist. Ihr Schicksal ist fest mit der Plantage verknüpft, wird dieses auch Einfluss auf Elaine haben?

Die Handlung wird uns über einen allwissenden Erzähler näher gebracht, so dass wir über alle Akteure etwas erfahren und nicht nur eine Sichtweise erleben.

Frau Völler ist es in diesem Roman sehr gut gelungen, die beiden Handlungsstränge mit einander zu verknüpfen, denn die Verbindungen zwischen den Frauen sind glaubwürdig und nachvollziehbar geschildert.

Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen des Herrenhauses, denn man hat zeitgleich Faszination und Angst verspürt. Ebenfalls überzeugend war, dass man gespannt nach und nach die Geheimnisse um das Anwesen lüftet.

Elaine als Charakter war sehr angenehm, jedoch in meinen Augen zu perfekt um echt zu sein. Sie ist ein so herzensguter und verständnisvoller Mensch, dass man als Leserin gern mehr so wäre wie sie, es aber unmöglich schafft.

Ansonsten hat mir am meisten Becky gefallen, denn sie ist ein Teenager wie er im Buche steht mit allen Problemen und Macken. Ihre Handlungsweisen konnte ich mir zu jedem Zeitpunkt sehr gut vorstellen und auch nachvollziehen.

Russells Schwester Alicia war hier ein sehr tragischer Charakter, eine Figur, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Fazit: In meinen Augen die perfekte Urlaubslektüre. Lädt zum Träumen ein und ist lesenswert. Prädikat gut!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Nr. 9: "You: Du wirst mich lieben" von Caroline Kepnes


  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (7. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960793
  • ISBN-13: 978-3863960797

Inhaltsangabe:

Als die Studentin Guinevere Beck die Buchhandlung betritt, in der Joe arbeitet, ist er augenblicklich hingerissen von ihr. Sie ist all das, was er will: wunderschön, tough, clever und so sexy. Zum Glück bezahlt sie ihren Einkauf mit ihrer Kreditkarte, denn so kann Joe tun, was jeder normale Mensch in dieser Situation tun würde: Er googelt ihren Namen. Doch dabei bleibt es nicht. Schon bald ist Joe besessen von Beck, beginnt sie zu stalken. Mehr und mehr findet er über sie heraus, hackt ihren Facebook- und Twitter-Account, durchsucht ihre Wohnung. Er inszeniert eine Reihe von makabren Ereignissen, die Becks Welt Stück für Stück zerstören – und sie direkt in seine offenen Arme treiben. Bald kann Beck gar nicht anders als sich in den seltsamen, aber irgendwie charismatischen Typen zu verlieben, der wie für sie gemacht scheint … 

Autoreninfo:

Caroline Kepnes arbeitet als Journalistin bei Entertainment Weekly und hat Drehbücher unter anderem für The Secret Life of the American Teenager und Eine himmlische Familie geschrieben. Sie hat Soziologie an der Brown-Universität studiert und lebt nun in Los Angeles. 

Meine Meinung:

Titel: Ansichten eines Stalkers...

Als Leseratte machte mich der Klappentext über einen verrückten Buchhändler natürlich mehr als neugierig. Das vorliegende Buch ist der erste Roman der Autorin, der eher in die Sparte Thriller anzusiedeln ist.

Im Buch geht es um den Buchhändler Joe Goldberg, der sich in seine Kundin Guinevere Beck, Spitzname Beck, verliebt. Sie ahnt von alldem erst einmal nichts und er nutzt seine Chance ihr nachzustellen. Das Stalking wird für ihn zur Sucht und bald schwirrt ihm nur noch Beck im Kopf herum. Er muss sie haben, aber wird sie sich wirklich auf ihn einlassen?

Die Handlung wird uns über den Ich- Erzähler Joe näher gebracht und er spricht Beck stets direkt mit Du an, so dass ich als Leserin das Gefühl hatte selbst Beck zu sein. Durch die Erzählperspektive tauchen wir intensiv in Joes Gefühlswelt ein.

Der Roman beleuchtet wie man durch wenige Daten an die Identität einer Person kommen kann und wie einfach es ist, denjenigen dann zu verfolgen dank sozialer Netzwerke und Co. Das ist sehr beängstigend, denn beim Lesen stellt man sich die Frage: Wie viel gebe ich eigentlich Preis?

Joe ist wirklich alles andere als normal. Seine Gedanken und Gefühle ließen mir Schauer über die Haut laufen. Er selbst sieht sich jedoch als völlig normal an, Beck ist in seinen Augen die Verrückte. Als Protagonisten mag man ihn nicht besonders und hat dauernd Angst um Beck, aber das ist denke ich auch gewollt.

Spannend fand ich vor allem, dass Beck ein Mädchen wie du und ich ist. Das weiß auch Joe, er sieht und analysiert ihre Fehler und trotzdem kommt er nicht von ihr los. Das gibt einem das Gefühl, dass es wirklich jeden treffen kann und genauso ist es ja auch. Seine Begierde für Beck ist für den Leser nicht greifbar. Genau das ist wohl das was Stalking ausmacht: Nur die Täter begreifen was wirklich dahinter steckt.

In meinen Augen ein aktuelles und spannendes Thema, was die Autorin in ihrem Erstling gut umgesetzt hat.

Das Ende hat mich bedrückt, deutet zudem ein wenig darauf hin, dass es eine Fortsetzung geben könnte.

Fazit: Gute Unterhaltung mit Gänsehautfeeling. Gern empfehle ich dieses Debüt weiter!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Nr. 8: "Open Road Summer" von Emery Lord

  • Taschenbuch: 380 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Deutsche Erstausgabe (2. Februar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407745249
  • ISBN-13: 978-3407745248
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Inhaltsangabe:

Es soll der Sommer ihres Lebens werden: Reagan hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und will endlich ihr Leben in den Griff kriegen. Sie begleitet ihre beste Freundin, den Country-Star Lilah Montgomery, auf einer ausverkauften Tour durch die USA. Lilah hat selbst mit Liebeskummer zu kämpfen und die beiden Mädchen vertrauen auf ihre unendliche Freundschaft. Bis der charismatische Matt Finch als Opening Act angeheuert wird und nicht nur Reagans Gefühle komplett durcheinanderbringt ...

Autoreninfo:

Emery Lord ist Mitte 20 und schreibt Geschichten über die High School, beste Freunde/innen, schräge Familien und die wunderbare, verwirrende und einzigartige Kraft der Liebe. Emery Lord lebt in Cincinnati. "Open Road Summer" ist ihr erstes Jugendbuch. 

Meine Meinung:

Titel: Überragendes Debüt, das mich geflasht hat...

Als Fan von Jugendbüchern bin ich immer auf der Suche nach dem besonderen Jugendbuch. Bei diesem Erstlingswerk habe ich mich ohne große Erwartungen ans Lesen gemacht und wurde förmlich überrollt, denn dieser Roman ist einfach nur wundervoll.

Im Buch geht es um Reagan, die ihre beste Freundin Dee auf ihrer Tour durch die USA begleitet, denn Dee ist eine berühmte Sängerin. Dee, die eigentlich Delilah Montgomery heißt, braucht die Unterstützung ihrer Freundin, hat sie gerade die Trennung ihres langjährigen Freundes Jimmy hinter sich. Und auch Reagan hat einiges zu verarbeiten. Doch dann taucht ER auf und die Welt ist nicht mehr die Gleiche.

Reagan fungiert in dieser Geschichte als Ich- Erzählerin und wir Leser erleben ihre Gefühlswelt hautnah mit, ein wirkliches Wechselbad der Gefühle.

Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin das echte Leben eines Stars beleuchtet, mit allen positiven und negativen Aspekten, ohne diese zu schönen. Da kann ein unverfängliches Foto schnell zum Super- Gau mutieren. Ihr gelang es auch die Rolle der Medien bildlich darzustellen.

Emery Lord hat mit Dee und Reagan ein Beste- Freundinnen- Team geschaffen, das man als Leser durchaus beneidet, denn die zwei gehen durch dick und dünn, vertrauen sich alles an und stehen einander bei. Sie zeigen was Freundschaft wirklich heißt und das hat mir ungemein zugesagt. Zudem sind die beiden Charaktere so vielseitig, dass jeder Leser etwas von sich in ihnen erkennen dürfte.

Die im Buch dargestellte Liebesgeschichte wusste ebenfalls vollends zu überzeugen. Das Hin und Her zwischen den Beiden hat mich beim Lesen regelrecht wuschig gemacht und man sehnt ein gutes Ende einfach herbei und bekommt es zum Glück auch.

Dieser Jugendroman beleuchtet nicht nur eine besondere Freundschaft, sondern zeigt auf was wirklich wichtig ist im Leben: Menschen, die für einen da sind, was auch immer geschieht.

Fazit: Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn das Buch hat mich lachen und weinen lassen und so gut unterhalten, dass mir die beiden Freundinnen noch lange im Kopf bleiben werden. Für mich ein Lesehighlight. Klares Must- Read 2015!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

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 Nr. 7: "Nachruf auf den Mond" von Nathan Filer

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Droemer HC (2. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426281244
  • ISBN-13: 978-3426281246
Inhaltsangabe:

Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler, und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Matthew leidet an Schizophrenie … 

Autoreninfo: 

Nathan Filer ist ehemaliger Krankenpfleger der Psychiatrischen Klinik in Bristol und heute als Schriftsteller, Dichter und Filmemacher tätig. Zudem unterrichtet er Creative Writing an der Bath Spa University. "Nachruf auf den Mond" ist sein erster Roman, für den er verschiedene Preise gewann: u.a. den renommierten Costa Book Award und den Betty Trask Prize für das beste Debüt. Filer lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Bristol. 

Meine Meinung:

Titel: Ein Leben ohne Simon...

Nachdem ich sehr viel Gutes über dieses Buch gehört hatte, war mein Interesse geweckt.

Im Roman geht es um den psychisch kranken Matthew, dessen Bruder Simon bei einem Familienausflug vor 10 Jahren starb. Seitdem ist die Familie nicht mehr dieselbe. Was geschah damals in jener Nacht?

Matthew fungiert in Roman als Ich- Erzähler und spricht den Leser oft direkt an. Die Ereignisse werden uns nicht chronologisch geordnet serviert, so dass man beim Lesen aufpassen muss, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Mal sind wir in der Gegenwart unterwegs als Matt 19 jährig im Krankenhaus liegt und mal begleiten wir die Familie in der Vergangenheit.

Ich hätte nie erwartet, dass mich das Buch so sehr emotional berühren würde. Das angesprochene Thema Schizophrenie ist sehr ernst, es wird im Buch aber durchaus locker damit umgegangen.

Matthew als Charakter ist sehr speziell. Man spürt ihm seine Krankheit förmlich an und nicht immer kann man sein Handeln ganz nachvollziehen. Je mehr man liest und ihn besser kennenlernt, desto mehr stellt man fest was für ein liebenswerter Kerl Matt ist und man mag ihn immer mehr.

Die Familientragödie zieht sich durch das gesamte Buch, so dass eine gewisse traurige Grundstimmung immer vorhanden ist, was dem Roman aber keinesfalls schadet.

Dem Autor gelang es die Spannung konstant zu halten, denn das Geheimnis des verhängnisvollen Abends wird erst zum Schluss gelüftet. Das Ende hat mich tief berührt und ein paar Tränen entlockt.

Für mich war dieses Buch eine Überraschung, die mich emotional vollends erwischt und mich nachdenklich gestimmt hat.

Fazit: Wer sich nicht vor schweren Themen scheut, der wird von diesem Buch begeistert sein. Ich kann nur meine Leseempfehlung aussprechen.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Nr. 6: "Die Tochter des Seefahrers" von Linda Holeman

  • Taschenbuch: 704 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442482615
  • ISBN-13: 978-3442482610
Inhaltsangabe:

Portugal 1745: Auf einer kleinen, von Armut geplagten Insel wächst die junge Diamantina auf. Trost findet sie in den Geschichten ihres Vaters Arie, eines Seefahrers, der ihr oft von fernen, faszinierenden Ländern erzählt. Als Arie sein Glück in Südamerika sucht, träumt auch seine Tochter davon, die karge Insel zu verlassen. In ihrer Not nimmt sie den Antrag des Weinbauern Bonifacio an und geht mit ihm nach Madeira. Doch die Ehe wird zum Gefängnis. Den einzigen Ausweg sieht die junge Frau in der Flucht in die Neue Welt. Schon bald aber muss Diamantina sich fragen, wo ihr Herz sie wirklich hinzieht, denn zwischen ihr und Bonifacios Bruder Espirito entsteht eine zarte Liebe ...

Autoreninfo:

Linda Holeman, geboren im kanadischen Winnipeg, arbeitete nach ihrem Studium der Soziologie und Psychologie zunächst zehn Jahre als Lehrerin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

Meine Meinung:

Titel: Die Reise ihres Lebens...

Als Fan historischer Romane und auf der Suche nach spannender Urlaubslektüre bin ich über dieses seitenstarke Buch gestolpert. Und da mich der Klappentext sehr ansprach und ich von der Autorin bisher noch nichts gelesen hatte, startete ich einfach mal einen Versuch.

Das Buch ist in vier Teile untergliedert und die Handlung spielt über einen Zeitraum von 20 Jahren, beginnend ab 1745. Es handelt sich um einen reinen historischen Roman, der nur in der Vergangenheit spielt und keine Gegenwartshandlung beinhaltet, was mir gut gefallen hat.

Durch die Handlung führt uns die Ich- Erzählerin Diamantina, die zu Beginn der Geschichte 13 Jahre alt ist. Ihr Vater verlässt die Familie, um wieder zur See zu fahren. Diamantina würde ihn nur zu gern begleiten, doch sie wagt es nicht ihre Mutter allein zu lassen. Die beiden Frauen leben unter ärmsten Verhältnissen und die junge Diamantina sieht keinen anderen Ausweg mehr als zu heiraten und die alte Heimat zu verlassen. Ob das die richtige Entscheidung war?

Die Autorin schildert die Ereignisse um unsere Protagonistin, mit dem sehr eigenwilligen Namen, sehr detailliert und mit einer bildhaften Sprache, die mich zum Träumen eingeladen hat.

Aufgrund der Erzählperspektive erfahren wir sehr viel über Diamantina und erleben zudem ihre gesamte Gefühlswelt mit, was ich als gelungen empfand. Besonders gefallen hat mir das innige Verhältnis zwischen Vater und Tochter, denn trotz der weiten Entfernung hielten sie Kontakt und waren gedanklich immer bei einander.

Das Schicksal unserer Protagonistin wusste auf Anhieb zu fesseln. Linda Holeman gelang es sehr gut ein authentisches Frauenbild der damaligen Zeit zu schaffen. Zudem ist die Lektüre ungemein kurzweilig.

Gut gefallen haben mir außerdem die Beschreibungen von Madeira, da hatte man direkt das Gefühl selbst vor Ort zu sein.

Fazit: Ein gelungener Schmöker, der zum Träumen einlädt. Urlaub für den Kopf... Lesenswert!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Nr. 5: "Das Haus hinter dem Maulbeerbaum" von Helen Abele


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442382009
  • ISBN-13: 978-3442382002
Inhaltsangabe:

Architektin Agnes erhält den Auftrag, die Ca’More, ein altes Haus in den Hügeln des Veneto, in Apartments umzuplanen. Während der Arbeit entdeckt sie alte Radierplatten des verstorbenen Vorbesitzers, eines exzentrischen Malers. Die verstaubte Druckerpresse bringt surreale Bilder zutage, die sich wie ein Puzzle zu einer unglaublichen Geschichte zusammensetzen. Immer tiefer verstrickt sich Agnes in die Vergangenheit des Hauses – und in ihre eigenen Gefühle. Denn sie hat sich nicht nur in das Anwesen verliebt, sondern auch in den undurchsichtigen Gärtner Matteo …

Autoreninfo:

Die Münchnerin Helen Abele, geboren 1968, hatte schon als kleines Mädchen ein Faible für alte Häuser und fand, dass es schlimmere Fächer als Geschichte gibt. Trotzdem studierte sie nicht Geschichte, sondern Architektur. Nach ihrem Abschluss blieb sie dem Zeichenstift treu und arbeitet seitdem als Illustratorin, Kinder- und Jugendbuchautorin. Bei einem Malkurs im italienischen Veneto entdeckte sie hinter einem Maulbeerbaum ein verwunschenes Bauernhaus, und die Idee für ihren ersten Frauenroman war geboren.

Meine Meinung:

Titel: Solider Schmöker mit schwächelnder Gegenwartshandlung...

Cover und Klappentext ließen mich neugierig werden auf dieses Buch, habe ich doch bisher von Helen Abele noch nichts gelesen.

Im Buch geht es um Agnes Behrend, die gerade vor den Trümmern ihrer Ehe steht. Da hilft Arbeit als Ablenkung doch sehr. Bei den Arbeiten am Haus in den Hügeln stößt sie auf alte Radierplatten. Was verbergen diese für ein Geheimnis? Kann Agnes das Rätsel der Radierplatten lüften?

Die Handlung des Romans spielt auf zwei Zeitebenen. Mal begleiten wir Agnes in der Gegenwart und mal erleben wir in der Vergangenheit das Schicksal von Elisa. Ein Erzähler führt uns durch die Geschichte.

Das Buch ist in sechs Teile untergliedert und diese wiederrum in kurze Kapitel, die im Wechsel mal die Gegenwart und mal die Vergangenheit beleuchten.

Während mich das Schicksal von Elisa berührt hat, konnte mich die Handlung um Agnes nicht wirklich fesseln. Agnes war mir als Charakter einfach nicht sympathisch und sehr oft konnte ich ihr Handeln einfach nicht verstehen.

Allgemein erschien mir die Gegenwartshandlung als recht unrealistisch. Zudem fand ich es schade, dass alle Männer im Buch böse und durchtrieben sind. Es gab nicht einen, den ich mochte oder der gezeigt hätte, dass nicht alle Männer gleich sind. Solch ein Männerbild verfälscht die Realität, denn nie sind alle Männer schlecht.

Gut gefallen hat mir die Erzählweise der Autorin. Zwischen den Handlungssträngen zu wechseln machte die Handlung spannender und die detaillierten Beschreibungen sorgten dafür, dass man sich als Leser alles gut vorstellen kann.

Fazit: Ein solider Unterhaltungsroman, der mich leider nicht vollends überzeugen konnte. Ich kann den Roman nur bedingt empfehlen. Als Urlaubslektüre für Frauen gut geeignet.


Bewertung: 3/ 5 Sternen

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Nr. 4: "Vergelte!" von Siegfried Langer


  • Taschenbuch: 290 Seiten
  • Verlag: Amazon Publishing (10. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1477830715
  • ISBN-13: 978-1477830710
Inhaltsangabe:

Was tust du, wenn du die Wahrheit über entsetzliche Dinge weißt, die ungesühnt sind? Nimmst du das Recht selbst in die Hand?
Dominik Weiß ist auf grausame Art zu Tode gekommen. Wie es aussieht, ist der Mörder mehrfach zwischen dem Toten und der Wand hin- und hergelaufen, um seine Fingerspitzen in Blut zu tauchen. Dann hat er sie über die geweißte Strukturtapete geführt, um sich dort zu verewigen.

Autoreninfo:

Siegfried Langer wurde 1966 in Memmingen geboren und ist 2014 - nach 18 Jahren in Berlin - wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt.

Meine Meinung:

Titel: Wer Wind sät, wird Sturm ernten...

Nachdem mir der erste Band "Leide!" über Privatdetektivin Sabrina Lampe und Kriminalhauptkommissar Niklas Steg sehr gut gefiel, freute ich mich schon sehr auf den Nachfolger. Meine Erwartungen waren sehr hoch, konnten aber ohne Weiteres erfüllt werden.

Im neuen Fall kommt ein Ehemann grausam zu Tode. Der Mörder schreibt mit dem Blut des Toten das Wort "Sturmernte" an die Wand. Doch was hat das zu bedeuten und warum hat der Täter seine Spuren nicht verwischt? Die Ermittler tappen im Dunkeln und es wird schnell klar, dass die Tat kein Einzelfall bleibt. Verwechselt der Täter Recht mit Rache?

Der Thriller beginnt mit einem Prolog, der den Leser erst einmal schlucken lässt, so grausam war zumindest das Geschilderte für mich. Dann geht es etwas ruhiger weiter und wir treffen auf alte Bekannte wie die liebenswerte Nachbarin Frau Schimmelpfeng, Sabrinas Tochter Lara mit ihrem Freund Mojito und vielen mehr. Die Spannung bleibt im ganzen Buch konstant erhalten und sorgt dafür, dass man gar nicht mehr aufhören mag zu lesen.

Es ist nicht zwingend erforderlich den ersten Band zu kennen, aber man würde ganz klar etwas verpassen, wenn man diesen nicht liest.

Je Kapitel findet ein Szenenwechsel statt, so dass wir mal Sabrina Lampe begleiten, mal beim Täter sind und auch die Opfer näher kennenlernen. Hier hat mir besonders das Einstreuen von Rückblenden gefallen, so dass man auch etwas über die Vergangenheit der einzelnen Charaktere erfährt.

Siegfried Langer gelingt es nicht nur einen Fall zu erzählen, der ungemein fesselt und uns in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt, sondern er schafft zudem witzige Momente, die zwischendurch auflockern und einen schmunzeln lassen.

Ansonsten habe ich feststellen können, dass sich unsere Charaktere, alle voran Sabrina Lampe, weiter entwickelt haben, was mir gut gefiel.

Allgemein sind die erschaffenen Charaktere Menschen wie du und ich mit allen ihren Fehlern und Makeln, aber genau das macht sie so liebenswert für den Leser.

Die Auflösung des Falls war schlüssig und lässt keine Fragen offen.

Fazit: Ein Thriller, der mich vollends überzeugt hat. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung. Einziges Manko: Viel zu schnell vorbei, aber das wird sicher nicht der letzte Fall der Beiden gewesen sein.


Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Nr. 3: "Der verlorene Thron" von Brian Staveley


  • Broschiert: 752 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (14. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453316614
  • ISBN-13: 978-3453316614
Inhaltsangabe:

Als der Kaiser von Annur heimtückisch ermordet wird, geht die Verantwortung für das Reich auf seine drei Kinder über. Seit acht Jahren haben sich die Geschwister nicht mehr gesehen, denn für jeden von ihnen ist ein anderes Schicksal vorherbestimmt: Kaden, der Thronerbe, wird in einem Bergkloster, fernab vom Zugriff seiner Feinde, darauf vorbereitet zu herrschen. Valyn wird auf einer abgelegenen Insel zum Elitekrieger ausgebildet, und Adare ist die oberste Ministerin am Kaiserhof. Entschlossen, den Tod ihres Vaters zu sühnen, machen sich die drei auf die Suche nach dem Täter – nicht ahnend, dass der Mord am Kaiser erst der Beginn einer gewaltigen Intrige ist, die Annur in seinen Grundfesten erschüttern wird ...

Autoreninfo:

Brian Staveley studierte Kreatives Schreiben an der University of Boston und unterrichtete Literatur, Geschichte, Philosophie und Religion – Themengebiete, die sein eigenes Schreiben nachhaltig beeinflussen. Mittlerweile arbeitet er als Lektor und Autor und lebt mit seiner Familie in Vermont. Der verlorene Thron ist sein erster Roman. 

Meine Meinung:

Titel: Gelungenes Debüt und solider Startband einer Reihe...

Wer bei diesem seitenstarken Fantasyroman zugreift, der sollte zweierlei wissen: Es ist das Erstlingswerk des Autors und zudem der Auftaktband einer Reihe. Mir war dies vor Lesebeginn klar und so machte ich mich ohne überbordende Erwartungen ans Lesen.

In der Geschichte geht es um die drei Geschwister Kaden, Valyn und Adare, die Erben von Kaiser Sanlitun, dem ehemaligen Herrscher von Annur. Jedem ist ein anderer Weg vorgegeben. Der eine Bruder weilt in einem Mönchskloster, der andere Bruder auf einer Militärakademie und die Schwester lebt am kaiserlichen Hof. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Ob sie den Erwartungen ihres toten Vaters je gerecht werden können?

Die Handlung wird uns über drei Handlungsstränge näher gebracht, denn im steten Wechsel nehmen wir an dem Leben der Geschwister teil, die ja voneinander getrennt leben. Dabei führt uns ein neutraler Erzähler durch die Geschehnisse.

Brian Staveley lässt sich erst einmal viel Zeit den Leser in seine Welt einzuführen. Dies mag dem ein oder anderen langweilig erscheinen, aber für meine Begriffe braucht der Roman auch diese Ruhe, damit man sich alles vorstellen und vor allem nachvollziehen kann. Ich habe den ersten Band daher für mich auch als Art Einführung in die Welt um Annur gesehen.

Der Roman besticht vor allem durch Grausamkeiten, Qual und jeder Menge Blut. Er ist also nicht zwingend etwas für Zartbesaitete, denn Gewalt spielt in der gesamten Handlung eine große Rolle.

Leicht anstrengend wurde das Lesen durch die vielen Personen und Orte, die nicht gerade leicht auszusprechende Namen besitzen. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Ein Personenregister gibt es leider nicht. Das hätte zum besseren Verständnis beigetragen. Dafür ist aber eine Karte vom Reich Annur enthalten.

Richtig fesseln konnte mich der Roman erst ab der Mitte, vorher musste ich mich doch ein wenig durchkämpfen.

Einen Vergleich mit George R.R. Martin würde ich jetzt nicht wagen, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass Fans von "Game of Thrones" auch hier ihren Lesespaß haben werden.

Fazit: Gelungener Auftaktband einer Reihe, deren Folgebände sicher noch einiges an Potential zu bieten haben. Lesenswert, ich empfehle es gern weiter.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Nr. 2: "Das tiefe Blau des Meeres" von Marie Lamballe 


  • Taschenbuch: 640 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2015 (16. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404171888
  • ISBN-13: 978-3404171880
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Inhaltsangabe:

Als Katharina auf dem Dachboden ihres Elternhauses eine Mappe mit Aquarellen findet, ist sie sogleich fasziniert. Vor allem das verwunschene Landschlösschen, das immer wieder abgebildet ist, hat es ihr angetan. Wo befindet sich dieser magische Ort? Und wie kommen die Bilder in den Besitz ihrer Familie? 

Meine Meinung:

Titel: Die Flucht als Neuanfang...

Da ich noch nie in der Bretagne war, habe ich einfach mal eine Reise dorthin mittels dieses interessanten Frauenromans unternommen. Von der Autorin ist es mein erstes Buch gewesen.

Katharina von Staden hat die traurige Aufgabe das Haus ihrer Eltern leer zu räumen. Dabei findet sie auf dem Dachboden wundervolle Landschaftsaquarelle, aber was nur zeigen die Bilder? Das dargestellte, verwunschene Anwesen möchte sie unbedingt finden. Doch auf dem Weg ihrer Erkundungstour findet sie so viel mehr...

Im Roman gibt es zwei Handlungsstränge, die sich kapitelweise abwechseln. Der Eine spielt ab 1939, in dem sich alles um die flüchtende Deutsche Margot dreht. Im anderen Teil schreiben wir das Jahr 2010 und begleiten Katharina, um das Geheimnis der Aquarelle zu lüften.

Beide Handlungsstränge werden uns über einen auktorialen Erzähler näher gebracht, so dass wir über alle handelnden Personen etwas erfahren.

Die Handlung um Margot hat mir sehr gut gefallen, denn ich finde die Zeit der Geschichte ungemein interessant. Der Gegenwartsstrang konnte mich zwar auch gut unterhalten, hatte aber lange nicht so eine fesselnde Wirkung.

Der Schreibstil der Autorin besticht vor allem durch recht kurze, prägnante Sätze. Ansonsten gelingt es ihr sehr schöne sprachliche Bilder zu zaubern, so dass man die Landschaft der Bretagne bildlich vor Augen hat und sich die Umgebung gut vorstellen kann.

Mit Katharina von Staden tat ich mich anfänglich etwas schwer, was vielleicht an ihrem Lehrerberuf liegt. Ich fand einfach keinen Zugang zu ihr mit ihrer recht strengen, gesitteten Art. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an sie und reist voller Spannung mit ihr in die Bretagne.

Fazit: Ein Roman, der mich gut unterhalten und in die Bretagne entführt hat. Die ideal leichte Lektüre für Zwischendurch. Mehr etwas für Frauen...


Bewertung: 3/ 5 Sternen

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Nr. 1: "Einäugige Echse" von Carl Hiaasen


  • Gebundene Ausgabe: 315 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 1 (2. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407811845
  • ISBN-13: 978-3407811844
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Inhaltsangabe:

Quer durch Florida jagen Richard und der kauzige Ex-Gouverneur Skink den Entführer der verschwundenen Malley und stürzen sich dabei in einen skurrilen Roadtrip mit bissigen Alligatoren und fiesen Mosquitos. Als Malley spurlos mit einem Kerl namens Talbo Check abhaut, ahnt Richard schnell, dass seine Cousine in Schwierigkeiten steckt. Als er am Strand den kauzigen Ex-Gouverneur Skink im Sand ausgräbt, rät dieser ihm dringend, Malley zu suchen. Und schon zieht das ungleiche Paar in einem lazy Summer-Roadtrip quer durch Florida, um Malley aus den Händen des Entführers zu befreien. Ob sie den Kampf mit bissigen Alligatoren und fiesen Mosquitos überstehen werden?

Autoreninfo:

Carl Hiaasen studierte Journalismus und lebt mit seiner Familie in Florida. Seine journalistische Karriere begann er beim Miami Herald, für den er nach wie vor Kolumnen schreibt, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.

Meine Meinung:

Titel: Der Trip ihres Lebens...

Der schräge Titel und das freche Cover ließen mich auf das Buch aufmerksam werden und so frech wie die Buchgestaltung ist, so abgedreht ist auch die Handlung. Von Carl Hiaasen habe ich vorher noch nichts gelesen, daher ließ ich mich einfach mal überraschen.

Durch die Geschichte führt uns der 14jährige Ich- Erzähler Richard, dessen Cousine Malley einfach nicht zur Verabredung erscheint. Schnell stellt sich heraus, dass sie mit einer Internetbekanntschaft durchgebrannt ist. Es gilt seine Cousine zurückzuholen. Unterstützung bekommt er vom kauzigen und schwer verrückten Ex- Gouverneur Skink. Wird es den beiden gelingen Malley zurückzubringen?

Die Story ist in meinen Augen ideal abgestimmt auf die angesprochene Zielgruppe ab 12 Jahren. Recht kurze Sätze und viele freche Dialoge sorgen für ein leichtes Vorankommen in diesem Jugendroman.

Das Besondere an diesem Buch ist nicht nur die total übertriebene Handlung, sondern auch der Humor des Autors.

Die geschaffenen Charaktere spiegeln für mein Empfinden die Jugend von heute gut wieder, so dass junge Leser sich mit den Protagonisten identifizieren und sich in diese einfühlen können. Mir war am liebsten Skink, dessen kauzige Art mich einfach angesprochen hat und nur durch ihn wurde der Roadtrip zu etwas Einzigartigem.

Besonders gefallen hat mir, dass zudem auch Themen wie Umweltschutz angesprochen werden. Dies war nie belehrend angebracht, aber immer so eingestreut, dass es zum Nachdenken angeregt hat.

Außerdem wurde einem Florida mit all seinen Facetten näher gebracht, oft meinte ich die heiße Sonne auf meiner Haut zu spüren.

Fazit: Das ideale Buch für Jugendliche, die einfach mal etwas anderes lesen wollen. Ich empfehle das Buch gern weiter. Ideal für die Ferien...


Bewertung: 4/ 5 Sternen 

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