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... im November 2014

Nr. 11: "Märzgefallene" von Volker Kutscher


  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch (6. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462047078
  • ISBN-13: 978-3462047073

  • Inhaltsangabe:

    Seinen neuen Fall erbt Gereon Rath von einem ungeliebten Vorgesetzten, von Wilhelm Böhm, der sich unter dem neuen Nazi-Polizeipräsidenten ins politische Abseits manövriert hat: Ein Obdachloser ist erstochen am Nollendorfplatz gefunden worden. Dessen Vorgeschichte führt weit zurück in den Krieg, in den März 1917, als deutsche Soldaten während der »Operation Alberich« in Nordfrankreich verbrannte Erde hinterließen. Ungesühnte Morde, unterschlagene Goldbarren und eine perfide Sprengfalle, in die ein deutscher Hauptmann gerät, münden sechzehn Jahre später in eine Mordserie. Der Schlüssel zu alldem scheint der kurz vor der Veröffentlichung stehende Kriegsroman des Leutnants a. D. Achim Graf von Roddeck zu sein. Rath ermittelt, doch immer wieder kommen ihm andere Dinge dazwischen, und da sind die Vorbereitungen für seine Hochzeit mit Charlotte „Charly“ Ritter noch das geringste Problem. Er wird in die Kommunistenhatz der Politischen Polizei eingebunden, muss sich mit SA-Hilfspolizisten und dem neuen Polizeipräsidenten herumschlagen und einen Geschäftsfreund des Gangsterbosses Johann Marlow aus den Klauen der SA befreien.

    Autoreninfo:

    Volker Kutscher, Jahrgang 1962, arbeitete zunächst als Tageszeitungsredakteur und veröffentlichte mehrere Regionalkrimis, bevor er sich voll und ganz dem Romanschreiben widmete. Die Rath-Romane wurden mehrfach ausgezeichnet: 2010 mit dem Burgdorfer Krimipreis, 2011 mit dem "Krimifuchs", 2013 mit dem "Krimi-Blitz". Kutscher lebt mit seiner Familie in Köln.

    Meine Meinung:

    Titel: Fall Nummer 5 für Gereon Rath

    Nach "Akte Vaterland" war ich so begeistert von Gereon Rath, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit ihm und seiner Charly weiter geht.

    Im vorliegenden fünften Teil der Reihe bewegen wir uns in sehr düsteren Zeiten Deutschlands, denn wir schreiben das Jahr 1933. Gereon erbt den Fall seines Vorgesetzten Böhms, doch der Kriminalfall ist für Gereon wohl das kleinere Übel.

    In diesem Band lagen definitiv die historischen Elemente im Vordergrund. Man spürt förmlich die Umbrüche im damaligen Deutschland. Mir hat vor allem die Schilderung des Reichstagsbrandes eine Gänsehaut beschert.

    Auch unsere handelnden Protagonisten entwickeln sich weiter, der eine zum Positiven, manch anderer zum Negativen. Konstant stark blieb für mich vor allem Charly, denn ihr Schicksal als Frau hat mich doch sehr berührt. Gereon ist weiterhin ein cooler Kerl, den man als Frau nicht immer gern hat.

    Mit "Märzgefallene" ist Volker Kutscher wieder einmal ein komplexer und vor allem seitenstarker Krimi gelungen, der den Leser in eine andere Zeit mitnimmt und durch den man eine dunkle Zeit Deutschland live miterleben kann. Schockmomente und jede Menge Spannung vorprogrammiert.

    Einziges Manko: Der Roman ist solide, konnte aber für mein Empfinden nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten.

    Fazit: Gelungene Fortsetzung der Reihe. In meinen Augen auch ohne Vorkenntnis der anderen Bände lesbar, aber man würde etwas verpassen, wenn man nicht auch die anderen lesen würde. Empfehlenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 10: "Winterfeldtstraße, 2. Stock" von Johanna Friedrich


  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Marion von Schröder (30. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3547712009
  • ISBN-13: 978-3547712001

  • Inhaltsangabe:

    Berlin, Juni 1923. Charlotte Berglas ist im fünften Monat schwanger, als man ihren Mann Albert tot aus dem Landwehrkanal zieht. Es muss ein Unfall gewesen sein, davon ist sie überzeugt. Niemals hätte er sie in diesen Zeiten der Not alleingelassen. Im Zuge der Inflation haben die Berglas ihr komplettes Vermögen verloren. Da Geld nichts mehr wert ist und Charlotte hochschwanger nicht arbeiten kann, beginnt die junge Frau, Zimmer ihrer Wohnung in der Winterfeldtstraße zu vermieten. Eine ungewöhnliche Gemeinschaft entsteht, die den Wirren der Zeit entschlossen und ideenreich standhält. Mittendrin kämpft Charlotte – für sich selbst und für die Zukunft ihrer kleinen Tochter Alice.

    Meine Meinung:

    Titel: Zusammenhalt ist das Einzige was zählt…

    Wir schreiben das Jahr 1923, schwere Zeiten in Berlin, doch Charlotte Berglas schwebt gerade auf Wolke 7, ist sie doch glücklich verheiratet und nun auch noch schwanger von ihrem Ehemann Albert. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer, wird ihr Mann doch tot aus dem Landwehrkanal gefischt. Charlottes Zukunft beginnt zu bröckeln, denn wie soll sie als Schwangere einen Job finden, um später sich und ihr Kleines durchzubringen? In der Not bleibt ihr nichts anderes übrig als ihre große Wohnung mit anderen Menschen zu teilen. Ob das gut gehen wird? Und vor allem: wird sie den Tod ihres Mannes jemals verarbeiten können?

    Dieses Debüt beleuchtet die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Deutschland. Hierbei gelingt es der Autorin vor allem die damaligen Umstände zu verdeutlichen und die politischen Umbrüche zu beleuchten.

    Die Wohngemeinschaft besteht aus den unterschiedlichsten Charakteren mit verschiedenen Ansichten zum Leben und zur Politik, was wohl oder übel zu Spannungen führt. Die Protagonisten sind gut gezeichnet und man kann ihr Denken und Handeln nachvollziehen, auch wenn man nicht mit allen Akteuren sympathisiert.

    Die Schreibe der Autorin hat sich angenehm lesen lassen, ich fühlte mich zu keiner Zeit unter- oder überfordert. Und schön ist, dass ich hier wieder etwas dazu gelernt habe.

    Einziger Kritikpunkt ist der, dass die Protagonistin Charlotte mir ein ums andere Mal ein wenig auf die Nerven ging mit ihrem Verhalten, aber das geht vielleicht auch nur mir so.

    Fazit: Ein gelungenes Erstlingswerk über eine Zeit, die wohl nicht immer einfach war. Lesenswert und gute Unterhaltung!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 9: "Lockwood & Co. - Der wispernde Schädel" von Jonathan Stroud


  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: cbj (27. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570157105
  • ISBN-13: 978-3570157107
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

  • Inhaltsangabe:

    Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Wagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.

    Autoreninfo:

    Als Kind war Jonathan Stroud (*1970) häufig krank und musste viel Zeit im Krankenhaus oder zu Hause im Bett verbringen. Um der Langeweile zu entfliehen, begann er, intensiv zu lesen: Bald war der Boden seines Zimmers mit Büchern komplett bedeckt. Außerdem zeichnete Jonathan Stroud und erfand selbst mit Begeisterung Geschichten. Nach dem Englischstudium arbeitete er einige Jahre als Lektor für Walker Books in London, wo er alles über Kinderbücher lernte. 1999 erschien sein erster Fantasyroman "Drachenglut". Damit war Jonathan Stroud klar, was er in seinem Leben tun wollte. 2001 hängte er seinen Job endgültig an den Nagel, um nur noch Schriftsteller zu sein. Im selben Jahr heiratete er und wurde Vater.

    Meine Meinung:

    Titel: Überzeugender zweiter Teil der Geisterjägerreihe

    Nach "Die seufzende Wendeltreppe" musste ich unbedingt wissen wie es mit unseren Helden weitergeht und widmete mich gespannt dem zweiten Teil der Reihe.

    Nach dem riesigen Erfolg im ersten Teil, gehen unsere Freunde gemächlich an die Arbeit heran und so geht es im Buch auch erst einmal recht gemütlich voran. Doch dann werden Lockwood und Co zu einem neuen Fall gerufen, der den alten völlig in den Schatten stellt, denn jemand klaut gefährliche Artefakte, die ganz London in Gefahr bringen können. Können unsere Freunde diesen Fall lösen? Und werden sie sich gegen die Konkurrenz von Fittes und Co behaupten können?

    Der Start ins Buch hat mir erst einmal nicht so ganz gefallen, weil einfach die nötige Action fehlte, die man aus Band eins kannte, doch spätestens ab der Mitte des Buches wird es dann so spannend und gruselig, dass der schwächelnde Start völlig vergessen ist.

    Doch dieser Jugendroman bietet nicht nur jede Menge Spannung, sondern auch wieder eine ordentliche Portion Humor, bei dem man immer wieder schmunzeln oder auch mal herzhaft lachen kann.

    Mir hat vor allem gefallen, dass sowohl die männlichen als auch die weiblichen Helden gut aufeinander abgestimmt sind und sich die Waage halten, sprich keiner ist schlechter als der andere, so dass sich dadurch Jungs wie Mädchen angesprochen fühlen dürften. Zudem erreichen die Helden nur gemeinsam ihr Ziel, was ich als tolle Botschaft in einem Buch für Jugendliche sehe.

    Ansonsten haben sich unsere liebgewonnenen Charaktere gut weiterentwickelt. Mir hat hier am besten Lucy gefallen, die mich mit ihren neu entdeckten Fähigkeiten doch sehr überrascht hat. Ihr Spürsinn erinnerte mich stark an Sherlock Holmes.

    Fazit: Eine überzeugende Fortsetzung mit einem Ende, das Lust auf den nächsten Band macht. Lesenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 8: "Untreue" von Paulo Coelho


  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (24. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257069081
  • ISBN-13: 978-3257069082

  • Inhaltsangabe:

    "Ich will dir treu sein und dich ewig lieben. In guten wie in schlechten Zeiten. Bis dass der Tod uns scheidet." Wenn es nur so einfach wäre! Linda hat alles, doch das Entscheidende fehlt. Hat sie den Mut, die Frage nach der Leidenschaft zu stellen? Denn zu einer großen Liebe ist man ein Leben lang unterwegs.

    Autoreninfo:

    Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro.
    Alle seine Romane, insbesondere "Der Alchimist", "Veronika beschließt zu sterben", "Elf Minuten" und zuletzt "Die Schriften von Accra", sind Weltbestseller, wurden in 80 Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 165 Millionen Exemplaren. Seine Reflexionen und die Themen seiner Bücher regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.


    Meine Meinung:

    Titel: Untreue ist kein Kavaliersdelikt…

    Ich weiß nicht wie es anderen Lesern geht, aber Coelhos Bücher haben auf mich eine besondere Anziehung, auch wenn ich von ihm bisher nur Bücher gelesen habe, die mir entweder richtig gut gefielen oder absolut gar nicht.

    So fällt es mir nach der Lektüre von "Untreue" alles andere als leicht diesen Roman zu bewerten.

    Als Protagonistin lernen wir die 31 jährige Linda kennen, die alles hat, aber dennoch unzufrieden ist mit ihrem Leben. So geschieht es, dass sie ihren Ehemann, mit dem sie seit 10 Jahren verheiratet ist, betrügt. Doch was ändert sich in ihrem Leben? Ändert sich überhaupt etwas? Und vor allem: was macht es mit ihr?

    Coelho widmet sich hier einem sehr spannenden Thema, das auch viele Leser bewegen wird, von daher ist die Idee zum Buch wirklich klasse.

    Allerdings krankt sein Buch wieder durch die typisch coelhoschen Eigenschaften.

    Die Protagonistin Linda ist für mich als Leser nicht greifbar gewesen. Immer wieder fragte ich mich: "Was will sie denn nun?" Sicher konnte ich ihre Unzufriedenheit verstehen, denn wer hat es schon gern, wenn der Alltag in die Beziehung eingekehrt ist und die Leidenschaft dabei flöten geht? Niemand, aber um das Problem zu lösen, geht Linda unmögliche Wege, die für mich nicht nachvollziehbar waren.

    Ansonsten kann es Coehlo einfach nicht lassen esoterische und christliche Elemente in seinen Roman einfließen zu lassen, was mich persönlich einfach stört, weil es die erzählte Geschichte kein Stück weiter bringt. Und dann verliert der Autor dadurch ab und zu den roten Faden, so dass der nicht gerade seitenstarke Roman aufgebläht wirkt.

    Interessiert habe ich den Roman gelesen und konnte auch einiges für mich mitnehmen, aber den Unterhaltungswert hatte ich mir größer vorgestellt.

    Fazit: Ein Roman, den man gelesen haben kann, aber nicht muss. Nach meinem Empfinden nur bedingt empfehlenswert.


    Bewertung: 3/ 5 Sternen

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    Nr. 7: "Sechs Jahre: Der Abschied von meiner Schwester" von Charlotte Link



  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (1. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764505214
  • ISBN-13: 978-3764505219

  • Inhaltsangabe:

    Auf eindringliche Weise berichtet Bestsellerautorin Charlotte Link von der Krankheit und dem Sterben ihrer Schwester Franziska. Es ist nicht nur das persönlichste Werk der Schriftstellerin, voller Einblicke in ihr eigenes Leben, sondern auch die berührende Schilderung der jahrelang ständig präsenten Angst, einen über alles geliebten Menschen verlieren zu müssen. Charlotte Link beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, dem sich Krebspatienten und mit ihnen ihre Angehörigen ausgesetzt sehen, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten schaudern lässt und Angst macht. Und sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben – denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen.

    Autoreninfo:

    Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, allein in Deutschland wurden bislang über 24 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

    Meine Meinung:

    Titel: Achterbahnfahrt der Gefühle

    Zunächst einmal sollte sich jeder Leser, der zu diesem Buch greift im Klaren sein, dass dieses Buch keine leichte Kost ist und dass man hier etwas als Leser geboten bekommt, dass man selbst nie am eigenen Leib erfahren möchte.

    Ich bin Frau Link sehr dankbar, dass sie uns Leser an dem Schicksal ihrer Schwester und das ihrer gesamten Familie teilhaben lässt, denn so ein ernstes Thema wie Krebs lässt sich nur schwer beschreiben.

    Im Buch erfahren wir die komplette Leidensgeschichte der jüngeren Schwester, wie Familie, Freunde und Kinder damit umgehen und wie es in deutschen Krankenhäusern zu geht. Hier steht nämlich in erster Linie nicht der leidende Patient im Mittelpunkt, sondern das Geld, welches ich leider auch schon im privaten Umfeld miterleben musste.

    Es hat selten ein Buch gegeben, das mich so emotional aufgewühlt und mich hat weinen lassen wie dieses, auch wenn ich schon einige Bücher über Krebs oder sterbende Angehörige gelesen habe.

    Zudem gelingt es der Autorin, die Krankenhausereignisse so zu schildern, dass auch ein Laie sie versteht, da sie nie mit Fachbegriffen um sich wirft.

    Jeder muss hier wirklich abwägen, ob das Buch für ihn etwas ist. Ich bin jedenfalls froh es gelesen zu haben, denn es verdeutlicht einem, dass man sein Leben leben und jeden Tag genießen sollte, der einem geschenkt wird und dass Familie immer noch am wichtigsten ist.

    Einzig negativ, aber dies kann man der Autorin nicht anlasten: Es ist kein Buch, das Mut machen will, sondern es schildert einfach den Leidensweg mit allen negativen Erfahrungen und Gefühlen, die das Sterben so mit sich bringt.

    Fazit: Das Buch bewegt und rüttelt einen emotional auf. In meinen Augen lesenswert, wenn auch arg traurig und bedrückend.


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 6: "Ein Haus am Kahu River" von Rebecca Maly


  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (14. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453417631
  • ISBN-13: 978-3453417632

  • Inhaltsangabe:

    Neuseeland 1869: Adalie, Tochter irischer Einwanderer, flieht vor ihrem gewalttätigen Vater nach New Plymouth. Durch Zufall lernt sie die Kunsthändlerin Johanna Fitzgerald kennen. Die beiden sind sich sofort sympathisch, und Adalie hilft von nun an in Johannas Laden aus. Als Johannas Sohn Duncan eines Tages vor ihr steht, verlieben sie sich auf Anhieb ineinander. Ihr Glück scheint perfekt, als er um ihre Hand anhält. Doch ein dunkles Geheimnis der Familie droht alles zu zerstören.

    Autoreninfo:

    Rebecca Maly, geboren 1978, arbeitete als Archäologin und Lektorin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Die Kultur der Maori lernte sie bereits im Studium kennen, eine Faszination, die bis heute geblieben ist. Die Autorin kann sich nichts Schöneres vorstellen, als ferne Länder zu bereisen und deren Kultur kennen zu lernen. In ihrer Freizeit genießt sie es, lange Ausritte in der Natur zu machen oder gemütlich mit ihren Katzen daheim zu lesen. Unter ihrem realen Namen Rebekka Pax hat sie bereits erfolgreich mehrere Romane veröffentlicht.

    Meine Meinung:

    Titel: Wenn du willst, ist das Glück dir hold...

    Als Liebhaberin historischer Romane, die in Australien oder Neuseeland spielen, da kam es wie es kommen musste, dass ich nun auch endlich mal auf einen Roman von Rebecca Maly stieß, von der ich bisher noch nichts gelesen habe. Bei "Ein Haus am Kahu River" handelt es sich um die Fortsetzung zu "Im Tal des Windes", welches ich jedoch nicht kenne. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlen würde, daher bin ich der Ansicht, dass sich dieses Buch auch ohne den Vorgänger sehr gut lesen lässt. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen.

    Im Buch selbst wird der Leser in das Jahr 1869 nach Neuseeland entführt. Unser Hauptcharakter Adalie hat bisher kein einfaches Leben geführt, musste sie stets unter ihrem gewalttätigen Vater leiden. So blieb ihr einfach nichts anderes übrig als die Flucht zu ergreifen, auch wenn das Leben als alleinstehende, junge Frau sehr gefährlich werden kann. Wird sie ihr Glück finden? Und vor allem: wird sie ihr Bild von Männern jemals ändern können?

    Adalie hat mir als Person sehr gut gefallen, denn man kann sich mit ihr identifizieren und ihr Handeln nachvollziehen. Ihr Leben ist wirklich bewegend dargestellt, ich hätte zu der Zeit keine Frau sein wollen. Auch die anderen Charaktere waren gut gezeichnet, da findet sicher jeder Leser sein Gegenstück.

    Die Schreibe der Autorin ist angenehm leicht zu lesen und die Romanhandlung lässt Urlaubsgefühle in einem aufleben, löst Fernweh und Abenteuerlust aus. In meinen Augen ideale Urlaubslektüre oder um sich kalte Herbst- und Wintertage zu versüßen.

    Mir hat in dem Roman besonders gefallen, dass es hier nicht nur um eine Liebesbeziehung geht, sondern auch historische und politische Veränderungen beleuchtet wurden. Auch der Zwist zwischen Siedlern und Ureinwohnern wird verdeutlicht.

    Fazit: Ein gelungener Schmöker, der mich gut unterhalten hat und den ich gern weiterempfehle. Lesenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 5: "Im Dienst der Gräfin" von Tereza Vanek


  • Broschiert: 420 Seiten
  • Verlag: Drachenmond-Verlag (26. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393198981X
  • ISBN-13: 978-3931989811

  • Inhaltsangabe:

    1606: Durch eine Seuche zur Waise geworden, gelangt die 17-jährige Emilia in die Dienste der Gräfin Elisabeth Bathory, der mächtigsten Frau Ungarns. Emilia ist glücklich über die Möglichkeit ihrer Berufung zur Gewandschneiderin folgen zu können, doch schon bald überschatten Todesfälle und Misshandlungen das Leben am Hof. Obwohl Emilia in der Gunst der Gräfin steht, die ihre Fähigkeiten schätzt und ihr vertraut, erkennt sie eine dunkle Seite an ihrer neuen Dienstherrin. Als sie sich in Istvan verliebt, der ebenfalls schicksalshaft mit Elisabeth verbunden ist, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu und Emilia gerät in einen lebensgefährlichen Strudel aus seelischen Abgründen und politischen Ränkespielen.

    Meine Meinung:

    Titel: Unheimlich spannender Historienschmöker

    Von Tereza Vanek habe ich bisher noch nichts gelesen und so las ich recht unvoreingenommen diesen historischen Roman, der mich doch sehr überrascht hat, im positiven Sinne natürlich.

    Im Buch geht es um die 17 jährige Emilia, die durch eine Seuche zur Vollwaise wurde und sich nun selbst durchschlagen muss. Ihr großer Traum war es schon immer eine Gewandschneiderin zu werden, doch sieht es nach ihrem Schicksalsschlag nicht danach aus, als wenn sich dieser jemals erfüllen würde. Doch dann ist das Glück ihr hold und sie wird als Schneiderin bei der Gräfin Bathory eingestellt. Doch geht es ihr hier wirklich besser? Im Hause der Gräfin passieren die merkwürdigsten Dinge und alsbald gerät auch unsere Emilia in große Gefahr. Wird sie dennoch ihr Glück finden?

    Ich bin ein großer Fan historischer Romane und dieser hat mich etwas überwältigt. Ich habe noch nie ein Buch gelesen (egal aus welchem Genre), in dem es so viele Bösewichte gibt, die nur ein Ziel verfolgen: ihr Glück zu machen und das anderer zu zerstören. Der Autorin gelang es hier vor allem das Ränkeschmieden und Intrigenspinnen ideal zu beleuchten. Zudem kann man sich durch ihre Schilderungen die damalige Zeit richtig schön bildlich vorstellen und in die Ereignisse eintauchen, fast ein wenig Zeitreisefeeling kommt dabei auf.

    Die handelnden Protagonisten sind zum Großteil keine Sympathieträger, aber man kann ihr Denken und Handeln durchaus nachvollziehen. Emilia mochte ich sehr gern, allerdings war sie mir an manchen Stellen zu gutherzig und vor allem extrem offen und ihrer Zeit voraus, was sie in die eine oder andere Schwierigkeit katapultiert hat.

    Besonders an dem Buch ist, dass es sich bei der Gräfin um eine real existierende Persönlichkeit handelt, nämlich der ungarischen Blutgräfin. Frau Vanek gelingt es ihr viel Leben einzuhauchen und diese nicht als Monster erscheinen zu lassen, wie sie sonst gerne dargestellt wird.

    Gesamt betrachtet kann ich nur sagen, dass ich etwas völlig anderes bekommen habe, als ich gedacht hatte und mich dieser Roman regelrecht umgehauen hat.

    Fazit: Ein fesselnder Historienschmöker, den ich sehr gerne weiterempfehle. Prädikat spannend und lehrreich!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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    Nr. 4: "Der Pestreiter" von Deana Zinßmeister


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442480884
  • ISBN-13: 978-3442480883

  • Inhaltsangabe:

    Trier 1652: Auch vier Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg kommen die Menschen in Kurtrier nicht zur Ruhe. Ein geheimnisvoller Reiter verbreitet Angst und Schrecken, angeblich bringt er die Pest zurück. Der junge Schweizer Urs versucht deshalb verzweifelt, ein Heilmittel gegen die Krankheit zu finden. Währenddessen hofft seine Freundin Susanna, die aus ihrer Heimat im Saarland flüchten musste, mit seiner Hilfe die Schrecken ihrer Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Doch dann scheint Urs plötzlich nichts mehr von ihr wissen zu wollen ...

    Autoreninfo:

    Deana Zinßmeister schreibt historische Romane, die zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert spielen. In ihren Geschichten erzählt sie vom einfachen Volk, von dem nur wenig bekannt ist und das in Romanen fast keine Beachtung findet. Leider gibt es über diese Menschen kaum Recherchematerial. Doch durch die Zusammenarbeit mit führenden Historikern z.B. Dr.phil.habil. Johannes Dillinger/Oxford und anerkannten Fachleuten kann sie ihnen Leben einhauchen und dieses so genau wie möglich darstellen. Aber auch außergewöhnliche historische Figuren z.B. Wolfsbanner, Magier, Kinderhexe oder Wechselbalg lässt sie in ihren Romanen wieder auferstehen.

    Meine Meinung:

    Titel: Die Pest ist noch lange nicht gebannt…

    "Der Pestreiter" ist der Nachfolgeroman zu "Das Pestzeichen". Ohne Kenntnis von Band eins habe ich diesen historischen Roman begonnen zu lesen. Klar wäre der Einstieg ins Buch leichter gefallen, wenn ich bereits mehr über unsere Protagonistin Susanna gewusst hätte, aber auch so konnte ich der Handlung gut folgen.

    Die Autorin entführt uns hier nach Trier ins Jahr 1652 und als Leser begleiten wir Susanna, die gerade aus ihrer Heimat geflohen ist. Eine neue Bleibe findet sie bei den Blatters, für deren Sohn Urs sie Gefühle hegt. Doch plötzlich kann sie sich dessen Liebe nicht mehr so sicher sein, ist er doch mehr an der Heilkunst interessiert als an ihr? Wird ihre zarte Liebe zerstört werden? Doch das ist nur ein kleines Problem, kehrt doch nach Trier die Pest zurück und mit ihr Angst und Schrecken…

    Frau Zinßmeister gelingt es vor allem die Schrecken der damaligen Zeit einzufangen. So kann man sich sehr gut vorstellen wie die damaligen Lebensverhältnisse waren. Ebenfalls sehr anschaulich beschreibt sie die heimtückische Krankheit Pest und auch das Thema Hexenverfolgung wird angesprochen.

    Klar liegt der Fokus in erster Linie auf unseren beiden Hauptakteuren Urs und Susanna und deren Beziehung, aber die Umbrüche der damaligen Zeit und historische Ereignisse werden selbstverständlich auch beleuchtet.

    Ich konnte mich sehr gut mit Susanna identifizieren und litt regelrecht mit ihr.

    Fazit: Ein gelungener historischer Roman, der mir Neues vermitteln konnte und mir nun Lust bereitet auch andere Bücher der Autorin zu lesen. Empfehlenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 3: "Missing New York" von Don Winslow


  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Droemer TB (1. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426304287
  • ISBN-13: 978-3426304280

  • Inhaltsangabe:

    Die siebenjährige Hailey spielt im Garten, als das Telefon klingelt und ihre Mutter kurz ins Haus geht. Eine Minute später kommt sie zurück. Und ihre Tochter ist verschwunden. Zwei Wochen später verschwindet ein weiteres Mädchen – diesmal wird die Leiche gefunden, der Täter gefasst und auch mit dem Mord an Hailey belastet. Akte geschlossen. Aber Frank Decker, dessen Job es ist, Verschwundene aufzuspüren und zurückzuholen, hat Zweifel. Er glaubt, dass Hailey lebt, irgendwo versteckt – während die Uhr tickt. Ein vager Hinweis führt ihn nach New York. Sanft wenn möglich, hart wenn nötig, folgt er Schritt für Schritt der Spur, die ihn in die Hölle lotsen wird.

    Autoreninfo:

    Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in der Kleinstadt Perryville auf Rhode Island. Seine Mutter, eine Bibliothekarin, und sein Vater, ehemaliger Offizier bei der Navy, bestärkten ihn schon früh in dem Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden, vor allem die Geschichten, die sein Vater von der Marine zu erzählen hatte, beflügelten die Fantasie des Autors.

    Meine Meinung:

    Titel: Ein solider Winslow - gewohnt gut

    Bei "Missing New York" handelt es sich um den Auftakt einer neuen Reihe, um den immens sympathischen Ermittler Frank Decker.

    Sein erster Fall nach dem Polizeidienst ist die Suche nach einem vermissten kleinen Mädchen. Hailey spielte im Garten und kaum passt ihre Mutter kurz mal nicht auf, ist das Mädchen auch schon verschwunden. Kurze Zeit später verschwindet ein weiteres Kind, dessen Leiche kurz darauf gefunden wird. Doch was ist mit Hailey passiert? Lebt sie noch? Decker lässt das Schicksal des Mädchens nicht los und ermittelt auf eigene Faust ohne Unterstützung der Polizei. Wird er den Fall lösen können?

    Der Roman besticht vor allem durch seine immense Spannung. Als Leser wird man aufgrund der kurzen Kapitel regelrecht durch die Seiten gepuscht.

    Frank Decker ist als Ermittler einfach ein total netter Typ, den man auf Anhieb gern hat. Er hat ein paar familiäre Probleme und er ist einfach so ein normaler Kerl, dem Frauen sehr leicht verfallen können.

    Das Buch sprudelt nur so vor Wendungen und glaubt man endlich zu wissen was wirklich passiert ist, bekommt man wieder eine andere Wahrheit geboten, was den Roman bis zur letzten Seite spannend macht.

    Das Einzige, was mich ein wenig an dem Buch gestört hat, ist der Patriotismus und der Weltverbesserer- Touch, den man auch von Actionstreifen aus Hollywood kennt.

    Fazit: Ein solider Winslow, den ich gern weiterempfehle. Diese Reihe werde ich ganz bestimmt weiter verfolgen.


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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    Nr. 2: "Skulduggery Pleasant  8 - Die Rückkehr der toten Männer" von Derek Landy


  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (14. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785575491
  • ISBN-13: 978-3785575499
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

  • Inhaltsangabe:

    Es herrscht Krieg! Doch diesmal ist es der Hohe Rat selbst, die Vereinigung aller Sanktuarien der Welt, der sich gegen die Iren wendet. Denn Irland ist eine Quelle der Magie und das weckt Begehrlichkeiten. Und so kämpfen nun Zauberer gegen Zauberer in einem sinnlosen Bruderkrieg, während im Verborgenen Hexen und Warlocks nur darauf warten, die Zauberergemeinschaft an ihrer verwundbarsten Stelle zu treffen. Aber Irland hat eine Geheimwaffe - die Toten Männer. Jene unerschrockene Truppe von Helden um Skulduggery Pleasant, die schon gegen Mevolent gekämpft haben. Und mitten unter ihnen ein neues Mitglied: Walküre Unruh, Skulduggerys erwachsen gewordene Gefährtin. Niemand ahnt, dass Walküre selbst die größte Zerstörung bringen wird ...

    Meine Meinung:

    Titel: Der Skelett- Detektiv geht in die 8. Runde

    Unser Detektiv Skulduggery und seine Walküre Unruh haben schon einiges an Abenteuern erlebt, doch dieses Mal wird es richtig gefährlich. Lebensgefährlich?

    So wie der jugendliche Leser von Band zu Band älter wurde, so wurden auch unsere Protagonisten älter und reifer und die Geschichte ist intensiver, ernster und noch ausgefeilter. Waren die Anfangsbände noch als reine Jugendbücher zu werten, ist der nun vorliegende 8. Band wirklich ein All- Ager.

    Wir erleben die Protagonisten noch intensiver als sonst und fast hatte ich den Eindruck als wenn der Autor in seine Fantasywelt auch viel Realität mit einfließen lässt. Des Weiteren muss sich unsere Protagonistin mit Problemen des Erwachsenwerdens rumschlagen und zu sich selbst finden, was mich als erwachsene Leserin sehr angesprochen hat. Zudem ist Unruh ein Charakter mit dem man sich sehr gut identifizieren kann.

    Trotz der Ernsthaftigkeit verliert Landy nie seinen speziellen Charme, den er durch den schwarzen Humor und den Sarkasmus versprüht, der mich überhaupt erst zu dieser Reihe gebracht hat.

    Das Hauptaugenmerk in diesem Band liegt auf dem Krieg zwischen den magischen Mächten. Im Verlauf dieses umfassenden Werkes greift der Autor Fäden aus vorangegangenen Bänden auf und flechtet diese weiter. Ich habe zwar nicht alle Bände der Reihe gelesen, konnte aber dennoch alles gut nachvollziehen. Obwohl das Buch so dick ist, hätte man gern noch viel mehr Seiten lesen können.

    Für mich eine überaus gelungene Fortsetzung und es erstaunt mich immer wieder, dass trotz der Anzahl der Bände die Reihe noch steigerungsfähiger und spannender wird. Atemlose Spannung garantiert.

    Fazit: Absolut lesenswert, das sollte man sich nicht entgehen lassen. Einer der besten Bände der Reihe!


    Bewertung 5/ 5 Sternen

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    Nr. 1: "Crossroads - Ohne Gnade" von Michelle Raven


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (2. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802592352
  • ISBN-13: 978-3802592355

  • Inhaltsangabe:

    Ein Campingausflug im Olympic National Park wird für Warren Harper zum Horrortrip, als seine siebenjährige Tochter Emma nachts spurlos aus dem Zelt verschwindet. Der verzweifelte Vater wendet sich an die Polizei, doch die fahndet gerade nach zwei Mördern, die bei einem Gefangenentransport entkommen sind. In seiner Not bittet Warren die ortsansässige Hundeführerin Angel Burns um Hilfe. Auch wenn Angel spürt, dass Warren ihr Leben durcheinanderwirbeln wird, kann sie sich seiner verzweifelten Bitte nicht entziehen. Gemeinsam mit einem Suchhund brechen sie in die Wildnis auf, nicht ahnend, dass Emma sich längst in den Händen der Verbrecher befindet …

    Autoreninfo:

    In Hannover geboren und aufgewachsen, studierte Michelle Raven Bibliothekswesen. Nach einem siebenjährigen Zwischenspiel in Köln und einem Aufenthalt in Washington, DC ist sie seit 2009 als Bibliotheksleiterin zurück in Niedersachsen.

    2002 veröffentlichte Michelle Raven ihren ersten Roman "Canyon der Gefühle". Im Oktober 2014 erschien ihr zwanzigster Roman "Crossroads - Ohne Gnade".


    Meine Meinung:

    Titel: In den Fängen skrupelloser Mörder?

    Ich habe bisher weder einen Roman von Michelle Raven gelesen, noch aus dem Genre Romantic Thriller, weshalb ich ganz besonders auf dieses Buch gespannt war.

    Im Buch begegnen wir dem Ex- Soldaten Warren Harper, der mit seiner Tochter Emma im Olympic National Park campen will. Doch dann passiert das Schlimmste, was einem Vater zustoßen kann: Emma ist spurlos verschwunden. Wo ist das Mädchen? Ist sie etwa in die Fänge der entflohenen Mörder geraten? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Wird Warren mit der Unterstützung der Hundeführerin Angel Burns seine Tochter retten können?

    Michelle Raven hat eine beschwingte Art die Dinge zu beschreiben. Das Geschriebene lässt sich flüssig lesen und ist ungemein spannend.

    Als Leser bekommen wir Einblicke in alle Charaktere, denn mal begleiten wir die Guten und mal die Bösen. Die Protagonisten waren in meinen Augen sehr gut gezeichnet, hier findet jeder eine Person, mit der er sich identifizieren kann. Mir hat besonders der Charakter der Hundeführerin Angel Burns gefallen, da sie gerade durch ihre ruhige Art ein besonders liebenswerter Charakter ist.

    Der Thrilleranteil hat mir am besten gefallen, denn das Buch liest sich immens spannend. Glaubt man nun endlich die Lösung zu kennen, kommt eine neue Wendung und alle Fäden sind wieder offen.

    Der Liebesanteil war auch gelungen. Ich lese ja sonst eher keine Liebesromane, aber diese Kombination hat mir gut gefallen.

    Mein persönliches Highlight in diesem Buch war das Mantrailing und wie so etwas abläuft, da ich der totale Hundenarr bin und die Herangehensweise immens spannend beschrieben fand.

    Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen und den Folgeband der Reihe würde ich sicher auch wieder lesen. Empfehlenswert!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

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