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Sonntag, 31. Januar 2016

Rezension Ulrike Herwig

"Oskar an Bord" von Ulrike Herwig


Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (18. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342326084X
ISBN-13: 978-3423260848


Inhaltsangabe:

Ihre Liebe hat schon mal bessere Zeiten gesehen. Seit fast 20 Jahren sind Tina und Markus verheiratet. Die zermürbende Routine des Alltags und die nicht enden wollenden Geldsorgen belasten sie so sehr, dass bei Markus die Sicherungen durchbrennen: Ohne lange zu überlegen, überfällt er eine Tankstelle! Tina wird zufällige und völlig entsetzte Zeugin des Überfalls. In Panik flüchten beide mit dem nächstbesten Auto, ausgerechnet einem Krankentransporter, nicht ahnend, dass sie den 87-jährigen Oskar an Bord haben.

Autoreninfo:

Ulrike Herwig arbeitete zehn Jahre in London als Deutschlehrerin, bevor sie 2001 mit ihrer Familie nach Seattle/USA zog. Um sich nicht den ganzen Tag über die verrückten amerikanischen Moms wundern zu müssen, zieht sich Ulrike Herwig in jeder freien Minute an ihren Schreibtisch zurück.

Meine Meinung:

Titel: Wenn das Leben mit dir spielt...

Ich brauchte die Tage einfach mal ein witziges Buch und da ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen habe, die mir gut gefielen, begann ich voller Vorfreude mit dem Lesen.

In der Geschichte geht es um Tina und Markus, in deren Ehe es gerade ein wenig kriselt, weil die beiden finanzielle Probleme haben. Als Tina in ihrer Mittagspause ihren Liebsten beim Überfallen einer Tankstelle erwischt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Die Flucht mit einem Krankenwagen ist auch nicht ganz ohne, denn hinten drin liegt ein Patient. Oh Schreck was sollen die beiden jetzt bloß machen?

Mit Tina und Markus hat die Autorin ein Pärchen geschaffen, dass es so überall in Deutschland geben kann. Beide spiegeln die typischen Probleme einer Paarbeziehung wieder und man kann sich mit ihnen gut identifizieren. Gerade Tinas Jobfrust konnte ich sehr gut verstehen.

Der Roman besticht nicht nur durch tolle Charaktere wie Geisel Oskar, den ich mit seinen 87 Jahren direkt ins Herz schloss, sondern durch jede Menge Wortwitz. Da werden hässliche Brillen als orthopädische Schuhe für das Gesicht bezeichnet, Arme quellen wie Kartoffelbrei und Stimmen sind erotisch wie ein Zahnarztbohrer.

Die Flucht vor dem Gesetzeshüter ist spannend und realistisch dargestellt. Ein beobachtender Erzähler führt uns durch das Geschehen.

Frau Herwig gelingt es konstant den Leser zu amüsieren und ihn auf einen ganz besonderen Roadtrip mitzunehmen. Mir hat besonders das Ende gefallen, denn damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet.

Fazit: Ideal für den Lacher zwischendurch. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Samstag, 30. Januar 2016

Saturday Sentence # 49


Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.

Mein heutiger Saturday Sentence lautet:


"Zum Beispiel Kaffee kaufen oder ihn gar trinken."

Der Satz stammt aus dem Buch:

Inhalt:

"Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität. Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat."
 

Freitag, 29. Januar 2016

Rezension Jason Mott

"Am Ende das Leben" von Jason Mott


Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (10. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 395967001X
ISBN-13: 978-3959670012
Originaltitel: The Wonder of All Things


Inhaltsangabe:

Während einer Flugschau im idyllischen Stone Temple stürzt eine Propellermaschine ab. Der beste Freund der 13-jährigen Ava, Wash, wird schwer verletzt. Alle rechnen damit, dass der Junge stirbt. Doch dann legt Ava ihre Hände auf seine Brust, und die Wunden verschwinden. Das Wunder von Stone Temple geht um die Welt; tausende Pilger bedrängen Ava, ihnen zu helfen. Doch sie kann unmöglich alle retten, denn jede Heilung raubt ihr Lebenskraft. Aber steht es ihr zu, über Leben und Tod zu entscheiden? Als das Schicksal dann bei ihrer Familie zuschlägt, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens …

Autoreninfo:

Jason Mott studierte Poetik und Erzählende Literatur in North Carolina, wo er auch heute noch lebt. Er veröffentlichte zwei Lyrikbände und wurde 2009 für den renommierten Pushcart Prize nominiert. Kurz darauf setzte Entertainment Weekly ihn auf die „New Hollywood: Next Wave“-Liste der bemerkenswertesten Nachwuchsautoren. Zu Recht, denn mit seinem Romandebüt „The Returned“ sorgte Mott 2013 für viel Furore – das Buch wurde die Vorlage zur TV-Serie „Resurrection“.

Meine Meinung:

Titel: Ein Roman der unter die Haut geht und mitten ins Herz trifft...

Der überaus faszinierende Klappentext hat mich neugierig werden lassen und da ich von dem Autor noch nie etwas gelesen hatte, begann ich unvoreingenommen mit der Lektüre.

Im Roman geht es um die 13 Jahre alte Ava, die ihren besten Freund Wash nach einem schweren Unfall durch Handauflegen rettet. Sie wird als Wunder bezeichnet und von tausenden Pilgern bedrängt ihnen zu helfen. Steht es in ihrer Macht jeden zu retten? Und wer entscheidet, wer gerettet wird und wer nicht?

Mott hat mit Ava einen Charakter entwickelt, der einem zu Herzen geht, denn sie macht gleich mehrere Phasen durch. Zum Einen muss sie damit leben, dass ihre Mom tot ist, zum Anderen entwickelt sie sich langsam aber sicher zur Frau mit all den dazugehörigen Problemen. Und dann ist da ihre Fähigkeit, die sie fragen lässt wem sie helfen kann, muss oder will?

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Ereignisse, so dass wir von allen Protagonisten intensiv etwas mitbekommen.

Dem Autor gelingt es sehr gut die handelnden Personen zu beschreiben und auch das Setting bildhaft wiederzugeben, so dass man sich alles gut vorstellen kann.

Ich kann es nicht genau erklären, aber beim Lesen entsteht eine regelrechte Wohlfühlatmosphäre.

Für mich ist dieser Roman ein Kleinod, denn er versprüht so viel Herz und regt zum Nachdenken an. Keine leichte Kost, die aber dennoch unheimlich gut zu unterhalten weiß.

Fazit: Ich kann nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Genial!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Dienstag, 26. Januar 2016

Gemeinsam Lesen # 55


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 167 von 480.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Nachdem Ulrich Gertli wieder verlassen hatte, ging sie den restlichen Tag wie schwebend durchs Haus." (Ist nicht der erste Satz der Seite, sondern der erste Satz vom 18. Kapitel, einfach weil ich da schon angelangt bin.)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Teil der Pesttrilogie und würde ich dieses Buch lesen, wenn die anderen blöd gewesen wären? Nein natürlich nicht. :-) Dieses Mal begleiten wir die Kinder von Urs und Susanna. Ich finde derzeit gerade Gertli ganz toll. Richtig gruselig finde ich zudem die Pest, eine echt heimtückische Krankheit.

4. Was hast du vor einem Jahr gelesen? Erinnerst du dich noch an Einzelheiten dieser Geschichte?

Puh das ist gar keine so leichte Frage, da musste ich erstmal fix nachsehen. Ich habe vor gut einem Jahr von Christine Kabus "Insel der blauen Gletscher" gelesen, einen Norwegenroman. An jedes Detail kann ich mich natürlich nicht erinnern, ich weiß nur noch, dass Familiengeheimnisse aufgedeckt worden sind und Frau Kabus einem ganz toll die Kultur der Sami näher bringt. Meine Rezension zum Buch findet ihr übrigens hier

Was habt ihr vor einem Jahr gelesen?

Montag, 25. Januar 2016

Cover Monday # 49



Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.

Ich kann mir nicht mehr helfen, aber auch meine heutige Wahl fällt wieder auf das Cover eines Jugendbuches, seltsam oder? Ich denke die Mehrheit kennt es von euch und hat es vielleicht ebenfalls im Regal stehen.


Inhalt:

"Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!"

Ich mag an dem Cover vor alem die Scherenschnittoptik. Zudem gibt es viel zu entdecken, da ja nicht nur die beiden Personen (Gwendolyn und Gideon) vorne drauf sind. Für mich sprüht es zudem etwas Märchenhaftes aus.

Was man auf dem Foto nicht sehen kann und ich toll finde, ist das Material des Schutzumschlages. Während der schwarze Druck glänzt und sich glatt anfühlt, fasst sich das rosafarbene wie recyceltes Papier an. Ich habe das Buch geliebt und ihr?

Samstag, 23. Januar 2016

Saturday Sentence # 48


Diese Aktion stammt von Lesefee.

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein "saturday sentence" lautet.

Mein heutiger Saturday Sentence lautet:


" "Vielleicht irrst du, und der See ist ein Meer", überlegte sie, doch Michael schüttelte den Kopf."

Der Satz stammt aus dem Buch:



Inhalt:

"Im Jahr 1671 liegt der Dreißigjährige Krieg lange zurück, und die Pest scheint ausgerottet. Der Arzt Urs und seine Frau Susanna haben die Schrecken der vergangenen Jahrzehnte verwunden und leben friedvoll mit ihren beiden Kindern Gritli und Michael in Trier. Doch als die fünfzehnjährige Gritli eines Tages mit einem Freund eine Botenfahrt in das Dorf Piesport an der Mosel macht, bricht die Pest dort völlig unerwartet wieder aus, und der Ort wird von der Außenwelt abgeriegelt: Niemand darf mehr hinein oder hinaus. Mit Entsetzen hören Susanna und Urs von der Gefahr, in der ihre Tochter steckt. Doch es scheint keine Möglichkeit zu geben, Gritli zu retten ..."

Donnerstag, 21. Januar 2016

Was bringt einem die Amazon Prime Mitgliedschaft?


Heute mal ein Thema, was nur indirekt etwas mit Büchern zu tun hat, mich aber schon eine ganze Weile beschäftigt.

Nach einigen Überlegungen habe ich mich Ende letzten Jahres dazu entschlossen Amazon Prime einfach mal auszutesten und zu sehen, ob das gut investierte 49 € pro Jahr sind oder nicht. Den ersten Monat kann man ja kostenlos testen.

Amazon Prime bietet ja mehrere Angebote, die man nutzen kann.

 

Zunächst einmal dürfte jedem der kostenlose und schnellere Versand ein Begriff sein. Das hat bei den wenigen Bestellungen, die ich gemacht habe, gut geklappt. Allerdings finde ich nur dafür dann 49 € zu teuer, wenn man bei Prime sonst nichts weiter nutzt. Schön ist allerdings, dass man bis zu 4 Familienmitglieder oder Freunde einladen kann zu Prime, so dass die mit der von mir abgeschlossenen Prime- Mitgliedschaft auch den kostenlosen Versand nutzen können. So kann der Partner oder die beste Freundin das gleich mit nutzen, allerdings bezieht sich das ausschließlich auf den Versand, alle anderen Angebote können die Eingeladenen nicht nutzen.


Was mich am meisten an Prime interessiert hat, ist das Streamen von Filmen und Serien. Das läuft unheimlich gut und ich bin echt begeistert davon. Prime hat wirklich zahlreiche Filme und Serien im Angebot, wovon mich unheimlich viel interessiert. Schauen tue ich diese über mein Tablet oder Smartphone. Das hat den Vorteil, dass ich überall gucken kann, egal ob im Wohnzimmer, in der Küche, im Schlafzimmer oder wo auch immer. Meine derzeitige Leidenschaft gilt der Serie „The Tudors“. Einfach nur toll. 


Der einzige Nachteil ist nur, dass die angebotenen Serien und Filme nicht ewig verfügbar sind, da Amazon diese immer nur für eine bestimmte Zeit anbieten kann. Mir ging es mit „Breaking Bad“ so. Die ersten zwei Staffeln geschaut, süchtig geworden und dann waren sie raus aus dem Programm, was aber vorher auch angekündigt worden ist. Ich bin jedenfalls sehr angetan von dem Angebot.


Dann gibt es noch Prime Music, wo ich erst nicht so richtig wusste, was ich davon halten soll. Nach einigem Suchen habe ich dann doch das Passende gefunden. Prime Music ist in meinen Augen eher was für Leute, die sich auch gern mal neue Musik anhören, was sie noch nicht kennen und durch Stöbern auf etwas Gutes stoßen. Schwierig wird es, wenn man nur nach einer bestimmten Band sucht, die dann vielleicht gerade nicht im Angebot ist. Habe ich im Dezember nicht wirklich viel für mich gefunden, so hat Amazon im Januar 2016 einige tolle Alben dazu gelegt. So kann man derzeit zahlreiche David Bowie Scheiben hören, was ich sehr begrüße. Zudem mag ich die angebotenen Playlists und Radiosender gern. 


Gerade für Entspannungs- und Instrumentalmusik kann ich mich begeistern, da ich diese hervorragend beim Lesen hören kann. Liest man z.B. einen Mittelalterroman, kann man sich gleich die passende Musik dazu anhören. Prime Music kann ausschließlich über die App mittels Smartphone oder Tablet angehört werden. Mich stört dies jedoch nicht, da ich fast nur über mein Smartphone Musik höre. Toll ist auch, dass man sich die Lieblingsmusik herunterladen kann, so dass man auch ohne online zu sein die Lieblingsprime- Titel hören kann, solange sie denn bei Amazon Prime verfügbar sind, denn auch hier werden Titel und Alben nur für eine bestimmte Zeit angeboten und durch andere ersetzt.

Als Prime Kunde hat man zudem Zugriff auf die Kindle- Leihbücherei, allerdings nur wenn man einen Kindle besitzt. Über die Kindle- Leseapp kann man die Leihbücherei nicht nutzen. Von der „Bücherei“ weiß ich ehrlich gesagt nicht so recht was ich davon halten soll. Das Angebot besteht zu einem Großteil aus Büchern, die bei Amazon verlegt sind und nur sehr wenige Titel (so mein Eindruck) sind Bücher, die von anderen Verlagen stammen. Müßig ist zudem die Suche nach einem passenden eBook. Man kann zwar Genre vorgeben, dennoch braucht man schon eine Weile, eh man fündig wird. Das geliehene eBook kann man solange behalten wie man mag, man kann aber erst ein Neues ausleihen, wenn man das andere zurückgegeben hat. Aktuell weiß ich nicht, ob ich diese Leihbücherei wirklich aktiv nutzen werde. Wahrscheinlich bin ich zu sehr verwöhnt von der Onleihe und meinem Tolino Vision.

Ansonsten bekommt man als Prime Kunde 30 Minuten eher Zugriff auf Sonderangebote, aber da ich nicht der Typ für so etwas bin, habe ich das noch nicht genutzt und bezweifele auch, dass ich das wirklich brauche.

Mein Fazit zu dem Ganzen ist, dass Prime in meinen Augen für Leute ist, die viel Musik, Filme und Serien streamen möchten und offen für Neues sind. Wenn man den kostenlosen Versand priorisiert, dann lohnt sich das wahrscheinlich nur, wenn man Vielbesteller ist und seine Mitgliedschaft mit anderen teilt. Mich konnte das Angebot von Prime überraschenderweise mehr als nur überzeugen und ich werde es jetzt wohl erst einmal ein Jahr lang nutzen und gucken, ob das Angebot so gut bleibt oder nicht.

Ihr seid auch am überlegen, ob ihr Prime braucht? Testet doch einfach einen Monat lang, ob das was für euch wäre und zieht eure Schlüsse daraus. Ich mag vor allem die gestreamten Serienfolgen nicht mehr missen. Sogar einige lieb gewonnene Titel aus Kindertagen sind dabei.

Wenn ihr schon Prime- Kunde seid, was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Decken die sich eventuell mit meinen?

Dienstag, 19. Januar 2016

Gemeinsam Lesen # 54



Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei. 


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 91 von 285.
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Das Likörchen war blutrot und quietschsüß und stellte eine Art Süßspeise dar, denn danach gab es pinkfarbenen Prosecco, den Magda großzügig als Schampus bezeichnete und noch großzügiger ausschenkte."

(Ich glaube so einen langen ersten Satz hatte ich noch nie...)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Nachdem ich letzte Woche Samstag zu einer Faschingsfeier war, brauchte ich unbedingt was Lustiges und griff zu diesem Buch. Während ich Tina und Markus (die Hauptakteure) noch etwas seltsam finde, ist Oskar, die 87- jährige "Geisel", ein echter Brüller. Gut gefallen mir an dem Roman bisher die interessanten sprachlichen Bilder wie z.B.: Arme wie überquellender Kartoffelbrei oder eine Brille, die aussieht wie ein orthopädischer Schuh für die Nase.

4. In der Schulzeit begegnen einem im Unterricht diverse Bücher. Kannst du dich noch an einige davon erinnern? Sind sie in guter oder schlechter Erinnerung geblieben?

Das Meiste, was ich in der Schule lesen musste, war total blöd. Meine Lehrer haben irgendwie immer nicht zu den coolen Romanen gegriffen. Während meine Schwester "Das Tagebuch der Anne Frank" und "Romulus der Große" lesen durfte (beide Bücher fand ich genial), gab es bei mir Lektüre im Deutschunterricht, an die ich mich partout nicht erinnern kann. Toll fand ich nur zwei Bücher und die las ich im Englischunterricht. Das waren "Comming of Age" und "Fahrenheit 451". Besonders Letzteres kann ich euch nur empfehlen. 

Hattet ihr tolle Schullektüre?

Montag, 18. Januar 2016

Cover Monday # 48



Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.


Meine heutige Wahl fiel dieses Mal passend zum Wetter aus, doch seht selbst:


Inhalt:

"Alaska in den 1920er Jahren: In dem Wunsch, neu anzufangen, zieht das kinderlose Paar Mabel und Jack nach Alaska. Das harte Leben in der Wildnis setzt den unerfahrenen Neusiedlern sehr zu. Mit dem ersten Schneefall überkommt die beiden jedoch ein schon verloren geglaubter Übermut, und sie bauen zusammen ein Kind aus Schnee. Tags darauf entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen zwischen den Bäumen am Waldrand. Woher kommt das Kind? Wie kann es allein in der Wildnis überleben? Und was hat es mit den kleinen Fußspuren auf sich, die von Mabels und Jacks Blockhaus wegführen?"

Ich mag es ja, wenn Cover in Scherenschnittoptik sind, aber hier ist eben das besonderes, dass alles so schön fluffig aussieht wie Schnee. Zudem mag ich einfach wie der Wolf hinter dem Mädchen hinterher trottet. Irgendwie faszinieren mich diese Tiere total.

Kennt ihr das Buch schon? Was haltet ihr von dem Cover? Mir ist es heute durch Zufall in die Hände gefallen...

Sonntag, 17. Januar 2016

Rezension Tanja Heitmann

"Nebelsilber" von Tanja Heitmann


Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: cbt (23. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570161218
ISBN-13: 978-3570161210
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren


Inhaltsangabe:

Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt.

Autoreninfo:

Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren. Sie arbeitet in einer Literaturagentur und schaffte mit ihren Romanen auf Anhieb den Sprung auf die Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihrer Familie in Norddeutschland. Die Schattenschwingen-Reihe, ihre erste Jugendfantasy, wurde von Presse und Publikum begeistert aufgenommen. Heute ist Tanja Heitmann sowohl im Jugendbuch als auch in der Belletristik eine gefeierte Bestsellerautorin.

Meine Meinung:

Titel: Tief aus dem Wald, da komme ich her...

Das unheimlich hübsche Cover hat mich auf das Buch aufmerksam werden lassen und da ich schon immer mal etwas von Tanja Heitmann lesen wollte, war die Buchanschaffung beschlossene Sache.

In der Geschichte geht es um die 17- jährige Edie, die mit ihrem Vater in das mysteriöse Wasserruh zieht. In der Stille kann sie ihren Liebeskummer hervorragend verarbeiten und nach vorn blicken. Doch dann taucht Silas auf, der 10 Jahre als verschollen galt. Edies Herzschlag habe ihn heim gebracht. Was ist da zwischen den Beiden? Hat diese Bindung Bestand?

Ich tat mich beim Einstieg ein klein wenig schwer, da anfänglich nicht allzu viel passiert. Erst im Verlauf der Handlung nimmt die Spannung zu und je mehr man liest, desto mehr überschlagen sich dann auch die Ereignisse.

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Ereignisse. Dadurch bekommen wir die Möglichkeit die Geschehnisse mit den unterschiedlichsten Protagonisten zu erleben.

Edie ist ein Mädchen ihrer Zeit, mit ihr bin ich direkt warm geworden. Die dargestellten Jungs hatten auch jeder etwas für sich. Gerade Roman sein erster Auftritt war schon sehr beeindruckend. Für Silas hingegen empfindet man in erster Linie Mitleid und erst später Zuneigung, da er so einiges durchstehen musste. Einschätzen konnte man beide Jungen lange nicht, was ich aber gut fand, da so das Rätselhafte erhalten blieb.

Die Romanhandlung fühlt sich an wie ein Märchen voller Geheimnisse, was mir immens gefallen hat.

Der Schreibstil von Frau Heitmann lässt sich angenehm lesen und trägt einen durch die Geschichte. Ihr gelingt es besonders gut das düstere Setting dem Leser näher zu bringen.

Etwas holprig fand ich das Ende, denn das war nicht hundert Prozent schlüssig und erschien mir etwas überstürzt. Die Autorin hätte der Handlung gern noch 50 Seiten mehr schenken können, das hätte gewiss für mehr Klarheit gesorgt.

Fazit: Ein interessante Story, die ich gern gelesen habe und die ich auch gern weiterempfehle. Mir hätte es nur mehr gefallen, wenn die Spannung sich über den gesamten Roman verteilt hätte.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Samstag, 16. Januar 2016

Rezension E.E. Cooper

"Missing Girl - Verschollen" von E.E. Cooper


Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (10. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 395967015X
ISBN-13: 978-3959670159
Originaltitel: Vanished


Inhaltsangabe:

Freundschaft. Obsession. Täuschung. Liebe. Kalah und ihre Freundinnen Beth und Britney sind unzertrennlich. Bis Beth an ihrem achtzehnten Geburtstag spurlos verschwindet. In der Highschool machen Gerüchte die Runde: Hat sich Beth heimlich mit Britneys Freund getroffen? Ist sie wirklich weggerannt? Bevor Kalah die Wahrheit herausfinden kann, erschüttert der Selbstmord einer Mitschülerin die ganze Highschool. Immer tiefer gerät Kalah in den Sog eines psychologischen Verwirrspiels, dessen tödliche Regeln sie nur langsam begreift …

Autoreninfo:

E. E. Cooper lebt in Vancouver mit ihrem Ehemann und ihrem unglaublich verwöhnten Hund. "Missing Girl -Verschollen" ist ihr Debütroman.

Meine Meinung:

Titel: Was tun, wenn deine beste Freundin verschwunden ist?

Der Klappentext und das Cover ließen mich auf diesen Debütroman aufmerksam werden und ich begann ohne übermäßige Erwartungen mit dem Lesen.

In der Geschichte geht es um Kalah, die nach einem Schulwechsel völlig begeistert davon ist, dass Beth und Britney, die beliebtesten Mädchen der Schule, gerade sie zur Freundin haben wollen. Doch sie wird das Gefühl nicht los, dass ihre neuen Freundinnen Geheimnisse vor ihr haben. Kann dies wirklich sein? Als Beth an ihrem 18. Geburtstag spurlos verschwindet, gerät Kalah ins Grübeln und begibt sich auf Spurensuche. Wird sie das Geheimnis des "Missing Girls" lüften können?

Die Handlung wird uns über Kalah als Ich- Erzählerin nahe gebracht. So ist es uns möglich Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt zu bekommen.

Der Schreibstil der Autorin macht es leicht in die Geschichte zu finden. Sie benutzt Umgangs- und Jugendsprache, so dass man jederzeit abkauft, dass hier ein Teenager von seinen Problemen und Erlebnissen berichtet.

Mit den dargestellten Charakteren tat ich mich etwas schwer, da sie allesamt doch recht egozentrisch sind, was aber vielleicht am Alter der Akteure liegt, denn als Jugendlicher denkt man ja oft der Nabel der Welt zu sein.

Die Handlung ist spannend, hat aber für meine Begriffe eher wenig mit einem Thriller zu tun, sondern fühlte sich für mich wie ein reines Jugendbuch mit Spannungselementen an. An ein wenig Tiefgang fehlt es hier ebenfalls, was ich bei einem Jugendbuch aber auch nicht zwingend erwarte.

Für meinen Geschmack kam gut rüber, was Gerüchte mit anderen Menschen machen. Die meisten Leute glauben lieber den Gerüchten als sich vielleicht selbst eine Meinung zu bilden und manchmal ist ja am Buschfunk auch wirklich etwas dran.

Passend fand ich auch das Einstreuen von Unsicherheit, welchem Geschlecht man denn nun mehr zugeneigt ist, denn in dem Alter ist man ja noch auf dem Weg sich selbst zu entdecken und zu finden.

Fazit: Ein gelungenes Debüt, dass mich gut unterhalten hat. Für alle, die keinen blutigen Thriller erwarten genau richtig. Lesenswert!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

Rezension John Niven

"Old School" von John Niven


Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453269454
ISBN-13: 978-3453269453
Originaltitel: Sunshine Cruise Company


Inhaltsangabe:

Susan und Julie sind gerade 60 Jahre alt geworden. Sie leben in einem kleinen Dorf in Südengland und sind seit der Schulzeit miteinander befreundet. Susan führt ein bürgerliches Hausfrauendasein, Julie lebt in einer Sozialwohnung und arbeitet als Aushilfe in einem Pflegeheim. Als Susans Ehemann Barry tot aufgefunden wird, offenbart sich, dass er ein surreales Doppelleben führte und Susan einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Um nicht in die Altersarmut abzurutschen, greifen sie zu einer radikalen Lösung.

Autoreninfo:

John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle "Music from Big Pink" über Bob Dylan und The Band in Woodstock. 2008 landete er mit dem Roman "Kill Your Friends" - einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie - einen internationalen Bestseller. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

Meine Meinung:

Titel: Frauenpower deluxe - wer rastet, der rostet...

Seitdem ich von John Niven "Straight White Male" gelesen habe, ist er für mich als Autor nicht mehr wegzudenken, da sein Stil etwas ganz Besonderes ist. So freute ich mich wie Bolle auf sein neustes Werk.

In der Geschichte geht es dieses Mal um zwei beste Freundinnen, die bereits ein reifes Alter erreicht haben. Während Susan Frobisher bisher ein glückliches Leben als Hausfrau führte, hatte ihre Freundin Julie Wickham weniger Glück, denn sie lebt in einer Sozialwohnung und arbeitet als Aushilfe. Doch dann stirbt Susans Mann und ihr Leben verändert sich schlagartig. Kann ein Bankraub ihr Leben und das ihrer Freundin positiv verändern?

Wer John Nivens Bücher kennt, der weiß dass der Autor alles direkt und ungeschönt beschreiben muss. Da darf auch mal erklärt werden, wie der Urin einzelner Patienten aussieht. Trotz des ernsten Themas gelingt es Niven eine ordentliche Portion Humor der Geschichte beizufügen, denn ich habe mich herrschaftlich amüsiert.

Ein auktorialer Erzähler führt uns durch die überaus spritzige Handlung.

Die dargestellten Charaktere sind alle sehr speziell und trotzdem kann man sich sowohl in Susan und Julie als auch in Jill und Ethel hervorragend hineinversetzen. Die Protagonisten sind mit Gefühl beschrieben und haben Tiefgang.

Die Story regt zum Nachdenken an, denn beim Lesen fragte ich mich, ob ich in so einer Situation ähnlich handeln würde und ob ich es überhaupt könnte? Dem Autor gelingt es zudem sehr gut die Ängste der 60 plus Ladys darzustellen.

Fazit: Wer auf skurrile Geschichten steht und dem Sarkasmus nicht abgeneigt ist, der sollte sich diese actiongeladene Verfolgungsjagd nicht entgehen lassen. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Genial!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Freitag, 15. Januar 2016

Rezension Nele Löwenberg

"Straße nach Nirgendwo" von Nele Löwenberg


Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548287387
ISBN-13: 978-3548287386

Inhaltsangabe:


Nach einem Familienstreit hat die 17-jährige Sheridan Grant Nebraska verlassen, um in New York ihr Glück als Sängerin zu suchen. Doch ein blutiger Amoklauf ihres Bruders Esra macht ihre Träume zunichte. Eine abenteuerliche Flucht vor der Presse und den hasserfüllten Anschuldigungen ihrer Adoptivmutter führt Sheridan durch halb Amerika. Während sie versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, deckt Detective Jordan Blystone ein dreißig Jahre altes Familiengeheimnis auf und bringt Rachel Grant deswegen vor Gericht. Hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach ihrer Heimat und der Chance, die Schatten der Vergangenheit für immer hinter sich zu lassen, muss Sheridan eine schwere Entscheidung treffen...

Meine Meinung:

Titel: Um einiges schwächer als der Vorgänger...

Nachdem ich "Sommer der Wahrheit" als wahre Überraschung empfand, denn das Schicksal von Sheridan Grant hat mich wirklich begeistern können, wollte ich nur zu gern wissen wie es mit ihr weitergeht.

Vor Lektürestart sollte man wissen, dass es sich um eine Fortsetzung handelt, denn für meinen Geschmack sollte man den Vorgänger kennen, um dieses Buch zu verstehen, da dauernd auf Vergangenes hingewiesen wird, dies aber nicht näher erläutert wird.

Auch dieses Mal geht es selbstverständlich um Sheridan, die endlich die Farm ihrer Adoptiveltern verlassen will, um Sängerin zu werden. Doch dann kommt ihr Bruder Esra ihr in die Quere, denn er begeht ein schreckliches Massaker, weshalb Sheridan durch das gesamte Land von der Presse verfolgt wird. Wird ihr jemals ein ruhiges Leben vergönnt sein?

Unsere Hauptakteurin Sheridan fungiert als Ich- Erzählerin, so dass wir ihre Gefühls- und Gedankenwelt sehr intensiv miterleben dürfen.

Ich tat mich mit der Lektüre lange schwer, weil mir der Roman wie eine Wiederholung des ersten Teils erschien. Das Massaker war unglaublich spannend und danach geschah einfach gut 250 Seiten lang nichts, außer dass Sheridans Leben noch einmal beleuchtet wurde, dabei kennen Leser, die "Sommer der Wahrheit" gelesen haben, das alles schon.

Interessant wurde es in meinen Augen erst ab der Mitte des Buches, bis dahin muss man wirklich erst einmal durchhalten. Dann wird nämlich nicht nur das Leben von Sheridan beleuchtet, sondern auch das von dem sympathischen Detective Lieutenant Jordan Blystone.

Sheridans Leben erscheint auch hier als Aneinanderreihung schrecklicher Erlebnisse. Kaum glaubt man, dass sie nun wirklich genug durchlebt hat, da wird sie wieder hintergangen. Klar fühlt und leidet man mit ihr, nur fragte ich mich manches Mal, ob ein Mensch allein wirklich so viel Elend erleiden kann und trotzdem seinen Weg geht?

Die Nebenhandlung um Jordan Blystone hat mich total fesseln können. Er ist einfach ein so liebenswerter Charakter, der alles Glück der Welt verdient hat. Das Lüften seines Geheimnisses hat mir den Atem verschlagen, das war wirklich ungemein spannend und überraschend.

Das Ende ist leicht offen angelegt, so dass ein dritter Teil möglich wäre, allerdings würde ich diesen dann eher nicht lesen, da ich denke, dass nun alles über die Grants erzählt worden ist.

Fazit: Eine solide Fortsetzung mit einigen Schwächen, die ich nicht zwingend gebraucht hätte. In meinen Augen ist der Roman um einiges schwächer als sein Vorgänger. Wer durchhält wird aber dann doch noch belohnt.


Bewertung: 3/ 5 Sternen

Donnerstag, 14. Januar 2016

Als Vielleser nicht kompatibel mit dem stationären Buchhandel?


Mich beschäftigt schon seit längerem, dass immer mehr Buchläden dicht machen und selbst große Ketten ihre Zahl an Filialen drastisch reduzieren. Doch bin ich als ländlich lebender Vielleser und Buchblogger überhaupt kompatibel mit dem örtlichen Buchhandel?

Gestern las ich bei Lesen.net, dass sich der Verlag Bastei Lübbe im Kreuzfeuer der Buchhändler befindet, weil diese den 13 Jahre alten Megabestseller „Illuminati“ von Dan Brown über Amazon für einen gewissen Zeitraum gratis anboten. Der Verlag sorge also angeblich dafür, dass Leser zu Amazon wechseln und nicht mehr im Buchladen vor Ort kaufen. Ist dies wirklich so? Vielleser wie meine Wenigkeit kennen das Werk von Dan Brown längst, habe ich es doch in herrlich illustrierter Schmuckausgabe im Regal stehen. Vielleicht animiert man mit der Aktion nur Wenigleser und Lesemuffel zum Lesen, weil es etwas für umsonst gibt?

Ich lese im Jahr weit über 100 Bücher und wenn ich schätze, dass die Anzahl an Taschenbüchern, Hardcovern usw. gleichmäßig aufgeteilt ist, dann würde ich über 2000 € im Jahr ausgeben, wenn ich Bücher immer neu im Laden kaufen würde. Das hieße, dass ich dafür monatlich an die 170 € ausgeben würde, das muss man sich mal vorstellen. Doch wie gelange ich dann an den Lesestoff?

Zunächst einmal habe ich leider gar keine Möglichkeit mehr beim örtlichen Buchladen zu kaufen, da es diesen schlichtweg seit einigen Jahren nicht mehr gibt. Bis zum Alter von 17 Jahren habe ich dort hin und wieder mal ein Buch gekauft, allerdings mit ein wenig Bauchgrummeln, denn grundsätzlich musste die Mehrzahl meiner Buchwünsche bestellt werden. Nun gut sie waren dann auch am nächsten Tag immer da. Doch hat man mal speziellere Lesewünsche, so wurde es schon kompliziert. An englischsprachige Literatur war nur schwer dran zu kommen, oft musste ich 14 Tage warten, eh ich das ersehnte Buch in den Händen hielt und dann war es oft noch teurer als angekündigt. Da ist man dann als Kunde schon verärgert. Zudem hatte ich mal ein Buch bestellt, dass ewig auf sich warten ließ. Ich glaube erst nach 2 Monaten Wartezeit (ja es war schon erschienen und verfügbar) hielt ich es dann endlich in den Händen. Von da an mied ich diesen örtlichen Buchhändler und er gab das Geschäft irgendwann auf.

Die nächsten Buchgeschäfte waren von meinem damaligen Wohnort dann gut 30 km entfernt und so begann die Zeit der online Buchkäufe, denn die Wartezeit hier war nicht länger als im Buchladen und es sparte mir schlichtweg Zeit und Fahrtkosten. Mittlerweile gibt es in ca. 20 km Entfernung nur noch einen Weltbildladen und die Zeit hat sich so gewandelt, dass man auch gebrauchte Bücher kaufen kann.

So hat sich mein Buchkaufverhalten völlig geändert. Zunächst einmal kaufe ich Bücher fast nur noch gebraucht über einschlägige Onlineshops oder über Privatanbieter.

Auch meine örtliche Bücherei nutze ich rege und die dort angebundene Onleihe. Mein derzeitiges Highlight ist zudem, dass ich gelesene Bücher mit anderen Leseratten tausche. Das funktioniert hervorragend und sorgt dafür, dass die Regale nicht übermäßig aus den Nähten platzen und Kosten spart man auch, denn man zahlt ja nur das Porto und hat neuen Lesestoff zu Hause.

Zudem nehme ich natürlich auch auf diversen Foren an Leserunden und Gewinnspielen teil, wo man das ein oder andere Buch vom Verlag gesponsert bekommt.

Tja und so kommt es vor, dass ich vielleicht 1 Mal im Quartal ein neues Buch kaufe, denn eBooks für meinen Reader kaufe ich auch nur, wenn sie nicht allzu teuer sind und ich sie unbedingt lesen will, ansonsten warte ich, in der Hoffnung, dass die Onleihe sie irgendwann haben wird.

Doch was macht das mit dem Buchhandel? Wer kauft noch Bücher im Laden? Sind es die Leser, die nur 2 Mal im Jahr zu einem Buch greifen oder gar nur ein Buch verschenken wollen? Müsste nicht generell nach einem neuen Konzept gesucht werden? Eins ist doch in jedem Fall klar: gelesen wird nach wie vor gern und viel, doch aufgrund der teilweise recht hohen Preise kann sich dieses Hobby nicht jeder leisten, wie man an meinem obrigen Rechenbeispiel sehen kann.

Meine Printbücher, wenn ich sie dann mal neu kaufe, kommen dann zwar nicht vom Riesen Amazon, aber eben von anderen Online- Händlern und nicht aus dem Buchladen um die Ecke. Ich finde das ungemein schade, aber mein Job spannt mich zeitlich so sehr ein, dass jede Stunde kostbar ist und ich mit dem online Bestellen schlichtweg Zeit einspare. Die gesparte Zeit nutze ich dann lieber zum Lesen.

Wie handhabt ihr das? Habt ihr einen Buchladen eures Vertrauens? Oder kauft ihr auch viel gebraucht und vertauscht eure Bücher?

Wahrscheinlich wohne ich auch einfach zu extrem ländlich, dass der stationäre Buchhandel hier so oder so keinen Bestand hätte...

Mittwoch, 13. Januar 2016

Rezension Jennifer Niven

"All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven


Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Limes Verlag (28. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809026573
ISBN-13: 978-3809026570

Inhaltsangabe:


Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Autoreninfo:

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch "All die verdammt perfekten Tage" spielt. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren "literarischen" Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte.

Meine Meinung:

Titel: Was wirklich im Leben zählt ist die Freundschaft…

Nachdem dieses Buch als Besonderheit vom Verlag angepriesen wurde, war ich natürlich mehr als gespannt, was mich denn erwarten würde und begann unvoreingenommen mit der Lektüre.

Im Buch selbst geht es um zwei Teenager, die so unterschiedlich sind, dass man sie nicht zusammenbringen würde und dennoch haben sie eins gemeinsam: sie wollten vom Glockenturm der Schule springen. Ist Sterben denn wirklich die Lösung?

Die Handlung wird uns aus der Sicht von Finch und Violet näher gebracht, die immer im Wechsel beleuchtet werden.

Während Violet das beliebteste Mädchen an der Schule ist, so ist Finch der absolute Nerd. Auch wenn beide Charaktere sehr unterschiedlich sind, so mochte ich jeden auf seine Weise gern. Dabei fand ich besonders Finch faszinierend, da er seine Belange zurückstellt, um Violet zu helfen. Solche Menschen gibt es in der heutigen Zeit wohl eher selten. Während bei Violet schnell klar ist, was für Probleme sie hat, liegt der Fall bei Finch deutlich komplizierter. Erst nach und nach deckt man als Leser auf, was ihn wirklich bewegt.

Es war ergreifend mitzuerleben wie zwei Gegensätze sich langsam aber sicher annähern und eine intensive Freundschaft oder gar zarte Liebe entsteht.

Jennifer Niven gelingt es sehr gut Teenager der heutigen Zeit zu charakterisieren. Besonders das Schulmilieu hat sie sehr anschaulich beschrieben, denn es hat schon immer Jugendliche gegeben, die Schwächere gern gemobbt und fertig gemacht haben.

Der Roman war für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Gerade das Ende hat mich für eine ganze Weile geschockt zurückgelassen. Nur so viel: ich brauchte einige Taschentücher, um es zu verdauen.

Fazit: Ein bewegender Roman für jung und alt, der einem die Bedeutung von Freundschaft und Familie intensiv nahe bringt. Sehr lesenswert!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

Dienstag, 12. Januar 2016

Gemeinsam Lesen # 53


Eine Aktion von Schlunzen- Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher- Allerlei.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich bin auf Seite 84 von 400.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Beim Mittagessen erzählte ich Tante Mildred von meiner Verabredung für Dienstag und dass ich in der Mensa essen würde."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Mir gefällt das Buch aktuell sehr gut. Überrascht hat mich, dass die Geschichte in einer fernen Zukunft spielt, denn ich hatte eher gedacht, dass hier keine Zeit angegeben wird und es eher wie ein Märchen wirkt, aber gut. Saha ist ein herrlicher Nerdcharakter, mit der ich mich sehr gut identifizieren kann. Bin jedenfalls mächtig gespannt, was ihre angeblichen Wunden zu bedeuten haben...

4. War euer erstes Buch 2016 ein guter Einstieg ins Lesejahr? Habt ihr euch ein Ziel für dieses Jahr gesetzt?

Ich habe offenbar zum Jahresbeginn ein richtiges Händchen bewiesen, denn die Bücher, die ich im Januar bisher gelesen habe, haben entweder 4 oder 5 von 5 möglichen Sternen in der Bewertung von mir bekommen. Wieviel ich schaffen möchte, da gebe ich mir nichts mehr vor, weil es eh meist mehr wird als geplant. Wenn ich es denn umgesetzt bekomme, dann möchte ich meine Leserunden etwas reduzieren, denn dann kann ich mich mehr dem Lesen widmen als dem Schreiben. Allerdings sind gerade autorenbegleitete Leserunden immer meine Highlights, weshalb ich nicht weiß, ob ich die tatsächlich reduziert bekomme. Mein Ziel ist eigentlich nur: weiterhin Spaß am Lesen haben und viele tolle Bücher entdecken.

Mein erstes Buch im Januar war übrigens "Mit Zorn sie zu strafen" von Tony Parsons, wobei ich damit schon im Dezember angefangen hatte und das Buch war der Hammer. Meine Rezension dazu findet ihr hier.

Montag, 11. Januar 2016

Cover Monday # 47


Die Aktion Cover Monday wurde von The emotional life of books ins Leben gerufen.


Hoppla, heute bin ich aber enorm spät dran, aber lieber spät als nie, oder?

Heute wollte mir gar nicht so recht einfallen, welches Buch ich nehmen könnte und wie sollte es anders sein, ist es mal wieder ein Jugendbuch geworden.

Inhalt:

"Seit einiger Zeit ist Cosmos Großvater seltsam vergesslich und erinnert sich nicht einmal daran wer Cosmo überhaupt ist. In einem kurzen, klaren Moment überreicht er seinem Enkel einen Schlüssel und bittet ihn nach Blackbrick zu fahren. Mitten in der Nacht macht Cosmo sich auf den Weg und steht plötzlich allein vor einem verfallenen Tor, hinter dem er ein düsteres Anwesen erkennen kann. Als er den Schlüssel im Schloss herumdreht, öffnet sich das alte Tor knarrend und für Cosmo beginnt eine aufregende Zeitreise in die Vergangenheit seiner Familie."

Hier seht ihr auch mal wieder, dass ich total auf blau stehe. Ich mag an dem Cover, dass mal keine Personen, Gesichter oder ähnliches drauf sind, sondern dieses riesige Tor und im nebeligen Hintergrund ein Haus. Für mich sprüht das Cover etwas Märchenhaftes aus. Gelungen finde ich auch, dass sowohl der Buchtitel als auch das Schloss am Zaun im Licht glänzen, mit der Kamera konnte ich das gar nicht so einfangen.

Mögt ihr meine heutige Wahl oder ist sie euch zu schlicht?